Windenergie Regionalplan III (2. Entwurf)

Auswertung
Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration
Für alle Planungsräume des Landes sollen die Ziele und Grundsätze der Raumordnung zur Steuerung der Errichtung raumbedeutsamer Windkraftanlagen neu aufgestellt werden.
In den Regionalplänen sollen daher zukünftig Vorranggebiete mit Ausschlusswirkung für die Windenergienutzung festgelegt werden. Der zweite Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans III besteht aus Text, Karte und Umweltbericht und basiert auf einem gesamträumlichen Plankonzept.

Kreise:
Dithmarschen
Steinburg
Pinneberg
Segeberg
Stormarn
Herzogtum Lauenburg
Ostholstein

Kreisfreie Stadt:
Hansestadt Lübeck

Beteiligung beendet

04.01.2019

Das Beteiligungsverfahren ist beendet und es können keine Stellungnahmen mehr abgegeben werden. Zurzeit werden alle Stellungnahmen ausgewertet. Das Ergebnis der Auswertung wird anschließend in Form von tabellarischen Synopsen dokumentiert und zum Download zur Verfügung gestellt.

Sie können an dieser Stelle Einsicht in die Karte des Verfahrens nehmen.

  • Kriterien am Ort abfragen
Legende

Ihr Ort wurde markiert

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Entscheidungskriterien

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Fehler

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Hinweise zur Karte Schließen

Beim ersten Aufrufen sehen Sie je nach Verfahrensart unterschiedliche Startkarten:

Zur Regionalplanung Windenergie sehen Sie die geplanten Vorranggebiete als gelbe Flächen. Dazugehörige Datenblätter erhalten Sie durch Klick auf die Flächen.

Beim Landschaftsrahmenplan sehen Sie die Hauptkarte 1 mit einer Vorauswahl naturschutzfachlicher Themen.

Beim Verfahren zur Fortschreibung des Landesentwicklungsplans sehen Sie die Hauptkarte mit ihren Festlegungen.

Bei Verfahren zur Neuaufstellung der Regionalpläne sehen Sie die Hauptkarte mit ihren Festlegungen zur Siedlungs-, Freiraum- und Infrastruktur innerhalb des ausgewählten Planungsraums.

Sie können ggf. die Funktion "Kriterien am Ort abfragen" nutzen und verschiedene Kartenebenen ein- oder ausblenden, um die Vorhaben nachvollziehen zu können.

Um zu den Vorhaben Stellung zu nehmen, wählen Sie links die entsprechende Funktion aus.

Sie können an dieser Stelle Einsicht in die Dokumente des Verfahrens nehmen.

Gesamträumliches Plankonzept zu dem zweiten Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans des Planungsraums III (Sachthema Windenergie)

Vor dem Hintergrund des gesetzlichen Auftrages aus § 18 a Abs. 1 LaplaG hat die Landesregierung bereits mehrfach deutlich gemacht, auch zukünftig die Windenergienutzung raumordnerisch steuern zu wollen und damit die baurechtliche Privilegierung der Windenergienutzung im Außenbereich unter den Planungsvorbehalt neuer Regionalplanung zu stellen und die Privilegierung von Windenergievorhaben gemäß § 35 BauGB durch eine Konzentrationsplanung in Form von Vorranggebieten mit Ausschlusswirkung zu ersetzen. Das Plankonzept bedeutet, dass innergebietlich auf Regionalplanebene bereits letztabgewogen der Vorrang der Windenergienutzung für jedes einzelne Gebiet festgelegt wird. Aus dem innergebietlichen Vorrang folgt die Rechtssicherheit, dass sich die Windenergienutzung gegenüber konkurrierenden Nutzungen durchsetzen kann. Gleichzeitig ist der Ausschluss von Windenergienutzung außerhalb der Windvorranggebiete nur über ein schlüssiges gesamträumliches Konzept auf regionalplanerischer Ebene zu rechtfertigen.

Textteil zu dem zweiten Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans des Planungsraums III (Sachthema Windenergie)

Mit der Teilaufstellung des Regionalplans III (Sachthema Windenergie) werden die Ziele und Grundsätze der Raumordnung hinsichtlich der raumordnerischen Steuerung der Windenergienutzung neu festgelegt. Der zweite Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans III basiert auf einem gesamträumlichen Plankonzept und besteht aus Text und Umweltbericht

Karte zu dem zweiten Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans des Planungsraums III (Sachthema Windenergie) - Vorranggebiete Windenergie und Vorranggebiete Repowering

Gemäß dem zweiten Entwurf zur Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplanes (LEP) 2010 Sachthema Windenergie Ziffer 3.5.2 Abs. 3 sind in den Regionalplänen Vorranggebiete mit der Wirkung von Eignungsgebieten für die Windenergienutzung (Vorranggebiete Windenergie) festzulegen. Zusätzlich zu den Vorranggebieten Windenergie sollen zur weiteren Konzentration und damit zur Entlastung des Landschaftsbildes sowie zur Effektivitätssteigerung Vorranggebiete für Repowering (Vorranggebiete Repowering) von Altanlagen außerhalb der Vorranggebiete Windenergie ausgewiesen werden.

Umweltbericht zu dem zweiten Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans des Planungsraums III (Sachthema Windenergie)

Bei der Aufstellung von Raumordnungsplänen ist nach § 9 ROG eine Umweltprüfung durchzuführen, in der die voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen des Raumordnungsplanes auf Menschen, einschließlich der menschlichen Gesundheit, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Kulturgüter und sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkung zwischen den vorgenannten Schutzgütern zu ermitteln sind. Diese sind in einem Umweltbericht frühzeitig zu beschreiben und zu bewerten. Der Umweltbericht ist Bestandteil der Begründung zu der Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplans und der Teilaufstellung der Regionalpläne.

Datenblätter der Abwägungsbereiche für Windenergienutzung zu dem zweiten Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans des Planungsraums III (Sachthema Windenergie)

Nach Abzug der harten und weichen Tabukriterien verbleiben Abwägungsbereiche für Windenergienutzung, die sogenannten Potenzialflächen. Auf Ihnen sind zumeist eine Vielzahl von Nutzungen gegeben, die zueinander in Beziehung gesetzt werden müssen. Die Abwägungskriterien, die im Einzelfall zu berücksichtigen sind, sind in den jeweiligen Datenblättern zu den einzelnen Potenzialflächen dokumentiert. Die Abwägungsentscheidung ist jeweils nachvollziehbar dargelegt. Die Datenblätter dokumentieren diesen Prozess.

Anlagen zum Umweltbericht zu dem zweiten Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans des Planungsraums III (Sachthema Windenergie)

FFH-Verträglichkeitsprüfungen

Hier sehen Sie die Stellungnahmen, die von Beteiligten zu diesem Verfahren eingereicht und zur Veröffentlichung freigegeben wurden, nachdem der Verfahrensträger dem zugestimmt hat.

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Stellungnahme #M3206

Verfasser: Bürger
Eingereicht am:
Mitgezeichnet von: 112

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration des Landes Schleswig-Holstein
Abteilung Landesplanung und ländliche Räume
z. Hd. Herrn ███████
Dösternbrooker Weg 92
24105 Kiel

██████ ██████████████
██████████ █
█████ ███ █████

Stellungnahme
Gegen die Ausweisung von Vonrangflächen auf dem Gebiet der Gemeinde 25776 Sankt Annen. 2. Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplanes Planungsraum 3/Windenergie v. 21.08.2018

Sehr geehrter Herr ███████,

hiermit spreche ich mich gegen die Ausweisung von Vorranggebieten / Windkraftausbau auf dem Gebiet der Gemeinde 25776 Sankt Annen aus.
Das im Naturschutzraum Eider-Treene-Sorge gelegene Niederungsgebiet ist aus natur- und tierschutzrechtlichen Gründen frei zu hatten vom Windkraftausbau. Niedriger Vogelzug, Großvögel, geschützte Hedermausarten sowie die Lage im Biotopverbundsystem zum Naturschutzgebiet „Lundener Niederung“ schließen einen Windkraftausbau hier aus. Das Kulturdenkmal Kirche Sankt Anna mit Kirchhof ist besonders zu berücksichtigen.
Sne Akzeptanz für den Windkraftausbau gibt es hier in Sankt Annen NICHT, die Gemeindemitglieder sprechen sich mehrheitlich aeaen den Windkraftausbau in Sankt\nnen aus.
Einen Windkraftausbau über Baugesetzbuch Paragraph 35, Abs. 5, lehne ich ab.

Mit freundlichen Grüßen

██ ██████████████

Stellungnahme #M3221

Verfasser: Bürger
Eingereicht am:
Mitgezeichnet von: 1

███ █████ █████████
███████████████████ ██
█████ ███████

Hamburg, den 12.12.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,


Ihre Entscheidung, die Flächen PR3_SEG_020 und PR3_SEG_021 weiterhin nicht für die Bebauung von Windkraftanlagen vorzusehen, befürworte ich sehr. Ich bin erfreut, dass Sie die Ausweisung trotz politischen Vorgaben (2% der Fläche Schleswig-Holsteins als Windeignungsgebiete) und wirtschaftlichen Druck der Windindustrielobby weiterhin ablehnen. Dies zeigt, dass Sie nicht leichtfertig beurteilt haben, sondern alle Abwägungskriterien, einschließlich der Stellungnahmen, sorgsam und objektiv geprüft haben.

Obwohl ich an den von mir vorgebrachten Sachargumenten festhalte (siehe Stellungnahme vom 22.06.2017 zum 1.Entwurf), gehe ich im Folgenden noch einmal auf die wichtigsten Abwägungskriterien ein. Desweiteren werde ich einige Punkte, die ich persönlich als äußerst kritisch erachte, ergänzen.
Beschreibung des Flächenverbundes:
Die gesamte Fläche ist umringt von FFH- und Landschaftsschutzgebieten und befindet sich im Naturpark Holsteinische Schweiz:
• nördlich: Landschaftsschutzgebiet Muggesfelder See, Nehmser See, Blunker See
• östlich: Landschaftsschutzgebiet Warder See und Börn See mit Umgebung mit direktem Übergang zum EU-Vogelschutzgebiet 2028-401 Wardersee
• südlich und westlich: Landschaftsschutzgebiet Travetal einschließlich FFH-Gebiet 2127-391 Travetal
• westlich: Verlauf der Brandsau mit anschließendem FFH-Gebiet 1927-301 Kiebitzholmer Moor, Trentmoor und Hamdorfer Düne.

Abwägungskriterien:

1.3
Krems II hat keinen nennenswerten Ortskern, stattdessen eine für Schleswig-Holstein typische kleinteilige Siedlungsstruktur. Der o. g. Flächenverbund würde einzelne Siedlungen unseres Ortes derart umzingeln, dass eine unzumutbare Riegelbildung entsteht. Windenergieanlagen mit ihrer immensen Höhe (z.Zt. von 230 m) haben eine bedrängende Wirkung, sodass es durch optische Belästigungen zu körperlichen und zu psychischen Beeinträchtigungen des Menschen kommen könnte.

2.1.1
Das Kriterium wurde im 2.Entwurf als gering bewertet, obwohl nicht ausgeschlossen ist, dass die zuletzt geplante DVOR-Anlage des Bundesluftfahrtministeriums doch in Seedorf gebaut wird. Zurzeit überarbeitet die Deutsche Flugsicherung GmbH ein bundesweites Luftraumkonzept, ob und wie das Flugverfahren basierend auf Flächennavigation, realisiert wird, ist offen.

2.2.1
Für den Kreis Segeberg ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, einschließlich der Tagesgäste aus den Metropolen Hamburg, Kiel und Lübeck. Der in die Natur eingebundene Kurort und die Fledermausmetropole Schleswig-Holsteins ziehen viele Urlauber an. Ein Besuchermagnet sind die kilometerlangen Fledermaus-Erlebnispfade (über 25 km) und die gut erschlossenen, zahlreichen Wander- und Radwege. Die Idylle an der alten Bahntrasse von Groß Rönnau nach Blunk wäre durch einen Windindustriepark völlig zerstört!
Neue Gutachten, z.B. von Eckernförde, belegen, dass immer häufiger Touristen Urlaubsziele ohne Windräder bevorzugen.

2.2.2
Das Kriterium wurde im 2.Entwurf fälschlich als gering bewertet, da Krems II durchaus ein Kernbereich für Tourismus und Erholung ist/wird. In Kremsll OTWarderbrück entsteht zurzeit ein Feriendorf mit 32 Holzhäusern (geplante Erstvermietung Ende 2018) Desweiteren werden in Krems II auf dem Seehof (Reitstall) Ferienwohnungen einschließlich Hofkaffee durch EU-Fördermittel der „Aktiv-Region Holsteins Herz“ erstellt und weitere EU-Fördermittel wurden für das Projekt „Erfassung und .Entwicklung touristischer Angebote im Naturpark Holsteinische Schweiz“ bereitgestellt. Mit diesem Vorhaben werden für Naherholungssuchende und Touristen neue Freizeit, Erholungs- und zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen.

2.2.3
Die Gemeinde Krems II, und somit auch die abgelehnte Potentialfläche liegt direkt am Wardersee mitten im Naturpark Holsteinische Schweiz.
Der Naturpark zeichnet sich durch die kleinräumig, strukturierte Hügellandschaft, die zahlreichen Seen und Fließgewässer, die, zahlreiche Buchen- und Mischwäldern und einer großen Anzahl an Flora und Fauna aus. Hiervon sind einige Arten bedroht, weshalb Teilbereiche wie oben erwähnt in Vogel- bzw. Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen wurden. Eine Ausweisung der Fläche für Windenergieanlagen widerspricht den Schutz- und Erhaltungszielen eines Naturparks. Gemäß der Definition für Naturparke in Schleswig- Holstein (§16LNatSchG) sollte die Gesamtfläche der abgelehnten Potentialfläche meiner Meinung nach als Naturpark ausgewiesen und das Kriterium als „hoch“ eingestuft werden.

3.1.1.
Die abgelehnte Potentialfläche liegt inmitten des Naturparks Holsteinische Schweiz mit einer einzigartigen Knicklandschaft mit Dauergrün- und Ackerflächen, die als Nahrungs- und Lebensraum zahlreicher zum Teil geschützter Arten dient und sollte somit auch in dem Kriterium Querungshilfen und damit verbundene Korridore berücksichtigt werden.

3.1.2
Die abgelehnte Potentialfläche weist eine, nur noch selten in Schleswig-Holstein vorkommende, kleinteiligen Knickstruktur von hoher ökologischer Wertigkeit auf, die in das Biotopverbundsystem eingebettet und zu Recht im Landschaftsrahmenplan als historische Kulturlandschaft bezeichnet wird, (zusammenhängend ca. 50 km / auf ca. 620 ha) Diese sollte folglich als nationales Naturerbe als schützenswert eingestuft werden.

3.1.3.
Das gesamte Gebiet, indem auch die abgelehnte Potentialfläche liegt, umfasst großräumig Binnenseen, Flüsse, Bäche, Biotope und Überschwemmungsgebiete. Hier würden WKA's die Verbundachsen für die beheimateten Tierarten zerstören. Dieses Abwägungskriterium ist neu zu bewerten. Zu Landschaftsschutzgebieten kann man im Umweltbericht folgendes lesen: Die Untere Naturschutzbehörde hat mitgeteilt, dass die überwiegende Zahl der LSG- Verordnungen im Kreis Segeberg als ungültig bzw. rechtswidrig einzustufen ist. Die dazu führenden Fehler konnten (noch) nicht behoben werden, so dass sich im Kreis Segeberg derzeit nur sehr wenige LSG befinden. Aus diesem Grund müssen insbesondere konkrete Anmerkungen von Bürgern zu bestimmten Flächen und deren Schutzwürdigkeit und Bedeutung für die beheimatete Tierwelt Berücksichtigung finden, denn es kann Stand jetzt nicht ausgeschlossen werden, dass auch die o.g. Fläche als Landschaftsschutzgebiet deklariert werden müsste.

3.2.2.
Für den überregionalen Vogelzug hat unsere gesamte Region eine große Bedeutung. Es ist zu vermuten, dass die falsche Bewertung dieses Abwägungskriteriums (gering) entstanden ist, da die Beobachtungen natürlich stark je Beobachtungszeitpunkt schwanken.
Eine Ausweisung dieser Flächen würde ein hohes Konfliktrisiko darstellen und die Zuglinien durchbrechen. Die abgelehnte Potentialfläche durchqueren Silberreiher, Kraniche, Schwäne, hunderte von Gänsen, Graureiher, Stock- und Reiherenten und rasten auf dieser. Die Beobachtungen zahlreicher Einwohner sind durch Fotos und Meldungen bei ornitho belegt. Dies Abwägungskriterium muss neu eingestuft werden.

3.2.3.
Die Bewertung des Abwägungskriteriums weist hier zu Recht ein hohes Konfliktrisiko aus. Die abgelehnte Potentialfläche ist als Flug- und Jagdrevier stark von Seeadlern, Bussarden, Störchen frequentiert. Auch wenn das EU-Vogelschutzgebiet Wardersee 2028-401 zurzeit nur für den östlichen Teil ausgewiesen ist, sind die Großvögel ebenfalls im näheren Umfeld beheimatet. Sie richten sich weder nach fiktiven Radien noch nach Grenzen, sondern benötigen entsprechende Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen ihrer Lebensräume. Hervorgerufen durch Störungen, wie z.B. durch Windenergieparks, reagiert der sensible Seeadler mit Brutabbruch. Hier sollte das Helgoländer Papier als Richtlinie greifen.

3.2.4.
Die Bewertung des Abwägungskriteriums weist hier kein Konfliktrisiko aus. Dies ist erstaunlich, da Rotmilane, Falken, Störche aus dem näheren Umfeld gerade das funktionale Wirkungsgefüge, die intakte Knicklandschaft, die Dauergrünflächen mit den kleinteiligen Ackerflächen, als Nahrungshabitat nutzen. Ob ein Großvogelpaar in einem Radius von 1.5/1 km zu dieser Fläche seinen Nistplatz eingerichtet hat, sei dahingestellt. Zum Schutz der Tiere sollten Angaben zu Niststandorte meiner Meinung nach auch nicht mehr an die Öffentlichkeit geraten. Nach der bewiesenen Vergiftung einer Rotmilan-Familie in unserer Nachbargemeinde, frage ich mich, ob das der Preis für die erneuerbare Energiegewinnung ist.

3.2.6.
Auch dieses Kriterium sollte, analog zu 3.2.2, neu bewertet werden, da der Beobachtungszeitpunkt wieder absolut maßgeblich ist. Das gesamte Umland der Trave, der Brandsau, des Blunkerbachs, der Seen (Wardersee, Börnsee.Blunkersee), und somit auch die o.g. Flächen, werden von diversen Arten der Gattungen der Gänse und Schwäne als Rast- und Nahrungshabitat aufgesucht. Die Graugänse machen in der Tat mit riesigen Schwärmen (mehrere hundert Tiere/ein faszinierendes Schauspiel, akustisch und optisch) den größten Teil aus und sind meiner Meinung nach ebenfalls schützenswert.
(Wappenvogel von Krems II)

5.1
Eine der ältesten Kirchengründungen im Kreis Segeberg ist die Feldsteinkirche in Warder. (um 1200). Dieses historisch bedeutsame Ortsbild am Wardersee würde durch die optisch dominante Silhouette der riesigen Windräder enorm beeinträchtigt. Schutzwürdig sind nicht nur die Kulturdenkmale sondern auch dessen Umgebung.

5.12
Gemäß aller vorherigen Argumente und gemäß der Definition für Naturparke in Schleswig- Holstein (§16LNatSchG) sollte die Gesamtfläche von 113,9 ha auch im Kriterium „in Verbindung mit Naturparken“ eingetragen werden, um die Schutz- und Erhaltungszielen gewährleisten zu können.

5.5
Die o.g. abgelehnte Potentialfläche liegt in unmittelbarer Nähe eines Hügelgrabes in der Gemeinde Groß Rönnau, das auf eine vorgeschichtliche Besiedelung dieser Region hindeutet und schützenswert ist.

Abschließend möchte ich noch einige Punkte anführen.

• Ich halte es für äußerst fragwürdig, dass der Fledermausschutz als Kriterium im 2.Entwurf komplett entfallen ist. Unfassbar, dass der Schutz der schlaggefährdeten Tiere im Umfeld der Kalkberghöhlen Bad Segeberg (bedeutendstes Winterquartier Nordeuropas mit zahlreich gefährdeten Arten) komplett außer Acht gelassen wird, trotz aktuellem A20-Gerichtsurteil (Kein Weiterbau aufgrund Verfahrensfehlern beim Naturschutz, insbesondere Fledermausschutz) und neuen Forschungsergebnissen, dass Fledermäuse sich durch das Licht der WKA's angezogen fühlen.
• In Krems II haben wir keine zentrale, öffentliche Trinkwasserversorgung, sondern jeder Haushalt muss einen eigenen Brunnen betreiben. Durch die riesigen Gründungsbauteile der WKA's werden die geologischen Trennschichten zerstört, sodass Schadstoffe in tiefere, wasserführende Schichten gelangen. So hätte ich im angenommenen Horrorszenario Windindustriepark den Wertverlust meiner Immobilie und die mögliche Verunreinigung meines Trinkwassers zu beklagen
• Desweiteren bin ich sehr besorgt, dass immer noch ein deutlicher Mangel an umweltmedizinisch ausgerichteten Studienergebnissen zu dem Themen Infraschall und tieffrequenter Schall besteht. Die potentiellen Gesundheitsgefahren machen mir Angst.

Mit freundlichen Grüßen
███ █████ █████████

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