Planungs­dokumente: Entwurf Landschaftsrahmenplan für den Planungsraum II - Online-Beteiligungsverfahren

Band 2 - Erläuterungen

1.8. Naturerlebnisräume

Tabelle 9: Naturerlebnisräume

Name des NaturerlebnisraumesGemeindeTräger Größe (gerundet, in Hektar)
Kreis Rendsburg-Eckernförde
"Arche Warder"WarderArche Warder12
"Stintgraben"BordesholmAmt Bordesholm5
"Kolonistenhof"Neu-DuvenstedtWerkstätten für Behinderte Rendsburg-Eckernförde im Diakonie Hilfswerk Schleswig-Holstein14
"Bistensee"Ahlefeld-BistenseeGemeinde Ahlefeld-Bistensee35
"Wakendorfer Mühle"BovenauHegering Bovenau5,5
"Schulbauernhof Helle"ThumbySchulbauernhof Helle e.V. 5
"Untereider"RendsburgStadt Rendsburg136
Kreis Plön
"Koppelsberg"Dörnick/ PlönJugendpfarramt der Nordkirche52
"Stauchmoränen am Hessenstein"Stadt LütjenburgStadt Lütjenburg55
"Kinderland"WendtorfGemeinde Wendtorf2,5
"Unter Wasser Hohenfelde / Ostsee"HohenfeldeGemeinde Hohenfelde und Partner6
"Dünenlandschaft Laboe"LaboeGemeinde Laboe8
"Malmsteg – Niederung"HohenfeldeGemeinde Hohenfelde und Partner13
Stadt Kiel
"Alte Stadtgärtnerei Kollhorst und Umgebung"KielStadt Kiel6
Stadt Neumünster
"Stadtwald Neumünster"NeumünsterStadt Neumünster119

1.9. Schutzstreifen an Gewässern II. Ordnung

Tabelle 10: Schutzstreifen an Gewässern II. Ordnung

Bezeichnung des Gewässers AnfangspunktEndpunkt
Stadt Neumünster
SchwaleNeumünster, Gemeindegrenze zu BönebüttelNeumünster, Einlauf in die Stör
StörNeumünster, Gemeindegrenze zu Groß KummerfeldNeumünster, Einlauf in die Schwale
StörNeumünster, Einlauf in die SchwaleNeumünster, Unterführung der Bundesautobahn 7
Kreis Rendsburg-Eckernförde
Bargstedter Au/MühlenbekNiendorf, 550 Meter westlich der Siedlung HahnenkampBrammer, Zusammenfluss mit Brammerau
BrammerauBrammer, Zusammenfluss mit Bargstedter Au/MühlenbekJevenstedt, Zusammenfluss mit der Bokeler Au zur Jevenau
BredenbekWasbek, Unterführung der Bahnstrecke, 1.000 Meter oberhalb der Unterführung der Bundesstraße 430Aukrug, Einlauf in die Bünzener Au, Übergang ins FFH-Gebiet 2024-391 „Mittlere Stör, Bramau und Bünzau“
Buckener AuMeezen, Unterführung der Landstraße 123Meezen, Übergang ins FFH-Gebiet 2024-391 „Mittlere Stör, Bramau und Bünzau“
FuhlenauGnutz, 230 Meter nördlich der „Ohle Landstraat“Aukrug, Einlauf in die Bünzener Au, Übergang ins FFH-Gebiet 2024-391 „Mittlere Stör, Bramau und Bünzau“
Fuhlenau (Fuhlenbek)Remmels, 1.000 Meter oberhalb der Unterführung der Straße zwischen Papenau und DörpstedtOsterstedt, Unterführung der Straße bei Triangel, Übergang ins FFH-Gebiet 1823-304 „Haaler Au“
FührbekMörel, 580 Meter oberhalb der Kreisstraße 26, Übergang ins FFH-Gebiet 1823-301 „Wälder der nördlichen Geest“Mörel, Zusammenfluss mit dem Mühlenbach, 300 Meter vor Einlauf in die Buckener Au
Große Hüttener AuHütten, 550 Meter nördlich des Forsthauses HüttenFleckeby, 60 Meter nördlich der Unterführung Bundesstraße 76, Übergang ins FFH-Gebiet 1423-394 „Schlei incl. Schleimünde und vorgelagerte Flachgründe“
HanerauAasbüttel, Quelle 140 Meter nördlich der Kreistraße 35Hanerau Hademarsch, Unterführung Bahnlinie
Höllenau (Kleine Au, Mitbek)Timmaspe, Fischteiche am „Iloo Weg“Aukrug, Zusammenfluss mit der Mitbek
Jahrsdorfer AuJahrsdorf, Quelle im FFH-Gebiet 1923-302 „Reher Kratt“Jahrsdorf, Zusammenfluss mit der Glüsinger Au, 370 Meter südlich der Unterführung der Bundesstraße 430
JevenauJevenstedt, Zusammenfluss Bokeler Au / BrammerauSchülp bei Rendsburg, Einlauf in den Nord-Ostsee-Kanal
KattbekJevenstedt, 570 Meter westlich der Siedlung „Luhnstedtervie“Jevenstedt, Einlauf in die Jevenau
Kronsbek – AschauOsdorf, Unterführung der Straße „Zur Kronsau“Neudorf-Bornstein, Mündung in die Ostsee, außerhalb des FFH-Gebietes 1526-391 „Südküste der Eckernförder Bucht und vorgelagerte Flachgründe“
Mitbek (Eckbek)Wasbek, Unterführung der Straße „Prehnsfelde“Aukrug, Einlauf in die Höllenau
MühlenbachMörel, 600 Meter östlich der Kreisstraße 84, Übergang ins EGV-Gebiet 1823-401 „Staatsforst Barlohe“Aukrug, Einlauf in die Buckener Au, Übergang ins FFH-Gebiet 2024-391 „Mittlere Stör, Bramau und Bünzau“
OsterbekDamendorf, 480 Meter nordwestlich der Siedlung „Kirchhorst“Fleckeby, Unterführung „Mühlenweg, 150 Meter südöstlich des Übergangs ins FFH-Gebiet 1423-394 „Schlei incl. Schleimünde und vorgelagerte Flachgründe“
Papenau 1Nindorf, 700 Meter südwestlich der Kreuzung „Dorfstraße Osterree“Nindorf, 40 Meter östlich des Übergangs ins FFH-Gebiet 1823-304 „Haaler Au“
SchierenseegrabenSchierensee, Auslauf aus kleiner SchierenseeSchierensee, Einlauf „Großer Schierensee“
StörPadenstedt, Unterführung der Bundesautobahn 7Arpsdorf, Übergang ins FFH-Gebiet 2024-391 „Mittlere Stör, Bramau und Bünzau“
TönsbekAukrug, Unterführung der Kreisstraße 88, Übergang ins FFH-Gebiet 1924-391 „Wälder im Aukrug“Aukrug, Einlauf in die Bünzener Au, Übergang ins FFH-Gebiet 2024-391 „Mittlere Stör, Bramau und Bünzau“
Viehmoorbach / Pulser AuPuls, Quelle 120 Meter nördlich der Siedlung Pulserdamm nach Übergang ins KreisgebietBeringstedt, Zusammenfluss mit der Reher Au, Unterführung der Bahnlinie
Wasbek / Reher AuReher, 150 Meter oberhalb der Unterführung der Bundestraße 430, nach Übergang ins KreisgebietOsterstedt, 100 Meter unterhalb der Unterführung der Bahnlinie, Übergang ins FFH-Gebiet 1823-304 „Haaler Au“
Wapelfelder AuJahrsdorf, 370 Meter südlich der Unterführung der Bundesstraße 430Osterstedt, Zusammenfluss mit der Fuhlenau, Übergang ins FFH-Gebiet 1823-304 „Haaler Au“
WittbekHeinkenborstel, 200 Meter südlich der Kreisstraße 84Gnutz, Einlauf in die Fuhlenau, außerhalb des EGV-Gebiet 1823-401 „Staatsforst Barlohe“
Kreis Plön
803 (Zulauf der Tensfelder Au)Nehmten, Auslauf aus dem StockseeNehmten, Einlauf in die Tensfelder Au, Übergang ins FFH-Gebiet 1828-392 „Seen des mittleren Schwentinesystems und Umgebung“
Alte SchwentineBelau, Auslauf aus dem SchmalenseePreetz, Übergang in das FFH-Gebiet 1727-322 „Untere Schwentine“
KossauLebrade, 750 Meter oberhalb der Unterführung der Landstraße 53, Übergang ins FFH-Gebiet 1728-304 „NSG Rixdorfer Teiche und Umgebung“Rantzau, Gut Rantzau, Unterführung „Im Kossaugrund“, Übergang ins FFH-Gebiet 1729-392 „Kossautal und angrenzende Flächen“
Malenter Au (Neuer Kanal, Sieversdorfer-Au)Högsdorf, Unterführung „Viehdamm“Malente, Einlauf in den Kellersee, Übergang ins FFH-Gebiet 1828-392 „Seen des mittleren Schwentinesystems und Umgebung“
Mühlenau, FlaßlandbekKlethkamp, Kreisgrenze zu OstholsteinBlekendorf, Pumpwerk, Übergang ins FFH-Gebiet 1629-391 „Strandsee der Howachter Bucht“
Mühlenau, Wittenberger AuGrebin, Auslauf aus dem Tresdorfer SeeMucheln, Einlauf in die Fischteiche, Übergang ins Vogelschutzgebiet 1728-401 „Teiche zwischen Selent und Plön“
NN (Zufluss zum Mühlenteich) / E5-8Wangels, 1.100 Meter westlich der Landstraße 216 im OT Neutestorf, nach Übergang ins KreisgebietBlekendorf, Einlauf in den Mühlenteich
PredigerauSchillsdorf, Wassermühle, Unterführung der Kreisstraße 6Rendswühren, Einlauf in die Schwale
SalzauFargau-Pratjau, Unterführung der Kreisstraße 28, Übergang ins FFH-Gebiet 1628-302 „Selenter See“Stoltenberg, Übergang ins FFH-Gebiet 1627-321 „Hagener Au und Passader See“
SchmarkauGrebin, 40 Meter vor Übergang ins FFH-Gebiet 1829-303 „Wald nördlich Malente“Malente, 120 Meter unterhalb des Schmarksees, Übergang ins FFH-Gebiet 1828-302 „Grebinder See, Schluensee und Schmarkau“
SchmiedenauHögsdorf, Unterführung 800 m oberhalb des IhlseesBlekendorf, Einlauf in die Mühlenau
SchwaleGönnebek, Teiche nordwestlich der Ortslage GönnebekBönnebüttel, Gemeindegrenze zu Neumünster
Sophienhofer AuKöhn, 700 Meter oberhalb der Kreisstraße 13Stoltenberg, Einlauf in die Salzau

(Landesverordnung zur Sondernutzung am Meeresstrand und über Schutzstreifen an Gewässern II. Ordnung vom 08. Dezember 2008, Gesetz- und Verordnungsblatt Schleswig-Holstein, Seite 759 letzte Änderung durch LVO v. 19.11.2013, GVOBl. S. 443, ber. GVOBl. 2013 S. 567)

1.10. Schutzgebiets – und Biotopverbundsystem

In Tabelle 11: Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems werden Leitbilder und Entwicklungsziele zu den in Kapitel 4.1.1: Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems des Hauptteiles behandelten Schwerpunktbereichen und zu besonders wichtigen Verbundachsen (Verbundachsen von überregionaler Bedeutung) des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems formuliert. Diese sind bei Planungen und Verfahren, die sich auf die beabsichtigte Funktion des Biotopverbundes auswirken können, zu berücksichtigen. Weitergehende gesetzliche Regelungen wie zum Beispiel bei gesetzlich geschützten Biotopen, NSG oder Natura 2000-Gebieten bleiben hiervon unberührt.

In den Teilbereichen des Biotopverbundsystems, die von FFH-Gebieten und Vogelschutzgebieten eingenommen werden, sind hinsichtlich der Bestandsbeschreibungen, Entwicklungsziele und Maßnahmen die aktuellen Standdarddatenbögen und Erhaltungsziele bzw. bereits vorliegende Managementpläne für die Natura 2000-Gebiete maßgeblich. Entsprechendes gilt für Gebiete, die sich gemäß § 12 LNatSchG künftig zu Wildnisgebieten entwickeln sollen.

Bei den formulierten Zielen und Maßnahmen handelt es sich um naturschutzfachliche Zielsetzungen und Vorschläge. Eine Abwägung mit anderen Nutzungsansprüchen hat an dieser Stelle nicht stattgefunden. Diese Abwägung sowie die konkrete Festlegung von Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen ist Aufgabe der sich aus den gesetzlichen Regelungen ergebenden Genehmigungs- und sonstigen Planverfahren oder sie erfolgt im Zuge der Umsetzung konkreter Naturschutzprojekte und Rechtsetzungsverfahren.

Andere Maßnahmen, die Bestandteil entsprechender Programme, wie zum Beispiel des integrierten Fließgewässer- und Seenschutzes sind, bleiben hiervon unberührt.

Die Leitbilder und Entwicklungsziele gründen sich vor allem auf die Auswertung landesweiter Biotopkartierungen sowie auf Erhebungen und Bewertungen, die im Zuge der Biotopverbundplanung durchgeführt wurden. Die Schwerpunktbereiche sind in den Abbildungen 1 und 2: Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem Kreis Rensburg-Eckernförde und Stadt Neumünster sowie Kreis Plön und Stadt Kiel mit darstellen, und in der Tabelle 11: Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems in gleicher Weise durchnummeriert. Die Kurztexte beschreiben für die Schwerpunktbereiche die derzeitige Situation und geben damit auch eine Begründung für die Aufnahme in das System. Sie benennen weiterhin grundsätzliche Entwicklungsziele und vorrangig erforderliche Maßnahmen. Für Verbundachsen werden nur Entwicklungsziele formuliert.

Die Darstellungen sind als grobe Leitlinien aufzufassen, die die Gebiete nur in den wesentlichen Teilen beschreiben.

In der Regel liegen weitergehende Informationen zu den Zielen des Biotopverbundes bei der Oberen Naturschutzbehörde vor. Diese sind bei Planungen und Vorhaben, die sich auf die derzeitige oder beabsichtigte Funktion des Biotopverbundes auswirken können, dort einzuholen. Dies gilt insbesondere für die nicht in der Tabelle aufgeführten Gebiete und Verbundachsen.

Die namentlichen Bezeichnungen der einzelnen Landschaftselemente, beispielsweise der Fließgewässer, sind den topographischen Karten (TK 25 und TK 50) entnommen und stimmen gegebenenfalls mit den ortsüblichen Bezeichnungen nicht überein.

Es wird darauf hingewiesen, dass Vorschläge, die bestehende Nutzungen betreffen, nur im Einverständnis mit dem Grundeigentümer / in umzusetzen sind. Dieses gilt in besonderem Maße für Wiedervernässungen, bei denen auch angrenzende Flächen zu berücksichtigen sind. Die Auswahl der Gebiete beruht auf den Fachbeiträgen der Oberen Naturschutzbehörde.

Tabelle 11: Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems

Heide-Itzehoer Geest
Schwerpunktbereiche
Nr. 192 Gieselautal zwischen Albersdorf und Nord-Ostsee-Kanal (großteils Kreis Dithmarschen)
BestandTief eingeschnittener, vermoorter Talraum mit vergleichsweise naturnahem Fließgewässer sowie großteils brachliegendem Feuchtgrünland, nitrophilen Hochstaudenfluren und Bruchwaldresten auf Niedermoorböden in der Aue; an den Talrändern überwiegend Nadelwälder auf sandigen Böden (Flugsandgebiet); in der Nähe des Nord-Ostsee-Kanals im Kreis Rendsburg-Eckernförde wird der südöstliche Talrand von einer land- und forstwirtschaftlich genutzten Spülfläche gebildet.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines weitgehend naturnahen Talraumes mit natürlich mäandrierendem Fließgewässer und wiedervernässten offenen bis bewaldeten Niedermoorlebensräumen im Talgrund; in den angrenzenden Gebieten Entwicklung von naturnahem Laub- und Mischwald bzw. Naturwald auf trocken-mageren Böden
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserhaushaltes im Gesamtgebiet; Umbau der Nadelwaldbestände in naturnahe, in Teilbereichen ungenutzte Laub- und Mischwälder; besonders geeignet für die naturverträgliche Erholung
Nr. 330 Ehemaliges Heidegebiet an der Osterfahrbek / Iselbek (teils Kreis Steinburg)
BestandVon besonderer Nährstoffarmut geprägter, vielfältiger Landschaftsausschnitt am Zusammenfluss von Osterfahrbek und Iselbek mit Fließgewässern, Niedermoorgrünland, Großseggenrieden, Hochstaudenfluren, Eichenniederwäldern, sonstigen Laub- und Laub-/Nadelmischwäldern auf trocken-mageren Standorten sowie landwirtschaftlich genutzten Bereichen auf mageren Sandböden; ehemals ausgedehntes Heidegebiet
EntwicklungszielEntwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes bestehend aus naturnahen Fließgewässern, wiedervernässten offenen bis bewaldeten Niedermoorlebensräumen im Talgrund sowie möglichst lichtem Laubwald und extensiv genutzten halboffenen Grasfluren an den Talrändern und in der Umgebung auf sandigen Böden
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Anhebung des Wasserstandes im Auenbereich
Nr. 331 Voß-Berg westlich Gokels an der Haner Au
Bestand:Geomorphologisch markante, sandige Endmoränenkuppe mit ausgedehntem Nadel-/Laubmischwald und angrenzenden eingelagerten landwirtschaftlichen Nutzflächen; die Südwestgrenze wird von einem schmalen Talraum mit Birkenbruchwald und einigen Fischteichen gebildet.
EntwicklungszielEntwicklung eines naturnahen Laubwaldes und von Naturwald auf trocken-mageren Standorten im Wechsel mit offenen, trocken-mageren Biotopen im Bereich der derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen; im angrenzenden Tal Erhaltung ungestörter Abschnitte und Entwicklung naturnaher Teiche
MaßnahmenUmbau von Nadelwaldbeständen; Aufgabe land- und forstwirtschaftlicher Nutzungen in Teilbereichen
Nr. 214 Quellgebiet der Mühlenbek zwischen Puls und Warringholz (großteils Kreis Steinburg)
BestandWeiträumige, am Talgrund vermoorte Niederung und angrenzende nährstoffarme, sandige Hangbereiche und Moränenkuppen; typische Lebensräume sind ausgedehnte, teilentwässerte Niedermoorreste (Weidengebüsch, Erlen-Birkenbruch, Röhricht) sowie Teiche und Tümpel im Talgrund; Hangbereiche und Kuppen mit kleinstrukturreichem, teils quelligem Grünland, sandigen Ackerflächen und Eichen-Hainbuchenwald
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes, bestehend aus halbnatürlichen und naturnahen Niedermoorlebensräumen im Talgrund sowie extensiv genutzten halboffenen Lebensräumen und Naturwald auf vorwiegend trocken-mageren Standorten in den Hangbereichen.
MaßnahmenNiedermoorregeneration; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserhaushaltes im Gesamtgebiet.
Nr. 332 Talraum der Haaler Au südlich Todenbüttel mit Abschnitten der Mühlenbek, Ohlsbek und Reher Au
BestandTief eingeschnittener, breiter Talraum von besonderer landschaftlicher Vielfalt mit hoher Kleinstrukturdichte innerhalb eines saaleeiszeitlichen Sandergebietes; kleinräumiger Wechsel von Niederungsgrünland, naturnahen offenen Niedermoorlebensräumen, kleineren Waldbeständen insbesondere an den Talrändern sowie sandigen Ackerflächen; die Zuflüsse Mühlenbek und Ohlsbek sind in Abschnitten naturnah erhalten und als NSG vorgeschlagen.
EntwicklungszielEntwicklung eines weitgehend naturnahen Talraumes einschließlich der Talränder mit naturnahem Fließgewässer und offenen bis bewaldeten Niedermoorlebensräumen im Talgrund sowie nährstoffarmen halboffenen bis bewaldeten Lebensräumen auf sandigen Böden in den Hangbereichen; Erhaltung und Entwicklung naturnaher Fließgewässer auch im Bereich der Zuflüsse Mühlenbek, Ohlsbek und Reher Au.
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Anhebung des Wasserstandes im Auenbereich; Umbau von Nadelwaldbeständen.
Nr. 333 Großes und Kleines Moor westlich Todenbüttel
BestandEhemals großflächiges, weitgehend in Moorgrünland umgewandeltes Hochmoor mit einigen kleineren und größeren Hochmoorresten vorwiegend im Birken- und Pfeifengras-Stadium.
EntwicklungszielEntwicklung von ungenutzten Sekundärbiotopen vom Hochmoor- und Niedermoortyp auf weitgehend mineralisierten Hochmoorböden.
Maßnahmen:Anhebung des Wasserstandes und Extensivierung, wenn möglich Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung im Gesamtgebiet.
Nr. 334 Niederung der Wapelfelder Au
BestandVergleichsweise nährstoffarme Moor-Grünlandniederung im Bereich saaleeiszeitlicher Sander mit hoher Biotopdichte und Biotopvielfalt.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer vermoorten Niederung mit naturnahem Fließgewässer, offenen bis bewaldeten naturnahen Niedermoor- und Hochmoorlebensräumen sowie ausgedehnten nassen Grünlandbereichen auf Niedermoorböden.
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserhaushalts im Gesamtgebiet.
Nr. 210 Reher Kratt (großteils Kreis IZ)
BestandVielfältiger, naturraumtypischer Landschaftsausschnitt mit dem Reher Kratt, einem teilabgetorftem Hochmoor im Birkenstadium, Grünland auf Niedermoor sowie Nadelwäldern und landwirtschaftlichen Nutzflächen auf besonders nährstoffarmen, mineralischen Böden; ehemals ausgedehntes Moor-Heidegebiet. Das Reher Kratt ist ein gut erhaltener Niederwald von besonderer landeskundlicher Bedeutung. Es ist Lebensraum vieler seltener und spezialisierter, gefährdeter Tier- und Pflanzenarten; bedeutendes Reptilienvorkommen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes, bestehend aus dem Reher Kratt, möglichst lichtem "Heidewald" sowie Magerrasen und sonstigen ungedüngten halboffenen Lebensräumen auf trocken-mageren Standorten, wiedervernässten halbnatürlichen und naturnahen Niedermoorlebensräumen im Norden des Gebiets und einem wiedervernässten Hochmoor.
MaßnahmenBiotoppflege zur Erhaltung von Niederwald und Heide; Anhebung des Wasserstandes im nördlichen Niedermoorbereich; Wiedervernässung des Hochmoores; Umbau der Nadelwaldbestände zu möglichst lichten Beständen; Aufgabe der ackerbaulichen Nutzung.
Nr. 335 Boxberg und Umgebung (Aukrug)
BestandSandige Stauch-Endmoränenkuppe mit großer, offener Heidefläche und ausgedehntem Nadel-Laubmischwald. Im Nordteil kleinteilige und kleinstrukturreiche Agrarlandschaft sowie schmaler Talraum der Wedau mit Grünlandnutzung.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes aus offener Heide und Naturwald auf trocken-mageren Standorten am Boxberg sowie ungedüngten halboffenen Lebensräumen im Bereich der derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen und im naturnahen Talraum der Wedau.
MaßnahmenWaldumbau und nachfolgende Pflegenutzung zur Entwicklung von standortgerechten Laubwaldbeständen mit hohem Anteil an Eiche und Birke; Nutzungsaufgabe in Teilbereichen.
Nr. 336 Bitternbek/Landsberg (Aukrug)
BestandNährstoffarme Niederung mit abschnittsweise naturnahem Fließgewässer und angrenzende mit Nadel-Laubmischwald bestockte sandige Endmoränenkuppe.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes mit naturnahem Fließgewässer, extensiv genutzter, halboffener Weidelandschaft im Niederungsbereich und Naturwald auf der sandigen Endmoränenkuppe (Landsberg).
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Biotoppflege gemäß Konzept zur Entwicklung halboffener Weidelandschaften.
Nr. 337 Tönsheide und angrenzende Waldgebiete (Aukrug)
BestandStark kuppiges Stauch-Endmoränengebiet der Hohen Geest mit ausgedehnten Laub-Nadelmischwäldern auf vorwiegend nährstoffarmen Standorten.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes aus unbeeinflusstem Naturwald, möglichst lichtem "Heidewald" sowie kleineren eingelagerten, offenen Heideflächen.
MaßnahmenWaldumbau im Bereich von Nadelwaldbeständen; in Teilbereichen Aufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung; Biotoppflege zur Entwicklung lichter Waldbestände und offener Heideflächen.
Nr. 338 Quellgebiet der Hafselbek südlich Tappendorf
BestandKleinstrukturreiche, von Laubwäldern umrahmte Grünlandniederung im Moränenrandbereich der Hohen Geest mit hoher Biotopdichte und -Qualität; prägend sind naturnahe Quellfluren, Laubwälder auf nassen bis trocken-mageren Standorten, vergleichsweise extensiv genutztes Grünland und die in Teilbereichen natürlich mäandrierende Hafselbek.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer besonders vielfältigen Niederung mit naturnahem Fließgewässer, Quellfluren, Naturwald auf unterschiedlichen Standorten sowie ungedüngtem, nassen Grünland.
MaßnahmenUngestörte Fließgewässer- und Waldentwicklung; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 339 Quellgebiet des Rader Mühlenbaches
BestandVon Wäldern umgebene Niederung mit hoher Biotopvielfalt und -Dichte (Stauteich mit naturnaher Verlandungszone, Bruchwald, naturnaher Bach, Niedermoorgrünland) im Bereich des steil abfallenden Randes der Hohen Geest.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer besonders vielfältigen Niederung mit naturnahem Fließgewässer und Teich, Quellfluren, Bruchwald, ungedüngtem Niedermoorgrünland sowie Naturwald auf sandigen Böden in den Randbereichen.
MaßnahmenUngestörte Fließgewässer- und Waldentwicklung; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 340 Dörpstedter Moor
BestandGut erhaltene Hochmoorreste im Moorheide-Torfmoos-Wollgrasstadium innerhalb einer ausgedehnten Grünlandniederung im Bereich der Wasserscheide zwischen Barlau und Osterstedter Au.
EntwicklungszielWiederherstellung eines zusammenhängenden Hochmoorkomplexes unter Einbeziehung der derzeit trennenden Grünlandflächen sowie Entwicklung von ungedüngtem nassen Grünland und nassen Sukzessionsflächen im künftigen Moorrandbereich.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet und Einrichtung einer hydrologischen Schutzzone im umgebenden Grünlandbereich.
Nr. 341 Kattsheide südlich Jevenstedt mit Ochsenweg bei Warteberg und Oberlauf der Kattbek
BestandMoor-Binnendünengebiet im Übergangsbereich Hohe Geest/Vorgeest mit ausgedehnten Moorgrünlandflächen im Osten, innerhalb derer zahlreiche Hochmoorreste vorwiegend im Birkenstadium erhalten sind sowie vorwiegend mit Nadelgehölzen bestockte Binnendünen am Westrand (Bereich des historischen Ochsenweges); am Ostrand verläuft die begradigte Kattbek innerhalb einer intensiv genutzten Grünlandniederung mit Niedermoorböden.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes aus wiedervernässten Sekundärbiotopen vom Hochmoor- und Niedermoortyp im Ostteil sowie lichtem Naturwald im Binnendünenbereich.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im gesamten ehemaligen Moorbereich einschließlich der Kattbekniederung; ungestörte Entwicklung der Kattbek; Waldumbau am Ochsenweg und nachfolgend Biotoppflege zur Entwicklung lichter Waldbestände.
Nr. 342 Rüster Berge und Umgebung
BestandBinnendünengebiet mit halboffenen Magerrasen im Südwesten, naturfernem Nadelwald sowie landwirtschaftlich genutzten Teilflächen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Binnendünengebietes mit halboffenen und licht bewaldeten trocken-mageren Lebensräumen.
MaßnahmenUmbau der Nadelwaldbestände; Umwandlung der Ackerflächen; besonders geeignet als Naturerlebnisraum
Nr. 343 Schachtholm
BestandGroßflächige Aufspülung mit ausgedehnten Trockenrasen und Niedermoorlebensräumen (Schilfröhricht, Feuchtgebüsch, Kalkflachmoor) mit einer Vielzahl seltener Pflanzenarten.
EntwicklungszielErhaltung eines besonders vielfältigen Biotopkomplexes aus offenen bis bewaldeten, trocken-mageren bis feucht-nährstoffreichen Lebensräumen.
MaßnahmenGelegentliche Biotoppflege zur Erhaltung offener und halboffener Lebensräume.
Nr. 344 Meckelmoor
BestandTeilabgetorftes und teilentwässertes Hochmoor in unterschiedlichen De- und Regenerationsstadien (überwiegend im Birken-Stadium) einschließlich der südlich angrenzenden Moorgrünlandflächen.
EntwicklungszielWiedervernässung der Hochmoorflächen und Entwicklung von nassem Grünland und nassen Sukzessionsflächen am Südrand.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet und Einrichtung einer hydrologischen Schutzzone.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Spülflächen am Westufer des NOK nordöstlich Schafstedt
EntwicklungszielEntwicklung naturnaher Laubwälder auf ehemaligen Spülflächen
Niederung der Gieselau südlich des NOK
EntwicklungszielEntwicklung von ungedüngtem nassen Grünland und nassen Sukzessionsflächen
Grünlandgebiet am NOK westlich Oldenbüttel
EntwicklungszielEntwicklung großflächiger nasser Grünlandlebensräumen und nasser Sukzessionsflächen auf Niedermoorboden
Talraum der Hanerau mit Zufluss westlich Thaden
EntwicklungszielOberhalb Hanerau Entwicklung naturnaher Talräume mit nassen Grünlandlebensräumen und nassen Sukzessionsflächen im Talgrund sowie nährstoffarmen halboffenen bis bewaldeten Lebensräumen an den teils steilen, sandigen Hängen; unterhalb Hanerau Entwicklung einer breiten ungenutzten Uferzone; am Talrand westlich Lütjenweststedt Entwicklung eines lichten naturnahen Laubwaldes auf trocken-magerem Standort
Talraum der Haaler Au/Fuhlenau unterhalb Todenbüttel
EntwicklungszielÖstlich des Großen Moores Entwicklung einer breiten naturnahen Uferzone; zwischen Großem Moor und Reitmoor Entwicklung von nassem Grünland und von nassen Sukzessionsflächen; südwestlich und südöstlich Steinberg Wiedervernässung zweier Hochmoorreste; Wiedervernässung des Ostrandes des ehemaligen Reitmoores; im Bereich der Spülfläche am Nord-Ostsee-Kanal Entwicklung von Sukzessionsflächen nach Erreichen des geplanten Aufspülungsniveaus
Eider-Treene-Sorge-Gebiet
Schwerpunktbereiche
Nr. 345 Königsmoor
BestandZentraler Teil des ehemals von Friedrichsholm bis zur Sorge reichenden Königsmoores; teilweise abgetorft und nach Entwässerung in Moorgrünland umgewandelt; nur im westlichen Teil und am Ostrand sind größere naturnahe Hochmoorreste in unterschiedlichen Degenerations- und Regenerationsstadien (bei hohem Anteil an Heidemoorflächen) erhalten.
EntwicklungszielRenaturierung der östlichen und westlichen Hochmoorteilflächen; im derzeitigen Moorgrünlandbereich Entwicklung von naturnahen nassen Sekundärbiotopen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet.
Nr. 346 Hohner See
BestandNaturraumtypischer Flachwassersee mit ausgedehnter Verlandungszone; angrenzend naturnahe Niedermoorflächen und Niedermoorgrünland unterschiedlichster Nutzungsintensität; Seeabfluss („Rinne") mit großflächigem Röhricht
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Zustandes
MaßnahmenBiotoppflegemaßnahmen zur Erhaltung der besonders schutzbedürftigen offenen Niedermoorlebensräume
Nr. 347 Hartshoper Moor
BestandEhemals ausgedehntes Hochmoor, das sich zwischen der Eider im Südwesten, Sophienhamm im Osten und dem Hohner See erstreckte; weitgehend abgetorft und entwässert und intensiv als Grünland genutzt; in der Osthälfte und vor allem am tiefer liegenden Ostrand sind größere Moorreste in unterschiedlichen De- und Regenerationsstadien erhalten
EntwicklungszielWiedervernässung des gesamten gekennzeichneten Moorgebiets und nachfolgend Entwicklung von Sekundärbiotopen vom Übergangsmoor- und Hochmoortyp sowie von ungedüngtem Moorgrünland
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet
Nr. 348 Prinzenmoor
BestandTeils bis auf den mineralischen Untergrund abgetorftes und teilentwässertes Hochmoor vorwiegend im Pfeifengras-Birken-Stadium; große Teile mit sekundären Niedermoorlebensräumen (Röhricht, Feuchtweidengebüsch) auf ehemaligem Moorgrünland; die Randbereiche werden von vergleichsweise extensiv genutzten Moorgrünlandflächen mit eingelagerten Hoch- und Niedermoorbiotopen gebildet
EntwicklungszielWiedervernässung des gesamten ehemaligen Hochmoorkörpers und Entwicklung unterschiedlicher Sekundärbiotope vom Hochmoor- und Niedermoortyp; Einrichtung einer hydrologischen Schutzzone; hier Erhaltung und Entwicklung ungedüngter nasser Grünlandlebensräume
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet
Nr. 183 Niederung der Gieselau (Altarm) (großteils Kreis Dithmarschen)
BestandNiedermoorniederung im Bereich des Gieselau-Altarmes sowie Ostrand des ehemals großflächigen Offenbütteler Moores; im Kreis Rendsburg-Eckernförde völlig ausgeräumt mit intensiver Grünlandnutzung.
EntwicklungszielEntwicklung ungedüngter nasser Grünlandlebensräume und nasser Sukzessionsflächen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes; Verminderung der Nutzungsintensität.
Nr. 349 Niederung am Nord-Ostsee-Kanal südlich Breiholz
BestandNiederung mit naturnahen Hoch- und Niedermoorresten, Niedermoorgrünland sowie naturnahen Spülflächen im Bereich des historischen Meckelsees
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus wiedervernässten Hochmoor-, naturnahen offenen Niedermoor- und nassen Grünlandlebensräumen sowie naturnahen Spülflächen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet
Nr. 350 Flusstaldünen bei Hörsten
BestandVielfältiger, kleiner Ausschnitt der Eiderniederung mit Binnendünen, einem kleinen Moorrest mit Birkenbruch und Flatterbinsenbestand, Niedermoorgrünland und dem ehemaligen Unterlauf der Jevenau; Gebiet von besonderer Nährstoffarmut
EntwicklungszielEntwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus offenen bis bewaldeten, nassen bis trockenen nährstoffarmen Lebensräumen
MaßnahmenVerminderung der Nutzungsintensität
Nr. 350 Flusstaldünen bei Hörsten
BestandVielfältiger, kleiner Ausschnitt der Eiderniederung mit Binnendünen, einem kleinen Moorrest mit Birkenbruch und Flatterbinsenbestand, Niedermoorgrünland und dem ehemaligen Unterlauf der Jevenau; Gebiet von besonderer Nährstoffarmut
EntwicklungszielEntwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus offenen bis bewaldeten, nassen bis trockenen nährstoffarmen Lebensräumen
MaßnahmenVerminderung der Nutzungsintensität
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Sorgetal zwischen Tetenhusen und Auf der Aue
EntwicklungszielEntwicklung eines naturnahen Talraumes mit natürlich mäandrierendem Fließgewässer, ungedüngten Nasswiesen und nassen ungenutzten Auenbiotopen auf Niedermoorböden; am Talrand stellenweise Entwicklung trocken-magerer Lebensräume auf Flusstaldünen
Neue Sorge
EntwicklungszielEntwicklung naturnaher Uferbereiche
Eider zwischen Rendsburg und Lexfähre
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung naturnaher Uferbereiche; angrenzend Entwicklung naturnaher und halbnatürlicher, weitgehend offener Auenlebensräume
Uferbereiche des NOK
EntwicklungszielSpülfläche am Gieselau-Kanal: Ungestörte Sukzession nach Erreichen des geplanten Aufspülungs- niveaus Tackesdorfer Moor nördlich des NOK: Aufhebung der Binnenentwässerung und Entwicklung von Sekundärbiotopen vom Hochmoor- und Niedermoortyp auf teilabgetorften Hochmoorflächen Gebiet südlich Hörsten: Entwicklung von Naturwald im Wechsel mit ungedüngter halboffener Weidelandschaft Sonstige Uferbereiche: Entwicklung naturnaher und halbnatürlicher Lebensräume auf unterschiedlichsten Standorten
Schleswiger Vorgeest
Schwerpunktbereiche
Nr. 351 Westermoor und Umgebung (Teilbereich im Kreis Schleswig)
BestandEhemals ausgedehntes, zusammenhängendes Moorgebiet im Übergangsbereich der Naturräume „Östliches Hügelland" und „Vorgeest"; naturnah erhalten sind einige größere, weitgehend abgetorfte und zerkuhlte Hochmoorreste (überwiegend im Molinia-Stadium); im Norden angrenzend kleinstrukturreiches Grünlandgebiet auf auslaufenden sandigen Endmoränen (Kreis Schleswig)
EntwicklungszielEntwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus regenerierenden Hochmoorrestflächen sowie nassen Grünlandlebensräumen und nassen Sukzessionsflächen im derzeit landwirtschaftlich genutzten Bereich; die Möglichkeiten einer echten Hochmoorregeneration für die größte Restfläche sind zu prüfen; im Nordteil (Kreis Schleswig) Entwicklung eines vielfältigen Biotopkomplexes aus nährstoffarmen nassen bis trockenen, halboffenen Lebensräumen
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet; Umwandlung der Ackernutzung am Südrand des Gebiets und nachfolgend Pflegenutzung gemäß Konzept zur Entwicklung halboffener Weidelandschaften
Nr. 352 Sorgeniederung mit Owschlager Moor und Sorgwohlder Binnendünen
BestandNaturraumtypischer, komplexer Landschaftsausschnitt mit teilabgetorftem Hochmoor, Binnendünenheiden, ackerbaulich genutzten nährstoffarmen Sanderflächen und einem Abschnitt der durchweg als Grünland genutzten Sorgeniederung
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines großflächigen, für den Naturraum repräsentativen Biotopkomplexes, bestehend aus offenen bis halboffenen Heideflächen im Bereich der Binnendünen und Sander, regenerierendem Hochmoor und ungedüngten nassen Grünlandlebensräumen und nassen Sukzessionsflächen im Talraum der Sorge auf Niedermoorböden
MaßnahmenNördlich angrenzend an das NSG „Sorgwohlder Binnendünen“ Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung und nachfolgend Heideentwicklung; Hochmoorrenaturierung im Owschlager Moor; ungestörte Fließgewässerentwicklung an der Sorge; Anhebung des Wasserstandes im Talraum der Sorge
Nr. 353 Duvenstedter Moor/Standortübungsplatz Krummenort
BestandNaturraumtypischer Biotopkomplex, bestehend aus dem Duvenstedter Moor mit ausgedehnten Pfeifengrasflächen, Moorheiden und großflächigen regenerierenden Torfstichen (in Teilbereichen Übergangsmoor mit Mineralboden-Einfluss) sowie einem westlich angrenzenden ausgedehnten, militärisch genutzten Binnendünengebiet von besonderer Vielfalt an trocken-mageren, offenen bis bewaldeten Lebensräumen
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines großflächigen Biotopkomplexes aus einem regenerierenden Hochmoor sowie offenen bis bewaldeten trocken-mageren Lebensräumen in einem ausgedehnten Flugsandgebiet
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Hochmoorbereich; Einrichtung einer hydrologischen Schutzzone im Moorrandbereich
Nr. 354 Fockbeker Moor und Umgebung
BestandTeilabgetorftes, in Torfstichen besonders gut regenerierendes Hochmoor einschließlich der südwestlich angrenzenden trocken-mageren land- und forstwirtschaftlich genutzten Randbereiche sowie einer zum Fockbeker See überleitenden Grünlandniederung
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus unterschiedlichen Hochmoorlebensräumen, sowie nassem Moorgrünland und Naturwald auf trocken-mageren Standorten (Südwestrand) in den Randbereichen.
MaßnahmenEinrichtung einer hydrologischen Schutzzone; Umbau des Nadelwaldes im südwestlichen Randbereich
Nr. 355 Standortübungsplatz Lohe-Föhrden/Garlbekniederung
BestandRepräsentativer Landschaftsausschnitt der Vorgeest von besonderer Nährstoffarmut und Standortvielfalt; im Bereich des Übungsplatzes überwiegen offene bis bewaldete, trocken-magere Lebensräume (teils auf Binnendünen); im Nordwesten schließt eine kleinstrukturreiches Grünlandgebiet mit kleinräumig wechselnden Standortverhältnissen (Niedermoor und magere Sande) an, das von der in Teilbereichen naturnahen Garlbek durchflossen wird; am Ostrand ist eine Feuchtheide (Gebiet, das die Voraussetzung für eine Unterschutzstellung als NSG erfüllt) erhalten; im Ostteil des Übungsplatzes besonders hohe Knickdichte.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus naturnahen, nährstoffarmen Lebensräumen (insbesondere Niedermoor, Magerrasen, Heide, „Heidewald"), nassen nährstoffarmen Grünlandlebensräumen sowie naturnahen Fließgewässern.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im nordwestlichen Niederungsbereich; ungestörte Fließgewässerentwicklung.
Nr. 356 Gehege Osterhamm-Elsdorf und Wittenmoor östlich Hohn
BestandGehege Osterhamm-Elsdorf siehe Informationen zu FFH-Gebiet 1723-301. Wittenmorr: Naturraumtypischer Landschaftsausschnitt von besonderer Nährstoffarmut (Sand-, Hochmoor- und Niedermoorböden) im Quellgebiet der Garlbek; vom ehemaligen Wittenmoor sind zwei kleine Teilflächen im Pfeifengras- und Birkenstadium erhalten; das östlich angrenzende, von der Garlbek durchflossene, kleinstrukturreiche Niedermoorgrünland wird vergleichsweise extensiv genutzt.
EntwicklungszielWittenmoor: Wiederherstellung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus Hochmoor- und Heidelebensräumen sowie ungedüngten nassen Grünlandlebensräumen.
MaßnahmenWittenmoor: Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; Aufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen; Nutzungsaufgabe in Teilbereichen.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Boklunder Au
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung und Entwicklung einer breiten naturnahen Uferzone; im ehemaligen Moorgebiet südlich Boklund Erhaltung der Moorreste und Entwicklung von Feuchtbiotopen in den derzeit landwirtschaftlich genutzten Bereichen
Niederungsgebiet Owschlager See / Mühlenbach / Sorge
EntwicklungszielWiederherstellung eines naturnahen Fließgewässersystems sowie Erhaltung und Entwicklung von großflächigen feuchten bis nassen Grünlandlebensräumen und von nassen Sukzessionsflächen im gesamten Niederungsbereich und am Owschlager See.
Ochsenweg im Kropper Busch
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung von offenen bis halboffenen trocken-mageren Lebensräumen sowie von möglichst lichtem „Heidewald“ im Bereich des historischen Ochsenweges; im Norden auch Entwicklung von nassen Grünlandbiotopen und naturnahen Feuchtbiotopen
Mittleres Sorgetal und Binnendünengebiet zwischen Sorgbrück und Tetenhusen
EntwicklungszielWiederherstellung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus naturnahem Fließgewässer, weitgehend offener Aue mit nährstoffarmen Feucht- und Nasswiesen und kleineren ungenutzten Auenbiotopen sowie offenen Heideflächen und großflächigem lichten „Heidewald" nach Waldumbau im Bereich eines der größten Binnendünengebiete des Landes
Fockbeker See /Mühlenbachniederung
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus naturnahem See und großflächigen nassen Grünlandbereichen und nassen Sukzessionsflächen im östlich angrenzenden vermoorten Niederungsbereich
Eider zwischen Rendsburg und Nübbel
EntwicklungszielErhaltung der naturnahen Uferzone der Eider; Entwicklung extensiv bis ungenutzter naturnaher Lebensräume im eidernahen Aufschüttungsbereich; bei Posthof Entwicklung von lichtem Naturwald auf Binnendünen nach Umbau der Nadelwaldbestände
Holsteinische Vorgeest
Schwerpunktbereiche
Nr. 357 Stadtmoor bei Rendsburg
BestandEhemals sehr großflächiges, mit dem Wilden Moor verbundenes Hochmoor; weitgehend abgetorft und in zahlreiche Einzelflächen aufgesplittert; dazwischenliegend und im Randbereich land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen; teils Feucht- und Nasswiesen auf Moorboden; größte Hochmoorrestflächen überwiegend im Pfeifengras-Stadium mit größeren Moorgewässern und regenerierenden Torfstichen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus regenerierenden Hochmoorteilflächen sowie offenen bis bewaldeten wiedervernässten Sekundärbiotopen vom Hoch- und Niedermoortyp (einschließlich nassem Moorgrünland) im Bereich des ehemaligen Moorkörpers.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet; Umbau der Nadelwaldbestände.
Nr. 358 Wildes Moor bei Rendsburg
BestandEhemals sehr großflächiges, mit dem Stadtmoor verbundenes Hochmoor; Süd- und Ostteil weitgehend abgetorft und in Moorgrünland umgewandelt; im Westen und Norden ausgedehnte, teilabgetorfte Hochmoorrestflächen überwiegend im Pfeifengras-Stadium mit zahlreichen regenerierenden Torfstichen.
EntwicklungszielWiedervernässung der Hochmoorteilflächen; in den Randbereichen Entwicklung von ungedüngten nassen Grünlandlebensräumen auf Moorboden und von nassen Sukzessionsflächen.
MaßnahmenEinrichtung einer hydrologischen Schutzzone; Anhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet.
Nr. 359 Heide-Moor-Landschaft bei Altenkattbek
BestandNaturraumtypischer, komplexer Landschaftsausschnitt von besonderer Nährstoffarmut sowie herausragender Biotopvielfalt, -qualität und -dichte; das Gebiet umfasst Abschnitte der geomorphologisch deutlich ausgeprägten Talräume von Jevenau und Kattbek, Binnendünen mit Heide und Magerrasen im kleinräumigen Wechsel mit Hochmoorrestflächen in unterschiedlichen Stadien sowie land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen auf mageren Sanden und Moorboden; Vorkommen zahlreicher Arten der Roten Liste.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines repräsentativen Ausschnittes der ehemals die Vorgeest prägenden Moor-Heidelandschaft sowie naturnahe Entwicklung der Talräume von Jevenau und Kattbek.
MaßnahmenAufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; unbeeinflusste Fließgewässerentwicklung.
Nr. 360 Binnendünengebiet nordwestlich Brammerau
BestandWeitgehend mit naturfernen Nadelforsten bestocktes Binnendünengebiet; eingelagert sind kleinere Heide- und Hochmoorflächen; den Ostrand bildet der deutlich eingeschnittene Talraum der ausgebauten Brammer Au mit Grünlandnutzung.
EntwicklungszielWiederherstellung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus ausgedehntem, möglichst lichten „Heidewald" auf Binnendünen, kleineren Hochmoor- und Heideflächen sowie dem naturnahen, weitgehend offenen Talraum der Brammer Au.
MaßnahmenWaldumbau und nachfolgende Pflegenutzung zur Entwicklung von standortheimischen Waldbeständen mit hohem Anteil an Eiche und Birke; ungestörte Fließgewässerentwicklung.
Nr. 361 Heide-Moorgebiet zwischen Brammer und Bokel
BestandNaturraumtypischer, vielfältiger Landschaftsausschnitt einschließlich der Niederung des Rehmsbaches mit zahlreichen, teils besonders schutzwürdigen Hochmoorresten in unterschiedlichen Stadien sowie kleineren Nadel- und Laubwäldern auf feuchten bis trocken-mageren Standorten; landwirtschaftliche Flächen vergleichsweise extensiv genutzt mit hoher Kleinstrukturdichte (beispielsweise Feldgehölze, Knicks, Baumreihen).
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus nährstoffarmen feuchten bis trockenen, halboffenen Lebensräumen (im Bereich der derzeitigen landwirtschaftlichen Nutzflächen), regenerierenden Hochmoorrestflächen, Naturwald und naturnahem Bach.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet, vorrangig im Bereich der Hochmoorrestflächen.
Nr. 362 Naturschutzgebiet Bokelholmer Fischteiche / Mühlenau / Reidsbek
BestandGroßflächiges, naturnahes Teichgebiet mit ausgedehnten Verlandungszonen und umgebenden Moorrestflächen im Bereich eines ehemals großflächigen Hochmoores; in das Gebiet sind im Osten und Nordosten die Niederungen der teils naturnah erhaltenen Mühlenau und Reidsbek einbezogen; die Fischteiche sind als Brut- und Rastgebiet für Sumpf- und Wasservögel von überregionaler Bedeutung.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus naturnahen Fischteichen innerhalb von Hochmoorresten, nassen Grünlandlebensräumen und nassen Sukzessionsflächen im Bereich der Niederungen von Mühlenau und Reidsbek sowie naturnahen Fließgewässern.
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung.
Nr. 363 Altmühlendorfer Mühlenau
BestandGeomorphologisch deutlich ausgeprägter Talraum der Mühlenau im Übergangsbereich der Naturräume Vorgeest-Östliches Hügelland; Talraum mit weitgehend naturnahem Fließgewässer und vergleichsweise extensiver Grünlandnutzung; oberhalb der Talkanten großteils naturferne Nadelholzbestände auf sandigen Böden (ehemalige Heideflächen).
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines weitgehend offenen Talraumes mit naturnahem Fließgewässer, nährstoffarmen nassen bis mittelfeuchten Grünlandlebensräumen sowie lichten Heidewäldern an den Talrändern.
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Waldumbau und nachfolgende Pflegenutzung zur Entwicklung lichter standortheimischer Waldbestände.
Nr. 364 Bokeler Moor
BestandTeilabgetorftes Hochmoor vorwiegend im Pfeifengras- und Birken-Stadium; teils mit Moorheide, regenerierenden Torfstichen und Birkenbruchwald.
EntwicklungszielWiedervernässung des gesamten Moorkörpers und nachfolgend Entwicklung unterschiedlicher naturnaher Lebensräume vom Hoch- und Niedermoortyp.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet.
Nr. 365 Großes Moor bei Dätgen
BestandWeitgehend industriell abgetorftes, ehemals sehr großes Hochmoor; in den Randbereichen ist ein Kranz von meist kleinflächigen Hochmoorrestflächen überwiegend im Birken- und Pfeifengras-Stadium erhalten.
EntwicklungszielGemäß gesondertem Entwicklungskonzept nach Beendigung des Torfabbaues
MaßnahmenUmsetzung des Entwicklungskonzeptes.
Nr. 366 Bargstedter Moor
BestandWeitgehend abgetorftes und im Norden in Moorgrünland umgewandeltes Hochmoor; am Süd- und Ostrand sind zahlreiche Hochmoorrestflächen überwiegend im Birken- und Pfeifengras-Stadium erhalten; dazwischen liegen vergleichsweise extensiv genutzte, kleinstrukturreiche Moorgrünlandflächen.
EntwicklungszielWiedervernässung des gesamten Moorkörpers und Entwicklung unterschiedlicher Sekundärbiotope vom Hoch- und Niedermoortyp.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes; Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung
Nr. 367 Niederung der Buckener Au / Fuhlenau
BestandTeilabschnitt der weiträumigen Grünlandniederung von Buckener Au und Fuhlenau mit einigen weitgehend abgetorften und entwässerten Hochmoorresten und randlichen Laubwäldern.
EntwicklungszielFließgewässer- und Niedermoorrenaturierung; in Teilbereichen Wiedervernässung von kleineren Hochmoorresten sowie Entwicklung von Naturwald.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im gesamten Niederungsbereich.
Nr. 368 Viertsmoor nördlich Innien
BestandTeilabgetorftes, in Teilen gut regenerierendes Hochmoor überwiegend im Birken- und Pfeifengras-Stadium.
EntwicklungszielWiederherstellung eines atlantischen Hochmoores
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet; Einrichtung einer hydrologischen Schutzzone
Nr. 369 Moor südlich Gnutz
BestandIn mehrere Teilflächen zergliedertes ehemaliges Hochmoor; Teilflächen durch schmale Streifen extensiv genutzten Grünlandes voneinander getrennt; Hochmoorreste überwiegend im Birken- und Pfeifengras-Stadium.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes aus unterschiedlichen nassen Sekundärbiotopen vom Hoch- und Niedermoortyp
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet; weitere Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung
Nr. 370 Talraum der Bünzener Au
BestandLandschaftlich reizvoller, von Nadel- und Laubwald begrenzter Talraum der ausgebauten Bünzener Au; weitgehend als Grünland genutzt mit einigen eingelagerten, weitgehend degradierten Hochmoorresten
EntwicklungszielEntwicklung eines weitgehend naturnahen Talraumes mit ungestörtem Fließgewässer, ungedüngten nassen Grünlandlebensräumen und nassen Sukzessionsflächen, wiedervernässten Hochmoorresten, Bruchwäldern sowie Naturwald oberhalb der Talkanten auf trocken-mageren Standorten
MaßnahmenWiedervernässung der Aue; ungestörte Fließgewässerentwicklung
Nr. 371 Talraum der Stör oberhalb Einmündung der Bünzener Au
BestandGeomorphologisch deutlich ausgeprägter, landschaftlich reizvoller Talraum mit einigen kleineren Resten naturnaher Auenlebensräume; südlich Arpsdorf sind am Talrand Bereiche mit einbezogen, die sich durch ihre besondere Nährstoffarmut auszeichnen (ehemaliges Heide/Moorgebiet)
EntwicklungszielWiederherstellung eines naturnahen Talraumes mit ungestörtem Fließgewässer, weitgehend offen, nassen Auenlebensräumen im Talgrund sowie möglichst lichten Waldbeständen oberhalb der Talkanten auf trocken-mageren Standorten
MaßnahmenWiedervernässung der Aue; ungestörte Fließgewässerentwicklung
Holsteinische Vorgeest
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Uferbereiche des NOK
EntwicklungszielEntwicklung naturnaher und halbnatürlicher Lebensräume auf unterschiedlichen Standorten .
Wehrau bei Osterrönfeld
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Fließgewässers mit naturnaher Uferzone; in der Aue Entwicklung ungedüngter nasser Grünlandlebensräume und nasser Sukzessionsflächen
Jevenau
EntwicklungszielSüdlich Jevenstedt Entwicklung eines naturnahen Fließgewässers sowie ungedüngter nasser Grünlandlebensräume in der Aue; unterhalb Jevenstedt Entwicklung einer naturnahen, galeriewaldartigen Uferzone
Bokeler Au
EntwicklungszielTalraumrenaturierung, in Teilbereichen einschließlich der trocken-mageren Hangbereiche; Entwicklung eines naturnahen Fließgewässers, sowie ungedüngter nasser Grünlandlebensräume und nasser Sukzessionsflächen; in den Hangbereichen Entwicklung lichter Naturwaldbestände
Fuhlenauniederung westlich Gnutz
EntwicklungszielEntwicklung einer breiten naturnahen Uferzone
Bünzener Au oberhalb der B 430
EntwicklungszielTalraumrenaturierung; Entwicklung eines naturnahen Fließgewässers sowie ungedüngter nasser Grünlandlebensräume und nasser Sukzessionsflächen in der Aue; an den Talrändern Entwicklung von Naturwald vorwiegend auf trocken-mageren Standorten
Höllenau - Schülper Moor
EntwicklungszielTalraumrenaturierung; Entwicklung eines naturnahen Fließgewässers und naturnaher Auenlebensräume sowie Entwicklung trocken-magerer, offener bis bewaldeter Biotoptypen im Kontaktbereich; im Schülper Moor Erhaltung und Entwicklung hochmoor- und niedermoortypischer Sekundärbiotope bei Anhebung des Wasserstandes in Teilbereichen
Dosenbek - Schwale (Neumünster)
EntwicklungszielTalraumrenaturierung; Entwicklung eines naturnahen Fließgewässers und halbnatürlicher bis naturnaher Auenlebensräume sowie Entwicklung trocken-magerer, offener bis halboffener Lebensräume an den Talrändern
Schwansen mit Ostseeküste
Schwerpunktbereiche
Nr. 372 Hemmelmarker See
BestandEhemalige kleine Meeresbucht, die durch Anlagerung eines Strandwalles von der Ostsee abgeschnitten wurde und als Strandsee erhalten blieb; Ufer mit schmalem, geschlossenem Röhrichtsaum, in Teilbereichen Erlenbruchwald; verlandete Verbindung zur Ostsee mit ausgedehnter Hochstaudenflur, durchmischt mit Schilf und Feuchtweidengebüsch, stellenweise bruchwaldartig ausgeprägt; im Strandwallbereich Trockenrasen und Dünengesellschaften; bedeutender Rast- und Ruheplatz für Wasservögel.
EntwicklungszielErhaltung eines Strandsees mit naturnaher Verlandungszone und bewaldetem fossilen Kliff; Erhaltung der ostseeküstentypischen Strandwallvegetation.
MaßnahmenEinrichtung einer Pufferzone zwischen Seeufer und angrenzenden Ackerschlägen zur Verminderung des direkten Nährstoffeintrages (Pufferzone nicht in der Karte dargestellt).
Nr. 373 Ostseeküste zwischen Hohenstein und Lehmbergstrand
BestandAngelagerte Küstenniederung und angrenzende Bereiche von besonderer Biotopvielfalt und -dichte mit Strandwall, Strandseen, Feuchtgrünland, Resten von Feuchtwäldern sowie mesophilen Laubwäldern; Gebiet ist stark durch Erholungsnutzung (Campingplätze) überprägt.
EntwicklungszielWiederherstellung eines besonders vielfältigen naturnahen Küstenabschnittes mit Strandwall, vermoorten nassen Niederungsflächen, Strandseen (zum Beispiel Aas See), bewaldeten Bachtälern sowie unbeeinflussten Laubwäldern im Bereich der ansteigenden Moränenhänge und des fossilen Kliffs.
MaßnahmenRückverlegung der Campingplätze in höhergelegene, derzeit ackerbaulich genutzte Bereiche; Anhebung des Wasserstandes im Küstenniederungsbereich; Wiederherstellung der natürlichen Küstendynamik; Aufgabe intensiver Nutzungen.
Nr. 374 Langholzer See und Tal nördlich Lehmbergstrand
BestandSchmaler, tief eingeschnittener vermoorter Talraum mit Quellhängen, streckenweise naturnahem Bach, Feuchtgrünland und kleinem Strandsee, dessen Verlandungszone sich weit taleinwärts erstreckt; Talhänge großteils mit naturfernem Nadelwald
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Talraumes mit naturnahem Fließgewässer, Nasswiesen, kleinem Strandsee einschließlich seiner Verlandungszone sowie naturnahen Laubwäldern an den Talrändern
MaßnahmenUmbau der Fichtenbestände und nachfolgend ungestörte Waldentwicklung
Nr. 375 Schwansener See und Schwarzbek
BestandGroßer Strandsee und seine Zuflüsse in einem eiszeitlichen Gletscherzungenbecken mit geschlossenem Schilfröhrichtsaum und angrenzenden niedrig liegenden Grünlandflächen (im Süden und Südwesten) sowie Brachflächen auf mittelfeuchten, ansteigenden Moränenstandorten (am Nordrand des Gebiets); vorgelagert gut ausgeprägter bis 150 Meter breiter Strandwall mit typischer Ostseeküstenvegetation; Rückzugsgebiet für See- und Wasservögel bei ungünstigen Wetterlagen; im Südosten Campingplatz
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer weitgehend naturnahen Küstenniederung mit dem Schwansener See einschließlich seiner Verlandungszonen, angrenzenden nassen Grünlandlebensräumen auch im Bereich der Zuflüsse im Westen sowie Naturwald in den ansteigenden Moränenbereichen im Norden und Westen
MaßnahmenRückverlegung des Campingplatzes in höhergelegene Bereiche; Anhebung des Wasserstandes
Nr. 376 Großes Moor bei Rußland und Randbereiche
BestandKomplexer Landschaftsausschnitt, der das weitgehend abgetorfte Große Moor sowie nördlich angrenzend ein stark kuppiges, großteils bewaldetes Moränengebiet umschließt; Moor streckenweise noch gehölzfrei mit Pfeifengrasbeständen und großflächigen, regenerierenden Torfstichen; an den Moorrändern teils dichtes Feuchtweidengebüsch; im Zentrum alte Nadelholzbestände auf Moorboden; größtes Hochmoor Schwansens.
EntwicklungszielWiedervernässung des gesamten Moorkörpers und Erhaltung und Entwicklung unterschiedlicher offener bis bewaldeter Sekundärbiotope vom Hoch- und Niedermoortyp; Im kuppigen Moränenbereich Entwicklung von Naturwald auf nassen bis mittelfeuchten, kleinräumig wechselnden Standorten
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet, insbesondere auch Wiedervernässung der Senken im bewaldeten Moränengebiet; Umbau der Nadelwaldbestände und nachfolgend ungestörte Waldentwicklung; Aufgabe intensiver Nutzungen
Nr. 377 Saxtorfer Moor / Kollholmer Au
BestandMoorgrünlandgebiet mit einigen Feuchtgrünlandfragmenten im Bereich eines ursprünglich ausgedehnten Hochmoores; im Norden sind zwei Hochmoorrestflächen in stark entwässerten, weitgehend bewaldeten Stadien erhalten.
EntwicklungszielErhaltung der Hochmoorreste; Wiedervernässung des ehemaligen Moorkörpers durch Anstau der westlich angrenzenden Kollholmer Au und nachfolgend Entwicklung von ungedüngten nassen Grünlandlebensräumen und nassen Sekundärbiotopen auf degenerierten Hochmoorböden.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes
Nr. 378 Kollholz und Umgebung südwestlich Holzdorf
BestandStark kuppiges Endmoränengebiet mit kleinräumig wechselnden frischen bis (potenziell) nassen Standorten; im landwirtschaftlich genutzten Bereich sind in Senken zahlreiche Kleingewässer erhalten und neu angelegt; das Kollholz wird großteils von alten, mesophilen Laubwaldbeständen mit eingelagerten feuchten Senken geprägt.
EntwicklungszielIm Kollholz Entwicklung von Naturwald auf nassen bis trockenen Standorten; im derzeit landwirtschaftlich genutzten Bereich Entwicklung einer ungedüngten halboffenen Weidelandschaft mit kleinräumigem Wechsel von offenen bis bewaldeten, trocken-mageren Lebensräumen und kleineren Wasserflächen
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet, insbesondere Wiedervernässung der zahlreichen Senken
SonstigesBesonderes Abwägungserfordernis der Belange Naturschutz und Landwirtschaft (Gut Saxtorf)
Nr. 379 Niederung der Koseler Au/Sönderbyer Au zwischen Gammelby und Kosel
BestandLandschaftlich reizvolle, in Teilbereichen extensiv genutzte Grünlandniederung mit Resten naturnaher und halbnatürlicher Auenlebensräume.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Talraumes einschließlich der Talhänge mit naturnahem Fließgewässer, großflächigen nassen, naturnahen und halbnatürlichen Auenlebensräumen sowie Naturwald in den Hangbereichen
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes in der Aue
Nr. 380 Bültsee und Randbereiche
BestandVergleichsweise nährstoffarmer See einschließlich seiner Uferbereiche im Bereich eines weichseleiszeitlichen Sandergebietes mit zahlreichen, besonders seltenen Pflanzenarten; eingeschlossen sind die naturnahen von trocken-mageren Lebensräumen sowie kleineren Übergangsmooren geprägten Randbereiche
EntwicklungszielErhaltung eines im Naturraum seltenen, von besonderer Nährstoffarmut gekennzeichneten Biotopkomplexes, bestehend aus dem relativ nährstoffarmen See und naturnahen nährstoffarmen, trockenen bis nassen Lebensräumen in den Randbereichen.
MaßnahmenGeringfügige Erweiterung des Naturschutzgebietes sowie zusätzlich Einrichtung einer extensiv genutzten und ungenutzten Pufferzone zur Verminderung direkter Nährstoffeinträge (Pufferzone nur am Südrand in der Karte enthalten).
Nr. 381 Schnaaper Seen und Umgebung
BestandLandschaftlich reizvolles, durch Abschmelzen von Toteis stark kuppiges Sandergebiet mit besonderer Vielfalt an naturnahen Landschaftselementen; prägend sind die Schnaaper Seen mit ihren naturnahen Uferzonen, sehr alte Buchenwaldbestände auf steilen sandigen Kuppen im Osten des Gebietes, zwei kleinere gut erhaltene Moore (Hoch- und Übergangsmoor) sowie die von einem dichten Knicknetz durchzogenen mageren Grasfluren im Bereich des Standortübungsplatzes; im Westteil ist ein größerer Nadel-Laub-Mischwald auf trocken-mageren Standorten in das Gebiet einbezogen (zur Herstellung des Verbundes zum ebenfalls nährstoffarmen Bültsee-Gebiet)
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines sehr ursprünglich anmutenden Kulturlandschaftsausschnittes mit großem Anteil an halbnatürlichen und naturnahen Lebensräumen; im Westteil Entwicklung von möglichst lichten Laubwaldbeständen auf trocken-mageren Standorten
MaßnahmenUmbau der Nadelwaldbestände
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Schleibachniederung südlich Olpenitz Hafen
EntwicklungszielEntwicklung von nassen Grünlandlebensräumen und nassen Sukzessionsflächen im Bereich einer vermoorten Küstenniederung
Ostseeküste zwischen Schönhagen und Eckernförde
EntwicklungszielEntwicklung eines möglichst breiten naturnahen Küstenstreifens
Küstenstreifen nördlich Damp
EntwicklungszielEntwicklung möglichst nasser Sukzessionsflächen in einem breiten küstennahen Streifen
Küstenniederung südlich Damp
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung von nassen Sukzessionsflächen und von feuchtem Naturwald im Bereich einer vermoorten Küstenniederung
Ostseeküste zwischen Booknis und Lehmbergstrand
EntwicklungszielEntwicklung eines naturnahen Küstenabschnitts mit Geröll- und Sandstrand und Steilküste sowie Naturwald in einem breiten an die Steilküste angrenzenden Küstenstreifen
Steilküste nordöstlich Hemmelmarker See
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Küstenabschnittes mit Geröll- und Sandstrand und Steilufer sowie Naturwald in einem breiten an die Steilküste angrenzenden Küstenstreifen
Ostseeküste südwestlich Hemmelmarker See
EntwicklungszielEntwicklung eines naturnahen Küstenabschnittes mit Sandstrand, Strandwall und Niedermoor sowie Naturwald auf den ansteigen den Moränenhängen
Kolholmer Au
EntwicklungszielTalraumrenaturierung; Entwicklung eines naturnahen Fließgewässers und von halbnatürlichen bis naturnahen nassen Auenlebensräumen
Schleigebiet
Schwerpunktbereiche
Nr. 382 Schleiufer bei Fleckeby
BestandAbschnitt des Schleiufers von besonderer landschaftlicher Schönheit mit großer Vielfalt und hohem Anteil an halbnatürlichen und naturnahen Lebensräumen
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes am Südufer der Schlei mit ausgedehnten Röhrichten, Bruchwald, Weidengebüschen, Brackwassersee, ungedüngten nassen Grünlandlebensräumen, naturnahen Fließgewässern, Naturwald auf nassen bis mittelfeuchten Standorten sowie trocken-mageren Lebensräumen am Nordostrand des Gebietes
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserhaushalts im Gesamtgebiet; insbesondere Anhebung des Wasserstandes im Niederungsbereich von Hüttener Au und Osterbek
Nr. 383 Kollsee südwestlich Kosel
BestandKleiner See im Bereich eines nährstoffarmen Sandergebietes; See mit breiter, reich entwickelter Verlandungsvegetation in vollständiger Zonation; vorherrschend Großseggenriede, Weidengebüsche und Schwimmblatt-Wasserpflanzengesellschaften in naturnaher Ausprägung
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus naturnahem See und halboffenen, nährstoffarmen Lebensräumen in den Randbereichen
MaßnahmenAufgabe der land- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung
Nr. 384 Talraum der Koseler Au unterhalb Kosel
BestandLandschaftlich reizvolle, in Teilbereichen extensiv genutzte Grünlandniederung mit Resten naturnaher und halbnatürlicher Auenlebensräume; unterhalb Ornum Mühle großflächige, brackwasserbeeinflusste Röhrichte (siehe auch Schwerpunktbereich 385)
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Talraumes einschließlich der Hangbereiche mit naturnahem Fließgewässer sowie großflächigen naturnahen und halbnatürlichen Auenlebensräumen (insbesondere Röhrichte, Hochstaudenfluren, ungedüngtes nasses Grünland, nasse Sukzessionsflächen und Bruchwald); in den nördlichen, derzeit ackerbaulich genutzten Hangbereichen Entwicklung von naturnahem Laubwald
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Einstellung von Entwässerung und Düngung im Niederungsbereich; Einrichtung einer Pufferzone am nördlichen Talrand zur Verminderung direkter Nährstoffeinträge
Nr. 385 Ornum Noor und Umgebung
BestandUferbereich der Schlei von herausragender landschaftlicher Schönheit und großer Vielfalt an naturraumtypischen Lebensräumen; das Gebiet umfasst das langgestreckte Ornum Noor mit ausgedehnten Schilfröhricht-Verlandungszonen, die großteils ackerbaulich genutzten Hangbereiche des Noores, den Mündungsbereich der Koseler Au mit Röhrichten und Hochstaudenfluren, eine westlich angrenzende, steil ansteigende Endmoränenkuppe und Teilbereiche des Missunder Noores
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines besonders vielfältigen Abschnittes des Schleiufers mit naturnahen Nooren, großflächigen Brackwasserröhrichten sowie ungedüngten halboffenen Lebensräumen auf den angrenzenden, teils steil ansteigenden Moränenhängen
MaßnahmenUmwandlung der ackerbaulichen Nutzung in den Hangbereichen
Nr. 386 Schleiufer zwischen Bohnert Feld und Stubbe
BestandUferabschnitt der Schlei mit besonderer Vielfalt und hohem Anteil an naturraumtypischen, naturnahen Lebensräumen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines landschaftlich reizvollen und vielfältigen Abschnittes des Schleiufers mit ungedüngter halboffener Weidelandschaft im Bereich der Halbinsel im Südwesten, angrenzenden großflächigen Verlandungszonen („Büstorfer Noor") und ansonsten weitgehend von Laubwald auf nassen bis trocken-mageren Standorten geprägten Uferbereichen
MaßnahmenExtensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen im Bereich der Halbinsel; Umbau von Nadelwaldbeständen
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Verbundachse westlich Bültsee
EntwicklungszielErhaltung eines kleinen Feuchtbiotops sowie Entwicklung naturnaher Lebensräume auf trocken-mageren Standorten
Schleiufer zwischen Weseby und Missunde
EntwicklungszielIm Bereich der „Halbinsel Kielfot" Erhaltung von Salzwiesen; südlich angrenzend sowie zwischen Kielfot und Missunde oberhalb des teils hohen Steilufers Entwicklung von möglichst lichtem Laubwald auf sandigen Böden
Schleiufer nördlich Missunde
EntwicklungszielEntwicklung einer ungedüngten halboffenen Weidelandschaft im Bereich markanter Moränenkuppen
Schleiufer zwischen Ornum Noor und Bohnert Feld
EntwicklungszielErhaltung der naturnahen Uferbereiche sowie Entwicklung einer ungedüngten, halboffenen Weidelandschaft auf den steil ansteigenden, kleinstrukturreichen Moränenhängen
Schleiufer zwischen Kriesebyau und Sieseby
EntwicklungszielErhaltung der naturnahen Uferbereiche sowie Entwicklung von naturnahem Laubwald im Bereich der derzeit ackerbaulich genutzten Hangflächen
Tal der Kriesebyau
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen, weitgehend bewaldeten, tief eingeschnittenen Bachtales
Schleiufer zwischen Sieseby und Kopperby
EntwicklungszielErhaltung der naturnahen Uferbereiche und Entwicklung von naturnahem Laubwald im Bereich der derzeit überwiegend ackerbaulich genutzten Hangflächen
Hüttener und Duvenstedter Berge
Schwerpunktbereiche
Nr. 387 Esprehmer Moor (großteils Kreis Schleswig-Flensburg)
BestandTeilabgetorfter Rest eines ehemals ausgedehnten atlantischen Hochmoores mit kleinräumigem Wechsel von Pfeifengras- und Zwergstrauch-Stadien sowie regenerierenden Torfstichen, offenen Wasserflächen, Birken- und Weidengebüschen; das Gebiet umfasst auch die tiefliegenden südlichen und östlichen, land- und forstwirtschaftlich genutzten Randbereiche
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines atlantischen Hochmoores
MaßnahmenEinrichtung einer hydrologischen Schutzzone (erforderliche Fläche nicht in der Karte dargestellt)
Nr. 388 Endmoränen- und Moorgebiet zwischen Brekendorf und Geltorf
Bestand:Überwiegend landwirtschaftlich genutztes, landschaftlich reizvolles Endmoränengebiet; im Norden mit Grünland auf trocken-mageren Standorten und hoher Knickdichte; im Süden angrenzend (Kreis RD) vermoorte Niederung mit feuchtem bis mittelfeuchtem Grünland und mehreren kleinen Hochmoorresten im Pfeifengras-Stadium.
EntwicklungszielEntwicklung eines vielfältigen naturraumtypischen Biotopkomplexes aus trocken-mageren, offenen bis halboffenen Biotopen im Bereich der nährstoffarmen Moränenkuppen und regenerierenden Mooren und Nasswiesen im Niederungsbereich
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; Wiedervernässung der Moorreste und Aufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen
Nr. 389 Nördliche Hüttener Berge
BestandGeomorphologisch besonders bedeutsames, überwiegend landwirtschaftlich genutztes Stauch-Endmoränengebiet mit hoher Knickdichte; in kleineren ungenutzten bzw. extensiv genutzten Teilbereichen haben sich Magerrasenelemente entwickelt, die auf das Vorherrschen nährstoffarmer Sandböden hinweisen; in zwei Senken sind einige kleinere Moore (Hoch-, Übergangs- und Niedermoor) sowie eine Feuchtwiese erhalten
EntwicklungszielEntwicklung einer weitgehend von offen bis bewaldeten, trocken-nährstoffarmen Lebensräumen geprägten Stauch-Endmoränenlandschaft mit nassen, teils vermoorten Senken; bei Verfügbarkeit ausreichend großer, arrondierter Flächen für den Naturschutz Entwicklung einer ungedüngten halboffenen Weidelandschaft
MaßnahmenExtensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen insbesondere im Bereich steiler Hänge; besonders geeignet als großflächiger Naturerlebnisraum
Nr. 390 Südliche Hüttener Berge
BestandLandschaftlich besonders vielfältiges, stark kuppiges Stauch-Endmoränengebiet am vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Südrand der Hüttener Berge; kleinräumiger Wechsel von trocken-mageren Kuppen und nassen, teils noch naturnah erhaltenen Senken; in Teilbereichen (beispielsweise Oberlauf der Ahlefelder Au) auch ausgedehntes Niederungsgrünland mit Resten naturnaher und halbnatürlicher Auenlebensräume
EntwicklungszielEntwicklung einer vorwiegend von extensiven landwirtschaftlichen Nutzungen geprägten Landschaft bei weitgehender Bewahrung des derzeitigen Charakters (keine größeren Aufforstungen); Priorität besteht für die Entwicklung großflächiger Magerrasen im Bereich steiler Hänge sowie am Westrand des Gebiets für die Erhaltung und Wiedervernässung einer Vielzahl kleinerer nasser Senken, für die Entwicklung von Naturwald im Gehege „Silberbergen", sowie für die naturnahe Entwicklung der Ahlebek und von ungedüngtem nassen Grünland in deren Niederungsbereich
MaßnahmenExtensivierung der landwirtschaftlichen Nutzungen; Nutzungsaufgabe im Bereich wiederzuvernässender Senken und im Gehege „Silberbergen"; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; besonders geeignet als großflächiger Naturerlebnisraum
Nr. 609 Wälder der Hüttener Berge
Bestand Entwicklungsziel MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 1624-391 „Wälder der Hüttener Berge“
Nr. 391 Niederung der Kleinen Hüttener Au
BestandIntensiv genutzte Grünlandniederung auf Niedermoorböden an der begradigten Kleinen Hüttener Au sowie angrenzende, quellenreiche, weitgehend bewaldete Hangbereiche; Niederung mit Feuchtwiesenfragmenten
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes aus halbnatürlichen oder naturnahen Niedermoorlebensräumen und angrenzenden ungenutzten, quelligen Hangwäldern
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Niederungsbereich
Nr. 392 Niederung der Großen Hüttener Au
BestandIm Norden schmale, im Süden ausgedehnte, intensiv genutzte Grünlandniederung der begradigten Großen Hüttener Au mit geringen Resten naturnaher und halbnatürlicher Auenlebensräume; südlich Hummelfeld überwiegend Niedermoorböden
EntwicklungszielWiederherstellung einer von naturnahen und halbnatürlichen Niedermoorlebensräumen geprägten Niederung
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet; ungestörte Fließgewässerentwicklung
Nr. 393 Niederung der Rohau
BestandMorphologisch der Hüttener Au zugehöriger Niederungsbereich mit intensiver Grünlandnutzung und geringen Resten der ehemaligen Niedermoorlebensräume, im Südwesten angrenzende naturnahe Laubwälder in stark kuppigem Gelände
EntwicklungszielWiederherstellung eines Biotopkomplexes aus naturnahen und halbnatürlichen nassen Niedermoor-lebensräumen und angrenzendem Naturwald
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Niederungsbereich
Nr. 394 Gehege Fresenboje und Umgebung südwestlich Damendorf
BestandLaub-Nadel-Mischwald (in Teilbereichen naturnaher alter Laubwald) in stark kuppigem Gelände auf überwiegend sandigen Böden; östlich angrenzend vermoorte Niederung der Bistenseer Au mit einem Hochmoorrest im Pfeifengras-Stadium; eingeschlossen ist eine renaturiertes Kiesabbaugebiet mit dem Fresensee und ein Abschnitt der teils naturnah erhaltenen Bistenseer Au
EntwicklungszielEntwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes mit Naturwald auf kleinräumig wechselnden nassen bis trockenen Standorten, naturnahem Waldbach, See sowie wiedervernässten Nieder- und Hochmoorlebensräumen am Ostrand des Gebietes
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im östlichen Niederungsbereich; ungestörte Fließgewässerentwicklung
Nr. 395 Duvenstedter Berge
BestandGeomorphologisch markantes, überwiegend aus sandigem Material aufgebautes Stauch-Endmoränengebiet mit besonderem Potenzial für die Entwicklung offener, halboffener und bewaldeter nährstoffarmer Lebensräume; etwa zu gleichen Teilen land- und forstwirtschaftlich genutzt; im Gebiet finden sich einige Heide- und Magerrasenreste, die zum Teil mit Nadelgehölzen aufgeforstet wurden
EntwicklungszielEntwicklung eines überwiegend von offenen bis bewaldeten, trocken-nährstoffarmen Lebensräumen geprägten Stauch-Endmoränengebiets; bei Verfügbarkeit ausreichend großer arrondierter Flächen für den Naturschutz Entwicklung einer ungedüngten halboffenen Weidelandschaft
MaßnahmenExtensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen; Umbau der Nadelwaldbestände und nachfolgend Entwicklung möglichst lichter Laubwaldbestände; Pflegemaßnahmen im Bereich von Heideresten; geeignet als großflächiger Naturerlebnisraum
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Gehege Brammerberg und Umgebung (Nordrand des Aschberges)
EntwicklungszielEntwicklung von Naturwald und ungedüngten Grünlandlebensräumen im Quellbereich eines Zuflusses der Rohau
Uferbereiche des Bistensees und Umgebung
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes aus naturnahen Seeuferbereichen, naturnahen Wäldern sowie offenen, extensiv genutzten, trocken-mageren Lebensräumen am Ostufer und eher feuchten Grünlandlebensräumen am Westufer des Bistensees.
Oberlauf der Sorge (Stente)
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Talraumes mit besonders vielfältigem Mosaik an halbnatürlichen und naturnahen Auenlebensräumen
Dänischer Wohld
Schwerpunktbereiche
Nr. 396 Osterbek
BestandDeutlich ausgeprägter, bei Kochendorf erweiterter Talraum mit größeren Resten halbnatürlicher und naturnaher Auenbiotope (Erlenbrüche, Feuchtgebüsche, Feuchtwiesen); unterhalb Kochendorf sind im Bereich nährstoffarmer Sandböden ein Zwischenmoor sowie die südexponierten, teils mit Laubwald bestockten Talränder, oberhalb Kochendorf die westlichen, steilen, ackerbaulich genutzten Hangbereiche in das Gebiet einbezogen
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines von halbnatürlichen und naturnahen Auenlebensräumen geprägten Talraumes sowie von Naturwald auf vorwiegend trocken-mageren und stark hängigen Standorten an den Talrändern
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Anhebung des Wasserstandes in der Aue; Extensivierung der Nutzungen sowie ungestörte Waldentwicklung und Waldbildung durch Sukzession in den Hangbereichen
Nr. 397 Groß Wittenseer (Damendorfer) Moor und Umgebung
BestandVielfältiger Landschaftsausschnitt mit hohem Flächenanteil an naturnahen Lebensräumen wie beispielsweise zwei größeren teilabgetorften Hochmooren sowie Laub- und Laub-Nadel-Mischwald auf kleinräumig wechselnden, nassen bis mittelfeuchten Standorten; landwirtschaftlich genutzte Bereiche kleinparzelliert und mit hoher Kleinstrukturdichte.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus wiedervernässten Hochmooren, Naturwald auf nassen bis mittelfeuchten Standorten, sowie ungedüngten nassen bis trocken-mageren Grünlandlebensräumen im Bereich der landwirtschaftlichen Nutzflächen
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet
Nr. 398 Moor südwestlich Bünsdorf
BestandTeilabgetorftes Hochmoor vorwiegend im Pfeifengras-Wollgras-Stadium mit teils regenerierenden Torfstichen und randlichem Birkenaufwuchs; Umgebung überwiegend ackerbaulich genutzt
EntwicklungszielWiedervernässung des gesamten Hochmoorkörpers
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes; Einrichtung einer Pufferzone zur Verringerung direkter Nährstoffeinträge (Pufferzone nicht in der Karte verzeichnet)
Nr. 399 Südwestufer des Wittensees
BestandDas Gebiet umfasst die Verlandungszone am Südwestufer des Wittensees mit ausgedehntem Feuchtgrünland auf Niedermoorböden, Ufer-Bruchwald und Röhricht, sowie angrenzende landwirtschaftlich genutzte Hangbereiche und eine südwestlich anschließende, kleinere, vermoorte Feuchtgrünlandsenke
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Seeuferbereichs unter Einbeziehung von nässegeprägten offenen bis bewaldeten Lebensräumen der Verlandungszone wie auch ungedüngten halboffenen Lebensräumen auf trocken-mageren Standorten in den Hangbereichen
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Grünlandbereich westlich Bünsdorf
Nr. 621 Wittensee
Bestand Entwicklungsziel MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 1624-392 „Wittensee und Flächen angrenzender Niederungen“
Nr. 622 Kluvensieker Holz
Bestand Entwicklungsziel MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 1625-301 „Kluvensieker Holz“
Nr. 400 Schirnauniederung
BestandIm Nordteil schmaler, im Südteil aufgeweiteter Talraum der Schirnau (Abfluss des Wittensees) mit teils naturnahem Fließgewässer, Erlenbruchwald, quelligen alten Laubwäldern an den Hängen sowie einer größeren, kleinstrukturreichen Grünlandniederung mit weitgehend entwässerten Niedermoorböden
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines im Naturraum selten gewordenen Biotopkomplexes aus naturnahem Fließgewässer, Bruchwald und ungedüngten nassen bis mittelfeuchten Grünlandlebensräumen
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im derzeitigen Grünlandbereich; ungestörte Fließgewässerentwicklung
Nr. 401 Niederung der Habyer Au
BestandAusgedehnte vermoorte, vergleichsweise extensiv genutzte Grünlandniederung an der Habyer Au mit einigen kleineren naturnahen Hoch- und Niedermoorresten, sowie Verlandungszone des Wittensees mit Bruchwald, Weidengebüsch und Röhricht; im Südteil auf etwas höher gelegenen Flächen Ackernutzung
EntwicklungszielWiederherstellung einer von halbnatürlichen und naturnahen Niedermoorlebensräumen geprägten Niederung mit fließenden Übergängen zur naturnahen Verlandungszone des Wittensees; im Bereich der höher gelegenen Ackerflächen Entwicklung ungedüngter halboffener Grünlandlebensräume
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet; Umwandlung der Ackerflächen im Niederungsbereich der Habyer Au
Nr. 402 Wälder und Niederung am Nordostufer des Wittensees
BestandGeomorphologisch markantes, landschaftlich vielfältiges Endmoränengebiet mit ausgedehntem Laub-Nadel-Mischwald und einer teils vermoorten, kleinstrukturreichen Grünlandniederung, die noch Reste naturnaher Auenlebensräume aufweist und von einem abschnittsweise naturnahen Bach durchflossen wird
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vielfältigen Landschaftsausschnittes mit naturnahem Bach, halbnatürlichen und naturnahen Auenbiotopen sowie ungedüngten offenen bis bewaldeten Lebensräumen in den Hangbereichen auf frisch-nährstoffreichen bis trocken-mageren Standorten
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserhaushaltes
Nr. 403 Goossee und Umgebung
BestandStark verlandetes, durch überbauten Strandwall von der Eckernförder Bucht abgetrenntes Noor mit ausgedehntem Schilfröhricht, Hochstaudenfluren und Ufer-Bruchwald sowie angrenzende landwirtschaftlich genutzte Flächen auf Niedermoor (teils Feuchtgrünland); am Ostrand eingeschlossen sind Steilhänge mit Buchenwald; Wasserstand des Noores wird durch ein Schöpfwerk reguliert
EntwicklungszielErhaltung eines Noores der Ostsee mit naturnahen Verlandungsbereichen (Röhricht, Bruchwald) und Entwicklung von nassem Grünland im nördlichen und südlichen Randbereich
MaßnahmenGeringfügige Anhebung des Wasserstandes zur Wiedervernässung der südlichen und nördlichen Uferbereiche, sowie der östlich angrenzenden Küstenniederung bei Kiekut; Verringerung der Nährstoffeinträge aus den umgebenden landwirtschaftlichen Nutzflächen
SonstigesBerücksichtigung der Sicherheit des Bahndammes und der Schlossanlage Altenhof
Nr. 404 Ostseeküste bei Aschau
BestandBesonders vielfältiger Küstenabschnitt der Eckernförder Bucht mit hohem Anteil an halbnatürlichen und naturnahen Lebensräumen
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines besonders vielfältigen Küstenbiotopkomplexes mit dem naturnahen Talraum der Kronsbek einschließlich der bewaldeten Talhänge, fossiler Steilküste mit altem Buchenbestand, angelagerter Küstenniederung mit Stauden-Eschen-Mischwald, Brackwasser-Röhricht, nassem Grünland, Strandsee sowie breitem Strandwall
MaßnahmenVerlagerung des Campingplatzes in höhergelegene Bereiche
Nr. 405 Ostseeküste bei Noer
BestandBesonders vielfältiger Küstenabschnitt der Eckernförder Bucht mit fossilem, bewaldeten Kliff, angelagerten nährstoffarmen Niederungsbereichen mit vergleichsweise extensiver Grünlandnutzung sowie vorgelagertem Strandwall und der einzigen natürlich bewaldeten Ostseeküstendüne Schleswig-Holsteins; große Flächenanteile werden von Campingplätzen eingenommen.
EntwicklungszielErhaltung und Wiederherstellung eines komplexen naturnahen Küstenabschnitts mit bewaldetem Kliff, ungenutzten und sehr extensiv genutzten Niederungsflächen und ungestörten Dünen- und Strandwallbereichen.
MaßnahmenRückverlagerung der Campingplätze in südlich der Steilküste gelegene Bereiche.
Nr. 406 Kaltenhofer Moor und Umgebung
BestandKomplexer Landschaftsausschnitt mit gut erhaltenem, großflächig regenerierenden Hochmoor, bewaldeten Niedermoorlebensräumen, mesophilem, von Buche dominierten Laubwald sowie angrenzendem Moorgrünland
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes mit Hochmoor, ungedüngtem nassem Grünland, offenen bis bewaldeten Niedermoorlebensräumen sowie Naturwald auf vorwiegend frischen, nährstoffreichen Standorten
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; unbeeinflusste Waldentwicklung, in Teilbereichen nach Umbau von Nadelwaldbeständen
Nr. 407 Felmer Moor und Umgebung
BestandKomplexer Landschaftsausschnitt mit weitgehend abgetorftem, entwässertem und verbuschtem Hochmoor, Laub- und Laub-Nadel-Mischwald, sowie landwirtschaftlich genutzten Flächen auf unterschiedlichen Standorten
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes bestehend aus einem wiedervernässten Hochmoor mit unterschiedlichen Sekundärbiotopen vom Hoch- und Niedermoortyp, Naturwald auf vorwiegend frischen Standorten sowie Sukzessionsflächen auf den zum Moor hin geneigten Flächen am Nordrand des Gebiets
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet
Nr. 408 Rabensmoor südwestlich Tüttendorf
BestandWeitgehend abgetorftes und entwässertes Hochmoor im Pfeifengras- und Birkenstadium mit geschlossenem, schmalen Grünlandgürtel innerhalb einer weiträumigen Ackerlandschaft
EntwicklungszielWiedervernässung des Moorkörpers einschließlich des Grünlandgürtels und Entwicklung von unterschiedlichen Sekundärbiotopen vom Hoch- und Niedermoortyp
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Südwestufer des Windebyer Noores
EntwicklungszeitErhaltung einer naturnahen Verlandungszone mit Uferbruchwald, Brackwasserröhricht und Hochstaudenried sowie Entwicklung von ungedüngtem nassen Grünland östlich Frohsein und von ungedüngten offenen bis halboffenen Lebensräumen in den Hangbereichen
Küstenniederung östlich Bahnhof Altenhof
EntwicklungszeitEntwicklung von nassem Grünland und Röhricht durch Reduzierung der Schöpfwerksleistung
Ostseeküste westlich Aschau mit Schnellmarker Holz
EntwicklungszielErhaltung der natürlichen Küstenlebensräume und Entwicklung von Naturwald; in Teilbereichen nach Umbau der Nadelwaldbestände
Ostseeküste östlich Aschau mit Hegenwohld
EntwicklungszielErhaltung der natürlichen Küstenlebensräume und Entwicklung von Naturwald sowie eines ungenutzten, an die Steilküste landseitig angrenzenden Küstenstreifens
Ostseeküste zwischen Krusendorf und Bülker Leuchtturm
EntwicklungszielErhaltung der weitgehend natürlichen Küstenlebensräume sowie einiger naturnaher kleinerer Bäche und Entwicklung von Naturwald und eines ungenutzten, an die Steilküste landseitig angrenzenden Küstenstreifens
Küstenniederung nördlich Strande
EntwicklungszielEntwicklung von nassem Grünland und nassen Sukzessionsflächen im Bereich einer teils unter Normal Null liegenden vermoorten Küstenniederung; Reduzierung der Schöpfwerksleistung; im Südwesten Entwicklung von Naturwald
Fuhlensee und angrenzende Gebiete
EntwicklungszielErhaltung eines brackwasserbeeinflussten Sees mit ausgedehnter Schilf-Verlandungszone; naturnahe Entwicklung der Dänischenhagener Au einschließlich der Hangbereiche bei Eckhof; im Heischertal westlich Schilksee Entwicklung ungedüngter Offenlandbiotope sowie Naturwaldentwicklung an den Talrändern
Ostseeküste zwischen Schilksee und Friedrichsort (Stadt Kiel)
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung naturnaher Sand- und Geröllstrände, Steilufer, Küstenwälder und halboffener Lebensräume (im Bereich der derzeit landwirtschaftlich genutzten Teilflächen) unter Berücksichtigung der Erholungsbelange
Talraum der Stekendammsau (Stadt Kiel)
EntwicklungszielErhaltung eines bereits weitgehend renaturierten Talraumes; Entwicklung offener bis halboffener, vergleichsweise trocken-magerer Lebensräume am westlichen Talrand
Uferbereiche des NOK
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung halbnatürlicher und naturnaher Lebensräume auf unterschiedlichsten Standorten; besondere Priorität besteht für nasses Grünland und Naturwald sowie in derzeit ackerbaulich genutzten Bereichen für die Entwicklung eines möglichst breiten, gebüschreichen und ungedüngten Grünlandstreifens insbesondere als Rastgebiet für Zugvögel; im unmittelbaren Böschungsbereich auch Erhaltung von Mager- und Trockenrasenelementen
Westensee-Endmoränengebiet
Schwerpunktbereiche
Nr. 409 Eimersmoor südöstlich Rade
BestandWeitgehend abgetorftes und entwässertes Hochmoor, großteils in Moorgrünland umgewandelt; Moorreste überwiegend im Birkenstadium mit Torfstichen, die Übergangs- und Niedermoorcharakter aufweisen
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes aus ungedüngten Nasswiesen und nassen Sukzessionsflächen im Bereich der derzeitigen Grünlandflächen sowie wiedervernässten Sekundärbiotopen vom Hoch- und Niedermoortyp
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet
Nr. 410 NSG „Jägerslust" und Umgebung
BestandIn einer vermoorten Senke nach Aufgabe der Entwässerungseinrichtungen entstandener See mit naturnahen Uferbereichen; die zum See hin geneigten, großteils derzeit landwirtschaftlich genutzten Hangflächen mit zwei kleineren naturnahen Niedermooren sind in das Gebiet eingeschlossen
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines kleineren Sees mit naturnahen Uferbereichen einschließlich der Hangflächen und kleinerer Niedermoorreste
MaßnahmenAufgabe der Nutzung im Gesamtgebiet
Nr. 411 Hasenmoor bei Felde
BestandWeitgehend degradiertes ehemaliges Hochmoor, überwiegend im Birkenstadium
EntwicklungszielWiederherstellung eines Biotopkomplexes aus Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen .
MaßnahmenAufgabe von Entwässerungseinrichtungen im Gesamtgebiet; Umbau der zentral gelegenen Waldflächen; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität und Nutzungsaufgabe in den zum Moor hin geneigten Hangflächen.
Nr. 412 Naturschutzgebiete „Rümlandteich"/ „Methorstteich" und Umgebung
Bestand:Größeres Waldgebiet, in das zwei als Naturschutzgebiete ausgewiesene Teiche mit naturnahen Uferzonen eingelagert sind; Gebiet standörtlich zweigeteilt; im Norden nährstoffreicher Geschiebelehm/-Mergel, im Süden nährstoffarmer Sander
Entwicklungsziel:Erhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus naturnahen Stillgewässern und Naturwald auf nährstoffreichen Standorten im Norden und nährstoffarmen, vorwiegend feuchten bis nassen Standorten im Süden
Maßnahmen:Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Bereich der Wälder; Umbau von Nadelwaldbeständen
Nr. 413 Niederung und Wälder bei Brux (Blaue Wiese)
BestandGeomorphologisch markantes, verzweigtes Talsystem einschließlich der angrenzenden, großteils bewaldeten sandigen Hänge und Kuppen; Talgrund großteils mit Grünlandnutzung auf Niedermoorböden
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines geomorphologisch bedeutenden und vielfältigen Landschaftsausschnittes, mit weitgehend offenen, nassen Auenlebensräumen sowie Naturwald auf vorwiegend trocken-mageren Standorten
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; Extensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen
Nr. 414 Westensee/ Ahrensee/ Schierensee-Gebiet mit dem Eidertal bei Hohenhude und Felde
BestandGroßräumiger, repräsentativer Landschaftsausschnitt der Jungmoräne mit dem Westensee, Ahrensee, Großem und Kleinen Schierensee, angrenzenden Verlandungsbereichen und Wäldern, der Schierenbachniederung sowie dem in Teilen noch naturnahen Eidertal nördlich Hohenhude und nordöstlich Felde ; Gebiet von besonderer landschaftlicher Schönheit mit hohem Biotopflächenanteil und großer Biotopvielfalt
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines großflächigen naturraumtypischen Biotopkomplexes, bestehend aus dem Talraum der Eider und des Schierenbaches mit naturnahen und halbnatürlichen nassen Auenlebensräumen, dem Westensee, Ahrensee, Großem und Kleinen Schierensee, deren Verlandungszonen mit Röhrichten, nassen Wiesen und Bruchwald, sowie unbeeinflussten Buchenwäldern auf den angrenzenden zum Teil steil aufragenden Moränenrücken
MaßnahmenExtensivierung der forstwirtschaftlichen Nutzung; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität in der Eiderniederung bei Felde sowie in der Niederung des oberen Schierenbaches; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet
Nr. 415 Hansdorfer See
BestandKleiner, unzugänglicher See mit ausgedehnter Verlandungszone und landseitigem Erlenbruchwald; im Süden umfasst das Gebiet einen naturnahen Buchen-Eschen-Mischwald auf nährstoffreichen Feuchtböden sowie ein brachliegendes, ehemaliges Kiesabbaugebiet, im Norden die zum See hin geneigten, derzeit landwirtschaftlich genutzten Hangflächen.
EntwicklungszielErhaltung der naturnahen Lebensräume; Entwicklung ungedüngter Grünlandlebensräume in den nördlichen Hangbereichen.
MaßnahmenExtensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen am nördlichen Seeufer.
Nr. 416 Russee (Stadt Kiel)
BestandSee mit schmaler, weitgehend naturnaher Uferzone im Osten und Süden sowie ausgedehnter Verlandungszone im Westen (Röhricht, Feuchtgebüsch und Erlenbruchwald); im Süden sind die bewaldeten Moränenhänge des Hornheimer Riegels in das Gebiet einbezogen
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation unter Gewährleistung dauerhaft hoher Wasserstände im westlichen Röhricht- und Bruchwaldbereich, Erhaltung von Feuchtgrünlandflächen
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im westlichen Verlandungsbereich in Trockenperioden, extensive Beweidung
Nr. 417 Drachensee (Stadt Kiel)
BestandWeitgehend von Siedlungsbereichen umschlossener See im Kieler Stadtgebiet mit naturnaher, in Teilbereichen ausgedehnter Verlandungszone (Bruchwald, Röhricht)
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation
Nr. 425 Talraum der Obereider zwischen Bordesholm und Schulensee
BestandGeomorphologisch markanter Talraum der Obereider einschließlich der meist steilen Talhänge mit besonders hohem Anteil an naturnahen und halbnatürlichen Auenlebensräumen wie zum Beispiel der abschnittsweise noch naturnahen Eider, dem Schulensee einschließlich seiner Verlandungszone, ausgedehnten, teils brachliegenden Feuchtwiesen sowie naturnahen Niedermoorflächen; die vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Hangflächen sind kleinräumig gegliedert und weisen eine hohe Dichte an naturnahen Kleinstrukturen auf.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines ausschließlich von naturnahen und halbnatürlichen Lebensräumen geprägten Talraumes unter besonderer Berücksichtigung ungedüngter offener, nasser Lebensräume im Talgrund und sich selbst entwickelnder Wälder an den Talhängen.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; Extensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen.
Nr. 429 Mühlenteich und Umgebung bei Bordesholm
BestandNaturnaher großer Teich im Niederungsbereich des Stintgrabens mit Weidengebüsch-, Bruchwald- und Röhricht-Verlandungszonen; einbezogen sind die zum Gewässer hin geneigten Hangflächen mit ausgedehnten mageren Grünlandlebensräumen auf sandigen Substraten.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus einem Stillgewässer, naturnahen Verlandungsbereichen sowie ungedüngten halboffenen, nährstoffarmen Lebensräumen in den Hangbereichen.
MaßnahmenExtensive Nutzung der Hänge
Nr. 418 Endmoränengebiet nordwestlich Blumenthal
BestandLandschaftlich reizvolles, landwirtschaftlich genutztes Endmoränengebiet mit kleinräumigem Wechsel von trocken-mageren Kuppen und feuchten Senken; kleinräumig gegliedert mit hoher Knick- und Kleingewässerdichte
EntwicklungszielEntwicklung einer vielfältigen Moränenlandschaft mit kleinräumigem Wechsel von ungedüngten offenen bis halboffenen, nassen bis trocken-mageren Lebensräumen
MaßnahmenExtensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen; Wiedervernässung der zahlreichen Senken; Biotoppflege gemäß Konzept zur Entwicklung halboffener Weidelandschaften; besonders geeignet als großflächiger Naturerlebnisraum
Nr. 419 Pohlsee, Lustsee und Umgebung
BestandVielfältiger Landschaftsausschnitt am Südrand der Westensee-Endmoränen im Bereich nährstoffarmer Sander mit dem Pohlsee, Lustsee, Manhagener See, Enkendorfer See, zahlreichen kleineren besonders naturnahen Niedermooren und Nasswiesen; landwirtschaftlich genutzte Bereiche kleinparzelliert auf überwiegend trocken-mageren Standorten; Gebiet zwischen Lustsee und Pohlsee entspricht weitgehend dem Charakter einer halboffenen Weidelandschaft; im Norden ragt das Gebiet in die bewaldeten Endmoränen hinein.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines standörtlich und landschaftlich besonders vielfältigen und von besonderer Nährstoffarmut geprägten Landschaftsausschnittes mit größeren und kleineren Stillgewässern, Niedermooren, Nasswiesen und offenen bis halboffenen, trocken-mageren Lebensräumen in kleinräumigem Wechsel
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; Extensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen und nachfolgend Biotoppflege gemäß Konzept zur Entwicklung halboffener Weidelandschaften; geeignet als großflächiger Naturerlebnisraum
Nr. 420 Niederungs- und Heidelandschaft zwischen Wennebek und Olendieksau
BestandBesonders vielfältiger Landschaftsausschnitt im Bereich nährstoffarmer Sander zwischen Wennebek und Olendieksau mit abschnittsweise naturnahen Fließgewässern, feuchtem und nassem Grünland, nassen Sukzessionsflächen, Seggensümpfen auf Niedermoor, Heidemoor, Sandheide sowie Wäldern auf vorwiegend trocken-mageren Standorten
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines besonders vielfältigen, nährstoffarmen Biotopkomplexes aus naturnahen Fließgewässern, weitgehend offenen Auenlebensräumen auf Niedermoorböden, Hoch- und Zwischenmoor, Sandheiden auf Binnendünen sowie lichtem "Heidewald" auf trocken-mageren Standorten
MaßnahmenUnbeeinflusste Fließgewässerentwicklung; Anhebung des Wasserstandes in der Olendieksauniederung; hier auch Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Umbau und Auflichtung der Nadelwaldbestände; Heidepflegemaßnahmen
Nr. 421 Westufer des Einfelder Sees (Stadt Neumünster)
BestandKomplexer Landschaftsausschnitt am Westufer des Einfelder Sees; er umfasst einen kleinen Teil der Seefläche, seine Verlandungszone mit ausgedehntem Röhricht, Weidengebüsch und Bruchwald, angrenzend landwirtschaftlich genutzte Bereiche mit hoher Dichte an naturnahen Kleinstrukturen sowie einen größeren Nadel-Laub-Mischwald auf kuppiger Endmoräne
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes, bestehend aus dem See, seiner naturnahen Verlandungszone, westlich angrenzender halboffener Weidelandschaft (im Bereich der derzeit landwirtschaftlich genutzten Bereiche) und standortheimischem, weitgehend ungenutzten Laubwald
MaßnahmenExtensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen; Umbau der Nadelwaldbestände
Nr. 422 Endmoränengebiet zwischen Westensee und Blocksdorf
BestandGeomorphologisch markantes, waldreiches Endmoränengebiet mit kleinräumigem Wechsel von trockenen Kuppen und nassen Senken; landwirtschaftlich genutzter West- und Südostrand kleinparzelliert mit hoher Dichte an naturnahen Kleinstrukturen; Endmoränen vorwiegend aus Geschiebelehm / -Mergel aufgebaut; am Westrand überwiegen Sande (Kiesabbau)
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines besonders vielfältigen Biotopkomplexes aus Naturwald auf nassen bis trockenen Standorten sowie ungedüngten offenen bis halboffenen, teils nährstoffarmen Lebensräumen in den derzeit landwirtschaftlich genutzten Randbereichen
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; teils Nutzungsaufgabe; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; in den derzeit landwirtschaftlich genutzten Bereichen Biotoppflege gemäß dem Konzept zur Entwicklung halboffener Weidelandschaften; besonders geeignet als großflächiger Naturerlebnisraum
Nr. 423 Tal nördlich Deutsch Nienhof
BestandTief eingeschnittener, enger Talraum einschließlich der angrenzenden Moränenhänge mit abschnittsweise naturnahem Fließgewässer, Bruchwald und Fischteichen
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines landschaftsprägenden Talraumes mit naturnahem Fließgewässer und Bruchwald im Talgrund sowie naturnahem Moränenbuchenwald und ungedüngten offenen bis halboffenen Lebensräumen an den teils steilen Hängen
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Aufgabe der land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen
Nr. 424 Vollstedter See und Umgebung
BestandSee mit ausgedehnter Verlandungszone aus Schilf und Weidengebüsch sowie angrenzendem Grünland auf Niedermoor und nassen Sandböden
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus dem See, naturnahen Verlandungsbereichen sowie ungedüngtem nassen Grünland in den Randbereichen
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Flemhuder See und Eider
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Biotopbestandes einschließlich der naturnahen offenen bis bewaldeten Spülflächen; Entwicklung trocken-magerer halboffener Lebensräume in den nordwestlichen Seeuferbereichen; im Falle weiterer Aufspülungen Entwicklung von Sukzessionsflächen
Eider zwischen Schulensee und Steinfurther Mühle
EntwicklungszielRenaturierung des gesamten Talraumes; insbesondere Entwicklung von ungedüngtem nassen Grünland zwischen Schulensee und Mielkendorf sowie von Auwald zwischen Mielkendorf und Steinfurther Mühle; vor allem im Bereich Hoheleuchte / Ihlsee und unterhalb Mielkendorf Einbeziehung der trocken-mageren Talränder
Fuhlenauniederung östlich Groß Vollstedt
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung halbnatürlicher und naturnaher Auenlebensräume; ungestörte Fließgewässerentwicklung
Wälder westlich Brux
EntwicklungszielEntwicklung von Naturwald in stark kuppigem Endmoränengebiet auf kleinräumig wechselnden nassen bis trockenen Standorten
Stauchmoränen südwestlich Westensee
EntwicklungszielEntwicklung ungedüngter offener bis halboffener Lebensräume auf sandigen bis lehmigen Böden
Uferbereiche des NOK
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung halbnatürlicher und naturnaher Lebensräume auf unterschiedlichsten Standorten; besondere Priorität besteht für nasses Grünland und Naturwald sowie in derzeit ackerbaulich genutzten Bereichen für die Entwicklung eines möglichst breiten, gebüschreichen und ungedüngten Grünlandstreifens insbesondere als Rastgebiet für Zugvögel; im unmittelbaren Böschungsbereich auch Erhaltung von Mager- und Trockenrasenelementen
Moränengebiet der Oberen Eider
Schwerpunktbereiche425 Talraum der Obereider zwischen Bordesholm und SchulenseeBestandGeomorphologisch markanter Talraum der Obereider einschließlich der meist steilen Talhänge mit besonders hohem Anteil an naturnahen und halbnatürlichen Auenlebensräumen wie zum Beispiel der abschnittsweise noch naturnahen Eider, dem Schulensee einschließlich seiner Verlandungszone, ausgedehnten, teils brachliegenden Feuchtwiesen sowie naturnahen Niedermoorflächen; die vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Hangflächen sind kleinräumig gegliedert und weisen eine hohe Dichte an naturnahen Kleinstrukturen auf.EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines ausschließlich von naturnahen und halbnatürlichen Lebensräumen geprägten Talraumes unter besonderer Berücksichtigung ungedüngter offener, nasser Lebensräume im Talgrund und sich selbst entwickelnder Wälder an den Talhängen.MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; Extensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen.257 Kleinflintbeker Moor/Moorsee und südliche Randbereiche (siehe auch Nr. 257 Kreis Plön)BestandAusgedehntes, über ein Schöpfwerk entwässertes Moorgrünlandgebiet im Bereich des historisches "Moorsees" mit angrenzenden, vom Wasserstand der Seeniederung beeinflussten Senken in der Moränenlandschaft der oberen Eider sowie dem weitgehend abgetorften Kleinflintbeker Moor; zentraler Bereich des Moorseegebiets weitgehend ausgeräumt; Kleinflintbeker Moor im Westen mit zwei Hochmoorresten im Birkenstadium und hoher Dichte an naturnahen Kleinstrukturen (Gräben, Knicks, Einzelbäume).EntwicklungszielEntwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes mit dem wiederhergestellten Moorsee, wiedervernässten Mooren, ungedüngtem nassen Grünland und nassen Sukzessionsflächen sowie einer an feuchten Lebensräumen reichen Moränenlandschaft in den südlichen RandbereichenMaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet insbesondere durch Aufgabe des Schöpfwerkbetriebs.426 Fehltmoor bei FlintbekBestandTeilabgetorftes und -entwässertes Hochmoor im Pfeifengras- und Birkenstadium; hochmoortypische Vegetation im Bereich der Torfstiche; in den Randbereichen Feuchtgebüsche und nasses Grünland.EntwicklungszielWiedervernässung des gesamten ehemaligen Moorkörpers und Entwicklung von unterschiedlichen Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen sowie von nassem Grünland an der Flintbek.MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet.427 / 428 Kirchenmoor bei Böhnhusen / Techelsdorfer MoorBestandLandschaftlich reizvolle, vermoorte Grünlandniederung mit zwei größeren Moorresten (Hochmoor- und Übergangsmoor) im Bereich Kirchenmoor sowie einigen kleineren Moorresten in unterschiedlichen Vegetationsstadien im Techelsdorfer Moor. Im Süden sind die randlichen, landwirtschaftlich genutzten, vorwiegend sandigen Kuppen in das Gebiet einbezogenEntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vielfältigen, im Naturraum selten gewordenen Biotopkomplexes aus regenerierenden Hochmoor-, Übergangsmoor- und Niedermoorlebensräumen, nassen Moorgrünlandflächen sowie ungedüngten offenen bis halboffenen, trocken-mageren Lebensräumen auf den randlichen Kuppen.MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet unter Berücksichtigung der in die Niederung hineinreichenden Ortslage Böhnhusens.429 Mühlenteich und Umgebung bei BordesholmBestandNaturnaher großer Teich im Niederungsbereich des Stintgrabens mit Weidengebüsch-, Bruchwald- und Röhricht-Verlandungszonen; einbezogen sind die zum Gewässer hin geneigten Hangflächen mit ausgedehnten mageren Grünlandlebensräumen auf sandigen Substraten.EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus einem Stillgewässer, naturnahen Verlandungsbereichen sowie ungedüngten halboffenen, nährstoffarmen Lebensräumen in den Hangbereichen.MaßnahmenExtensive Nutzung der Hänge263 Landschaft um den Bothkamper See mit dem Talraum der Drögen Eider (teils Kreis Plön) BestandVielfältiger, geomorphologisch markanter Landschaftsausschnitt mit dem westlichen Uferbereich des Bothkamper Sees, den angrenzenden teils steilen Endmoränenhängen sowie einem hoch gelegenen, stark kuppigen Moränengebiet in kleinklimatisch begünstigter Waldrandlage; im Süden geomorphologisch markanter Talraum der Drögen Eider mit abschnittsweise naturnahem Bach, Feuchtwiesen, Erlenbruch, Großseggenried und Röhrichtflächen; Hangbereiche teils mit Buchenaltholzbeständen; Fortsetzung des Gebiets auf dem Ostufer des Bothkamper Sees im Kreis PlönEntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines besonders vielfältigen Biotopkomplexes, bestehend aus dem Bothkamper See mit naturnaher Uferzone sowie ungedüngten, offenen bis halboffenen Lebensräumen auf kleinräumig wechselnden nassen bis trockenen Moränenstandorten; Erhaltung und Entwicklung des Talraumes der Drögen Eider mit halbnatürlichen und naturnahen Niedermoorlebensräumen im Talgrund und Naturwaldbeständen in den Hangbereichen; Einstellung der Entwässerung im Tal der Drögen Eider und zwischen dem Hochfeldersee und dem Bothkamper See; Naturwaldentwicklung; zumindest teilweise Wiederherstellung der alten Parkanlage des Gutes BothkampMaßnahmenExtensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen im Gesamtgebiet; Wiedervernässung der zahlreichen Senken im Moränenbereich; Einstellung von EntwässerungsmaßnahmenNr. 271 Dosenmoor und Umgebung BestandGroßflächiges, teilabgetorftes und teilentwässertes Hochmoor in unterschiedlichen Degradations- und Regenerationsstadien; eingeschlossen sind Waldflächen im Norden und Niedermoorgrünlandflächen am OstrandEntwicklungszielRegeneration eines großflächigen atlantischen Hochmoores sowie Entwicklung eines Biotopkomplexes aus dem Hochmoor, Niedermoorlebensräumen insbesondere am Ostrand und Naturwald im NordenMaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im östlichen Niederungsbereich; bereits langjährig laufende RegenerationsvorhabenWichtige VerbundachseEider zwischen Bissee und BordesholmEntwicklungszielEntwicklung von naturnahen und halbnatürlichen Auenlebensräumen im Bereich eines auch geomorphologisch bedeutsamen Bachtales
Ostseeküste
Schwerpunktbereiche
Nr. 240 Heikendorfer Mühlenbach
Bestand Naturnahe Ausprägung eines Bachtales trotz der angrenzenden Bebauung; typische Lebensräume sind das naturnahe Fließgewässer, Bruchwälder, Hochstaudenfluren, Brackwasserröhrichte; Vorkommen einer rheophilen Fließgewässerfauna.
EntwicklungszielErhaltung und Förderung der Naturnähe
Nr. 241 Probsteier Niederung mit Naturschutzgebiet Bottsand
BestandVor der Eindeichung mit etwa acht Kilometer Länge größter, ostseebeeinflusster Lebensraum im Kreis Plön; heute ausgesüßt aber vielfach feucht bis nass mit einer ehemaligen Meeresbucht (Barsbeker See); im Naturschutzgebiet Bottsand weitgehend unbeeinflusste Nehrungsbildung; seltener Brutvogelbestand; typische Lebensräume sind binnen- und außendeichs gelegene Strandwall- und Nehrungslebensräume, ein Strandsee, kleinflächige artenreiche Feuchtwiesen, Röhrichte, Mittel- und Niederwälder.
EntwicklungszielEntwicklung naturraumtypischer, überwiegend feuchter bis nasser Biotopkomplexe; Erweiterung der Biotopbestände; Wiedervernässung; gemeinsame Konzeption mit Erholungsbelangen ist anzustreben.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes.
Nr. 242 Strandseelandschaft bei Schmoel
Bestand1989 nach Deichrückbau entstandener Strandsee und Strandwallandschaft.
EntwicklungszielUnbeeinflusste Entwicklung.
Nr. 243 Küstenbereich zwischen Behrensdorf-Neuland und Hohwacht
BestandGroßflächiger, naturnaher Flachküstenbereich im Bereich der NSG Kleiner und Großer Binnensee mit vielfältigen typischen Küstenlebensräumen; seltener Artenbestand. Typische Lebensräume sind Strandseen, Strandwälle, Nehrungshaken, Brackwassergrünland und Brackwasserröhrichte, die größten zusammenhängenden Süßwasserröhrichte des Kreises Plön sowie der Große Binnensee; Brut- und Rastgebiet für Wasservögel und Limikolen
EntwicklungszielErhaltung der naturnahen Bereiche sowie naturnahe Entwicklung der zwischen Großem und Kleinem Binnensee gelegenen Flächen (Strandwallbereiche des Kronswarder sowie die Behrensdorfer Weide); Einstellung der Entwässerung
Nr. 244 Sehlendorfer Binnensee
BestandSehr vielfältiger, gut erhaltener Küstenbiotopkomplex mit seltenem Artenbestand; gute Entwicklungsmöglichkeiten. Typische Lebensräume sind ein Strandsee, Strandwälle, Nehrungshaken, Brackwassergrünland und -röhrichte sowie trockenes Magergrünland; Brut- und Rastgebiet für Wasservögel und Limikolen
EntwicklungszielErhaltung des Bestandes insbesondere im Naturschutzgebiet; naturnahe Entwicklung des Strandwalls im Bereich des früheren Campingplatz; Erweiterung des Gebiets um das zum Teil unter Normalnull liegende Mühlenautal bis Futterkamp
Maßnahmen
Nr. 275 Jägersberg / Korügen am Steilufer der Kieler Förde
BestandSeitenmoränenhänge der Kieler Förde mit naturraumtypischem, laubholzreichen Wald, vorwiegend auf nährstoffreichen Standorten
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen standortheimischen Laubwaldes; Entwicklung unbeeinflusster Naturwaldbestände in größeren Teilbereichen; Einbeziehung der nordöstlich des Korügen gelegenen landwirtschaftlich genutzten Flächen zur Arrondierung des Gebietes sowie zum Schutz vor schädlichen Randeinflüssen und zur Erhaltung des Landschaftsbildes
MaßnahmenAufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung in größeren Teilbereichen; Erstellung eines Entwicklungskonzeptes für Naturschutz und Erholung
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Nr. Ostseeküstenabschnitte zwischen Heikendorf und Sehlendorf
BestandNaturnahe Ostseeküstenabschnitte mit Steilküsten oder Sand- und Geröllstränden, kleinflächig auch Strandwall- und Lagunenbereichen; bei Heikendorf ruhendes, bewaldetes Kliff mit seltenem Artenbestand; typische Lebensräume sind Steilküsten, Strandwälle, Küstenlagunen, Brackwasserröhrichte, magere Grasfluren und kalkreiche Hangwälder
EntwicklungszielErhaltung des naturnahen Zustandes; Entwicklung eines breiten, ungenutzten Küstensaumes oberhalb der Steilküste, auch zur Förderung der Erholungsbelange
Ostholsteinisches Hügelland
Schwerpunktbereiche
Nr. 245 Mönkeberger See
BestandKleiner See mit vielfältigem, unbeeinflusstem Verlandungsgürtel und seltenen Feuchtgrünlandbeständen
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation; Pflege des Feuchtgrünlandes
Nr. 433 Tröndelsee
BestandSeeniederung in weichseleiszeitlich ausgeformter Geländemulde mit angrenzenden Hangflächen; eutropher See mit ausgedehnten Hochstaudenfluren, Röhrichten und Grauweidengebüschen; extensive Grünlandnutzung auf den angrenzenden Hangflächen; teils Kleingartennutzung.
EntwicklungszielErhaltung bzw. Entwicklung der Niedermoorbereiche sowie Entwicklung ungedüngter offener bzw. halboffener Lebensräume an den Hängen.
MaßnahmenAufgabe der Kleingartennutzung in Teilbereichen; Verlegung des Wanderweges auf die höher gelegenen Hangbereiche zwecks naturnäherer Entwicklung der nördlichen Seeuferbereiche.
Nr. 434 Langsee
BestandSeeniederung in weichseleiszeitlich ausgeformter Geländemulde; verlandendes Seebecken mit hypertrophem Restsee; süd- und südwestlich angrenzend Erlen- und Grauweidenbruchwälder, Röhrichte, Großseggenriede und ungenutzte Feuchtwiesen, im östlichen Teil Uferbefestigungen und Kleingartennutzungen
EntwicklungszielEntwicklung einer naturnahen Seeniederung
MaßnahmenAufgabe der Kleingartennutzung in Teilbereichen; naturnahe Entwicklung der befestigten Uferbereiche; Aufgabe der Entwässerung; Verbesserung der Wasserqualität.
Nr. 246 Bornbrook bei Schrevendorf
BestandEhemalige Fischteiche mit seltenem Artenbestand
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Zustandes
Nr. 247 Kasseeteiche
BestandSehr vielfältige, naturnahe Teichlandschaft mit unterschiedlichen Verlandungsbereichen und artenreichem Feuchtgrünland; wichtiges Wasservogelbrut- und Rastgebiet; seltene Teichbodengesellschaften; typische Lebensräume sind extensiv bewirtschaftete Flachwasserteiche mit guter Wasserqualität, Röhrichte, Bruchwälder, artenreiches Feuchtgrünland, Moränenbuchenwälder
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Zustandes
Nr. 248 Moränengebiet um Jasdorf mit dem Südteil des Dobersdorfer Sees
BestandSehr vielfältiger Landschaftsausschnitt mit verschiedenen See- und Seeuferlebensräumen sowie einem abwechslungsreichen Ausschnitt einer Endmoränenlandschaft mit zahlreichen Kleinbiotopen; hohes Entwicklungspotenzial; typische Lebensräume sind Bruchwälder und Erlen-Eschenwälder, kalkreiche Seeuferwiesen, Moränenbuchenwälder sowie Reste artenreicher Agrarökosysteme wie Feuchtgrünland, trockenes Magergrünland, ein dichtes Knicknetz, Kleingewässer mit seltenem Artenbestand und prägende Einzelbäume
EntwicklungszielPflege der kalkreichen Seeuferwiese; weitgehende Nutzungsaufgabe in den sonstigen Seeuferbereich; Entwicklung ungedüngter, vielfältiger offener und halboffener Lebensräume in der Moränenlandschaft; Entwicklung insbesondere der Moränenlandschaft auch zur Förderung der Erholungsbelange
MaßnahmenAufhebung sämtlicher künstlicher Entwässerung; Vernässung der Feuchtwiese südlich Bookhorn
Nr. 610 Passader See
Bestand Entwicklungsziel MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 1627-321 „Hagener Au und Passader See“
Nr. 249 Selenter See und Umgebung
Bestand Schwach eutropher See mit Uferbereichen und angrenzenden, noch in historischer Zeit zum See gehörenden Niederungen; Bruchwälder zum Teil unbeeinflusst; Wasservogelrastgebiet von internationaler Bedeutung; typische Lebensräume sind Erlen- und Birkenbrüche sowie Erlen-Eschenwälder, Moränenbuchenwälder und artenreiches Feuchtgrünland
EntwicklungszielBewirtschaftung des Wasserstands nach den Ansprüchen der seebeeinflussten Lebensräume; unbeeinflusste Entwicklung aller Waldtypen; Wiedervernässung der ehemaligen Seebuchten; Erhaltung des artenreichen Feuchtgrünlandes
Nr. 250 Stauchmoränen um den Hessenstein
BestandHöchste Stauchmoräne des Landes mit sehr markanter Geomorphologie; gute Entwicklungsmöglichkeiten für Magerrasenlebensräume
EntwicklungszielFortsetzung der Umwandlung von Ackerflächen in ungedüngte, offene und halboffene Lebensräume; Herstellung des natürlichen Bodenwasserhaushaltes; gemeinsame Konzeption mit Erholungsbelangen
Nr. 251 Kossau Tal
BestandEines der landesweit am wenigsten beeinträchtigten Fließgewässer mit zum Teil naturnahem Talraum und Nebenbächen; typische Lebensräume sind weitgehend unbeeinflusste Fließgewässer, Feuchtwiesen, Quellen, Feuchtwälder und Moränenbuchenwälder; im Randbereich des Tresdorfer Sees Verlandungsbruchwälder
EntwicklungszielSteigerung der Naturnähe von Gewässer und Talraum; Verbesserung der Wasserqualität; Entwicklung in Zusammenarbeit mit Erholungsplanung und Denkmalschutz ist anzustreben
MaßnahmenUmsetzung des vorliegenden Konzeptes zur Renaturierung der Kossau und ihrer Nebenbäche
Nr. 629 Dannauer See
Bestand Entwicklungsziel MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 1729-391 „Dannauer See und Hohensasel und Umgebung“
Nr. 252 Bodenteich nördlich Klethkamp
BestandZwei kleine Teiche mit ausgedehnten Schwimmblattgesellschaften, Röhricht und Hochstaudenfluren
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Zustandes
Nr. 253 Mittelwald und Niederung südlich Nessendorf
Bestand:Von kleinen Bächen durchflossene und von einigen Moränenkuppen durchsetzte Niederung, an die im Süden ein sehr artenreicher Mittelwald angrenzt; hohes Entwicklungspotenzial und seltener Artenbestand; typische Lebensräume sind Mittelwald auf kalkreichem Substrat, Reste von Feuchtgrünland und Bäche
EntwicklungszielErhaltung und Erweiterung des Mittelwaldes; Vernässung der Senken und Entwicklung einer an feuchten Lebensräumen reichen Moränenlandschaft
MaßnahmenPflege des gesamten Waldes als Mittelwald
Nr. 294 Endmoränengebiet am Pes-Berg (großteils Kreis OH)
BestandGeomorphologisch markantes Endmoränengebiet mit kleinflächig wechselndem Standortmosaik. Das Gebiet umfasst Niedermoorbereiche mit Grünlandnutzung, Bruchwaldkomplexe, Kleingewässer mit Verlandungszonen und kleinflächige Buchenaltbestände auf steilen Moränenkuppen, zum Teil umgeben von Grünland auf mineralischen Standorten.
EntwicklungszielEntwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes, der als halboffene Weidelandschaft auch fließende Übergänge zu weitgehend ungenutzten, nassen Biotopen in den Niederungsbereichen umfassen soll. Erhaltung der Buchenaltholzbestände auf den landschaftsprägenden Kuppen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes in Teilbereichen.
Nr. 254 Moränenlandschaft bei Neuharmhorst mit Steinbek
BestandEine der geomorphologisch interessantesten Moränenlandschaften des Bungsberggebietes mit dem Potenzial zur Entwicklung einer besonders abwechslungsreichen und vielfältigen halboffenen Weidelandschaft auf kleinräumig wechselnden Standorten; sehr steile Hänge; naturnahe Moränenbuchenwälder sind zum Teil als Schluchtwälder mit naturnahem Bach ausgeprägt; seltener Amphibienbestand
EntwicklungszielHerstellung des natürlichen Bodenwasserhaushaltes und Entwicklung von ungedüngten offenen und halboffenen Lebensräumen; Nutzungsaufgabe im Schluchtwald und in Teilen der sonstigen Moränenbuchenwälder; Aufgabe der Gewässerunterhaltung
Nr. 255 Viehteich
BestandBis in das vorige Jahrhundert bestehender großflächiger Fischteich, umgeben von steilen, als Grünland oder Wald genutzten Moränenhängen; günstigste Möglichkeit im Kreis Plön zur Wiederherstellung einer großen Wasserfläche und Entwicklung angrenzender vielfältiger Lebensräume
EntwicklungszielWiedervernässung; Nutzungsaufgabe in den Waldflächen; Entwicklung ungedüngter offener und halboffener Lebensräumen
Nr. 256 Wohlkampsteich
BestandKleiner Teich mit breitem Verlandungsgürtel und angrenzenden, zum Teil bewaldeten Moränenkuppen; seltener Amphibienbestand
EntwicklungszielErhaltung des Teichs und Entwicklung der angrenzenden Moränenlandschaft zu ungedüngten offenen und halboffenen Lebensräumen; Herstellung des natürlichen Bodenwasserhaushaltes; zumindest teilweise Nutzungsaufgabe in den Waldflächen
Nr. 257 Kleinflintbeker Moor, Moorsee und südliche Randbereiche
BestandAusgedehntes, über ein Schöpfwerk entwässertes Moorgrünlandgebiet im Bereich des historisches "Moorsees" mit angrenzenden, vom Wasserstand der Seeniederung beeinflussten Senken in der Moränenlandschaft der oberen Eider . Im Westen angrenzend liegt das Kleinflintbeker Moor mit Hochmoorresten im Birkenstadium und einer hohen Dichte an naturnahen Kleinstrukturen (Gräben, Knicks, Einzelbäume)typische Lebensräume sind artenreiche Feuchtwiesen, Hochmoore- und Zwischenmoore sowie Moränenbuchen- und Bruchwälder ; zentraler Bereich des Moorseegebiets weitgehend ausgeräumt;
EntwicklungszielEntwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes mit dem wiederhergestellten Moorsee, wiedervernässten Mooren, ungedüngtem nassen Grünland und nassen Sukzessionsflächen sowie einer an Kleingewässern und feuchten Lebensräumen reichen Moränenlandschaft in den südlichen Randbereichen
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet insbesondere durch Aufgabe des Schöpfwerkbetriebs.
Nr. 426 Fehltmoor bei Flintbek
BestandTeilabgetorftes und -entwässertes Hochmoor im Pfeifengras- und Birkenstadium; hochmoortypische Vegetation im Bereich der Torfstiche; in den Randbereichen Feuchtgebüsche und nasses Grünland.
EntwicklungszielWiedervernässung des gesamten ehemaligen Moorkörpers und Entwicklung von unterschiedlichen Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen sowie von nassem Grünland an der Flintbek.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet.
Nr. 427 / 428 Kirchenmoor bei Böhnhusen / Techelsdorfer Moor
BestandLandschaftlich reizvolle, vermoorte Grünlandniederung mit zwei größeren Moorresten (Hochmoor- und Übergangsmoor) im Bereich Kirchenmoor sowie einigen kleineren Moorresten in unterschiedlichen Vegetationsstadien im Techelsdorfer Moor. Im Süden sind die randlichen, landwirtschaftlich genutzten, vorwiegend sandigen Kuppen in das Gebiet einbezogen
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vielfältigen, im Naturraum selten gewordenen Biotopkomplexes aus regenerierenden Hochmoor-, Übergangsmoor- und Niedermoorlebensräumen, nassen Moorgrünlandflächen sowie ungedüngten offenen bis halboffenen, trocken-mageren Lebensräumen auf den randlichen Kuppen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet unter Berücksichtigung der in die Niederung hineinreichenden Ortslage Böhnhusens.
Nr. 258 Moränenlandschaft zwischen Raisdorf und Großbarkaumit dem Wellsee
BestandVielfältiger Landschaftsausschnitt der Moränenlandschaft der oberen Eider mit steilen Hügeln, zum Teil sehr großflächigen Senken, weitgehend naturnahen Moränenbuchenwäldern, Erlen- und Birkenbrüchen und einer ungenutzten Teichanlage; Fortsetzung im Kieler Stadtgebiet mit dem Wellsee mit großen Verlandungsbereichen; hohes Entwicklungspotenzial besonders für feuchte Lebensräume verschiedenster Art; seltener Amphibienbestand
EntwicklungszielEntwicklung ungedüngter offener und halboffener Lebensräume; Wiederherstellung des natürlichen Bodenwasserhaushaltes; Wiederherstellung der Honigseer Stauung; Entwicklung ungenutzter Waldflächen
Nr. 259 Moränenlandschaft östlich Lammershagen
BestandAbwechslungsreicher Ausschnitt der Endmoränenlandschaft mit steilen Geländekuppen, feuchten Senken, weitgehend naturnahen Moränenbuchenwäldern, Bruchwäldern, großflächigen ehemaligen Fischteichen sowie einer als Grünland genutzte, ehemalige Seebucht des Selenter Sees; seltene Vogel- und Amphibienbestände
EntwicklungszielEntwicklung ungedüngter offener und halboffener Lebensräume im Wechsel mit zumindest in Teilbereichen ungenutzten Wäldern; Wiederherstellung des natürlichen Bodenwasserhaushalts
Nr. 260 Pohnsdorfer Stauung
BestandGroßflächige Niederung im Verlauf der Neuwührener Au; Verbindungsachse vom Wellsee und dem Moränengebiet südwestlich Raisdorfs zum Postsee und dem Schwentinesystem; besonders geeignet zur Herstellung großflächiger Niedermoorlebensräume; typische Lebensräume sind Erlenbrüche und Röhrichte
EntwicklungszielWiedervernässung der Niederung und unbeeinflusste Entwicklung der Neuwührener Au
MaßnahmenEinstellung des Schöpfwerksbetriebes
Nr. 261 Schwentinetal zwischen Preetz und dem Rosenfelder See
BestandAbschnitt des Schwentinetals und angrenzender Flächen mit besonders hoher Biotopvielfalt und großem Entwicklungspotenzial. Typische Lebensräume sind Fließgewässer, unterschiedliche Feuchtwiesen, Röhrichte, Bruchwälder, Weiher, Moränenbuchenwälder, Steilhangwälder; prägende Einzelbäume
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer naturnahen Talaue mit unbeeinflussten Flächen und Feuchtgrünland sowie unbeeinflussten Wäldern; Herstellung des natürlichen Bodenwasserhaushaltes und Entwicklung ungedüngter offener und halboffener Lebensräume in den Moränenbereichen
Nr. 262 Teiche zwischen Plön und Selent
BestandGrößter Komplex extensiv genutzter naturnaher, großflächiger Teichanlagen Schleswig-Holsteins, die unter Ausnutzung der topographischen Gegebenheiten vor Jahrhunderten angelegt wurden; heute zum Teil mit bedeutenden Verlandungsbereichen wie dem Lebrader Moor; Übergänge zur Zwischenmoorentwicklung; typische Lebensräume sind Flachwasserteiche, Röhrichte, Bruchwälder sowie das Lebrader Moor
EntwicklungszielErhaltung und Erweiterung um Randbereiche zur Entwicklung vielfältiger Biotopkomplexe
MaßnahmenWiedervernässung des Dörnbrook
Nr. 263 Landschaft um den Bothkamper See und Tal der Drögen Eider
BestandVielfältiger, geomorphologisch bedeutender Landschaftsausschnitt mit dem Bothkamper und dem Hochfelder See, angrenzenden teils steilen Endmoränenhängen sowie einem hoch gelegenen, stark kuppigen Moränengebiet im Westen; im Süden geomorphologisch markanter Talraum der Drögen Eider mit abschnittsweise naturnahem Bach, Feuchtwiesen, Erlenbruch, Großseggenried und Röhrichtflächen; Hangbereiche teils mit Buchenaltholzbeständen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines besonders vielfältigen Biotopkomplexes, bestehend aus dem Bothkamper See mit naturnaher Uferzone sowie ungedüngten, offenen bis halboffenen Lebensräumen auf kleinräumig wechselnden nassen bis trockenen Moränenstandorten; Erhaltung und Entwicklung des Talraumes der Drögen Eider mit halbnatürlichen und naturnahen Niedermoorlebensräumen im Talgrund und Naturwaldbeständen in den Hangbereichen; Einstellung der Entwässerung im Tal der Drögen Eider und zwischen dem Hochfeldersee und dem Bothkamper See; Naturwaldentwicklung; zumindest teilweise Wiederherstellung der alten Parkanlage des Gutes Bothkamp
MaßnahmenExtensivierung landwirtschaftlicher Nutzungen im Gesamtgebiet; Wiedervernässung der zahlreichen Senken im Moränenbereich; Einstellung von Entwässerungsmaßnahmen
Nr. 271 Dosenmoor und Umgebung
BestandGroßflächiges, teilabgetorftes und teilentwässertes Hochmoor in unterschiedlichen Degradations- und Regenerationsstadien; eingeschlossen sind Waldflächen im Norden und Niedermoorgrünlandflächen am Ostrand
EntwicklungszielRegeneration eines großflächigen atlantischen Hochmoores sowie Entwicklung eines Biotopkomplexes aus dem Hochmoor, Niedermoorlebensräumen insbesondere am Ostrand und Naturwald im Norden
MaßnahmenFortführung der Regenerationsmaßnahmen; Anhebung des Wasserstandes im östlichen Niederungsbereich;
Nr. 264 Landschaft um den Holtsee und Nettelsee
BestandSehr vielfältiger Landschaftsausschnitt in bewegter Moränenlandschaft mit zwei kleineren Seen; großes Biotopentwicklungspotenzial; typische Lebensräume sind Seen, Bruchwälder, Röhrichte und Moränenbuchenwälder
EntwicklungszielWiederherstellung der natürlichen Bodenwasserverhältnisse insbesondere im Tal der Nettelau und zur Herstellung einer Flachwasserfläche am Kieler Kamp; Schaffung eines vielfältigen Landschaftsausschnittes mit einem hohen Anteil der typischen Jungmoränenlebensräume
Nr. 265 Lanker See mit Kührener Teich und Probstenwerder
BestandSee des Schwentinesystem mit besonderer Vielfalt und Naturnähe der Ufer- und Verlandungszonen; reich an Buchten und Halbinseln; naturnaher, extensiv bewirtschafteter Fischteich; typische Lebensräume sind Teich- und Seewasserflächen, Röhrichte, Bruchwälder, artenreiches Feuchtgrünland und kleinere Moränenbuchenwälder
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Zustandes unter Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushaltes in der Senke zwischen dem Kührener Teich und dem Lanker See
MaßnahmenWasserwirtschaftliche Begutachtung der Wiedervernässungsmöglichkeiten in der Senke
Nr. 266 Stauchmoränen bei Sophienhof
BestandGeomorphologisch markanteste Stauchmoräne Schleswig-Holsteins einschließlich zweier kleinerer Seen und der Uferbereiche des Schaarsees, des Wielener Sees und des Trenter Sees; sehr vielfältige und in Teilen naturnahe Landschaft, typische Lebensräume sind eine der wertvollsten Feuchtwiesen Schleswig-Holsteins, naturnahe Moränenbuchenwälder und Bruchwälder, Bachschluchten, mageres Mineralgrünland, Röhrichte, Hochstaudenfluren und eutrophe Seen; hohes Entwicklungspotenzial unter anderem wegen kleinräumig wechselnden Standortverhältnissen
EntwicklungszielEntwicklung ungedüngter offener und halboffener Lebensräume im Wechsel mit naturnahen Waldflächen
MaßnahmenPflegemaßnahmen zur Erhaltung des Feuchtgrünlandes; Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushaltes; Umwandlung der Äcker in Grünland und anschließend düngerfreie Grünlandnutzung der Hänge nördlich der Feuchtgrünlandfläche in der Stauung
Nr. 267 Moränenlandschaft zwischen Rathjensdorf und Behler See
BestandBesonders abwechslungsreicher Ausschnitt der Moränenlandschaft nördlich der Plöner Seenplatte einschließlich großer Teile der Seeufer des Trammer Sees, des Schöh Sees und des Behler Sees sowie naturnaher Laubwälder auf unterschiedlichen Standorten, typische Lebensräume sind kleinere Seen (zum Beispiel Plußsee), Laubwälder, Quellen, Flutrasen-Grünland, Steilhänge und andere typische Biotope stark kuppiger Moränenlandschaften; besonders gute Entwicklungsmöglichkeiten für die aufgeführten Lebensräume; der südöstliche Teil des Gebiets ragt in das FFH-Gebiet 1828-392 hinein.
EntwicklungszielErhaltung naturnaher Seen; Erhaltung und Entwicklung vielfältiger naturnaher Seeufer; Vermeidung von Nährstoffeinträgen in die Gewässer; ungestörte Waldentwicklung; Entwicklung ungedüngter offener und halboffener Lebensräume im Bereich der Moränenkuppen; gemeinsame Konzeption mit Erholungsbelangen wird empfohlen
Nr. 268 Grebiner See, Schluensee und Schmarkau
BestandSchmarkau: Deutlich ausgeprägter, teilweise von kleinen Seen eingenommener Talzug mit extensiv genutztem Feuchtgrünland, Sümpfen, Röhrichten, Hochstaudenfluren, Bruchwäldern und dem nördlichen Uferbereich des Behler Sees; randlich Übergänge zu derzeit vorwiegend ackerbaulich genutzten, sandigen Hangflächen; hohe Dichte an unterschiedlichen naturnahen Kleinstrukturen; Grebiner See und Schluensee: siehe Informationen zu FFH-Gebiet 1828-302
EntwicklungszielSchmarkau: Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes und Entwicklung eines vielfältigen naturraumtypischen Biotopkomplexes im Talraum und an den Talrändern; Nutzungsaufgabe an den Hängen zur Entwicklung einer halboffenen Weidelandschaft; Grebiner See und Schluensee: siehe Informationen zu FFH 1828-302
MaßnahmenAufgabe des Schöpfwerkes in der Schmarkauniederung; Grebiner See und Schluensee: siehe Informationen zu FFH 1828-302
Nr. 269 Görnitzer See
BestandKleiner See mit typischer, kaum gestörter Verlandungszone
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Zustandes; Vermeidung von Nährstoffbelastungen
Nr. 270 Seen des mittleren Schwentinesystems und Umgebung (im Planungsraum II Plöner See, Suhrer See, Behler See und Schöhsee)
Bestand Entwicklungsziel Maßnahmen Siehe Informationen zu FFH-Gebiet 1828-392
Nr. 273 Ufer des Großen Plöner Sees zwischen Dersau und Nehmten
BestandRepräsentativer Ausschnitt der Stauchmoränenlandschaft am Südwestufer des Großen Plöner Sees; aufgrund der Topographie sehr abwechslungsreiche Landschaft mit vielen naturnahen kleinen Lebensräumen; typische Lebensräume sind Bruchwälder, Röhrichte, artenreiche Feuchtwiesen, Großseggenriede, trockenes Magergrünland, Feldgehölze und bewaldete Ufersäume
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung großflächiger ungedüngter offener und halboffener Lebensräume im Randbereich zum See mit den typischen Lebensräumen einer kuppigen, vielfach sandigen Moränenlandschaft
Nr. 306 Ostufer des Plöner Sees mit Bischofssee, Vierer See und Heidensee
BestandBesonders vielfältiger Landschaftsausschnitt mit naturnahen Seen, Verlandungszonen Erlenbruchwäldern, vergleichsweise extensiv genutzten Grünlandlebensräumen und von Wäldern, die überwiegend von Laubgehölzen geprägt sind
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vielfältigen naturnahen Biotopkomplexes mit naturnahen Seen und Uferbereichen typischer Zonation; Entwicklung ungedüngter Grünlandlebensräume und Entwicklung naturnaher, teils ungenutzter standortheimischer Laubwälder
MaßnahmenAufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung in den Uferzonen; extensive Nutzung des Grünlandes; ungestörte Entwicklung in Teilen der Waldbestände
Nr. 272 Rethwischholz/Hollenbeker Holz
BestandGroßflächiger, zum Teil naturnah bestockter Wald im Grenzbereich vom östlichen Hügelland zum Sander; standörtlich sehr vielfältig von wechselfeuchten Sanden bis zu lehmigen Bereichen; durchflossen von der Schwale; im südwestlichen Bereich Übergänge zu wechselfeuchten Grünlandflächen.
EntwicklungszielEntwicklung eines möglichst hohen Anteils unbeeinflusster Waldflächen auf verschiedenen Standorttypen und Entwicklung ungedüngter offener und halboffener Lebensräume mit natürlichem Bodenwasserhaushalt in den Waldrandbereichen
Nr. 130 Bornhöveder Seen
BestandSeenkette am Oberlauf der Alten Schwentine (Kührener Au). Naturnahe und abwechslungsreiche Uferbereiche des Bornhöveder Sees, des Schmalensees und des Belauer See sowie des benachbarten, langgestreckten Talraums um den Fuhlensee mit Hangwäldern. Typische Lebensräume sind verschiedene Verlandungsgesellschaften wie Röhrichtsäume, Erlen-Eschenbestände, Erlenbrüche, und artenreiche Feuchtwiesen, verschiedene Typen von Moränenbuchenwäldern und Quellen. Der Talraum der Alten Schwentine wird großteils von artenarmem Grünland eingenommen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Seen- und Niederungskomplexes in enger Verzahnung mit Wäldern der angrenzenden Moränenhänge; Renaturierung der Kührener Au; Entwicklung ungedüngter offener bis halboffener Lebensräume und unbeeinflusster Wälder.
MaßnahmenRenaturierung der Kührener Au; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen.
Nr. 131 Landschaft zwischen Stocksee und Plöner See
Bestand Nährstoffreicher See mit naturnaher Verlandungszone aus Röhrichten, Sumpf- und Bruchwäldern. Im Osten angrenzend, unter dem Seespiegel des Plöner Sees gelegen, geschöpfte Niederung der unteren Tensfelder Au/Scheider Au mit randlichen Erlenbrüchen und einem Hochmoor (Bredenbecker Moor); zwischen Stocksee und Tensfelder Au liegt ein Gebiet mit kleinräumigem Wechsel von trockenen bewaldeten oder als Grünland genutzten Kuppen und feuchten Senken; sehr abwechslungsreiches Gebiet mit hohem Entwicklungspotenzial. Typische Lebensräume sind Moränenbuchenwälder, Steilhangwälder, Stauden-Eschenwälder, Erlenbrüche, Birkenbrüche, Hochmoore, eutrophe Weiher, Bäche, Röhrichte und artenreiche Feuchtwiesen.
EntwicklungszielErhaltung eines landschaftlich reizvollen Seen-Wald-Niederungskomplexes mit ausgedehnten naturnahen Verlandungsbereichen in enger Verzahnung mit Wäldern, extensiv genutzten, teilweise ungenutzten Niederungsbereichen und naturnahem Fließgewässer; Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts in der Niederung der Tensfelder Au sowie in sonstigen Senken; Nutzungsaufgabe in den Hangwäldern und zumindest in Teilen des Waldes bei Hornsmühlen; Entwicklung von abwechslungsreichen, ungedüngten offenen bzw. halboffenen Lebensräumen im Randbereich des Stocksees; Hoch- und Niedermoorrenaturierung.
MaßnahmenRenaturierung der Tensfelder Au; Einstellung des Schöpfwerkbetriebes; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Schwentine
BestandBedeutendste Verbundachse im Landschaftsraum nördliches /östliches Hügelland, die allein im Kreis Plön 20 Schwerpunktbereiche miteinander verbindet; typische Lebensräume sind Fließgewässer, Seen und ihre Uferbereiche, Röhrichte, Bruchwälder, schaarliegende Seeufer und Hangwälder
EntwicklungszielErhaltung des Biotopbestandes und Erweiterung der naturnahen Flächen in den Uferbereichen; Entwicklung einer gemeinsamen Konzeption mit Erholung und Wassersport.
Alte Schwentine und Nettelau mit Schwerpunktbereich Nr. 274 Depenauer Moor
BestandLandesweit bedeutende Verbundachse von der Bornhöveder Seenkette Richtung Ostsee; Hauptverbindungselemente sind die Uferbereiche des Stolper Sees und des Postsees sowie das Tal der Alten Schwentine, das Zwischenmoor des Depenauer Moores, die abwechslungsreiche, sandige Landschaft südlich Kührener Brücke und die Niederung südlich des Postsees sowie der Drömlingsee mit seinen Hangwäldern; typische Lebensräume sind Röhrichte, Bruchwälder, Feuchtwiesen, Fließgewässer, verschiedene Typen von Moränenbuchenwäldern, Zwischenmoore, eutrophe Seen und Weiher.
EntwicklungszielWiederherstellung eines weitgehend unbeeinflussten Fließgewässers und seines Talraums; Wiedervernässung der Niedermoorbereiche; Nutzungsaufgabe in den Wäldern; in den Bereichen mit Mineralböden auch Entwicklung ungedüngter offener und halboffener Lebensräume.
Hagener Au und Uferbereiche des nördlichen Dobersdorfer Sees
BestandWichtigste Verbundachse in der westlichen Probstei; strukturreicher, zum Teil sehr naturnaher Bach überwiegend im Kastental; Uferbereiche des Passader Sees und des nördlichen Dobersdorfer Sees mit naturnahen Waldbeständen und zum Teil seltenen Grünlandgesellschaften; typische Lebensräume sind naturnahe Bäche, Bruchwälder, Erlen-Eschenwälder, trockene Hangwälder, Röhrichte und artenreiche Feuchtwiesen
EntwicklungszielWeitgehend unbeeinflusste Entwicklung des Talraums und der Bäche; kleinflächig auch Pflege des Feuchtgrünlandes; Herstellung einer offenen Verbindung zur Ostsee; naturnähere Gestaltung der Seeufer
MaßnahmenNutzungsaufgabe in den Waldflächen; Aufgabe/Rückbau der neuen Au unterhalb von Lutterbek; Reduzierung der Unterhaltungsmaßnahmen
Hohenfelder Mühlenau
BestandStrukturreicher, zum Teil sehr naturnaher Bach in überwiegend engem Talraum mit freiem Auslauf in die Ostsee; typische Lebensräume sind der Bach, Bruchwälder, Erlen-Eschenwälder und Röhrichte
EntwicklungszielWeitgehend unbeeinflusste Entwicklung des Talraums und des Baches; keine Regulierung des Auslaufes in die Ostsee
Eider zwischen Bissee und Bordesholm
EntwicklungszielEntwicklung von naturnahen und halbnatürlichen Auenlebensräumen im Bereich eines auch geomorphologisch bedeutsamen Bachtales