Planungs­dokumente: Entwurf Landschaftsrahmenplan für den Planungsraum III - Online-Beteiligungsverfahren

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Inhaltsverzeichnis

Band 1

1.6. Sozio-ökonomische Situation

Der Planungsraum umfasst die kreisfreie Stadt Lübeck, die Kreise Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein mit ihren insgesamt 597 Städten, Gemeinden und gemeindefreien Gebieten sowie die der Nord- und Ostseeküste vorgelagerten Bereiche. Der Planungsraum wird begrenzt im Süden durch die Elbe bzw. das Stadtgebiet der Freien und Hansestadt Hamburg, im Westen durch die Nordsee bis zur Zwölf- Seemeilen-Grenze einschließlich der Zwölf-Seemeilen-Zone mit der Insel Helgoland, im Osten durch die Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern bzw. die Ostsee sowie im Norden durch den Grenzverlauf zum Planungsraum I (Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg) und zum Planungsraum II (Kreise Plön, Rendsburg-Eckernförde und die Stadt Neumünster). Die Gesamtfläche des Planungsraumes (Landfläche) beträgt 8.129 km2 (Statistisches Jahrbuch Schleswig-Holstein 2016/ 2017). Somit nimmt der Planungsraum ungefähr die Hälfte der Landesfläche Schleswig-Holsteins ein. Hinzu kommen noch die Flächen der angrenzenden Küstengewässer der Nord- und Ostsee sowie Teile der Elbe.

Tabelle 2: Bevölkerung am 31. Dezember 2015 (Statistisches Jahrbuch Schleswig-Holstein 2016/2017 des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein)

Kreis/ kreisfreie StadtEinwohner, gesamtEinwohner pro km²
Kreis Dithmarschen132.91793
Kreis Steinburg131.457124
Kreis Pinneberg307.471463
Kreis Segeberg267.503199
Kreis Stormarn239.614313
Kreis Herzogtum Lauenburg192.999153
Kreis Ostholstein199.574143
kreisfreie Stadt Lübeck216.2531010
Planungsraum III, gesamt1.687.788208
Schleswig-Holstein2.858.714181

Am 31. Dezember 2015 wohnten 1.687.788 Menschen im Planungsraum (siehe Tabelle 2: Bevölkerung am 31. Dezember 2015). In den Seebädern der Nord- und Ostsee sowie den Erholungsorten kommen insbesondere in den Sommermonaten zahlreiche Urlaubsgäste hinzu und erhöhen so die Bevölkerungszahlen temporär.

Die Einwohnerdichte ist im Planungsraum sehr unterschiedlich. Während der westliche Teil mit 93

Einwohnern pro km² im Kreis Dithmarschen und 124 Einwohnern pro km² im Kreis Steinburg deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 181 Einwohnern pro km² liegt, weisen die Hamburg-Umland-Kreise – zum Beispiel der Kreis Pinneberg mit 463 und der Kreis Stormarn mit 313 Einwohnern pro km² -  und insbesondere die kreisfreie Stadt Lübeck mit 1.010 Einwohnern pro km² deutlich höhere Bevölkerungsdichten auf.

Tabelle 3: Bodenfläche am 31. Dezember 2015 nach Art der tatsächlichen Nutzung (Statistisches Jahrbuch Schleswig-Holstein 2016/ 2017 des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein, Berechnung in Prozent MELUND)

Kreis/ kreisfreie Stadt Boden-fläche ins-gesamtGebäude und FreiflächeBetriebs-flächeVerkehrs-flächeErholungs-flächeFlächen anderer NutzungWasser-flächeWald-flächeLand-wirtschafts-fläche
% Gesamt-fläche% Gesamt-fläche
Ha
Dithmar-schen142.8138.6765545.8107785.8987.0545.336 3,7 %108.707 76,1 %
Steinburg105.6156.5576844.0616998166.3489.878 9,4 %76.572 72,5 %
Pinneberg66.4258.6735113.7341.5421.0314.0605.892 8,9 %40.982 61,7 %
Segeberg134.4419.8901.1616.0671.6487932.62023.509 17,5 %88.754 66,0 %
Stormarn76.6297.7605514.0911.2465231.25610.492 13,7 %50.710 66,2 %
Herzogtum Lauenburg126.2987.5827415.2941.1313615.42032.617 25,8 %73.152 57,9 %
Ost-holstein139.2598.5535895.2042.2102.0206.20914.157 10,2 %100.317 72,0 %
Lübeck21.4214.5071702.0131.1824183.0863.090 14,4 %6.953 32,5 %
Planungs-raum III812.90162.1984.96136.27410.43611.86036.053104.971 12,9 %546.147 67,2 %
Schleswig-Holstein1.580.300110.7098.92969.93517.81924.22880.593167.229 10,6 %1.100.858 69,7 %

Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen liegt im Kreis Dithmarschen mit 76,1 Prozent, im Kreis Steinburg mit 72,5 Prozent und im Kreis Ostholstein mit 72,0 Prozent am höchsten im Planungsraum und über dem Landesdurchschnitt von 69,7 Prozent. In dem urbaner geprägten Hamburg-Umland-Kreisen liegt der Anteil der Landwirtschaftsflächen zum Teil deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Tendenziell umgekehrt verhält es sich mit den Anteilen der Waldfläche: 3,7 Prozent Flächenanteil im Kreis Dithmarschen, 9,4 Prozent im Kreis Steinburg und 8,9 Prozent im Kreis Pinneberg. Der Waldanteil liegt in diesen Kreisen bedingt durch die weitgehend waldfreie Marsch zum Teil deutlich unter dem Landesdurchschnitt von etwa 10,6 Prozent. Im östlichen Teil des Planungsraumes erreicht der Waldanteil mit 25,8 Prozent im Kreis Herzogtum Lauenburg den höchsten Wert in Schleswig-Holstein (siehe Kapitel 2.2.3: Forstwirtschaft).

Tabelle 4: Erwerbstätige im Jahr 2014 nach Wirtschaftsbereichen (in Prozent) (Statistisches Jahrbuch Schleswig-Holstein 2016/2017 des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein)

Kreis, kreisfreie StadtLand- und Forstwirtschaft, FischereiProduzierendes GewerbeHandel, Gastgewerbe und VerkehrÜbrige Dienstleistungen
Dithmarschen6,022,127,943,9
Steinburg5,024,521,648,9
Pinneberg2,825,531,340,4
Segeberg2,323,630,443,8
Stormarn1,624,833,040,6
Herzogtum Lauenburg3,322,226,947,7
Ostholstein3,116,331,349,3
Hansestadt Lübeck0,217,827,154,8
Planungsraum III3,022,128,746,2
Schleswig-Holstein 2,619,528,849,1

Der Anteil der Erwerbstätigen in den Wirtschaftsbereichen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei lag 2015 in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg mit 6,0 Prozent beziehungsweise 5,0 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt von 2,6 Prozent. Im übrigen Planungsraum – insbesondere den urban geprägten Bereichen - liegt dieser Anteil der Erwerbstätigen unter dem Landesdurchschnitt. Die Verteilung der Erwerbstätigen für die übrigen Wirtschaftsbereiche ergibt sich aus Tabelle 4: Erwerbstätige im Jahr 2014 nach Wirtschaftsbereichen (in Prozent).

Der Planungsraum wird nach raumordnerischen Kriterien sehr unterschiedlich eingestuft (siehe Landesentwicklungsplan und Regionalplan). Nachfolgende Aussagen sind für den Landschaftsrahmenplan besonders bedeutsam.

Der südliche Teil des Planungsraumes wird von einem auf die Städte Hamburg und Lübeck bezogenen und im Landesentwicklungsplan festgelegten Ordnungsraum eingenommen. Die darin an die

beiden Oberzentren angrenzenden Gemeinden sind meist als Verdichtungsraum gekennzeichnet. Im Norden, Osten und Westen des Planungsraumes schließen sich an den Ordnungsraum ländliche Räume an. Darin sind den Mittelzentren Heide, Brunsbüttel, Itzehoe, Neumünster, Bad Segeberg, Mölln und Eutin sowie den Unterzentren mit Teilfunktionen von Mittelzentren Ratzeburg und Neustadt i.H. gemäß Landesentwicklungsplan Stadt- und Umlandbereiche zugeordnet, die baulich stärker verdichtet sind.

Nach den landesplanerischen Zielsetzungen soll sich die weitere Entwicklung im Ordnungsraum von Hamburg im Rahmen des bewährten Siedlungsachsenkonzeptes vollziehen. Ziel ist eine geordnete Entwicklung des Raumes durch eine systematische Tiefengliederung des baulichen und wirtschaftlichen Geschehens entlang definierter Achsen. Die von Hamburg aus strahlenförmig in den Planungsraum verlaufenden Achsen sind durch folgende innere und äußere Schwerpunkte gekennzeichnet:

Achse Halstenbek - Elmshorn

Hamburg/ Eidelstedt - Halstenbek - Pinneberg - Uetersen/ Tornesch – Elmshorn

Achse Norderstedt - Kaltenkirchen

Hamburg/ Langenhorn - Norderstedt/ Garstedt - Norderstedt/ Mitte -Quickborn - Henstedt/ Ulzburg - Kaltenkirchen

Achse Ahrensburg - Bad Oldesloe

Hamburg/ Wandsbek - Ahrensburg-Großhansdorf - Bargteheide - Bad Oldesloe

Achse Reinbek - Schwarzenbek

Hamburg/ Bergedorf - Reinbek - Schwarzenbek

Achse Wentorf bei Hamburg - Geesthacht Hamburg/ Bergedorf - Wentorf bei Hamburg - Geesthacht

In Fortsetzung der auf Hamburg bezogenen innerstädtischen Achsen bestehen die Achsenräume: Wedel und Glinde/ Oststeinbek. Die siedlungsmäßige und wirtschaftliche Entwicklung im Ordnungsraum um Lübeck soll sich im Bereich des Planungsraumes in den Siedlungsgebieten folgender Achsenräume vollziehen:

Achse Lübeck-Reinfeld

Siedlungsflächen des Oberzentrums einschließlich Travemünde, Teilgebiete Bad Schwartaus, Stockelsdorfs und Ratekaus (Ortsteil Sereetz)

Achse Lübeck-Ratekau (Ortsteile Ratekau, Techau, Pansdorf, Luschendorf)

Die Räume zwischen den Achsen sollen grundsätzlich in ihrer landschaftlich betonten Struktur erhalten bleiben. Sie sollen in ihrer Funktion als Lebensraum der dort lebenden Menschen, aber auch als Räume für die Land- und Forstwirtschaft, Naherholung und den Ressourcenschutz sowie als ökologische Funktions- und Ausgleichsräume gesichert werden.

Gemäß § 24 LaPlaG in Verbindung mit der Verordnung zum Zentralörtlichen System vom 8. September 2009, geändert durch Verordnung vom 29. August  sind im Planungsraum folgende Zentrale Orte und Stadtrandkerne festgelegt worden:

Oberzentrum Hansestadt Lübeck

Mittelzentren

Bad Oldesloe, Bad Segeberg/ Wahlstedt, Brunsbüttel, Elmshorn, Eutin, Heide, Itzehoe, Kaltenkirchen, Mölln

Mittelzentren im Verdichtungsraum

Ahrensburg, Geesthacht, Norderstedt, Pinneberg, Reinbek/ Glinde/ Wentorf b.H., Wedel

Unterzentren mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums Meldorf, Neustadt i.H., Oldenburg i.H., Ratzeburg

Unterzentren

Albersdorf, Bad Bramstedt, Bargteheide, Barmstedt, Bornhöved/ Trappenkamp, Burg (Dithmarschen), Büchen, Büsum, Fehmarn, Glückstadt, Heiligenhafen, Kellinghusen, Lauenburg/ Elbe, Lensahn, Marne, Reinfeld (Holstein), Schwarzenbek, Timmendorfer Strand/ Scharbeutz, Trittau, Uetersen, Wilster

Stadtrandkerne I. Ordnung Bad Schwartau, Henstedt-Ulzburg, Lübeck - Moisling, Lübeck - Travemünde, Norderstedt - Garstedt und Quickborn

Stadtrandkerne II. Ordnung Barsbüttel, Großhansdorf, Halstenbek, Lübeck - Kücknitz, Malente, Ratekau, Schenefeld, Stockelsdorf, Tornesch

Ländliche Zentralorte Ahrensbök, Berkenthin, Grömitz, Grube, Hennstedt, Hohenlockstedt, Horst (Holstein), Krempe, Leetzen, Lunden, Nahe/ Itzstedt, Sandesneben, St. Michaelisdonn, Schenefeld, Schönwalde a.B., Tellingstedt, Wacken, Wesselburen.

Die Zentralen Orte und Stadtrandkerne sind im Landesentwicklungsplan und im Regionalplan dargestellt.

Die Zentralen Orte und Stadtrandkerne sind Schwerpunkte der überörtlichen Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen sowie der wohnbaulichen und gewerblichen Entwicklung und sichern die dezentrale Konzentration der Siedlungsstruktur. Das Zentralörtliche System unterstützt die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Versorgungseinrichtungen und stellt sicher, dass für alle Menschen in zumutbarer Entfernung überörtliche Versorgungseinrichtunger

n erreichbar sind.

Im Landesentwicklungsplan sind entlang folgender überregionaler Verkehrswege im Planungsraum Landesentwicklungsachsen festgelegt:

  • von Hamburg entlang der Bundesautobahn 23/ Bundesstraße 5
  • von Hamburg entlang der Bundesautobahn 7
  • von der Bundesautobahn 1 bei Bargteheide entlang der Bundesautobahn 21
  • von Hamburg entlang der Bundesautobahn 1
  • von Lübeck entlang der Bundesautobahn 20

Die Landesentwicklungsachsen sollen zur Verbesserung der räumlichen Standortbedingungen sowie zur Stärkung der Verflechtungsstrukturen im Land beitragen. Sie sollen unter anderem Orientierungspunkte für potentielle gewerbliche Standorte von überregionaler Bedeutung sein.

In der Abbildung 26: Raum- und Verkehrsinfrastruktur sind die Zentralen Orte und die Landesentwicklungsachsen dargestellt.

Die Regionalentwicklung ist in starkem Maße auf die Entwicklung der eigenen regionalen Kräfte angewiesen. Damit sind ungenutzte Potenziale und Kapazitäten sowie wirtschaftliche, kulturelle und soziale Innovationen im Allgemeinen gemeint. Die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Tourismus zeigt bereits heute, dass der Schutz und eine nachhaltige Nutzung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft als Standortfaktoren oder als Image der Region eine wichtige Rolle spielen.

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist in Teilgebieten der Abbau oberflächennaher Rohstoffe in Form der Kies- und Sandgewinnung (Kapitel 2.2.6: Rohstoffgewinnung). Dieser hat zugleich erhebliche Auswirkungen auf den Naturhaushalt und das Landschaftsbild und sollte deshalb bereits auf übergeordneter Ebene sorgsam geplant werden.

Beispiele für regionale Zusammenarbeit

Metropolregion Hamburg Die Metropolregion Hamburg (MRH) ist eine von 11 Metropolregionen in Deutschland und eine wichtige norddeutsche Plattform für die Kooperation von Ländern, (Land-) Kreisen, Städten und Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein zusammen mit Wirtschaft und Sozialpartnern.

Seit 2012 gehört der gesamte Planungsraum sowie die Stadt Neumünster zur MRH. Basis zur Umsetzung der gemeinsamen Ziele und zur Definition der Rahmenbedingungen ist der Strategische Handlungsrahmen 2017 – 2020. Dieser entfaltet keine rechtliche Verbindlichkeit gegenüber öffentlichen Planungsträgern und Bürgern. Neben Handlungsstrategien enthält es jedoch auch konkrete Projekte. Verschiedene Akteure der Regionen wie Verbände, Kammern, Gewerkschaften und Vertreter/innen der Landesparlamente werden mit in die Planungen und Umsetzungsprozesse einbezogen.

Als Beispiel ist das seit Mitte 2016 bis Mitte 2019 laufende Leitprojekt zur Entwicklung eines Biotopverbundes für die gesamte Metropolregion zu nennen. Dieses besteht aus vier Teilprojekten:

  • Biotope verbinden und erleben im Regionalpark Wedeler Au,
  • Gewässerkorridore als Erlebnis- und Lebensräume,
  • das Grüne Metropolnetz - Umsetzung des terrestrischen Biotopverbundes an Schlüsselstellen in der nördlichen Metropolregion Hamburg und
  • Entwicklung des Grünen Bandes in der Metropolregion Hamburg.

AktivRegionen

Seit der EU-Förderperiode 2007 - 2013 wird der LEADER-Ansatz in Schleswig-Holstein flächendeckend über die sogenannten „AktivRegionen“ umgesetzt.

In dem betrachteten Planungsraum gibt es 13 AktivRegionen:

  • Eider-Treene-Sorge,
  • Dithmarschen,
  • Steinburg,
  • Holsteiner Auenland,
  • Holsteins Herz,
  • Schwentine-Holsteinische Schweiz,
  • Wagrien-Fehmarn,
  • Innere Lübecker Bucht,
  • Herzogtum Lauenburg Nord,
  • Sachsenwald-Elbe,
  • Pinneberger Marsch & Geest,
  • Alsterland und
  • Sieker Land Sachsenwald.

Zusammen mit den jeweiligen Akteuren vor Ort wurden von jeder AktivRegion integrierte Entwicklungsstrategien (IES) erarbeitet. Diese enthalten Ansätze und Projektvorschläge für verschiedene Handlungsfelder.

Für die Umsetzung von LEADER wurden zudem vier strategische Zielsetzungen als Schwerpunkte definiert:

  • Klimawandel & Energie (verpflichtend),
  • nachhaltige Daseinsvorsorge (optional),
  • Wachstum & Innovation (optional) sowie
  • Bildung (optional).

Um innerhalb der vier Schwerpunkte wirkungsvoll agieren und auch um messbare Ziele nachweisen zu können, bedarf es unterhalb der Schwerpunkte einer Fokussierung auf einige wenige (vier bis acht) Kernthemen, die je nach den regionsspezifischen Bedürfnissen von den LAGn erarbeitet und festgelegt werden. Die Genehmigung der IES erfolgte mit Wirkung zum 01.01.2015. Eine Übersichtskarte der AktivRegionen ist im Internet unter http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/A/aktivregion/Downloads/KarteAktivRegion.pdf?__blob=publicationFile&v=3 zu finden.

2. Grundlagen

2.1. Schutzgüter

Die im Folgenden aufgeführten Schutzgüter leiten sich aus der EU-Richtlinie über die Umweltverträglichkeit (UVP-RL 1985) bzw. aus dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung ab (UVPG). Die Schutzgüter umfassen Boden, Wasser, Luft, biologische Vielfalt, Landschaft und Kulturgüter sowie Klima und das Schutzgut Fläche. Des Weiteren wurden die Aspekte Licht und Lärm aufgenommen.