Planungsdokumente: Online-Beteiligung Landesplanung - Teilaufstellung Regionalplan III, Sachthema Windenergie

Gesamträumliches Plankonzept zu dem Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans des Planungsraums III (Sachthema Windenergie)

von 141 Kapiteln

4.2.2.1. Alternative 1: Beschränkung sämtlicher WKA außerhalb der Vorranggebiete auf den Bestandsschutz ohne Angebot von Repowering-Flächen

Die Beschränkung sämtlicher WKA außerhalb der Vorranggebiete Windenergie auf den Bestandsschutz ohne ein Angebot von Repowering-Flächen ginge mit der Einrichtung der Vorranggebiete mit Ausschlusswirkung konform. Ausnahmen, die das Konzept angreifbar machen könnten, gäbe es nicht. Gleichzeitig würde der Verhinderung des Wildwuchses Rechnung getragen.

Es spricht gegen diesen Ansatz, dass rund 42 % (1.306 WKA) der genehmigten Altanlagen betroffen wären. Neben dem sehr hohen Konfliktpotenzial mit den Anlagenbetreibern und einem entsprechend hohen Klage- und Rechtsrisiko spricht gegen dieses Konzept, dass die Energieleistung langfristig nicht in die Energiebilanz eingerechnet werden kann, so dass zum Ausgleich ein Mehr an Vorranggebieten auszuweisen wäre. Die Altanlagen würden mangels „Umzugsmöglichkeit“ deutlich länger betrieben, so dass die bezweckte Entlastung der Landschaft erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt einträte.

Neue Stellungnahme

4.2.2.2. Alternative 2: Reduzierung der Siedlungsabstände oder Eingrenzung der entsprechenden weichen Tabukriterien

In erster Linie werden WKA aufgrund der Abstandsregelungen zu den Siedlungen und Einzelhäusern nicht in einem Vorranggebiet liegen. Mit der Variante, die Abstände zu Siedlungen zu verringern oder weiche Tabus so zu verringern, dass der Anlagenbestand von dem weichen Tabu nicht betroffen wäre, würde zwar die Anzahl, der auf den Bestandsschutz beschränkten Anlagen deutlich reduziert. Allerdings würde ein wesentliches Vorsorgekriterium der Planung teilweise aufgegeben, welches auch der Sicherung der Akzeptanz in der Bevölkerung dient. Es ist rechtlich kaum begründbar, bestehende WKA aus dem Siedlungspuffer-Tabu auszunehmen und die damit verbundene Ungleichbehandlung der Bevölkerung und der Anlagenbetreiber zu rechtfertigen. Dies wäre allenfalls mit Höhenbeschränkungen in den Bereichen um Siedlungen denkbar. Solche würden aber die nach dem Plankonzept unerwünschte Belastung der Bevölkerung nicht beseitigen und ein Repowering wirtschaftlich unattraktiv machen.

Neue Stellungnahme
von 141 Kapiteln