Planungs­dokumente: Entwurf Landschaftsrahmenplan für den Planungsraum III - Online-Beteiligungsverfahren

Band 2 Test Natura LSG-Liste

1.2. Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Das Wattenmeer ist eine beeindruckende offene Landschaft aus verschiedenen Lebensräumen wie Salzwiesen, Stränden, Watten, Prielen und Sänden. Sie ist vom Gezeitenwechsel geprägt und beherbergt eine ganz spezielle Artenvielfalt von kleinsten Planktonorganismen über Arthropoden, Muscheln, Krebse und Fische bis hin zu Robben und Schweinswalen sowie zahlreichen Brut- und Rastvögeln.

Der Tidebereich umfasst die Wattflächen und die zwischen ihnen liegenden Priele und Wattströme und wird gegen die Nordsee durch eine gedachte Linie zwischen den Enden der Inseln abgegrenzt. Bei Niedrigwasser machen die Wattflächen etwa zwei Drittel des Tidebereiches aus. Aufgrund des täglichen Gezeitenwechsels und der offenen Verbindung zur Nordsee ist er von einer hohen Dynamik charakterisiert. Insbesondere das Eulitoral ist natürlichen Einflüssen wie Eiswintern, heftigen Stürmen und extremen Veränderungen der Temperaturen ausgesetzt, was eine entsprechend angepasste Fauna und Flora zur Folge hat.

Herausragendes Merkmal des Wattenmeeres ist seine hohe Produktivität, die der Hauptgrund dafür ist, dass es ein bedeutendes Gebiet für die Nordseefische („Kinderstube“) und unverzichtbar für die große Zahl von Brut- und Gastvögeln ist, die das Wattenmeer als Nahrungsrevier nutzen.

Seegraswiesen

Seegraswiesen sind meist in der mittleren und oberen Gezeitenzone entlang der Leeseite von Inseln und hohen Sandbänken sowie an geschützten Bereichen der Festlandsküste zu finden. Die vorherrschende Dynamik dürfte einen wesentlichen Begrenzungsfaktor für das Vorkommen von Seegras darstellen.

Seegraswiesen lassen sich durch Befliegungen bei Niedrigwasser in den Sommermonaten erkennen. Vom Spätherbst bis ins Frühjahr verbleiben nur die Rhizome im Wattboden. Die Kartierungen der letzten Jahre haben ergeben, dass im nordfriesischen Bereich die Bestände stabil sind oder in einigen Bereichen sogar zunehmen. Im schleswig-holsteinischen Teil finden sich die größten Seegrasvorkommen des gesamten trilateralen Wattenmeeres.

Salzwiesen

Salzwiesen bilden die hochgelegenen Teile des Eulitorals und des Supralitorals – der Schnittstelle zwischen Land und Meer – und unterliegen in erheblichem Umfang geomorphologischen, physikalischen und biologischen Prozessen. Grundsätzlich nimmt die Diversität von der Pionierzone bis hin zur selten überfluteten oberen Salzwiese zu. Die typischen Salzwiesenpflanzen sind entweder an die Salinität angepasst oder regulieren den Salzgehalt in ihren Zellen.

Salzwiesen bieten einen Lebensraum für eine breite Palette von Organismen. Die größte Artenvielfalt in Salzwiesen ist in der Wirbellosenfauna zu finden, von denen eine erhebliche Anzahl auf diesen Lebensraum beschränkt ist. Ebenso sind die Salzwiesen bedeutende und unersetzliche Rast-, Brut- und Nahrungsplätze für zahlreiche Vogelarten, die typisch für das Wattenmeer sind. Auch können natürliche Salzwiesen mit ihren Prielen und Blänken als Laich- und Aufwuchsgebiete für Fische von Bedeutung sein.

In den letzten Jahren ist im Ergebnis umfassender Kartierungen festgestellt worden, dass es im Bereich des Festlandes, insbesondere im Dithmarscher Raum, kontinuierlich zu einem natürlichen Zuwachs von Salzwiesen gekommen ist.

Strände und Dünen

Strände und Küstendünen bilden gemeinsam ein morphogenetisches Biotopsystem. Der von den trockenen Strandteilen landeinwärts gewehte Sand fängt sich in verschiedenen Pionierpflanzen und lagert sich ab. Im Wattenmeer ist die wichtigste dünenbildende Art der Gewöhnliche Strandhafer (Ammophila arenaria). Dieser ist in der Lage, mit dem sich ansammelnden Sand nach oben zu wachsen.

Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer finden sich ausgedehnte Strandbereiche am Festland vor Westerhever und Sankt Peter-Ording. Dünenlandschaften sind am Festland nur in Sankt Peter-Ording anzutreffen. Von herausragendem ökologischem Wert sind zudem die großen Sände im Nationalpark wie Süderoogsand, Norderoogsand und Japsand sowie die Sandinsel Trischen, deren Entwicklung einer natürlichen Dynamik folgt.

Ökologisch sind Strände und Dünen mit den anderen Lebensräumen verknüpft, nicht nur durch Sandtransport, sondern insbesondere auch durch Vögel, die auf Strände und Dünen als wichtige Lebensräume zur Nahrungssuche, zum Brüten und zum Rasten angewiesen sind.

Den Wellen ausgesetzt zu sein hat eine stark beeinträchtigende Wirkung auf die benthische Makrofauna. Die kleinere und hochgradig vielfältige Interstitialfauna (Sandlückenfauna) der Sandstrände ist gegen die physikalischen Extreme der Strandumwelt dadurch einigermaßen geschützt, dass sie während des gesamten Gezeitenzyklus‘ weit unter der Oberfläche lebt. Im Gegensatz zum Watt üben diese Organismen nur eine geringe Wirkung auf ihren Lebensraum aus. Die physikalischen Faktoren sind vielmehr bestimmend.

Avifauna

Das Wattenmeer ist nicht nur ein bedeutendes Brutgebiet für Limikolen, Möwen und Seeschwalben, sondern auch ein unersetzliches Rastgebiet für rund zehn bis12 Millionen Wat- und Wasservögel. Für diese ist es das wichtigste Rast- und Überwinterungsgebiet auf dem Frühlings- und Herbstzug zwischen ihren arktischen Brutgebieten und den Winterquartieren in Westeuropa, am Mittelmeer und in Westafrika. So rastet beispielsweise fast die gesamte Population des sibirischen Knutts (Calidris canutus canutus) im Dithmarscher Wattenmeer. Arten wie Trauerente (Melanitta nigra), Brandgans (Tadoma tadoma) und Eiderente (Somateria molissima) finden in speziellen Bereichen zudem geeignete ungestörte Mausergebiete, die von unverzichtbarer Bedeutung für sie sind. Ein großer Teil der gut 280.000 Individuen umfassenden nordwesteuropäischen Population der Brandgans nutzt zur Gefiedermauser in den Sommermonaten ein eng umrissenes Gebiet im Dithmarscher Teil des Wattenmeeres.

Ringelgänse (Branta bernicla) auf dem Zug in die Brutgebiete in der sibirischen Tundra finden auf den nordfriesischen Halligen im späten Frühjahr wichtige Rast- und Nahrungsflächen.

Arten wie Austernfischer (Haematopus ostralegus), Rotschenkel (Tringa totanus) und Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta) brüten traditionell in den Salzwiesen des Festlandes, der Inseln und der Halligen. Große Kolonien von Fluss- und Küstenseeschwalben mit bis zu 2.500 Paaren finden sich im Vorland des Neufelderkoogs und auf den nordfriesischen Halligen sowie am Eidersperrwerk. Bedeutende Kolonien von Silber- und Heringsmöwen finden sich in den Amrumer Dünen und auf Trischen und in den tiefen Vorlandbereichen. Als Ergebnis des langjährigen Brutvogelmonitorings im Rahmen des „Trilateral Monitoring and Assessment Programme“ (TMAP) lässt sich ein Rückgang vieler Bestände feststellen. Die Ursachen hierfür sind nicht eindeutig, vielmehr wird eine Mischung mehrerer Faktoren angenommen. Zu diesen gehören vor allem Verschlechterungen der Nahrungsverfügbarkeit, zunehmend häufigere und höhere Frühjahrs- und Sommerhochwasserereignisse, zunehmender Prädationsdruck durch Landraubtiere und der Rückgang geeigneter Brutplätze aufgrund verstärkter touristischer Nutzung oder eingeschränkter Dynamik der Küstenlebensräume in Verbindung der Küstenlebensräume in Verbindung mit natürlichen Veränderungen der Standorte (vor allem bei den Strandbrütern Zwergseeschwalbe (Sternula albifrons), Sand- und Seeregenpfeifer (Charadrius hiaticula, C. alexandrinus). Insbesondere bei Seeschwalben wird vermutet, dass die zeitliche Synchronisation von Brutbeginn und Verfügbarkeit von kleinen Fischen, insbesondere Hering, für die Fütterung der Küken aufgrund der klimatischen Veränderungen nicht mehr in optimaler Weise gegeben ist. Man geht davon aus, dass aufgrund der angestiegenen Wassertemperaturen der Nordsee die Jungfische früher heranwachsen und ins Wattenmeer einwandern und daher zur Aufzuchtzeit der Seeschwalben nicht mehr ausreichend in der erforderlichen Größe zur Verfügung stehen.

Das Auftreten von Landraubtieren als Prädatoren auf den Halligen, die durch Dämme erreichbar geworden sind, ist aktuell ein besonders entscheidender Einflussfaktor, insbesondere bei koloniebrütenden Vogelarten wie Möwen und Seeschwalben, die hierauf sehr empfindlich reagieren. Aber auch die Bestände einiger Limikolen, zum Beispiel des Austernfischers, deren Erhaltungszustand bereits sehr schlecht eingestuft werden muss, sind hierdurch gefährdet. Fuchs, Mink und auch Marder können bereits als Einzeltiere große Verluste erzeugen, wobei sich neben den Verlusten von Eiern und Küken auch das Erbeuten von Altvögeln sehr stark auf die Bestände auswirkt.

Meeressäuger

Auf Sandbänken im inneren Wattenmeer finden Seehunde (Phoca vitulina) wichtige Liegeplätze in der Wurf-, Aufzucht- und Haarwechselzeit. Die meisten dieser Plätze liegen innerhalb der Schutzzone 1 des Nationalparkes oder unterliegen den Bestimmungen der Befahrensverordnung als Robbenschutzgebiet, so dass die Tiere in der Zeit von Mitte Juni bis Mitte September weitestgehend vor Störungen geschützt sind.

Kegelrobben (Halichoerus grypus) haben nach der intensiven Bejagung in den vergangenen Jahrhunderten wieder eine Population im Wattenmeer und insbesondere auf Helgoland aufbauen können. Seit Mitte der 60er Jahre gibt es eine Kolonie auf Sandbänken vor der Insel Amrum. Die Wurfzeit liegt im Gegensatz zu den Seehunden in den Wintermonaten November bis Januar.

Die Bestände der Robbenarten haben in den letzten Jahren zugenommen. Sie werden regelmäßig durch Flugzeugzählungen im trilateralen Wattenmeergebiet ermittelt. Der Seehundbestand im gesamten Wattenmeer wurde 2017 auf etwa 38.100 Tiere geschätzt. Seit 2013 bewegt sich die Bestandszahl auf einem sehr hohen Niveau im Vergleich zu den vorangegangenen Jahrzehnten. Im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer halten sich davon etwa ein Drittel der Tiere auf. Die Zahl der Kegelrobben im gesamten Wattenmeer liegt bei rund 6.000 Tieren. Kegelrobben sind sehr mobil und nutzen die gesamte südliche Nordsee (inklusive der Küste Schottlands). Daraus resultieren immer wieder Bestandsschwankungen im Wattenmeer. Im Nationalpark liegt die Zahl der Kegelrobben auf dem Liegeplatz Jungnamensand bei etwa 100 Tieren.

Schweinswale (Phocoena phocoena) haben ihre Hauptverbreitung im Nationalpark westlich der Inseln Sylt und Amrum. Dort sind in den Sommermonaten zahlreiche Mutter-Kalb-Gruppen zu beobachten. Deswegen wurde in diesem Bereich ein Walschutzgebiet eingerichtet, in dem bestimmte, walgefährdende Geräte zum Fischfang nicht eingesetzt werden dürfen. Dieses Gebiet sowie der nach Westen angrenzende Bereich scheint für diesen fischfressenden Kleinwal ein sehr gutes Nahrungsangebot aufzuweisen. Da die Tiere sehr mobil sind, ist es schwierig, genaue Bestandsangaben für das Wattenmeer zu machen. Es wird von einem Bestand von etwa 55.000 Tieren in der deutschen Nordsee ausgegangen.

Fische

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer sind aktuell über 60 Fischarten nachgewiesen. Die so genannten diadromen Arten nutzen das Wattenmeer nur als Durchzugsgebiet auf ihren Wanderungen vom Meer in die Flüsse. Von den Arten, die in den Quellgebieten der Flüsse laichen, sind insbesondere Flussneunauge (Lampetra fluviatilis), Meerneunauge (Petromyzon marinus), Finte (Alosa fallax) und Nordsee-Schnäpel (Coregonus oxyrinchus)3 zu nennen. Früher ebenfalls von Bedeutung war der Stör (Acipenser sturio). Die Bestände der Wanderfischarten sind vor allem durch Flussverbauungen und Zerstörung ihrer Laichhabitate zurückgegangen, bei Arten, wie dem Stör wurde der Rückgang durch Überfischung stark beschleunigt. Eine Wiedereinbürgerung bzw. Erholung scheint jedoch möglich, wenn die Zustandsverbesserung ihrer Flusslebensräume anhält.

Für etliche Nordseefische ist das tidebeinflusste Wattenmeer Aufwuchsgebiet ihres Nachwuchses. Einige dieser Nordseefische kommen im Wattenmeer nur als Jungtiere vor. Hierzu zählen insbesondere die Plattfischarten Scholle (Pleuronectes platessa) und Seezunge (Solea solea) sowie der Hering (Clupea harengus) und die Sprotte (Sprattus sprattus). Die beiden Plattfischarten laichen in der Nordsee. Ihre pelagischen Eier und Larven werden mit den Meeresströmungen in die Tidezone getrieben. Nach der Ankunft im Wattenmeer metamorphisieren die pelagischen Larven und besiedeln das Watt. Hier kommen ihnen ein reichliches Nahrungsangebot sowie höhere Temperaturen zugute. Sie verlassen das Wattenmeer als juvenile Tiere vor ihrem ersten Winter. Heringe und Sprotten sind die häufigsten pelagischen Fischarten im Wattenmeer. Juvenile Exemplare beider Arten kommen Seite an Seite vor, messen in der Länge fünf bis zehn Zentimeter und bilden insbesondere nachts große Schwärme.

Fische sind empfindliche Indikatoren des zu beobachtenden Trends der Klimaerwärmung. Arten ärmerer Gewässer wie Meeräsche (Chelon labrosus), Sardelle (Engraulis encrasicolus) und Streifenbarbe (Mullus sumuletus) haben sich dauerhaft angesiedelt. Generell wird die heutige Fischfauna des Wattenmeeres stark von Kleinfischen dominiert.

Gebietsfremde Arten

Die Ausbreitung von Organismen ist ein natürlicher Vorgang, der durch eine Vielzahl von Hindernissen begrenzt wird. Seit Jahrhunderten jedoch haben Menschen gebietsfremde Arten in Gebiete eingeführt, in denen sie zuvor nicht vorkamen. An die Nordseeküste gelangten viele der eingeführten Arten, hauptsächlich Algen und Wirbellose, durch die internationale Schifffahrt, speziell durch Ballastwasser, aber auch durch die Etablierung von Aquakulturen. Zumeist haben sie sich in den Ästuaren und auf Hartsubstraten festgesetzt, wobei mehr als 80 Arten bekannt sind, von denen 52 auch im Wattenmeer vorkommen. Eine erste Bewertung der im Wattenmeer vorkommenden gebietsfremden Arten ergab, dass derzeit die Mehrzahl der gebietsfremden Arten keinen oder nur geringfügigen Einfluss auf die natürliche Biodiversität des Wattenmeeres haben. Bei sechs Arten haben sich jedoch bereits Auswirkungen auf die Zusammensetzung der im Wattenmeer vorhandenen Biota gezeigt bzw. sind demnächst zu erwarten. Dieses sind im schleswig-holsteinischen Wattenmeer beispielsweise der Japanische Beerentang, die Amerikanische Schwertmuschel und die Pazifische Auster.

Auf trilateraler Ebene soll ein gemeinsamer Management- und Aktionsplan für den Umgang mit invasiven gebietsfremden Arten, deren Verbreitung im Wattenmeer mit Ballastwasser und Aquakulturen zusammenhängen, entwickelt werden. Dieses entspricht auch einer Anforderung des UNESCO-Komitees bei der Anerkennung des Gebietes als Weltnaturerbe.

1.3. Natura 2000

Tabelle 1: Natura 2000

EU-Code/ BezeichnungGröße (Hektar)GemeindeÜbergeordnetes Erhaltungszieleingeschl. NSG (amtliche Nummer) 1)
Kreis Dithmarschen
1620-302 Lundener Niederung901Fedderingen, Krempel, Rehm-Flehde-Bargen, Schlichting, Stelle-WittenwurthErhaltung der naturnahen Niederungslandschaft mit dem eutrophen See, seinen Verlandungsbereichen, den Übergangs- und Schwingrasenmooren und den nassen Grünländereien unter anderem als Rast- und Nahrungsraum für Wiesen- und Zugvögel.185
1720-301 Weißes Moor69Hemme, Neuenkirchen, Stelle-WittenwurthDas als einziges erhaltene Hochmoor in der Marsch, das durch sein nur geringes Alter eine moortypologische Besonderheit darstellt, ist zu erhalten und durch eine Verbesserung des Wasserhaushaltes, im Bereich des Hochmoorrestkörpers und des Randbereiches, vor weiterer Degeneration zu bewahren.101
1721-301 Wald bei Welmbüttel105Gaushorn, WelmbüttelErhaltung eines historischen strukturreichen Waldgebietes auf repräsentativen Altmoränenstandort der Heide-Itzehoer Geest, mit dem Vorkommen unterschiedlicher Laubmischwaldgesellschaften in naturnaher bis natürlicher Ausprägung, ungestörten Quell- und Fließgewässerzonen sowie zahlreichen Orchideen.
1721-302 Wald bei Hollingstedt30HollingstedtErhaltung eines auf alten Waldstandort stockenden geschlossenen, bodensauren Eichen-Birkenwaldes mit Pfeifengras und Waldgeißblatt in der Krautschicht in unterschiedlichen Altersphasen und Entwicklungsstufen und einer standorttypischen Variationsbreite im Gebiet.
1721-309 Kleiner Geestrücken südlich Dörpling42TellingstedtErhaltung zahlreicher Weiher, Tümpel und Grünlandsenken in einem Grünlandgebiet mit natürlichen Bodenstrukturen und strukturreichen Gehölzlebensräumen als geeignetes Winterquartier im Umfeld der Reproduktionsgewässer des Kammmolches.
1722-301 Wald westlich Wrohm26SüderdorfErhaltung eines für die schleswig-holsteinische Geest sehr repräsentativen Waldkomplexes aus einer Verzahnung von alten, wenig gestörten und teilweise sehr naturnahen Beständen bodensaurer Eichenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder sowie kleinen Überflutungsbereichen und quelligen/ nassen Zonen entlang der Waldbäche. Die wenig genutzten Waldbereiche in Verbindung mit einem hinreichenden, altersgemäßen Anteil von Alt- und Totholz sowie die bisherige hydrologische Situation zum Schutz der grund- und stauwassergeprägten Lebensräume sind zu erhalten. Für den prioritären LRT 91E0* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
1820-302 NSG Fieler Moor258Heide (Stadt), Hemmingstedt, NordhastedtErhaltung eines Geestrandmoores der schleswig-holsteinischen Marschen mit vielfachen Übergängen zu angrenzenden Niedermooren und darin erhaltenen Feuchtgrünlandbereichen sowie anthropogen entstandenen Gewässern. Die Hochmoorreste mit ihren lebensraumtypischen Strukturen und Funktionen, insbesondere den nährstoffarmen Bedingungen, sind zu erhalten.149
1820-303 Ehemaliger Fuhlensee86Meldorf (Stadt), SarzbüttelErhaltung naturnaher, lebender, teils ombrotropher torfmoos- und seggenreicher Übergangsmoor-Standorte und Torf-Schwingrasen mit angrenzenden oder mit ihnen verzahnten, nährstoffarmen, nassen bis wechselnassen, artenreichen Streuwiesen und frisch-feuchten Mähwiesen oder entsprechender Mähweiden. Für den LRT 7140, gegebenenfalls im Komplex mit den LRT 6410 und/ oder 6510, soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden. 158
1821-391 Riesewohld und angrenzende Flächen434Arkebek, Nordhastedt, Odderade, Sarzbüttel, Tensbüttel-RöstErhalt eines alten strukturreichen Bauernbuchenwaldgebietes mit naturnahem bis natürlichem Charakter, insbesondere unbeeinflusster Wälder und fließender Übergänge von gebüschreichen Waldrändern über Staudenfluren, ungestörter Quellbereiche, Quellbäche und Magergrasfluren. Zu erhalten sind zudem die Laichgewässer des Kammmolches, insbesondere die der extensiven Teichanlagen Quellental und Hollenborn, sowie die Landlebensräume der Kammmolch-Gesamtpopulation und die Wanderkorridore einschließlich der landwirtschaftlich extensiv genutzten Flächen.
1920-301 Windberger Niederung362Frestedt, Krumstedt, Nindorf, Süderhastedt, Windbergen, WolmersdorfErhalt der Windberger Niederung als Gesamtökosystem eines verlandeten Marschsees mit großflächigen feuchten bis nassen Grünländereien mit eingelagerten Resten der ehemals flächenmäßig ausgedehnten Moore. Insbesondere sind die für die Geest-/ Marsch-Übergangslandschaft in Schleswig-Holstein besonderen kalk- bzw. basenreichen LRT feucht/ nasser Standorte im räumlichen Verbund mit Lebensräumen des Nieder-/ Übergangsmoorkomplexes zu erhalten. Für die LRT 6410 und 7230 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
2020-301 Klev- und Donnlandschaft bei Sankt Michaelisdonn221Dingen, Eddelak, Kuden, Sankt MichaelisdonnErhaltung einer großräumigen, naturnahen, weitgehend offenen alten Küstenlandschaft mit vielfältigen, artenreichen Biotopkomplexen und -mosaiken aus unter anderem Steilhängen, Heiden, lichten Birken- und Buchen-Eichenwäldern und Kratts, Trocken-, Mager- und Borstgrasrasen, Quell-bereichen und Übergangsmooren, in ehemaliger Kliff-, Nehrungs- und Lagunenlage. Zu erhalten sind insbesondere die weitgehend ungestörten, natürlichen hydrologischen Verhältnisse, die Nährstoffarmut und die extensive Nutzung. Für die LRT 4030 und 6230* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.27
2021-301 Kudensee104Averlak, KudenErhalt des Kudensees als Gesamtökosystem eines eutrophen Marschsees mit flachen Seebuchten sowie großflächigen Röhrichtzonen, Bruchwaldresten und Weidengebüschen, insbesondere auch als Lebensraum einer vielfältigen Vogelfauna.20
2021-401 NSG Kudensee248Averlak, KudenErhaltung des Gebietes als landesweit bedeutsames Rastgebiet des Zwergschwans sowie als bedeutsamer Brutplatz für Röhricht- und Wiesenvögel. Die Lebensbedingungen der unter 1. genannten Vogelarten sind zu sichern.20
Kreis Ostholstein
1532-321 Sundwiesen Fehmarn34Fehmarn (Stadt)Erhaltung eines breiten, nicht eingedeichten Strand-, Strandwall- und Dünensaumes am Fehmarnsund in Verbindung mit natürlichen oder naturnahen Lagunensituationen, Brack- und Süßwassertümpeln und -sümpfen, ungenutzten Hochstaudenfluren und Röhrichten sowie zum Teil extensiv überweideten Brack- und Strandwiesen. Insbesondere Erhaltung langfristig gesicherter Vorkommen der seltenen und gefährdeten Pflanzenart Apium repens (Kriechender Scheiberich) an ihren naturnahen Standorten im Gebiet und Sicherung der Gesamtpopulation. Für die LRT 2130* und 1150* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten, insbesondere des Küstenschutzes, wiederhergestellt werden.
1532-391 Küstenstreifen West- und Nordfehmarn1.456Fehmarn (Stadt)Erhaltung der durch natürliche Küstendynamik entstandenen und außendeichs der natürlichen Entwicklung unterliegenden Strandwall- und Strandseenlandschaft, mit Lagunen, Strandwällen und großflächigen Dünenlandschaften in Verbindung mit Röhrichten, Grünlandflächen, Salzwiesen sowie der in dem Gebiet vorkommenden Rotbauchunken- und Kammmolchbestände. Für den LRT 2130* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten, insbesondere des Küstenschutzes, wiederhergestellt werden.17 89 90 206
1533-301 Staberhuk1.656Fehmarn (Stadt)Erhaltung des charakteristischen Biotopkomplexes eines kontinental geprägten Kliffs des südöstlichen Fehmarns aus teilweise quellbeeinflussten Hangwäldern, Gebüschformationen, Staudensäumen und Magerrasen sowie den vorgelagerten besonders blockreichen Strandwällen, Geröllstränden und Riffen der Flachwasserbereiche unter anderem als Lebensraum des Schweinswals.
1631-304 Seegalendorfer Gehölz13GremersdorfErhaltung des ökologisch wertvollsten, von Wasserläufen und feuchten Senken durchzogenen Laubmischwaldes im Naturraum Nordoldenburg mit altem, höhlenreichem Baumbestand und gut ausgebildeter artenreicher Strauch- und Krautschicht.
1631-351 Seegalendorfer und Neuratjensdorfer Moor68Gremersdorf, NeukirchenErhaltung zweier Niedermoorsenken in der schwach entkalkten Endmoränenlandschaft mit großflächigen Vorkommen der Schneide.
1631-391 Putlos1.041Gremersdorf, Oldenburg in Holstein (Stadt)Erhaltung einer weitoffenen, durch land- und forstwirtschaftliche Einflüsse großräumig ungestörten Ostsee-Küsten- und Moränen-Landschaft im Bereich des Schießplatzes Putlos mit intakten Küstensäumen, Strandwällen und Dünenformationen, naturnahen Buchenaltwäldern, sowie ausgedehnten Trocken- und Magergrasfluren.
1631-392 Meeresgebiet der östlichen Kieler Bucht61.780Fehmarn (Stadt), Gremersdorf, Großenbrode, Heiligenhafen (Stadt), Oldenburg in Holstein (Stadt), WangelsErhaltung des bedeutendsten Teiles des größten zusammenhängenden Flachwassergebietes der westlichen Ostsee um Fehmarn mit Vorkommen des Schweinswales und unter Einschluss des größten Ostseeriffs Schleswig-Holsteins mit ursprünglichen, artenreichen strömungsexponierten Steinriffen, die sich bis in die AWZ erstrecken in seiner störungsfreien, natürlichen, dynamischen Entwicklung. Ebenfalls zu erhalten sind die extremen Umlagerungen und überwiegend freiliegenden Sande des Flügger Sandes mit vielgestaltigen Benthal unter anderem als Rastgebiet von Meeresenten.17 42 69 89 90
1631-393 Küstenlandschaft Nordseite der Wagrischen Halbinsel315Gremersdorf, Großenbrode, Heiligenhafen (Stadt)Erhaltung der abwechslungsreichen Küstenlandschaft der Ostsee mit artenreicher Steilküste bei Johannistal, der Strandseeniederungen mit typischen Abfolgen von LRT der Eichholzniederung sowie der für Schleswig-Holstein einzigartige Strandwallfächer des Graswarders.69
1632-392 Küstenlandschaft vor Großenbrode und vorgelagerte Meeresbereiche1.738Großenbrode, Neukirchen
  • der weitgehend natürlichen hydrophysikalischen und hydrochemischen Gewässerverhältnisse und Prozesse (LRT 1160, 1170, 1310, 1330),
  • der lebensraumtypischen Strukturen und Funktionen (LRT 1170, 1210, 1220, 1230,1310,1330, 2120, 2130*) und
  • der weitgehend natürlichen Morphodynamik des Bodens und der Bodenstruktur sowie der Flachwasserbereiche und der Uferzonen (1160, 1310, 1330) eine wichtige Rolle.

Für die LRT 2130* und 7210* (im Bereich Großenbroder Fähre/ Großenbroder Moor) soll je nach lokaler Ausprägung ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.

1633-491 Ostsee östlich Wagrien39.389Fehmarn (Stadt), Grömitz, Großenbrode, Kellenhusen (Ostsee), NeukirchenErhaltung der Küstengewässer mit außerordentlich hoher Bedeutung im internationalen Vogelzuggeschehen als Rast- und Überwinterungsgebiet für Reiher-, Berg- und Eider-, Eis und Trauerenten. Zusammen mit den übrigen Ostseegebieten hat es existentielle Bedeutung als Überwinterungsgebiet für die Entenpopulation der Ostsee. Besonders in den Flachwasserbereichen einschließlich des Großenbroder Binnenhafens rasten und überwintern zehntausende Meeres- und Tauchenten und weitere Wasservögel. Im Bereich des Lenster Strandes geht es um den Erhalt eines der bedeutendsten Zwergseeschwalben-Vorkommen in Schleswig-Holstein.
1729-353 Großer und Kleiner Benzer See48MalenteErhaltung zweier kleiner Seen mit artenreicher, überdurchschnittlich gut entwickelter Unterwasservegetation, teils gefährdeter Laichkrautarten und dem in Schleswig-Holstein besonders seltenen Verlandungskomplex mit Binsen-Schneide, umgeben von Feuchtwiesen, Großseggenriedern und Erlenbrüchen, einschließlich der prägenden hydrologischen Bedingungen in der Umgebung der Gewässer, insbesondere der Zuläufe. Für die LRT 3140 und 3150 sind die weitgehend natürlichen oder naturnahen, weitgehend ungenutzten Ufer- und Gewässerbereiche und ausgebildeten Vegetationszonierungen zu erhalten.
1730-301 Steinbek150Harmsdorf, Schönwalde am Bungsberg, WangelsErhalt wesentlicher Teile des über größere Strecken in markanten Bachschluchten verlaufenden Gewässersystems der Steinbek mit bachbegleitenden Au- und Feuchtwäldern und sich anschließenden naturnahen Laubmischwäldern frischer und meist basenreicher Standorte sowie der durch Offenlandbereiche verlaufenden Abschnitte als in seiner Gesamtheit repräsentativen naturraumtypischen Ökosystemkomplex und als Lebensraum insbesondere für das Bachneunauge. Der Erhalt eines gebietsumfassenden naturraumtypischen Wasserhaushalts und -chemismus ist erforderlich. Für den LRT 3260 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
1730-326 Tal der Kükelühner Mühlenau172Schönwalde am Bungsberg, WangelsErhaltung eines - teilweise in schluchtartigem Geländeeinschnitt verlaufenden - Baches mit morphologisch abschnittsweise ungestörtem Verlauf und mit im Mündungsbereich typischen Küstenlebensräumen sowie angrenzenden Waldflächen. Für den LRT 9130 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
1731-303 Wälder um Güldenstein112Harmsdorf, LensahnErhaltung eines die besonderen Standortverhältnisse der zentralen Moränenlandschaft des östlichen Hügellandes repräsentierenden Laubwaldkomplexes mit einem insgesamt hervorragend erhaltenen Bachschluchtsystem. Erhalten werden soll die typische Abfolge der Waldformationen von sehr basenreichen Buchenwäldern über Buchen-Eschen- und Eichen-Hainbuchen reichen Mischwäldern bis hin zu feuchten und wechselnassen Wäldern der breiten Talsohlen sowie kleinflächig ausgebildeten Auwäldern und deren Übergangssituationen zu anderen Waldtypen.
1731-401 Oldenburger Graben1.261Dahme, Göhl, Grube, Heringsdorf, Oldenburg in Holstein (Stadt), RiepsdorfErhaltung des Niederungslebensraumes des östlichen Oldenburger Grabens mit seinen mannigfaltigen Röhricht-, Wasser-, Hochstauden-, Weidengebüsch- und Grünlandflächen als ein bedeutendes Brutgebiet gefährdeter Feuchtgebietsvogelarten in Schleswig-Holstein, als weitgehend ungestörter Rastlebensraum insbesondere für den Goldregenpfeifer und den Kiebitz sowie als Nahrungsraum, beispielsweise für den Weißstorch. Der Oldenburger Graben liegt auf der so genannten Vogelfluglinie und stellt ein wichtiges Zwischenrastgebiet dar. Zum Schutz der Zugvögel und der im Gebiet vorkommenden Großvögel sollte das Gebiet, insbesondere im Umfeld der Bruthabitate von vertikalen Fremdstrukturen, beispielsweise Stromleitungen und Windkraftanlagen, freigehalten werden.175
1732-321 Guttauer Gehege583Dahme, Grömitz, Kellenhusen (Ostsee)Erhaltung von zwei küstengeprägten, naturnahen mesophilen Buchenwäldern mit standortbedingten Übergängen zu Eichen-Hainbuchenwäldern oder zu Stauden-Eschenwäldern mit geophytenreicher Krautflora.
1732-381 Rosenfelder Brök nördlich Dahme45Dahme, GrubeErhaltung eines bedeutenden, langgestreckten Strandwallsystems mit einer vom Strand bis zum Deichfuß reichenden Abfolge charakteristischer Lebensraumkomplexe einschließlich der naturnahen Kalk-Trockenrasen und der Vorkommen der seltenen Schneide. Für den LRT 6210 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten, insbesondere des Küstenschutzes, wiederhergestellt werden.
1829-303 Wald nördlich Malente66MalenteErhaltung eines charakteristischen Waldmeister-Buchenwaldes mit standortbedingten Übergängen zu Stauden-Eschenwäldern und Erlenbrüchen auf historischem Waldstandort in der ostholsteinischen Jungmoränenlandschaft.
1829-304 Buchenwälder Dodau402Bosau, Eutin (Stadt), MalenteErhalt eines geschlossenen Buchenwaldgebietes der schleswig-holsteinischen Jungmoräne auf historischem Waldstandort in zum Teil charakteristischer Ausprägung auf bewegtem Relief mit dominierenden Rotbuchen, in Teilbereichen größeren Beständen der Eiche sowie mit Arten der reicheren Standorte in der Krautschicht.
1829-391 Röbeler Holz und Umgebung333Eutin (Stadt), SüselErhaltung der vielfältigen, struktur- und kleingewässerreichen, im Norden auch durch naturnahe Waldbäche geprägten Wälder sowie der großflächigen struktur- und kleingewässerreichen Offenland-Agrarhabitate mit den entsprechenden, teilweise kleinräumigen, Übergängen untereinander als Lebensraum der Rotbauchunke und des Kammmolches.
1830-301 NSG Neustädter Binnenwasser277Altenkrempe, Neustadt in Holstein (Stadt)Erhaltung eines großräumig naturnahen Ostsee-Brackwasserlagunen-Gebietes mit offener Meeresverbindung, Windwatten, Brackröhrichten, unterschiedlich salinar beeinflussten, beweideten und gemähten Grünlandflächen, Waldpartien, naturnahen Brack- und Süßgewässern und unbeeinträchtigtem landseitigen Süßwasserzufluss. Neben den besonderen Pflanzengesellschaften der Salzwiesen beherbergt das Gebiet eine artenreiche Brutvogelwelt, die sich vor allem aus Wasser-, Strand- und Wiesenvögeln zusammensetzt. Außerhalb der Brutzeit sind das Binnenwasser und die zugehörigen Umgebungsbereiche Nahrungs- und Rastplatz für Wasservögel nationaler Bedeutung im Sinne der Ramsar-Konvention.
1830-302 Lachsau159Altenkrempe, Kasseedorf, Schönwalde am BungsbergErhaltung eines repräsentativen Bachschluchtsystemes des Bungsberges mit begleitenden und vor allem im Nordteil großflächig ausgebildeten charakteristischen Standorten reicher ostholsteinischer Waldmeister-Buchenwälder, mit oft räumlich mosaikartig verzahnten Übergängen über feuchte Eichen-Hainbuchenwälder hin zu quelligen Waldsümpfen in Senken und bachbegleitenden Erlen-Eschen-, Bruch-, Au- und Quellwäldern. Erhalten werden soll auch das sich durchgängig von den Hochlagen des Bungsberges bis zur Ostsee erstreckende zum Teil sehr naturnahe Bachsystem mit insbesondere in den bewaldeten Teilen sehr hoher Habitat- und Strukturvielfalt wie beispielsweise vielen und großen Geschieben, Auskolkungen, Sand- und Kiesbänken und Uferabbrüchen sowie eines gebietsumfassenden naturraumtypischen Wasserhaushalts und -chemismus.
1830-391 Gebiet der Oberen Schwentine420Eutin (Stadt), Kasseedorf, Schönwalde am BungsbergErhaltung eines durchgehenden, im Oberlauf durch unberührte Geröll- und Gefällestrecken geprägten Bachtalsystems in natürlicher Dynamik, mit naturnah bewaldeten oder extensiv überweideten Hang-, Schlucht- und Quellgebieten am Bungsberg, einem daran anschließenden, weitgehend offenen, mit landschaftsprägenden Baumbeständen gesäumtem Talraum einschließlich von der Schwentine durchflossenen eutrophen Seen, jeweils mit ihren limnischen und amphibischen, bach- bzw. seeuferbegleitenden Strukturen, Funktionen und Lebensgemeinschaften.170
1831-302 Buchenwälder südlich Cismar69GrömitzErhaltung von Laubwaldbeständen auf nahezu ebenem Gelände in Ostseeküstennähe (zum Teil knapp über Meeresspiegelniveau) mit dominierenden Waldmeister-Buchenwäldern, nährstoffreichen Feuchtwaldflächen, kleinen Wasserläufen, quelligen Bereichen und den wenigen Altholzbeständen auf der wagrischen Halbinsel.
1831-321 Kremper Au191Altenkrempe, Harmsdorf, Lensahn, Neustadt in Holstein (Stadt), Schashagen, Schönwalde am BungsbergErhaltung der Kremper Au und ihrer wichtigsten Zuflüsse einschließlich ihrer charakteristischen Gewässer- und Ufervegetation von den Quellgebieten im Löhrsdorfer Holz bis zur schon brackwassergeprägten Mündung in das Neustädter Binnenwasser, mit durchgehend naturnahem Gewässerverlauf, naturnahen Gewässerstrukturen und weitgehend natürlicher Dynamik. Ziel ist weiterhin die Erhaltung naturnaher Ufer- und Hangwälder in und am Rand der Talräume. Die Erhaltung eines gebietsumfassenden naturraumtypischen Wasserhaushalts und -chemismus ist erforderlich. Für den LRT 91E0* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
1832-329 Ostseeküste zwischen Grömitz und Kellenhusen220Grömitz, Kellenhusen (Ostsee)Erhaltung zusammenhängender und relativ großräumiger Komplexe der Dünentypen der Ostseeküste, einer vielfältigen Strandwall- und Dünenlandschaft in Verbindung mit Dünentälern und Spülsäumen und der vorgelagerten Flachwasserbereiche. Für die LRT 1210, 2130* und 2150* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten, insbesondere des Küstenschutzes, wiederhergestellt werden.
1929-320 Barkauer See471SüselErhaltung des Barkauer Sees als natürlicher eutropher Flachsee mit typischer Verlandungsvegetation, umgeben von artenreichen Grünlandbereichen, Hochstaudenfluren, Röhrichten und Großseggenriedern, Weiden- und Erlenbrüchen und Quellen, insbesondere auch als Lebensraum für den Fischotter sowie einer artenreichen Vogelfauna.32
1929-391 Wälder im Ahrensböker Endmoränengebiet624AhrensbökErhaltung von fünf durch eine Vielzahl von Waldtümpeln, Waldweihern und von Feuchtwald begleiteten Waldbächen, zum Teil wirtschaftlich ungenutzten Waldmeister-Buchenwäldern mit standort- oder reliefbedingten Übergängen zu Eichen-Hainbuchenwald-bereichen, Erlen-Eschen-Sumpfwäldern und Erlenbrüchen auf durchweg historischen Waldstandorten im Bereich der leicht bewegten Grundmoränen des Ostholsteinischen Hügellandes, insbesondere auch als Lebensraum der genannten Arten, von Laub- und Moorfrosch und einer vielfältigen Vogelfauna.
1929-402 Wahlsdorfer Holz248AhrensbökErhaltung eines für Grundmoränengebiete des Ostholsteinischen Hügellandes charakteristischen Waldmeister-Buchenwaldes unter anderem als landesweit bedeutendes Brutgebiet für Zwergschnäpper und Mittelspecht.
1930-301 Middelburger Seen124SüselErhaltung der oligo- bis mesotrophen und eutrophen Seen, einem mesotrophen Verlandungsmoores sowie artenreichem Feucht- und Nassgrünland, aber auch Magerstandorten auf den angrenzenden Hängen.181
1930-302 Wälder im Pönitzer Seengebiet209ScharbeutzErhaltung der im bewegten Relief der ostholsteinischen Jungmoränenlandschaft auf altem Waldstandort angegebenen Waldtypen mit naturraumtypischen Komplexen aus bodensauren und basenreichen Buchenwaldgesellschaften mit dominierender Rotbuche und Eiche sowie relief- oder standortbedingten Stauden-, Eschen- oder Erlenbruchwäldern.
1930-330 Strandniederung südlich Neustadt46Neustadt in Holstein (Stadt), SierksdorfErhaltung einer kleinen, kaum erschlossenen, bei Ostseehochwasser überfluteten Küstenniederung mit Lagunenkomplex aus Strandseen, Brackröhrichten, Salzwiesen und anschließenden Nass- und Feuchtgrünländereien sowie vorgelagertem Strandwallsystem, des sich nach Süden anschließenden Steilküstenbereichs mit angeschlossener kleiner Niederung und des vorgelagerten Flachwasserbereichs der Ostsee.
1930-353 Pönitzer Seengebiet162ScharbeutzErhalt zweier oligo- bis mesotropher Seen als Lebensraum bedrohter Ufer- und Unterwasservegetation sowie als Lebensraum der Bauchigen Windelschnecke.
1930-391 Süseler Baum und Süseler Moor80SüselErhaltung zweier benachbarter Niedermoore mit standörtlicher Vielfalt in der schwach entkalkten Moränenlandschaft der Pönitzer Seenplatte mit artenreichen Feuchtwiesen, Verlandungsgesellschaften, Röhrichten, Birken- und Erlenbruch- und Laubwäldern. Insbesondere sind damit die zwei der größten sekundären Vorkommen der Schneide (Cladium mariscus) in Schleswig-Holstein zu erhalten.
1931-391 Küstenlandschaft zwischen Pelzerhaken und Rettin100Neustadt in Holstein (Stadt), SchashagenErhaltung einer Strandlandschaft mit einer vollständigen Abfolge von ehemaligem, heute naturnah bewaldetem Kliff über einer als Grünland genutzten, aktuell künstlich entwässerten Lagunenniederung in unterschiedlich ausgeprägten Übergängen zum Küstendünen-/ Strandwallsystem und vorgelagertem Strand. Für den LRT 1150* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
2030-303 NSG Aalbeek-Niederung310Ratekau, Timmendorfer StrandErhaltung eines Strandsees im Zusammenhang mit der angrenzenden Niederung der Aalbeek in standorts- und naturraumtypischer Vielfalt, Dynamik und Komplexbildung der beteiligten Vegetationsgemeinschaften, auch als Lebensraum einer artenreichen Vogelwelt.
2030-304 Hobbersdorfer Gehege und Brammersöhlen166Bad Schwartau (Stadt), Ratekau, StockelsdorfErhaltung eines klassisch ausgebildeten Buchenwaldes auf der mehr oder weniger bewegten Moräne im Osten des Naturraums „Ahrensböker Endmoränengebiet“ auf historischem Waldstandort mit dominierenden Rotbuchen, in Teilbereichen auch größeren Eichenbeständen. Besondere Bedeutung hat das Gebiet durch die Verbundsituation mit dem benachbarten Schwartautal.
2030-328 Schwartautal und Curauer Moor763Ahrensbök, Bad Schwartau (Stadt), Ratekau, Scharbeutz, Stockelsdorf, SüselErhaltung - auch als Wanderstrecke für den Fischotter - der durch ein mäandrierendes Gewässer und teilweise tief eingeschnittene Bachschluchten mit beweideten und bewaldeten Hängen auf sandigem Substrat geprägten Talniederung der Schwartau einschließlich der Curau mit dem Curauer Moor. Für den LRT 3260 und die Art 1032 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
Kreis Pinneberg
1813-391 Helgoland mit Helgoländer Felssockel 5.503, davon 58 Kreis Pinneberg, 5.445 keine Kreis-zuordnungHelgolandErhaltung der für Deutschland einmaligen Fels-, Klippen- und Riffsituation mit ineinander übergehenden charakteristischen LRT, Strukturen und Funktionen. Insbesondere zu erhalten sind die natürliche Dynamik im Bereich der Küstengewässer und der Küste in verschiedenen Ausprägungen sowie die weitgehend natürlichen hydrophysikalischen und hydrochemischen Gewässerverhältnisse und Prozesse.62 91
1813-491 Seevogelschutz-gebiet Helgoland161.205, davon 23 Hektar Kreis Pinneberg, 161.183 keine KreiszuordnungHelgoland
  • natürliche Bestandsdichten, Alters- und Größenklassenverteilungen und räumliche wie zeitliche Verbreitungsmuster der als Nahrungsgrundlage dienenden Organismen (Fischfauna und der pelagialen und insbesondere oberflächennahen Wirbellosenfauna sowie der standorttypischen Benthosfauna, insbesondere der standorttypischen Muschelarten und ihrer Begleitfauna in den flacheren Bereichen des Gebietes) in ihrer natürlichen Dynamik,
  • der Möglichkeit, dass sich die Seevogel- und Entenbestände entsprechend der hydrografischen Bedingungen, der Dynamik des Wasserkörpers und der Benthosbestände sowie des wechselnden Nahrungsangebotes verlagern können,
  • nicht oder wenig gestörter Bereiche, um eine effiziente Nahrungsaufnahme zu ermöglichen und unnötigen Energieverbrauch durch wiederholte Aufflug-bewegungen zu vermeiden,
  • der Hindernisfreiheit des Gebietes, um Wechsel- und Ausweich-bewegungen zwischen Teilbereichen und den angrenzenden Schutz-gebieten im Küstenmeer und in der AWZ und den Zug insbesondere in den hauptsächlich genutzten unteren Höhenbereichen gefahrlos und ohne unnötige Energieverluste auf direktem Wege zu ermöglichen.
  • einer hohen Wasser-qualität, insbesondere ohne Verschmutzung von Seen und Land,
  • eines weitgehend unbeeinträchtigten Meeresbodens und der dortigen Lebensgemeinschaften, unter anderem mit Laichplätzen von Fischen.
62 91
2224-305 Staatsforst Rantzau östlich Tornesch113Tornesch (Stadt)Erhaltung des alten, großflächigen, unzerschnittenen und typischen Buchen-/ Eichen-Laubwaldgebietes mit naturnaher Bestands- und Altersstruktur, das kleinflächig auf frischen bis feuchten Standorten in Eichen-Hainbuchen-Bestände übergeht.
2224-306 Obere Krückau74Barmstedt (Stadt), Bokholt-Hanredder, Bullenkuhlen, Elmshorn (Stadt), Heede, Kölln-Reisiek, LangelnErhaltung des naturnahen, mäandrierenden und vielfältigen Verlaufs der Krückau, insbesondere im Bereich von Heede und Langeln, der streckenweise engen Verzahnung des Gewässers mit seiner Aue und der Vernetzungsfunktion des Krückautals zwischen dem Elbästuar und den Gebieten der Geest, wie beispielsweise der Kaltenkirchener Heide. Der Erhalt einer guten Wasserqualität und eines natürlichen Wasserhaushalts sind im Gebiet übergreifend erforderlich.
2224-391 Himmelmoor, Kummerfelder Gehege und angrenzende Flächen765Borstel-Hohenraden, Ellerhoop, Hemdingen, Kummerfeld, Quickborn (Stadt)Erhalt des Spektrums an hochmoortypischen Lebensräumen des Himmelmoores und den buchengeprägten, kleinflächig verzahnten Waldformationen mit bodensauren Ausprägungen des Kummerfelder Geheges, die durch den großräumigen, offenen und extensiv genutzten Niedermoorkomplex der Bilsbek-Niederung verbunden sind, insbesondere auch als Lebensraum einer artenreichen Vogelfauna.
2324-303 Holmer Sandberge und Buttermoor231Appen, Holm, Wedel (Stadt)Erhaltung einer Moor- sowie einer geomorphologisch bedeutsamen Dünenlandschaft in standorts- und naturraumtypischer Komplexbildung der beteiligten Vegetationsgemeinschaften einschließlich der Übergangsbereiche. Übergreifend zu erhalten sind biotoperhaltende Nutzungsformen, naturgemäße Grund- und Bodenwasserstände, nährstoffarme Situationen und unbeeinträchtigte Bodenstrukturen. Für die LRT 6230* und 7140 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.147
2324-304 NSG Tävsmoor/ Haselauer Moor155Appen, Heist, HolmErhaltung eines Übergangsmoores mit Moorbirkenwald und offenen Torfmoorschlenken, Wasserläufen und offenen Wasserflächen sowie wechselfeuchtem Grünland.161
Kreis Steinburg
1922-301 Wälder östlich Mehlbeck60Kaaks, Kaisborstel, MehlbekErhaltung alter, zusammenhängender, extensiv genutzter Bauernwälder mit außergewöhnlich vielfältigem, standortgerechtem Waldgesellschaftsmosaik, die aufgrund ihrer Strukturvielfalt und ihres Artenreichtums zu den ökologisch wertvollsten Wäldern im Kreis Steinburg gehören. Der Erhaltung von weitgehend unbeeinträchtigten Bereichen im Au- und Feuchtwald, seltener im Eichen-Birken- oder Buchenwald, kommt im Gebiet besondere Bedeutung zu.
1923-301 Schierenwald588Hohenlockstedt, LockstedtErhaltung eines großflächigen, naturnahen Buchen-Eichen-Waldes in teilweise ungestörter Naturwald-Entwicklung, auf bodenkundlich und hydrologisch weitgehend unversehrtem Saalesander mit standortprägenden, sehr hohen, zum Teil historisch bedingten Eichenanteilen in allen Waldentwicklungsphasen. Zu erhalten sind auch Mosaikkomplexe mit Vorkommen stechpalmenreicher Bestände des Hainsimsen-Buchen-Waldes, kaum gestörter Eichen-Hainbuchen-Wälder und bodensaurer Eichenwälder, sowie kleineren Anteilen und fließenden Übergängen zu Erlenbrüchen, bachbegleitenden Feuchtwäldern und quellfeuchten/ -nassen Hangwäldern sowie naturbelassenen Quellbereichen, Fließgewässern und Waldtümpeln, insbesondere auch als Lebensraum des Kammmolches. Die Ziele des Vogelschutzgebietes DE 1923-401 sind gleichrangig zu betrachten. Für den LRT 9160 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
1923-302 Reher Kratt92Peissen, ReherErhaltung eines repräsentativen Landschaftsausschnittes mit komplexartig verbundenen Heiden, Wachholderheiden, Eichenwäldern, Krattbeständen und Grünlandflächen als Reste eines ehemals ausgedehnten Moor-Heide-Gebietes.18
1923-304 Moore bei Christinental37Looft, PeissenErhalt naturnaher, kleinflächiger Übergangsmoore mit typischer Vegetationszonierung, unter anderem auch als Lebensraum beispielsweise für den Moorfrosch.
1923-305 Quellhangmoor Lohfiert9DrageErhaltung des Quellhangmoores Lohfiert mit einem naturnahen Quellbach, Quelltümpel und einem flächigen, nahezu baumfreien vermoorten Quellhang mit ausgedehnten torfmoosreichen Schlenken und Bulten und nahezu natürlichem Wasserhaushalt und nährstoffarmer Bedingungen.
1923-401 Schierenwald819Hohenlockstedt, Lockstedt, Poyenberg, SilzenErhaltung des großflächigen, kompakten Waldgebietes mit eichenreichen Laubwald-formationen, hohen Anteilen an Altwaldbeständen (künftig rund 100 Hektar ohne Nutzung), teilweise hohen Grundwasserständen sowie eingestreuten naturnahen Still- und Fließgewässer als Brut- und Nahrungsraum für die benannten Vogelarten.
2022-302 Vaaler Moor und Herrenmoor963Gribbohm, Kleve, Moorhusen, Neuendorf-Sachsenbande, Nutteln, Vaale, VaalermoorRenaturierung der Resthochmoorflächen sowie Erhaltung der umgebenden Niedermoorbereiche und Feuchtwiesen sowie der trockenen Geesthangbereiche mit Heideflächen und Birken-Eichenwald.19
2023-303 Rantzau-Tal215Hohenlockstedt, Itzehoe, Kollmoor, Oelixdorf, Schlotfeld, WinseldorfErhaltung des abschnittsweise naturnahen vielgestaltigen Fließgewässers Rantzau und des Zuflusses des Schlotfelder Grabens mit auentypischen Strukturen auch als Laichplatz und Aufwuchsgebiet der Bach- und Flussneunaugenpopulationen
2024-301 Heiden und Dünen bei Störkathen59Kellinghusen (Stadt), Rosdorf, StörkathenErhaltung einer großflächigen, naturnahen fließgewässer- bzw. talbegleitenden Dünenlandschaft in standorts- und naturraumtypischer Komplexbildung der beteiligten Vegetationsgemeinschaften solcher Binnendünen.22
2024-308 Mühlenbarbeker Au und angrenzendes Quellhangmoor58Kellinghusen (Stadt), Lockstedt, Mühlenbarbek, Oeschebüttel, RosdorfErhaltung des Talraumes der Mühlenbarbeker Au auch für wandernde Fischarten inklusive des nahezu unbeeinträchtigten Moorkomplexes des Quellhangmoorbereiches.
2121-402 Vorland St. Margarethen244Büttel, Sankt MargarethenDas Gebiet ist ein wichtiger Teil des Elbästuars und besteht vor allem aus Wiesen und Weiden mit Brackwassereinfluss und im Ostteil aus ausgedehnten Röhrichten. Erhaltung des tide-beeinflussten, extensiv genutzten bzw. gepflegten Grünlandes mit Flutmulden und -rinnen und des Röhrichts als Rast-, Nahrungs- und Bruthabitat der ästuartypischen Vogelwelt.
2123-301 Binnendünen Nordoe389Breitenburg, Dägeling, KremperheideErhaltung einer großräumigen Offenlandschaft mit landesweit bedeutsamen Artenvorkommen in standorts- und naturraumtypischer Komplexbildung der beteiligten Vegetations-gemeinschaften insbesondere durch naturgemäße Grund- und Bodenwasserstände sowie einer nährstoffarmen Gesamtsituation.207
2222-321 Wetternsystem in der Kollmarer Marsch26Kollmar, Neuendorf bei ElmshornErhaltung von Teilen des Grabensystemes der Kollmarer Marsch als Lebensraum des Schlammpeitzgers. Für diese Art soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
Hansestadt Lübeck
2030-351 Waldhusener Moor und Moorsee41Hansestadt LübeckErhaltung eines dystrophen, basenreichen Moorgewässers mit artenreicher Unterwasser-vegetation und charakteristischen Verlandungsbereichen in typischer Gesamtausprägung mit Moorwäldern und Pfeifengraswiesen.
2030-392 Traveförde und angrenzende Flächen2.513Hansestadt LübeckErhalt des einzigen und vielbuchtigen Ästuars der schleswig-holsteinischen Ostsee mit komplexen, artenreichen Wasser-Lebensgemeinschaften in den unterschiedlichen Salzgehaltszonen und der größten Lagune in Schleswig-Holstein in seiner typischen Ausprägung und als Lebens- und Wanderraum für den Fischotter und Neunaugenarten.12 55 112 178
2130-491 Grönauer Heide195Hansestadt LübeckDas Gebiet ist als besonders komplexer, strukturreicher Landschaftsausschnitt überwiegend nährstoffarmer Lebensräume mit zum Teil langer Habitatkontinuität zu erhalten. Die Erhaltung eines offenen bis halboffenen Charakters mit kleineren, auch geschlossenen, Gehölzbeständen als Lebensraum der Waldvogelarten wie Wespen-bussard und Mittelspecht steht im Vordergrund. Eine Ausweitung des Waldanteils soll nicht erfolgen. Nutzungsformen, die eine Offenhaltung der Flächen unter Berücksichtigung naturschutzfachlicher Ziele sicherstellen, sind möglichst zu erhalten. Für den Brachpieper, der hier einen seiner letzten Brutplätze in Schleswig-Holstein hat soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.201
2031-303 NSG Dummersdorfer Ufer339Hansestadt LübeckErhaltung der im NSG Dummersdorfer Ufer heimischen Arten- und Biotopvielfalt, vor allem der artenreichen, wärmebegünstigten und relativ kalkreichen, teilweise mit Wald, Gebüschen oder Niederwald bewachsenen, teilweise offenen Steilufer und Trockenrasenabhänge der Untertrave. Erhaltung vielfältiger, naturnaher Biotopkomplexe, Übergangszonen und Saumstrukturen mit angemessenen Anteilen natürlicher Entwicklung, insbesondere der ungestörten natürlichen Küstenformung. Das FFH-Gebiet „NSG Dummersdorfer Ufer steht in enger Wechselbeziehung zum direkt angrenzenden FFH-Gebiet „Traveförde und angrenzende Flächen“ und ist gleichzeitig Teilbereich des Vogelschutzgebietes „Traveförde“.55
2031-401 Traveförde3.285Hansestadt LübeckDas Vogelschutzgebiet „Traveförde“ wird unterteilt in einen westlichen gehölzdominierten und einen östlichen gewässer-dominierten Teil. Im Teilgebiet „Traveförde und angrenzende Flächen mit NSG Dummersdorfer Ufer“ sind die Erhaltung des einzigen und vielbuchtigen Ästuars der schleswig-holsteinischen Ostsee und der größten Lagune in Schleswig-Holstein in ihrer typischen Ausprägung als Rast- und Überwinterungsgebiet insbesondere für Singschwan, Reiherente, Bergente sowie Zwerg- und Gänsesäger zu gewährleisten. Das NSG Dummersdorfer Ufer beherbergt eines der bedeutendsten Brutgebiete der Sperbergrasmücke in Schleswig-Holstein. Im Teilgebiet „Lauerholz“ ist die Erhaltung des Jahrtausende alten Waldgebietes in seiner artenreichen, naturnahen typischen Zusammensetzung als Lebensraum zur Erhaltung stabiler Brutbestände von Waldarten, wie beispielsweise dem Mittelspecht, anzustreben.12 55 122 178
2129-357 Friedhofseiche Genin1Hansestadt LübeckErhaltung der einzigartigen Heldbockpopulation in einer abgängigen Eiche als Wirtsbaum sowie der benachbarten Alteichengruppe als mögliche künftige Wirtsbäume.
2130-301 Lauerholz338Hansestadt LübeckErhaltung eines komplexen, typisch ausgeprägten und naturverträglich genutzten Laubmischwaldgebietes auf jahrtausendealtem Waldstandort mit naturgemäßen Grund- und Bodenwasserständen, insbesondere auch als Lebensraum beispielsweise für den Mittelspecht.
2130-322 Herrenburger Dünen88Hansestadt LübeckErhaltung der im Südosten des Lübecker Beckens liegenden, nacheiszeitlich entstandenen, die Wakenitz-Niederung begleitenden Sandfelder, Dünen- und Moorkomplexe. Hierbei kommt vor allem den Offenflächen, aber auch den langjährig ungenutzten, weitgehend störungsfreien Niederungsbereichen eine besondere Bedeutung zu. Für die LRT 2330 und 9190 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.177
2130-352 Moorwälder am Wesloer Moor und am Herrenburger Landgraben91Hansestadt LübeckErhaltung einer durch Nährstoffarmut und Vielgestaltigkeit gekennzeichneten Landschaft mit großräumigen Moorwäldern, torfmoosreichen Erlen-Eschenwäldern, bodensauren Eichenwäldern, Heideresten sowie Erhalt des Landgrabenbereiches als naturnaher, typischer Otterlebensraum. Für den LRT 91D0* soll ein günstiger Erhaltungszustand in Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
Kreis Segeberg
1927-301 Kiebitzholmer Moor und Trentmoor535Blunk, Daldorf, Negernbötel, RicklingErhaltung des Kiebitzholmer Moores als Rest einer weitläufigen Moor- und Heidelandschaft mit regenerierenden Moorflächen, Heide- und Offenland-Partien sowie der Übergangs- und Schwingrasenmoor-Bestände des Trentmoores und der kleineren Heide- und Borstgrasrasenbereiche des östlichen Teilgebietes.
1927-352 Tarbeker Moor131Blunk, Tarbek, TensfeldZiel ist die Erhaltung eines vielgestaltigen, artenreichen Moorkomplexes in großflächig optimiertem Vernässungszustand zur Förderung nachhaltig regenerierender Übergangsmoorvegetation und progressiver Vermoorungsdynamik zum Hochmoor unter besonderer Berücksichtigung der Eignung des Gebietes als Wanderkorridor für den Fischotter.
1928-351 Wälder am Stocksee/ Tensfelder Au/ Stocksee108Damsdorf, Seedorf, StockseeErhalt eines naturnahen Buchenwaldgebietes aus ärmeren Ausprägungen des Waldmeister-Buchenwald-Komplexes und bodensaurem Buchenwald insbesondere auf markanten Moränenkuppen beiderseits der Tensfelder Au-Niederung sowie im Westteil eingelagerten kleineren feuchten bis nassen Senken sowie eines vermoorten Toteislochs (Birkenmoorwald in Sukzession).81
1928-359 Wälder zwischen Schlamersdorf und Garbek111Krems II, Nehms, Seedorf, Travenhorst, WensinErhaltung eines typischen, für diesen Naturraum größeren Buchenwaldkomplexes, mit verschiedenen Buchenwaldtypen des mesophytischen bis bodensauren Standortbereiches.
2025-303 Hasenmoor275Bimöhlen, HasenmoorErhaltung des vielgestaltigen Hochmoorkomplexes mit hoher Anzahl standörtlich unterschiedlicher Moorlebensräume (Hochmoor, Übergangsmoor, vernässte Bereiche mit Regenerationspotential).
2026-303 Osterautal320Bad Bramstedt (Stadt), Bark, Bimöhlen, Großenaspe, Heidmühlen, LatendorfErhaltung eines naturnahen repräsentativen Fließgewässerabschnittes der Holsteinischen Geest mit naturraumtypischen Biotopkomplexen, -übergängen und -mosaiken, insbesondere auch als Lebensraum von Neunaugenarten. Für den LRT 6230* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.43 74
2026-304 Barker Heide186BarkErhaltung einer großen, zusammenhängenden, naturnahen, unverbauten und in weiten Teilen offenen Binnendünen- und Heidelandschaft mit vorwiegend oligotrophen Nährstoffverhältnissen und naturnahem Bodenwasserhaushalt, Für die LRT 2330 und 4030 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.30
2026-305 Atlwaldbestände im Segeberger Forst154Buchholz (Forstgutsbezirk), HeidmühlenErhaltung der teilweise forstwirtschaftlich ungenutzten Altwaldparzellen heimisch bodenständiger Buchen- und Eichenmischwälder auf Altmoränenstandort mit Tot- und Altholzbestand.
2026-307 Moorweiher im Segeberger Forst42Buchholz (Forstgutsbezirk)Erhaltung eines weitgehend unverändert erhaltenen dystrophen Gewässers natürlichen Ursprunges.
2026-401 Barker und Wittenborner Heide1.391Bark, Buchholz (Forstgutsbezirk), HeidmühlenErhaltung des Gebietes als Brutlebensraum insbesondere für Heidelerche und Neuntöter. Hierfür ist die Erhaltung oder gegebenenfalls Wiederherstellung der von Magerrasen, Dünen- und Sandheideflächen sowie regenerierenden Heidemooren geprägten Sanderlandschaft, die mosaikartig und in Übergängen lichte Laubwälder einschließt, erforderlich. Für die Heidelerche soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.30
2027-301 NSG Ihlsee und Ihlwald42Bad Segeberg (Stadt)Erhaltung des für das Schleswig-Holsteinische Hügelland extrem seltenen oligotrophen, kalkarmen Ihlsees mit charakteristischer Ufer- bzw. Verlandungs- und Unterwasservegetation, unter anderem Strandlings-Gesellschaften mit den Arten Strandling (Litorella uniflora), Seebrachsenkraut (Isoetes lacustris), Wasserlobelie (Lobelia dortmanna) und Uferhahnenfuß (Ranunculus reptans), einschließlich des angrenzenden Ihlwaldes (Bruchwald).44
2027-302 Segeberger Kalkberghöhlen3Bad Segeberg (Stadt)Erhaltung der einzigen natürlichen Gips-Großhöhle Norddeutschlands, insbesondere als herausragender, das größte Fledermausvorkommen Deutschlands bildender, Lebensraum für zahlreiche Fledermausarten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie und als Lebensraum des endemischen Segeberger Höhlenkäfers (Chlidera holsatica).
2028-352 Wald bei Söhren29Neuengörs, WeedeErhaltung des größten geschlossenen Eichen-Hainbuchenwaldes im Naturraum und angrenzender Waldmeister-Buchenwälder sowie deren Übergängen in die markant ausgeprägte, sehr strukturreiche Bachschlucht der Bißnitz mit begleitendem gehölzartenreichen Eschen-Auwald und Übergängen zu schluchtwaldartigen Beständen.
2028-359 Wald nördlich Steinbek26Schieren, WeedeErhaltung der verschiedenen, miteinander verzahnten Waldformationen frischer bis nasser Standorte (Waldmeister-Buchenwald, Eichen-Hainbuchenwald, Erlen-/ Eschen-Bruch-/ Sumpfwald) in naturnaher Ausprägung.
2029-351 Bachschlucht Rösing28PronstorfErhaltung einer tief und überwiegend steil eingeschnittenen Bachschlucht mit einem für den Naturraum sehr repräsentativen und insgesamt sehr naturnah ausgeprägten Komplex aus Waldmeister-Buchenwald-Gesellschaften auf den Schluchthängen und bachbegleitendem Erlen-Eschen-Auwald in Übergängen zu Quell- und Bruchwäldern. Erhaltung der Überflutungsdynamik des Bachsystems sowie der natürlichen hydrologischen Verhältnisse.
2029-353 Wulfsfelder Moor6PronstorfErhaltung eines urtümlichen Waldbestandes auf hydromorphem Boden als seltenen Ausprägungstyps des Eichen–Hainbuchenwaldes mit eingeschlossenen Formationen sumpfig/ quelliger Standorte.65
2125-334 Kaltenkirchener Heide510Alveslohe, Heidmoor, Kaltenkirchen (Stadt), NützenErhaltung eines großflächigen naturnahen, standorts- und naturraumtypischen Geestlebensraumkomplexes als Offenlandschaft mit geringem Gehölz- und Waldanteil, unter anderem mit Borstgrasrasen, trockenen Sandheiden, Trocken- und Magerrasen, Feuchtheiden, Moor- und Moorübergangsstadien sowie den Quellbereichen der Schirnau, einem naturgemäßen Grund- und Bodenwasserhaushalt, der nährstoffarmen Grundsituation und unbeeinträchtigter Bodenstrukturen. Für die LRT 4010 und 6230* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
2126-303 Pfeifengraswiese nördlich Seth8Fredesdorf, SethErhaltung eines landschaftstypischen Ausschnittes der charakteristischen Lebensräume von Moor- und Niederungsflächen der Vorgeest unter besonderer Berücksichtigung der basiphilen Pfeifengraswiesen.
2126-391 Wälder im Kisdorfer Wohld und angrenzende Flächen471Henstedt-Ulzburg, Hüttblek, Kattendorf, Kisdorf, WinsenErhaltung eines komplexen, teilweise orchideenreich ausgeprägten Laubmischwaldgebietes auf historischem Waldstandort mit naturnaher Nutzung und mit eingelagerten und angrenzenden Quellen, naturnahen Bachoberläufen, Kleingewässern, Säumen und Knicks einschließlich der vielfältigen Übergänge zu extensiv genutztem Grünland, insbesondere auch als störungsfreier feuchter, gewässerreicher Lebensraum für beispielsweise Kammmolch, Schwarzstorch, Eisvogel sowie für die Arten Laubfrosch, Knoblauchkröte, Moorfrosch und Gebirgsstelze.
2126-401 Kisdorfer Wohld720Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen (Stadt), Kattendorf, Kisdorf, Oersdorf, Schmalfeld, Struvenhütten, WinsenErhaltung stabiler und reproduktionsfähiger Brutpopulationen eines großen, zusammenhängenden Waldgebietes auf historischem Waldstandort mit naturnahen, unterschiedlichen Laubwaldformationen, naturnahen Waldbachökosystemen, Quell- und Feuchtbereichen. Zum Schutz der Großvögel, in diesem Fall Schwarzstorch, Wespenbussard und Uhu, ist das Gebiet im Umfeld der Bruthabitate frei von vertikalen Fremdstrukturen wie beispielsweise Stromleitungen und Windkrafträdern zu halten. Weiterhin ist der Erhalt eines weitgehend störungsfreien Umfeldes der Horst-/ Brutplätze zwischen dem 01.02 und 31.08 für die oben genannten Arten erforderlich.
2127-302 Birkenmoor bei Groß Niendorf32Groß NiendorfErhaltung eines nährstoffärmeren Moorkörpers mit torfmoosreichen Moorwaldpartien, örtlichen Resten von Hochmoor-Elementen im Bereich regenerierender ehemaliger Handtorfstiche (Westteil) sowie angrenzender, zu Sumpfstaudenfluren vermoorter Grünlandbereiche. Für den LRT 91D0* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
2127-333 Leezener Au-Niederung und Hangwälder311Kükels, Leezen, Mözen, WittenbornErhaltung des großflächigen und morphologisch markant ausgeprägten Talraums mit sehr vielfältigem Biotopkomplex aus auf den Talhängen wachsenden Buchen- und Eichen-Hainbuchenwäldern unterschiedlicher Ausprägung, die in den unteren Hangbereichen lokal über wasserzügige Feucht- und Nasswälder in den Niederungsbereich überleiten. Dort Erhaltung des naturnahen, von Hochstaudenfluren/ Röhrichten, Weidengebüschen und meist extensiv genutzten Feuchtgrünländereien begleiteten Fließgewässers, einschließlich des naturnahen Übergangs zum Mözener See.
2226-306 Glasmoor140Norderstedt (Stadt)Erhaltung der landesweit größten erhaltenen Hochmooroberfläche mit kleinflächigem Vorkommen des prioritären Moorwaldes. Die für die Erhaltung und Wiederausbreitung der hochmoortypischen Lebensgemeinschaften erforderlichen hydrologischen und klimatischen Bedingungen sollen durch weitere Vernässungsmaßnahmen sowie Schaffung einer halboffenen, teils bewaldeten Randzone verbessert werden.
2227-356 Sülfelder Tannen9SülfeldErhaltung eines trockenen bis wechselfeuchten Moorbirken-Stieleichenwaldes auf flachwelliger, aus sandig-kiesigem Substrat aufgebauter Glaziallandschaft (Kames).
2325-301 Ohmoor51Norderstedt (Stadt)Ziel ist, die noch vorhandenen hochmoortypischen Lebensgemeinschaften zu erhalten und durch die Verbesserung des Wasserhaushaltes im Moor und Moorrandbereich das degradierte Hochmoor zu renaturieren.
Kreis Stormarn
2128-358 Steinkampholz54Feldhorst, Reinfeld, (Holstein) (Stadt)Erhaltung eines überwiegend von mesophilem Buchenwald unterschiedlicher Ausprägung eingenommenen Waldgebietes mit Übergängen zu Eichen und Hainbuchen geprägten Beständen auf oberflächennah wasserzügigen Standorten.
2129-351 Bachschlucht bei Herweg3WesenbergErhaltung einer landschaftstypischen Bachschlucht mit naturnah verlaufendem Bach und bachbegleitendem Erlen-Eschenwald sowie auf den Schluchthängen von Eichen und Hainbuchen geprägten Laubwald basenreicher Standorte.
2227-303 Hansdorfer Brook mit Ammersbek292Ammersbek, JersbekErhaltung der halboffenen Niederungslandschaft, überwiegend auf Niedermoor, mit den naturnahen Fließgewässern, Relikten von Auen- und Bruchwäldern, Seggenriedern, Staudenfluren und verschiedenen Moorformationen, insbesondere auch als Lebensraum für die Große Moosjungfer.106 187
2227-304 Neuenteich und Binnenhorster Teiche36Bargfeld-Stegen, Elmenhorst, Jersbek, NienwohldErhaltung zweier unterschiedlich ausgeprägter Teiche mit jeweils unterschiedlichen Begleitbiotopen (Binnenhorster Teich: flaches, periodisch trockenfallendes Gewässer - Teichnutzung - mit umgebendem, teilweise artenreichem Grünland; Neuenteich: mit breiterem Schilfröhricht und angrenzenden Bruch-, Feucht- und naturnahen Laubwäldern umgeben). Für den LRT 3130 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
2227-351 Nördlich Tiergarten51Ahrensburg (Stadt), HammoorErhaltung unterschiedlicher Typen überwiegend bodensaurer Wälder sowie kleineren Anteilen mesophytischer, teilweise eschenreicher Buchenwälder mit eingelagerten von Bruch- und Feuchtwald umgebenen flachen Abgrabungsgewässern.
2227-352 Rehbrook49Hammoor, Lasbek, TremsbüttelErhaltung eines naturnahen Waldgebietes auf historischem Waldstandort mit reliefbedingtem kleinräumig wechselndem Mosaik unterschiedlicher Waldgesellschaften und -aspekte, auch als Lebensraum für den Kammmolch.
2227-401 NSG Hansdorfer Brook257Ammersbek, JersbekErhaltung stabiler und reproduktionsfähiger Brutpopulationen des Kranichs sowie der anderen aufgeführten Vogelarten einschließlich Erhaltung ihrer Lebensräume, insbesondere Erhaltung der ausgedehnten, feuchten Niederung mit Niedermoorsümpfen, extensivem Feuchtgrünland, Relikten von Auen- und Bruchwäldern sowie Seggenriedern und Staudenfluren. Im Umfeld der Bruthabitate von Kranich, Wespenbussard und Rohrweihe sind Räume zu erhalten, die weitgehend frei von vertikalen Fremdstrukturen wie Stromleitungen und Windkraftanlagen sind.106 187
2228-352 Rehkoppel97Bad Oldesloe (Stadt), RethwischErhaltung eines repräsentativen Komplexes des Waldmeisterbuchenwaldes in unterschiedlichen Ausprägungen mit Eichen-Hainbuchenwaldbereichen einschließlich des streckenweise in einer Bachschlucht gelegenen Auwaldes unterschiedlicher Ausprägung am Nordrand. Für den LRT 91E0* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
2327-301 Kammmolchgebiet Höltigbaum/ Stellmoor604Ahrensburg (Stadt), StapelfeldErhaltung eines vergleichsweise großflächigen Landschaftsausschnittes mit offenen bis gehölzbetonten charakteristischen Lebensraumkomplexen, der vielfältigen Gewässer, des extensiven Grünlandes, strukturreicher Säume und standorttypischer Waldformationen bei naturnahen Grundwasser-ständen und ungestörten Bodenverhältnissen, insbesondere auch als Lebensraum für den Kammmolch.95 183
2327-351 Sieker Moor15Großensee, SiekErhaltung eines, aus einer ursprünglich abflusslosen Senke im Stormarner Endmoränengebiet entwickelten Übergangsmoores und seiner teilweise durch extensive Nutzung entstandenen komplexen, artenreichen und lebensraumtypischen Sekundärvegetation.
2328-354 NSG Hahnheide1.350Grönwohld, Hamfelde, Hohenfelde, Köthel, TrittauErhaltung des Gebietes als weiträumiges, äußerst strukturreiches Waldgebiet auf historischem Waldstandort mit großflächigen naturnahen, teilweise unbewirtschafteten Laubwäldern mit seltenen Großpilzen, Ilex-Beständen, Quellbereichen und Bachläufen, Teichen sowie Resten ehemaliger Heidekomplexe. Dem Erhalt störungsarmer und unzerschnittener Teilbereiche, insbesondere ungenutzten Naturwaldbereichen, kommt eine zentrale Bedeutung zu. Der Erhalt eines weitgehend naturraumtypischen Wasserhaushalts und weitgehend unbeeinträchtigten -chemismus ist im Gebiet flächig erforderlich.23 121
2328-355 Großensee, Mönchsteich, Stenzer Teich175Grönwohld, Großensee, Lütjensee, TrittauErhaltung einer oligotrophen Stillgewässer- und Teichlandschaft mit ihren natürlichen Abflüssen und Lebensgemeinschaften. Der Mönchsteich und der Stenzer Teich sind als mesotrophe stehende Gewässer zu erhalten. Der Erhalt nährstoffarmer Verhältnisse, eines naturraumtypischen Wasserhaushalts und -chemismus sowie der Erhalt einer an den ökologischen Anforderungen der nährstoffarmen LRT und entsprechend ausgerichteten extensiven Nutzung und Teichbewirtschaftung ist vordringlich. Besondere Bedeutung kommt zudem der Erhaltung der außergewöhnlich artenreichen und sehr seltenen Unterwasservegetation des Großensees zu. Insbesondere ist die Erhaltung der für das langfristige Überleben des Froschkrautes (Luronium natans) notwendigen Habitatfunktionen und -strukturen im gesamten Gebiet notwendig, da sich im Großensee das letzte bekannte rezente Vorkommen dieser Art im Land befindet.
2328-381 NSG Kranika96Grönwohld, LütjenseeErhaltung intakter, je nach LRT und ökologischen Erfordernissen offener bis bewaldeter Ausprägungen der verschiedenen im Gebiet vorkommenden Nieder-, Übergangs- und Hochmoorformationen in der vom natürlichen Standort vorgegebenen Anordnung im Talraum des Riepsbaches. Für die Gebietshydrologie sind übergreifend vor allem ein für die langfristige Erhaltung des Moorgebietes ausreichender Grundwasserstand sowie der Erhalt verschmutzungsfreier über- und unterirdischen Zuläufe erforderlich. 131
2328-391 Trittauer Mühlenbach und Drahtmühlengebiet120Grönwohld, Lütjensee, TrittauErhaltung der, innerhalb der im Mittel 100 Meter breiten und etwa fünf Kilometer langen, im oberen Teil aufspaltenden Talniederung liegenden noch sehr naturnahen, wenig beeinflussten Fließgewässer- und Auenbereiche vor allem zwischen Grönwohld und Trittau sowie im Oberlauf. Eine Besonderheit des Gebietes stellen die vielfältigen Ausprägungen von Auwäldern dar, zu denen beispielsweise in Quellbereichen Moorbirken-Schwarzerlen- oder Stieleichen-Schwarzerlen-Bestände gehören. Für den LRT 6230* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.23 121
2328-401 NSG Hahnheide1.392Grönwohld, Hamfelde, Hohenfelde, Köthel, TrittauDas reich strukturierte, größte Waldnaturschutzgebiet des Landes auf historischem Waldstandort ist als vielfältiger Lebensraum für repräsentative Vorkommen des Zwergschnäppers und bedeutende Vorkommen von Schwarzspecht, Mittelspecht und Rotmilan sowie Vorkommen von Kranich und Schwarzstorch zu erhalten. Der Erhaltung störungsarmer und relativ unzerschnittener Teilbereiche, insbesondere den ungenutzten Naturwaldzellen mit eigendynamischer Entwicklung kommt eine sehr hohe Bedeutung zu. Möglichst störungsfreie Bereiche um die Brutplätze (Höhlen- und Horstbäume) der genannten Arten sind zu erhalten. Die Erhaltung eines naturraumtypischen Wasserhaushalts und -chemismus ist im Gebiet übergreifend erforderlich. Zum Schutz der vorkommenden Großvögel ist das Gebiet von weiteren vertikalen Fremdstrukturen, wie Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen freizuhalten.23 121
Kreis Herzogtum Lauenburg
2230-304 Wälder westlich des Ratzeburger Sees336Berkenthin, Buchholz, Einhaus, Groß Disnack, Groß Sarau, Harmsdorf, Klempau, Kulpin, PogeezErhaltung von mehreren verstreut liegenden Laubwäldern unterschiedlicher Größe, bestehend aus forstwirtschaftlich genutzten Waldmeister-Buchenwäldern mit standortbedingten Übergängen zu Eichen-Hainbuchenwäldern sowie unbeeinträchtigten, teilweise völlig natürlich entwickelten Au- und Feuchtwald-abschnitten und bewaldeten Bachschluchten auf größtenteils historischem Waldstandort.
2230-381 Trockenflächen nordwestlich Groß Sarau23Groß SarauErhaltung fließgewässerbegleitender geomorphologisch markanter Dünen- und Sandflächen in standorts- und naturraumtypischer Vielfalt, Dynamik und Komplexbildung der beteiligten Vegetationsgemeinschaften, wie Heiden, Borstgras-, Mager- und Trockenrasen in Teilen als Offenlandschaft mit eingestreuten Gebüschen und Waldflächen. Für den LRT 4030 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
2230-391 Wälder und Seeufer östlich des Ratzeburger Sees755Bäk, Groß Sarau, Mechow, Mustin, Ratzeburg (Stadt), Römnitz, ZiethenErhaltung naturnaher Wald- und Offenlandkomplexe der Jungmoränenlandschaft von mineralischen Hochflächen mit tief eingeschnittenen Bachschluchten über ausgeprägte, teilweise quellige Hangkanten, bis zu Niederungs- und Verlandungskomplexen der Seen und vermoorten Senken mit zahlreichen Stillgewässern unterschiedlicher Trophie.152 160 169 176 177
2328-491 Waldgebiete in Lauenburg3.091Berkenthin, Bostorf, Duvensee, Einhaus, Groß Disnack, Groß Sarau, Harmsdorf, Klempau, Koberg, Köthel, Kühsen, Kulpin, Lankau, Linau, Mölln (Stadt), Mühlenrade, Nusse, Pogeez, Poggensee, Ritzerau, Sandesneben, Schretstaken, Sirksfelde, Walksfelde, Wentorf (Amt Sandesneben)In dem aus fünf Teilflächen bestehenden, ornithologisch bedeutsamen Waldkomplex steht die Erhaltung der Lebensräume und einer daran angepassten, vielfältigen und stabilen Brutvogelgemeinschaft im Vordergrund. Zum Schutz der Großvögel ist das Gebiet, insbesondere im Umfeld der Bruthabitate von vertikalen Fremdstrukturen, wie Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen freizuhalten.188 191
2329-301 Lankauer See105LankauErhaltung eines intakten meso- bis oligotrophen, kalkreichen Grundmoränensees mit bemerkenswerter Unterwasser- und charakteristischer, seltener Ufervegetation einschließlich der umgebenden, teilweise stark bewegten Moränenlandschaft mit extensiv genutzten Offenflächen und naturraumtypischen Biotopkomplexen der Buchenwälder mit eingelagerten nassen Senken und Verlandungsbereichen unterschiedlicher Nährstoffverhältnisse.
2329-351 Koberger Moor 100Koberg, Linau, SirksfeldeErhaltung des am besten erhaltenen, größten und atlantisch geprägten Hochmoores im Südosten des Landes durch Förderung der Stabilisierung moorgenetisch prägender und hydrologisch auch noch heute wirksamer Kontaktlebensräume, wie der Billeniederung einschließlich des Bille-Quellgebietes, insbesondere auch als Lebensraum für den Moorfrosch und den Kranich.
2329-352 Pantener Moorweiher und Umgebung87PantenErhaltung offener Mineral-Grasfluren bis zu lichten Gehölz- und Waldbeständen und seltenen Quelllebensräumen sowie teilweise vermoortem Talgrund mit kleinen, von Verlandungskomplexen umgebenen Weihern.173
2329-353 Quellwald am Ankerschen See65Behlendorf, LankauErhaltung eines durch kalkhaltige Tümpel- und Sickerquellen, durch Laubwälder sowie durch landschaftsprägende Quellhügel mit Großseggenriedern, Schilfröhrichten und Niedermoorbereichen geprägten Seitentales der Stecknitz.
2329-381 NSG Borstgrasrasen Alt Mölln12Alt Mölln, PantenErhaltung eines repräsentativen Landschaftsausschnittes teilweise von Borstgrasgesellschaften geprägter, weitgehend offener Magerrasenkomplexe mit Quellbereichen und Übergängen zu Laubwaldbeständen unter anderem mit Niederwaldcharakter. Für den LRT 6230 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.113
2329-391 Wälder des Hevenbruchs und des Koberger Forstes923Borstorf, Koberg, Köthel, Mühlenrade, Nusse, Poggensee, Ritzerau, Schretstaken, WalksfeldeErhaltung eines ausgedehnten Waldmeister-Buchenwaldes mit standortbedingtem, teilweise kleinflächigem Wechsel zu bodensaurem Buchenwald, kleinflächigen Eichen-Hainbuchenwaldbereichen und teilweise naturnahen Bachtälchen mit Weichholzauwaldbereichen, Sumpfwäldern und Erlenbrüchen auf einem historischen Waldstandort. 188
2330-351 Moorwald im Ankerschen Ziegelbruch18LankauErhaltung eines naturnahen Moorwaldes, der eine Vielzahl von Kleinstandorten aufweist sowie der umgebenden Hainsimsen-Buchenwälder.
2330-353 NSG Oldenburger See und Umgebung123Brunsmark, Horst, LehmradeErhaltung eines verlandenden, standortgemäß typisch ausgeprägten Flachsees in enger Verzahnung mit den umgebenden Sümpfen, Brüchen, Röhrichten, nassem Grünland und Nasswäldern, insbesondere auch als Brut- und Rastgebiet für den Kranich.
2330-391 Salemer Moor und angrenzende Wälder und Seen678Mustin, Ratzeburg (Stadt), Salem, ZiethenErhaltung weitgehend ungenutzter Seen, Moore, extensiv genutzter bis ungenutzter Wälder und angrenzender Kleingewässer- und strukturreicher Extensivgrünlandflächen, unterschiedlichen Trophie- und Entwicklungsstadien mit naturgemäßen Grund- und Bodenwasserständen, auch als Lebensräume des Kammmolches, der Rotbauchunken sowie der Großen Moosjungfer. Für die LRT 3110 und 91D0* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.4
2331-393 Amphibiengebiete westlich Kittlitz664Kittlitz, Mustin, Salem, Seedorf, Sterley, ZiethenErhaltung eines gewässerreichen Biotop-komplexes aus Wald, Grünland und Heideresten mit zum Teil individuen-reichen Beständen von Kammmolch, Rotbauchunke und Bauchiger Windelschnecke.4 195 208
2331-394 Schaalsee mit angrenzenden Wäldern und Seen2.191Kittlitz, Klein Zecher, Mustin, Salem, Seedorf, SterleyErhaltung eines zusammenhängenden, stark gegliederten, eingeschnittenen Rinnensystems der schleswig-holsteinischen Schaalsee-Landschaft mit seinen charakteristischen Werdern, Haupt- und Nebenbecken, den benachbarten vermoorten Rinnen mit eingelagerten kleineren Seen, nassem Extensivgrünland, Sümpfen und Übergängen zu Nasswäldern sowie den angrenzenden, bewaldeten oder strukturreichen Offenflächen auf mineralischem Standort, mit naturnahen Grund- und Bodenwasserständen auch als Lebensräume des Fischotters und des Steinbeißers. Für den LRT 91D2* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.129 159 162
2331-491 Schaalsee-Gebiet8.468Bäk, Groß Sarau, Gudow, Hollenbek, Kittlitz, Klein Zecher, Mechow, Mustin, Ratzeburg (Stadt), Römnitz, Salem, Seedorf, Sterley, ZiethenDas Gebiet bietet ein komplex vernetztes System hoher Vielfalt an wenig gestörten natürlichen bis halbnatürlichen Lebensräumen. Erhaltung an diese Verhältnisse angepasster stabiler Brutpopulationen und die Erhaltung des Gebietes als bedeutender Gastvogel-lebensraum für Nahrung suchende, rastende und überwinternde Vögel. Zum Schutz der Großvögel ist das Gebiet von weiteren vertikalen Fremdstrukturen, wie Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen, insbesondere im Umfeld der Bruthabitate freizuhalten.4 129 152 159 160 162 169 176 177 195 208
2427-302 Talwald Hahnenkoppel33Reinbek (Stadt), WitzhaveErhaltung eines regionaltypischen, naturnahen Feuchtwaldkomplexes in kleinstandörtlich bedingter, ungestörter Mischung und Abfolge bachbegleitender Eschenbestände, vielfach stauwassergeprägter Erlen-Eschen- bis Erlen-Eschen-Hainbuchenwälder und bodensaurer (Eichen-) Buchenwälder.197
2428-393 Wälder im Sachsenwald und Schwarze Au1.533Aumühle, Brunstorf, Havekost, Kasseburg, Sachsenwald (Forstgutsbezirk), Schwarzenbek (Stadt)Erhaltung großer strukturreicher und weitgehend unzerschnittener Waldgebiete des Sachsenwaldes auf historischem Waldstandort, mit einem standorttypischen Mosaik aus verschiedenen naturnahen Laub- und Mischwaldkomplexen, Fließgewässersystemen sowie strukturreichen Waldinnen und -außenrändern, insbesondere auch als Lebensraum von Kammmolch, Laub- und Moorfrosch sowie einer vielfältigen Vogelfauna. Für den LRT 9190 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
2429-301 Birkenbruch südlich Groß Pampau11Groß Pampau, Müssen, SahmsErhaltung der typischen Ausprägung eines in einer Geländesenke gelegenen, sehr gut erhaltenen und in dieser Form seltenen meso- bis oligotrophen Torfmoos-Birkenbruches mit hohen Wasserständen, quelligen Bereichen und Quellbach.
2429-304 Kiefholz148Talkau, TrammErhaltung alter, zusammenhängender Waldbereiche mit einem standortgerechten Waldgesellschaftsmosaik aus Waldmeister-Buchenwäldern, Eichen-Hainbuchenwäldern sowie kleinflächigen quelligen Eschen- und Erlen-Eschenwäldern im Bereich der Waldbäche.
2429-353 Kleinstmoore bei Hornbek20Hornbek, RoseburgErhaltung der fünf moortypologisch unterschiedlichen Nieder- und Übergangsmoore in zum Teil lehrbuchartiger Vegetationszonierung mit Randlage und zentral baumfreier Schwingdecke aus wollgrasreichen Torfmoosschwingdecken, feuchten Hochstaudenfluren, Hochmoorvegetation, torfmoosreichen Fadenseggenriedern sowie umgebendem Kiefernwald und Feuchtwiesen.134
2430-302 Rosengartener Moor16GudowErhaltung eines nährstoff- und basenarmen, naturnahen, lebenden Kesselmoores (Hochmoor) mit standort- und naturraumtypischer Arten- und Habitatvielfalt einschließlich der Erhaltung seiner angrenzenden standorttypischen Waldgesellschaften durch weitgehend naturnahe hydrologische Bedingungen des Gesamtgebietes.
2430-353 Langenlehstener Heide21LangenlehstenErhaltung eines naturnahen, überwiegend offen gehaltenen, aber sonst ungestörten, Wärmeheidekomplexes, mit arten- und strukturreichen trockenen und feuchten Heidegesellschaften, Mager- und Borstgrasrasen, teils in natürlicher wechsel- oder dauernasser Überstauung sowie eingestreuten Gehölzinseln und lichten Waldflächen der potentiell natürlichen Vegetation.
2430-391 Seenkette Drüsensee bis Gudower See mit angrenzenden Wäldern u.a.459Besenthal, Grambek, Gudow, Lehmrade, Mölln (Stadt)Erhaltung eines teilweise vermoorten, wärmebegünstigten Talrinnensystems mit zentralem naturnahen Fließgewässer und eng verzahnten Lebensräumen des nassen Grünlandes, der Seggenrieder, Röhrichte, Sümpfe und Quellbereiche, verschiedener Seentypen (dystroph, oligotroph, mesotroph, eutroph) bis zu Mooren und Nass-Wäldern sowie der randlichen trockenen und wärmeliebenden mageren Gras- und Staudenfluren, lichten Eichenwälder und standorttypischen Buchenwälder, insbesondere auch als Lebensraum beispielsweise einer seltenen Käfer- und Schneckenfauna. Für den LRT 6410 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.130
2430-392 Talhänge bei Göttin, Grambeker Teiche und Umgebung340Besenthal, Göttin, Grambek, LangenlehstenErhaltung eines naturnahen Ausschnittes von Sander- und Niederungsflächen eines eiszeitlich entstandenen Rinnentales einschließlich ausgeprägter Randhänge mit ihren charakteristischen Lebensräumen. Es sollen eng verzahnte Komplexe aus Heiden, Trockenrasen und lichten Waldformen in unterschiedlichen Nutzungs-, Pflege- und Sukzessionsstadien sowie die von naturnahen Waldflächen und extensivem Grünland umgebenen Kleingewässer und extensiv genutzten Teichanlagen insbesondere als Lebensraum des Kammmolches und der Rotbauchunke erhalten werden. Für den LRT 6230* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.133
2431-391 Amphibiengebiet Seedorfer Forst213Klein Zecher, SeedorfErhaltung eines kleingewässerreichen Wald-Grünland-Acker-Komplexes, der eines der drei bedeutendsten Vorkommen der Rotbauchunke in Schleswig-Holstein, individuenreiche Vorkommen des Kammmolches sowie weitere Amphibienarten wie Laubfrosch, Knoblauchkröte und Moorfrosch aufweist.
2431-392 Hakendorfer Wälder85Hollenbek, Klein ZecherErhaltung eines Wald-Grünlandkomplexes vorwiegend grundwassernaher Standorte mit unbeeinträchtigten Bodenstrukturen, zahlreichen nassen Senken und kleinteiligem Wechsel von buchendominierten Waldtypen mit hohem Eichenanteil unter Beteiligung auch dauerhaft unbewirtschafteter Altwaldflächen, einschließlich vielfältiger Übergänge zu benachbarten strukturreichen Gewässersystemen und Offenlandbiotopen sowie intakten Feuchtbereichen, insbesondere auch als Lebensraum für Kammmolch und Rotbauchunke.
2527-302 NSG Dalbekschlucht74Börnsen, Escheburg, Kröppelshagen-FahrendorfErhaltung naturnaher, reicherer bis ärmerer Buchenwälder mit Übergängen zu offeneren, strukturreichen Lebensräumen der reliefarmen Hohen Geest sowie zu Nasswäldern in einem streckenweise quelligen aktiven Erosionstal mit natürlicher Struktur und Dynamik des Baches.165
2527-391 Besenhorster Sandberge und Elbinsel249Geesthacht (Stadt)Im Wechselspiel mit den südlich anschließenden, tide- und hochwasserbeeinflussten Niederungsbereichen der Sandaue ist der komplexe Landschaftsausschnitt mit charakteristischen Lebensräumen und ihren Wechselbeziehungen sowie im Bereich der eigentlichen Flutrinne in ihrer natürlichen Dynamik zu erhalten. Dazu gehören die extensiv beweideten Offenlandbereiche der durch Qualmwassereinfluss oder direkte Überflutung geprägten Sandwiesen und der Elbinsel mit wechselnassen Mulden, verlandeten Flutrinnen und angrenzenden Tide-Auenwaldbeständen, Flussufer und Wasserflächen. Die angrenzenden höher liegenden Dünenbereiche sind in ausreichendem Umfang als spezielle Lebensräume charakteristischer Arten, unter anderem Vogelarten, offen zu halten und in enger Verzahnung mit Trockenrasen und Eichenwäldern zu sichern. Für den LRT 6440 (Brenndolden-Auenwiesen) soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden. Eine Teilfläche des Gebietes ist Gegenstand des länderübergreifenden LIFE-Projektes „Regeneration des limnischen Elbe-Ästuars unter anderem für Oenanthe conioides. Ziel des Projektes ist die Schaffung tidebeeinflusster Lebensräume und davon abhängiger Arten. Sofern Konkurrenzsituationen zu in dieser Teilfläche gegenwärtig vorkommenden LRT oder Arten auftreten, sind die Ziele des LIFE-Projektes als vorrangig zu bewerten.143
2527-421 NSG Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen150Geesthacht (Stadt)In dem einzigartigen Binnendünengebiet der schleswig-holsteinischen Elbniederung östlich von Hamburg mit den eingeschlossenen Stromtal-Grünlandbereichen sind die Ziele auf die Erhaltung stabiler Brutpopulationen und der jeweiligen Lebensräume der Wiesen- und Gehölzbrüter sowie der Vogelgemeinschaften von Heiden und Trockenrasen gerichtet. Hierbei stehen insbesondere die Vermeidung von Störungen während der Brut- und Aufzuchtzeit sowie die Sicherung eines vielfältigen Nahrungsangebotes im Vordergrund. Eine Teilfläche des Gebietes ist Gegenstand des länderübergreifenden LIFE-Projektes „Regeneration des limnischen Elbe-Ästuars unter anderem für Oenanthe conioides. Ziel des Projektes ist die Schaffung tidebeeinflusster Lebensräume und davon abhängiger Arten. Sofern Konkurrenzsituationen zu in dieser Teilfläche gegenwärtig vorkommenden LRT oder Arten auftreten, sind die Ziele des LIFE-Projektes als vorrangig zu bewerten. 143
2528-301 GKSS-Forschungs-zentrum Geesthacht0,02Geesthacht (Stadt)Erhaltung des südöstlichsten Winterquartiers der Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) als eines von drei bestätigten Vorkommen in Schleswig-Holstein. Das Winterquartier beherbergt darüber hinaus die Wasserfledermaus, die Fransenfledermaus und das Braune Langohr (Anhang IV der FFH-Richtlinie).
2529-301 Nüssauer Heide88Büchen, SiebeneichenErhaltung großflächiger Restbestände der „Lauenburgischen Wärmeheide“ im Komplex mit Offensandflächen, Silbergrasfluren, Sandmagerrasen, Solitärbäumen und Gehölzgruppen.
2529-302 Stecknitz-Delvenau63Bröthen, Büchen, Dalldorf, Lanze, WitzeezeErhaltung des Fließgewässers der (Stecknitz-) Delvenau mit dauerhafter Wasserführung als naturnah mäandrierender Bach mit gehölzfreien und teilweise gehölzbestandenen Uferabschnitten.189
2529-306 Gülzower Holz448Brunstorf, Grabau, Gülzow, Kollow, Schulendorf, Schwarzenbek (Stadt), WangelauErhaltung eines großen zusammenhängenden naturnahen Waldkomplexes auf historisch alten Waldstandorten mit unterschiedlichen standortheimischen Waldgesellschaften wie Eichen-Hainbuchenwälder in räumlichen Nebeneinander und Übergängen zu mesophilen Waldmeister-Buchenwäldern, bodensauren und basenreichen Buchenwaldgesellschaften sowie bodensauren Eichenwäldern.
2530-421 Langenlehsten1.760Besenthal, Bröthen, Gudow, LangenlehstenDas Gebiet enthält Reste der lauenburgischen Wärmeheiden. Es beinhaltet die bedeutendsten Vorkommen von Heidelerche und Ortolan sowie – zusammen mit dem Schaalseegebiet – des Neuntöters in Schleswig-Holstein. Erhaltung einer strukturreichen, vielfältigen Landschaft mit einer Vielzahl von Grenzlinien als Lebensraum für die oben genannten Vogelarten. Im Gesamtgebiet ist die Erhaltung eines offenen bis halboffenen Gebietscharakters anzustreben. Eine wesentliche Erhöhung des Waldanteils ist zu vermeiden. Zum Schutz der vorkommenden Großvögel ist das Gebiet von Strukturen wie Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen freizuhalten. Im Teilbereich „Langenlehstener und Bröthener Heide“ ist insbesondere der Erhalt eines ausreichenden Anteils offener Sandböden bis zu frühen Sukzessionsstadien von Brache und Heidelebensräumen sowie lückiger Wald- und Waldrandbereiche zu gewährleisten. Eine Ausweitung des Waldanteils zugunsten von Waldarten ist nicht anzustreben. Bei Zielkonflikten ist der Erhaltung der Arten der aufgelockerten Waldbereiche Vorrang einzuräumen. Im Teilbereich „Lehstener Moor“ ist insbesondere die Absenkung des Wasserstandes zu vermeiden und eine extensive Nutzung des Großteils der Flächen anzustreben.
2628-392 Elbe mit Hohem Elbufer von Tesperhude bis Lauenburg mit angrenzenden Flächen733Geesthacht (Stadt), Lanze, Lauenburg/ Elbe (Stadt), SchnakenbekErhaltung eines charakteristischen Abschnittes der Elb-Auenlandschaft im Bereich der Prallhänge bei Lauenburg mit dem Fließgewässer in naturnaher Dynamik und enger Verzahnung von angrenzenden strukturreichen, regelmäßig überschwemmten oder von Qualmwasser beeinflussten Lebensraumkomplexen aus teilweise flachgründigen Uferabschnitten, Flutmulden, offenen Pionierbeständen, naturraumcharakteristischem Stromtalgrünland, wärmeexponierten Gras- und Staudenfluren, Röhrichten, Weidengebüschen bis zu weitgehend ungenutzten, teilweise durch Hangquellen beeinflussten Auen- und lichten Hangwäldern sowie naturraumtypischen Wäldern der Oberhangflächen einschließlich der Bachschluchten und Mündungsbereiche von Seitentälern, auch als Lebensräume insbesondere für die genannten Fischarten und den Biber sowie für die Arten Moorfrosch und Zauneidechse. Für den LRT 9180* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.142 168 189
Hansestadt Lübeck/ Kreis Ostholstein
1931-301 Ostseeküste am Brodtener Ufer2.082, davon 13 Hansestadt Lübeck, 2 Kreis Ostholstein, 2.067 keine KreiszuordnungStadt Lübeck: Hansestadt Lübeck Kreis Ostholstein: Timmendorfer StrandErhaltung eines der markantesten Steilufer der schleswig-holsteinischen Ostseeküste einschließlich der dynamischen Prozesse und der LRT der vorgelagerten Meeresbereiche. Weiterhin ist die Bedeutung der Steilküste als Koloniestandort für Uferschwalben sowie der Meeresbereiche als günstiger Nahrungslebensraum für Rastvögel sowie als möglichst störungsfreier Überwinterungslebensraum für Meeresenten zu erhalten.
Kreis Pinneberg/ Kreis Steinburg
2024-392 Moore der Breitenburger Niederung513, davon 181 Kreis Pinneberg, 232 Kreis SteinburgKreis Pinneberg: Westerhorn Kreis Steinburg: Auufer, Breitenburt, Hohenfelde, Moordiek, Westermoor, WulfsmoorErhaltung einer ursprünglich großräumigen Hochmoorlandschaft im Übergangsbereich der Barmstedter-Pinneberger Geest, Störniederung und Elbmarsch mit einer Vielzahl, teilweise in Renaturierung befindlicher, hochmoorspezifischer LRT.
2124-301 Klein Offenseth-Bokelsesser Moor473, davon 423 Kreis Pinneberg, 50 Kreis SteinburgKreis Pinneberg: Brande-Hörnerkirchen, Groß Offenseth-Aspern, Klein Offenseth-Sparrieshoop Kreis Steinburg: Horst (Holstein)Erhalt eines großflächigen, teilweise vernässten atlantischen Hochmoores mit Biotopkomplexen unterschiedlicher Hochmoorlebensraumtypen wie Hochmoorgrünland oder Handtorfstich-Bereichen (überwiegend Birkenstadium).
Kreis Stormarn/ Kreis Segeberg/ Hansestadt Lübeck
2127-391 Travetal1.288, davon 744 Kreis Stormarn, 472 Kreis Segeberg, 73 Hansestadt LübeckKreis Stormarn: Bad Oldesloe (Stadt), Barnitz, Feldhorst, Hamberge, Klein Wesenberg, Meddewade, Reinfeld (Holstein) (Stadt), Travenbrück, Wesenberg, Westerau Kreis Segeberg: Bad Segeberg (Stadt), Bebensee, Dreggers, Groß Rönnau, Högersdorf, Klein Gladebrügge, Klein Rönnau, Krems II, Negernbötel, Neversdorf, Rohlstorf, Schackendorf, Schwissel, Traventhal, Wakendorf I, Stadt Lübeck: Hansestadt LübeckErhaltung eines weiträumigen ökologischen Verbundes verschiedener Lebensräume und intakter Talräume auch als Wanderkorridor für Arten zwischen der Holsteinischen Vorgeest über und innerhalb des Östlichen Hügellandes bis hin zur Ostsee. Besondere Bedeutung kommt dabei der Erhaltung naturnaher bzw. weitgehend naturnaher Gewässerstrecken und dem vielfältigen, in Teilbereichen noch dynamischen Erscheinungsbild der Trave mit Tunnel- und Durchbruchstälern im Wechsel mit weitläufigen Niederungen einschließlich der offenen Seitengewässer zu. Zu erhalten ist das Gewässersystem der Trave auch als Lebensraum unter anderem einer ursprünglichen Molluskenfauna, des Steinbeißers, des Bachneunauges sowie des Fluss- und Meerneunauges. Die Erhaltung eines naturraumtypischen Wasserhaushalts und einer guten Wasserqualität ist im gesamten Gebiet erforderlich. Für die LRT 1340*,7230, 9180*, 91E0* und die Art 1032 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden. Kreis Stormarn: 92
Hansestadt Lübeck/ Kreis Stormarn
2129-353 Wüstenei226, davon 165 Hansestadt Lübeck, 61 Kreis StormarnStadt Lübeck: Hansestadt Lübeck Kreis Stormarn: Badendorf, HeilshoopErhaltung eines aus mageren, artenreichen Mäh- und Weiderasen, Staudenfluren, eines alten und dichten Knicknetzes mit Einzelbäumen, Gehölzgruppen und Gebüschen mit Alt- und Totholz sowie eines naturnahen Buchenwaldgebietes mit natürlichen Feucht- und Bruchwaldanteilen bestehenden, insgesamt ungestörten Lebensraumkomplexes mit unverbautem Gewässernetz, insbesondere auch als Lebensraum für den Kammmolch.
Kreis Pinneberg/ Kreis Segeberg
2225-303 Pinnau / Gronau57, davon 54 Kreis Pinneberg, 3 Kreis SegebergKreis Pinneberg: Bilsen, Borstel-Hohenraden, Pinneberg (Stadt), Quickborn (Stadt), Rellingen, Tangstedt Kreis Segeberg: EllerauErhaltung der Pinnau zwischen Pinneberg und der Wulfsmühle als abschnittsweise naturnaher, noch tidebeeinflusster Elbnebenfluss mit ästuartypischer Dynamik sowie der Pinnau und Gronau oberhalb der Wulfsmühle als naturnahes, mäandrierendes Fließgewässer mit meist ausgeprägter Talaue in natürlicher Dynamik. Die Pinnau und Gronau sind als Wander- sowie potenzielles Laich-, Aufwuchs- und Rückzugshabitat für Neunaugen zu erhalten. Für den LRT 91E0* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
Kreis Segeberg Kreis/ Ostholstein
1929-351 Heidmoor-niederung337, davon 280 Kreis Segeberg, 57 Kreis OstholsteinKreis Segeberg: Glasau, Seedorf, Travenhorst Kreis Ostholstein: AhrensbökErhaltung einer strukturreichen Niederungslandschaft mit renaturierungsfähigen degradierten Hoch- und Niedermoorflächen, Offenland- sowie großflächigen Sukzessionsbereichen.38
1929-401 Heidmoor-Niederung339, davon 279 Kreis Segeberg, 60 Kreis OstholsteinKreis Segeberg: Glasau, Seedorf, Travenhorst Kreis Ostholstein: AhrensbökErhaltung der Heidmoor-Niederung, einem zentral gelegenen Hochmoorrest, umgeben von brachliegendem und teilweise extensiv genutztem Feuchtgrünland auf Niedermoor, als bedeutendem Lebensraum für Moor- und Wiesenvögel, insbesondere für den Wachtelkönig und den Neuntöter.
2028-401 Wardersee1.042, davon 1.026 Kreis Segeberg, 16 Kreis OstholsteinKreis Segeberg: Pronstorf, Rohlstorf, Schieren, Wensin, Westerrade Kreis Ostholstein: AhrensbökErhaltung des Gebietes mit dem Warder See als bedeutendstes Rastgebiet für Schwäne, Gänse und Limikolen im südlichen Holstein. Hierfür sind vor allem störungsarme Gewässer- und Landbereiche während der Rastzeiten zu erhalten. Der See ist ferner ein wichtiges Rastgebiet für den Fischadler. Ziel ist die Erhaltung stabiler und reproduktionsfähiger Brutpopulationen einschließlich der Erhaltung ihrer Lebensräume.
Kreis Segeberg/ Kreis Stormarn
2226-391 Alstersystem bis Itzstedter See und Nienwohlder Moor1.165, davon 676 Kreis Segeberg, 489 Kreis StormarnKreis Segeberg: Henstedt-Ulzburg, Itzstedt, Kayhude, Kisdorf, Nahe, Oering, Sülfeld, Wakendorf II Kreis Stormarn: Bargfeld-Stegen, Nienwohld, TangstedtErhaltung der Oberalsterniederung mit ihren Nebenbächen und Mooren als naturnahes Fließgewässersystem mit vielfältigen Auenbiotopen sowie einer ausgeprägten Überflutungsdynamik und natürlichen Quelltätigkeit in verschiedenen Bereichen. Für die LRT 3260, 6510 und 7120 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.76 100
2226-401 Alsterniederung908, davon 569 Kreis Segeberg, 339 Kreis StormarnKreis Segeberg: Henstedt-Ulzburg, Itzstedt, Kayhude, Nahe, Sülfeld, Wakendorf II Kreis Stormarn: Nienwohld, TangstedtErhaltung stabiler und reproduktionsfähiger Brutpopulationen einschließlich Erhalt ihrer Lebensräume. Erhalt der offenen Grünlandlandschaft auf Niedermoor einschließlich der Alster, der randlichen Moore sowie des ausgedehnten Nienwohlder Moores (Hochmoor) als Lebensraum der genannten Vogelarten. Maßgeblich dafür sind die extensiv genutzten Feuchtgrünlandflächen mit Bracheanteilen sowie die wiedervernässten Moorflächen. Für den Großen Brachvogel und seine Lebensräume soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.76 100
2326-301 Wittmoor139, davon 66 Kreis Segeberg, 70 Kreis StormarnKreis Segeberg: Norderstedt (Stadt) Kreis Stormarn: TangstedtErhaltung des Wittmoores als eines des größten und mit verhältnismäßig hohem Renaturierungspotenzial ausgestatteten Resthochmoores des Naturraumes Hamburger Ring. Vorrangiges Ziel ist dabei der Erhalt der ehemaligen Hochmooroberfläche, der Regenerationskomplexe und der im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen wiedervernässten Moorflächen, auch als Lebensraum der Großen Moosjungfer. Der Eigendynamik von Entwicklungsprozessen wird dabei Vorrang eingeräumt.109
Hansestadt Lübeck/ Kreis Herzogtum Lauenburg
2130-391 Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee345, davon 260 Hansestadt Lübeck, 85 Kreis Herzogtum LauenburgStadt Lübeck: Hansestadt Lübeck Kreis Herzogtum Lauenburg: Groß Grönau, Groß Sarau Das ausgewählte Gebiet ist als eines der artenreichsten Gebiete Schleswig-Holsteins mit vor allem reicher Wirbellosenfauna und Flora. Es ist als besonders komplexer, kleinstrukturierter Landschaftsausschnitt durchweg auf natürliche Nährstoffarmut eingestellter Lebensräume mit zum Teil langer Habitatkontinuität und herausragender biozönotischer Ausstattung zu erhalten. Die Erhaltung oder gegebenenfalls Wiederherstellung einer naturnahen Trophie, eines intakten naturraumtypischen Wasserhaushalts und -chemismus sowie die extensive Nutzung oder Pflege bestimmter LRT ist im ganzen Gebiet erforderlich. Bei Zielkonflikten hat die für die langfristige Sicherung der Artenvielfalt wichtige Erhaltung offener Bereiche in der Regel Vorrang. Für den LRT 6230* soll ein günstiger Erhaltungszustand in Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.201
Kreis Pinneberg/ Kreis Steinburg/ Kreis Dithmarschen
2323-392 Schleswig-Holsteinisches Elbästuar und angrenzende Flächen19.264, davon 5.026 Kreis Pinneberg, 5.882 Kreis Steinburg, 1.395 Kreis Dithmarschen, 6.961 keine KreiszuordnungKreis Pinneberg: Appen, Elmshorn (Stadt), Haselau, Haseldorf, Hetlingen, Holm, Moorrege, Neuendeich, Pinneberg (Stadt), Prisdorf, Raa-Besenbek, Seester, Seestermühe, Tornesch (Stadt), Uetersen (Stadt), Wedel (Stadt) Kreis Steinburg: Bahrenfleth, Beidenfleth, Bekmünde, Borsfleth, Breitenberg, Breitenburg, Brokdorf, Büttel, Glückstadt (Stadt,) Heiligenstedten, Hodorf, Itzehoe (Stadt), Kellinghusen (Stadt), Kollmar, Kollmoor, Kronsmoor, Landrecht, Lohbarbek, Mühlenbarbek, Münsterdorf, Neuendorf bei Elmshorn, Oelixdorf, Sankt Margarethen, Stördorf, Westermoor, Wewelsfleth, Winseldorf, Wittenbergen Kreis Dithmarschen: Brunsbüttel (Stadt), Neufeld, Neufelderkoog
  • des Gebietes mit seinen dort vorkommenden LRT und FFH-Arten zur langfristigen Gewährleistung der biologischen Vielfalt und der Kohärenz des europäischen ökologischen Netzes „Natura 2000“. Für die Arten 1601* und 1102 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
  • des Elbästuars mit seinen Salz-, Brack- und Süßwasserzonen und angrenzenden Flächen als möglichst naturnahes Großökosystem mit allen Strukturen und Funktionen,
  • der ungestörten Zonierung von Flusswatten bis Hartholzauenwälder unter unbeeinträchtigtem Tideneinfluss, tide- und fließdynamik-geprägten Prielen und Nebenelben vor und hinter Deichen sowie Grünlandflächen im

ungehinderten Hochwasser-Einfluss.

Kreis Pinneberg: 34, 48, 139 Kreis Steinburg/ Kreis Pinneberg 163 Kreis Steinburg: 164
2323-401 Unterelbe bis Wedel7.421, davon 4.056 Kreis Pinneberg, 1.135 Kreis Steinburg, 1.004 Kreis Dithmarschen, 1.232 keine KreiszuordnungKreis Pinneberg: Haselau, Haseldorf, Hetlingen, Holm, Moorrege, Neuendeich, Seestermühe, Wedel (Stadt) Kreis Steinburg: Bahrenfleth, Borsfleth, Glückstadt (Stadt), Kollmar, Neuendorf bei Elmshorn, Wewelsfleth Kreis Dithmarschen: Brunsbüttel (Stadt), Neufeld, Neufelderkoog Erhaltung der besonderen Bedeutung der Unterelbe bis Wedel als Brutgebiet für Greifvögel, Blaukehlchen, Flussseeschwalben und Vögel des Grünlands und der Röhrichte und als Rastgebiet insbesondere für Limikolen, Seeschwalben und Enten. Die Grünlandflächen sind als ein wichtiges Überwinterungsgebiet für verschiedene Gänse zu erhalten. Erhaltung einer strukturreichen, vielfältigen, naturnahen Landschaft als Lebensraum für die oben genannten Vogelarten. Von besonderer Bedeutung ist der Erhalt der Flachwasser-, Watt- und Röhrichtflächen. Die Ausweitung des Tideeinflusses auf weitere Gebietsteile ist anzustreben. Weiterhin ist die den Erfordernissen des Vogelschutzes angepasste, extensive Nutzung bzw. Pflege der Grünlandflächen als Brutgebiet für Wiesenvögel und Äsungsfläche für Schwäne, Gänse und Enten wichtig. Das Neufelder Vorland nimmt innerhalb des Gesamtgebietes eine Sonderstellung ein, da es schon deutlich durch die Nordsee beeinflusst ist. Das Artenspektrum weicht daher deutlich von den übrigen Gebietsteilen ab. Diese besonderen Bedingungen sind zu erhalten.Kreis Pinneberg: 34, 48, 139 Kreis Steinburg/ Kreis Pinneberg 163
Kreise Herzogtum Lauenburg/ Kreis Stormarn
2427-391 Bille217, davon 95 Kreis Herzogtum Lauenburg, 122 Kreis Stormarn Kreis HerzogtumLauenburg: Aumühle, Hamfelde, Koberg, Köthel, Kuddewörde, Mühlenrade, Sachsenwald (Forstgutsbezirk), Wentorf bei Hamburg, Wohltorf Kreis Stormarn: Grande, Hamfelde, Hohenfelde, Köthel, Reinbek (Stadt), Trittau, WitzhaveErhaltung des sich eigendynamisch entwickelnden Fließgewässers Bille und der einbezogenen Nebengewässerabschnitte mit stabiler, naturnaher, oft kiesig-steiniger Gewässersohle in einem zum Teil engen, schluchtartigen, zum Teil sehr weiten Talraum. Das Gebiet ist weiterhin geprägt durch unter anderem talraumbegleitende Hochstaudenfluren, Nasswiesen, Buchenwälder und auwaldartige Bruch- und Galeriewälder, vereinzelt auch typischen Auwaldkernen mit periodischer Überschwemmung oder in Quellbereichen. Das Gebiet gehörte zu den bedeutenden Fluss-/ Bachmuschel-Lebensräumen in Schleswig-Holstein. Die Bille hat eine herausragende Bedeutung für den Groppenbestand des Landes Schleswig-Holstein, da Groppen nur noch hier vorkommen. Für den LRT 91E0* und die Art 1032 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.122
2428-492 Sachsenwald-Gebiet7.474, davon 7.368 Kreis Herzogtum Lauenburg, 106 Kreis StormarnKreis Herzogtum Lauenburg: Aumühle, Börnsen, Brunstorf, Dassendorf, Grabau, Grove, Gülzow, Havekost, Kasseburg, Kollow, Kröppelshagen-Fahrendorf, Kuddewörde, Möhnsen, Müssen, Sachsenwald (Forstgutsbezirk), Schulendorf, Schwarzenbek (Stadt), Wangelau, Wentorf bei Hamburg, Wohltorf Kreis Stormarn: Grande, Reinbek (Stadt), WitzhaveDas Vogelschutzgebiet umfasst das größte geschlossene Waldgebiet des Landes Schleswig-Holstein, den Sachsenwald mit der Schwarzen Au, den sehr naturnahen Laubwaldbestand des Gülzower Holzes und einen Bereich des Billetals (NSG Billetal). Im Sachsenwald ist insbesondere die Erhaltung des naturnahen und strukturreichen Mischwaldbestandes und im Gülzower Holz insbesondere die Erhaltung des naturnahen, alten und strukturreichen Laubwaldbestandes zu gewährleisten. Für die Fließgewässer im Gebiet, vor allem die naturnahen Bereiche der Bille und der Schwarzen Au, ist insbesondere die Erhaltung eines naturnahen und dynamischen Fließgewässersystemes mit Prallhängen, Überschwemmungs- und Flachwasserbereichen sowie Flussbett-verlagerungen zu gewährleisten. Zum Schutz der vorkommenden Großvögel ist das Gebiet von weiteren vertikalen Fremdstrukturen wie Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen freizuhalten.122
Kreis Dithmarschen/ Kreis Nordfriesland (Planungsraum I)
0916-391 Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und angrenzende Küstengebiete452.101Kreis Dithmarschen: Büsum, Büsumer Deichhausen, Elpersbüttel, Friedrichsgabekoog, Friedrichskoog, Hedwigenkoog, Hellsch.-Herings.-Untersch. Kaiser-Wilhelm-Koog, Kronprinzenkoog, Meldorf (Stadt), Neufelderkoog, Nordermeldorf, Warwerort, Wesselburener-koog, Westerdeichstrich Kreis Nordfriesland: Borgsum, Dagebüll, Dunsum Elisabeth-Sophien-Koog, Emmelsbüll-Horsbüll, F.-W.-Lübke-Koog, Gröde, Grothusenkoog, Hallig Hooge, Hattstedtermarsch, Hörnum (Sylt), Husum (Stadt), Kampen (Sylt), Klanxbüll, Langeneß, List auf Sylt, Midlum, Nebel, Nieblum, Norddorf auf Amrum, Nordstrand, Ockholm, Oevenum, Oldsum, Pellworm, Reußenköge, Rodenäs, Sankt Peter-Ording, Simonsberg, Sylt, Tating, Tönning (Stadt), Tümlauer Koog, Uelvesbüll, Utersum, Witsum, Wittdün auf Amrum, Wobbenbüll, Wrixum, Wyk auf Föhr (Stadt)Das Wattenmeer einschließlich bestimmter angrenzender Offshore- Bereiche ist als ein durch den ständigen Wechsel zwischen Ebbe und Flut geprägter Übergangsbereich vom Land zum Meer in den überwiegenden Teilen vorrangig durch Gewährleistung ungestörter Abläufe der Naturvorgänge, insbesondere auch als Lebensraum für Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale sowie Rundmäuler und mehrere Fischarten zu erhalten. Ziel ist dabei auch die Erhaltung der Beziehungen zwischen den Teilbereichen des Gesamtgebietes und den angrenzenden Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung, die auf den Inseln und an der Festlandsküste liegen, insbesondere der biotische und abiotische Stoffaustausch und -transport, der Austausch von Sand und Schwebstoffen beispielsweise für die Erhaltung von LRT wie Dünen und Salzwiesen sowie der biogenen Austauschprozesse zwischen den Teilgebieten von unter anderem Plankton, Wirbellosen, Fischen und Vögeln.Kreis Dithmarschen: 45, 136 Kreis Nordfriesland: 1, 5, 10, 14, 16, 73, 78, 79, 85, 86, 146
0916-491 Ramsar-Gebiet Schleswig-holsteinisches Wattenmeer und angrenzende Küstengebiete463.570Kreis Dithmarschen: Barlt, Busenwurth, Büsum, Büsumer Deichhausen, Elpersbüttel, Friedrichsgabekoog, Friedrichskoog, Groven, Hedwigenkoog, Hellsch.-Herings.-Untersch, Kaiser-Wilhelm-Koog, Karolinenkoog, Kleve, Kronprinzenkoog, Lehe, Meldorf (Stadt), Neufelderkoog, Nordermeldorf Sankt Annen, Warwerort, Wesselburenerkoog, Westerdeichstrich, Wöhrden Kreis Nordfriesland: Borgsum, Dagebüll, Drage, Dunsum, Elisabeth-Sophien-Koog, Emmelsbüll-Horsbüll, F.-W.-Lübke-Koog, Friedrichstadt (Stadt), Gröde, Grothusenkoog, Hallig Hooge, Hattstedtermarsch, Hörnum (Sylt), Husum (Stadt), Kampen (Sylt), Klanxbüll, Koldenbüttel, Langeneß, List auf Sylt, Midlum, Nebel, Nieblum, Norddorf auf Amrum, Nordstrand, Ockholm, Oevenum, Oldenswort, Oldsum, Pellworm, Reußenköge, Rodenäs, Sankt Peter-Ording, Simonsberg, Sylt, Tating, Tönning (Stadt), Tümlauer Koog, Uelvesbüll, Utersum, Wenningstedt-Braderup, Witsum, Wittdün auf Amrum, Witzwort Wobbenbüll, Wrixum, Wyk auf Föhr (Stadt)Das Wattenmeer ist Übergangsbereich vom Land zum Meer. Es ist als Drehscheibe für Millionen von ziehenden Wat- und Wasservögeln aus skandinavischen und arktischen Brutgebieten sowie Brut-, Mauser- und Überwinterungsgebiet für hunderttausende Wat- und Wasservögel zu erhalten. Der Offshore-Bereich ist als wichtiges Nahrungs-, Mauser- und Rastgebiet für Seevogelarten wie Seetaucher und Meeresenten zu erhalten. Der größte Teil des Schleswig-Holsteinischen Wattenmeeres ist seit 1985 als Nationalpark geschützt. Oberstes Ziel ist hier die Erhaltung einer natürlichen Dynamik. Der Nationalpark und die angrenzenden Küstengebiete bilden eine Einheit, die die wesentlichen Bestandteile des Ökosystems Wattenmeer umfasst. Das Gesamtgebiet und die engen Beziehungen zwischen den Teilbereichen des Gesamtgebietes sind zu erhalten. Brut- und Rastvögel der Halligen, Inseln und Köge nutzen die Watten und Wasserflächen des Nationalparks als Nahrungsgebiet. Halligen, Inseln und Köge sowie der Eiderbereich dienen als Brutgebiete und Hochwasser-Rastgebiete. Brutvögel der angrenzenden Gebiete wandern nach dem Schlupf der Jungvögel in das Wattenmeer und nutzen es als Aufzuchtgebiet. Die Flussmündungen bilden den Übergang von limnischen zu terrestrischen Lebensräumen, weisen eine spezielle und vielfältige Vogelfauna auf und sind integraler Bestandteil des Ökosystems Wattenmeer. In dem überwiegenden Teil des Gebietes (Nationalpark, Teile der Köge und Flussmündungen) hat der Prozessschutz Vorrang. In Bereichen, die stark durch traditionelle menschliche Nutzung geprägt sind, wie Teile der Halligen und der eingedeichten Köge, soll gezieltes Management zu einem günstigen Erhaltungszustand der Vogelbestände führen. Beispiele hierfür sind der Erhalt von Feuchtgrünland in den Kögen als Brut- und Rastgebiet für Vögel durch extensive Beweidung und die Gewährleistung hoher Wasserstände sowie die extensive Weide- und Mähwiesen-Nutzung weiter Bereiche der Halligen, um sie dort unter anderem als Nahrungsgebiete für die Ringelgans vorzuhalten.Kreis Dithmarschen: 45, 124, 125, 136 Kreis Nordfriesland: 1 5, 9, 10, 14, 16, 45, 60, 73, 75, 77, 78, 79, 85, 86, 96, 97, 98, 99, 136, 146
1719-391 Untereider3.603, davon 1.709 Kreis Dithmarschen, 1.894 Kreis NordfrieslandKreis Dithmarschen: Groven, Karolinenkoog, Kleve, Lehe, Sankt Annen, Wesselburenerkoog Kreis Nordfriesland: Drage, Friedrichstadt (Stadt), Koldenbüttel, Oldenswort, Tönning (Stadt), WitzwortDie Untereider ist ein großflächiges, überregional bedeutendes Feuchtgebiet im tidebeeinflussten Salz- und Brackwasserbereich des Eiderästuars, das jedoch seit Bau des Sperrwerks in weiten Teilen dem direkten Einfluss der Gezeiten entzogen ist. Erhaltung der bedeutenden Ästuarlebensräume, des extensiven Grünlandes und der Salzwiesen. Der weitgehend unverbaute Zustand des Gebietes, die ungestörten Ruhezonen, die Tidebeeinflussung, die salzwasserbeeinflussten Lebensräume sowie die barrierefreien Wanderstrecken zwischen Meer und Flussoberläufen für in das Süßwasser wandernde oder hier lebende Fische und Neunaugen bzw. deren bestehende Populationen sind gleichermaßen zu erhalten.Kreis Dithmarschen: 45, 77 Kreis Nordfriesland / Kreis Dithmarschen: 136
Kreis Dithmarschen/ Kreis Schleswig-Flensburg (Planungsraum I)/ Kreis Rendsburg-Eckernförde (Planungsraum II)
1622-391 Moore der Eider-Treene-Sorge-Niederung3.496, davon 617 Kreis Dithmarschen, 1.568 Kreis Schleswig-Flensburg, 1.311 Kreis Rendsburg-Eckernförde, Kreis Dithmarschen: Dellstedt, Dörpling, Tellingstedt, Tielenhemme Kreis Schleswig-Flensburg: Alt Bennebek, Bergenhusen, Erfde, Meggerdorf, Norderstapel, Tetenhusen, Tielen Kreis Rendsburg-Eckernförde: Christiansholm, Friedrichsgraben, Friedrichsholm, Hamdorf, Hohn, Königshügel, Lohe-Föhrden, Prinzenmoor, Sophiendamm Erhaltung eines Biotopkomplexes aus Hochmooren, Niedermooren und Flachseen und weiteren Feuchtlebensräumen in der weiträumigen Niederungslandschaft der Flüsse Eider, Treene und Sorge, der in seiner Größe und Ausprägung in Schleswig-Holstein einzigartig ist.Kreis Dithmarschen: 52 Kreis Schleswig-Flensburg: 6, 144 Kreis Rendsburg-Eckernförde: 156
Kreis Dithmarschen/ Kreis Nordfriesland/ Kreis Schleswig-Flensburg (Planungsraum I)/ Kreis Rendsburg-Eckernförde (Planungsraum II)
1622-493 Eider-Treene-Sorge-Niederung15.002, davon 2.523 Kreis Dithmarschen, 2.369 Kreis Nordfriesland, 7.316 Kreis Schleswig-Flensburg, 2.794 Kreis Rendsburg-EckernfördeKreis Dithmarschen: Dellstedt, Delve, Dörpling, Fedderingen, Hollingstedt, Krempel, Rehm-Flehde-Bargen, Schlichting, Stelle-Wittenwurth, Tellingstedt, Tielenhemme Kreis Nordfriesland: Fresendelf, Hude, Koldenbüttel, Ostenfeld (Husum), Ramstedt, Rantrum, Schwabstedt, Seeth, Süderhöft, Südermarsch, Winnert, Wisch, Wittbek Kreis Schleswig-Flensburg: Alt Bennebek, Bergenhusen, Börm, Dörpstedt, Erfde, Hollingstedt, Klein Bennebek, Kropp, Meggerdorf, Norderstapel, Silberstedt, Süderstapel, Tetenhusen, Tielen, Treia, Wohlde Kreis Rendsburg-Eckernförde: Bargstall, Christiansholm, Elsdorf-Westermühlen, Friedrichsgraben, Friedrichsholm, Hamdorf, Hohn, Königshügel, Lohe-Föhrden, SophiendammErhaltung der einzelnen Teilgebiete bestehend aus ausgedehnten Röhrichten, Hochstaudenfluren, Moorstadien, artenreichem Feuchtgrünland, wechselfeuchtem Grünland unterschiedlicher Nutzungsintensität, Überschwemmungswiesen und offenen Wasserflächen als Lebensraum insbesondere für Arten der Röhrichte, Weidengebüsche und Hochstaudenfluren, der Hochmoore und des offenen Grünlandes. Im gesamten Gebiet soll keine Absenkung des Wasserstandes unter den aktuellen Stand erfolgen; notwendige Anpassungen der Entwässerungsverhältnisse aufgrund von Bodensackungen sind in den landwirtschaftlich genutzten Bereichen möglich. Zwischen einzelnen Teilhabitaten wie Nahrungsgebieten, Bruthabitaten und Schlafplätzen von Arten mit großräumigen Lebensraumansprüchen (wie Zwerg- und Singschwan, Weißstorch, Wiesenweihe, Kranich) sind möglichst ungestörte Beziehungen zu erhalten; die Bereiche sind weitgehend frei von vertikalen Fremdstrukturen beispielsweise Stromleitungen und Windkraftanlagen zu halten.Kreis Dithmarschen: 52, 83, 185 Kreis Nordfriesland: 145 Kreis Schleswig-Flensburg: 6, 144 Kreis Rendsburg-Eckernförde 156
Kreis Ostholstein/ Kreis Plön (Planungsraum II)
1530-491 Östliche Kieler Bucht74.627, davon 2.075 Kreis Ostholstein, 1.431 Kreis Plön, 71.121 keine ZuordnungKreis Ostholstein: Behrensdorf (Ostsee), Blekendorf, Hohwacht (Ostsee), Laboe, Lütjenburg (Stadt), Schönberg (Holstein), Schwartbuck, Stakendorf, Stein, Wendtorf, Wisch, Kreis Plön: Behrensdorf (Ostsee), Blekendorf, Hohwacht (Ostsee), Laboe, Lütjenburg (Stadt), Schönberg (Holstein), Schwartbuck, Stakendorf, Stein, Wendtorf, WischErhaltung der Küstengewässer mit außerordentlich hoher Bedeutung im internationalen Vogelzuggeschehen als möglichst störungsfreies Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche Entenarten, als günstiger Nahrungslebensraum für Brut- und Rastvögel sowie als Brutlebensraum für Küsten-, Wiesen- und Röhrichtvögel. Zusammen mit den übrigen Ostseegebieten hat es existentielle Bedeutung als Überwinterungsgebiet für (Meeres-) Enten. Weiterhin Erhaltung von unzerschnittenen Räumen im Gebiet, die weitgehend frei von vertikalen Fremdstrukturen wie zum Beispiel Stromleitungen und Windkraftanlagen sind.Kreis Ostholstein: 17, 58, 69, 90, 89, 206 Kreis Plön: 37, 53, 108, 154, 157
1629-391 Strandseen der Hohwachter Bucht1.318, davon 313 Kreis Ostholstein, 990 Kreis Plön, 15 keine ZuordnungKreis Ostholstein: Oldenburg in Holst. (Stadt), Wangels Kreis Plön: Behrensdorf (Ostsee), Blekendorf, Hohwacht (Ostsee)Erhaltung weitgehend strukturell und funktionell intakter und dynamischer Strandsee- und Strandseeniederungssysteme unterschiedlicher biologischer und hydrologischer Ausprägungen, Zonierungen und Entwicklungsstadien im Verbund mit der jeweils angrenzenden Küsten- und Dünenlandschaft. Dazu gehört die Erhaltung funktionierender, naturnaher ökologischer Austausch- und Wechselbeziehungen zur Ostsee, zu einmündenden Fließgewässern und zu Dünen- und Brackwasserformationen. Für die LRT 1150*, 2150*, 2190 und 6230* soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden. Kreis Plön: 53, 108, 154 Kreis Ostholstein: 42, 58
1729-391 Dannauer See und Hohensasel und Umgebung340, davon 3 Kreis Ostholstein, 337 Kreis PlönKreis Ostholstein: Malente Kreis Plön: Dannau, RantzauErhaltung eines flachen, eutrophen Sees mit typischer und weitgehend vollständiger Verlandungsserie mit angrenzenden kleinstrukturierten Grünlandgebieten auf Niedermoor und mineralischen Moränenstandorten, insbesondere auch als Lebensraum von Rotbauchunke und Kammmolch.Kreis Plön: 135
1828-302 Grebiner See, Schluensee und Schmarkau241, davon 14 Kreis Ostholstein, 227 Kreis PlönKreis Ostholstein: Malente Kreis Plön: Grebin, Lebrade, Plön (Stadt), Rathjensdorf Erhaltung naturnaher, sauberer, oligo- bis mesotropher, basenreicher Klarwasserseen einschließlich der zugehörigen naturnahen oder der natürlichen Entwicklung überlassenen, zum Teil bewaldeten Ufer- und Verlandungsbereiche, Stillwasserbuchten, Steilhänge, Seeterrassen und deren Abbruchkanten, sowie der Inseln und Halbinseln und der sonstigen unmittelbar an die Gewässer angrenzenden für den Naturschutz wichtigen Kontaktbiotope. Insbesondere im Mündungsbereich der Schmarkau in den Behler See sind großflächig ungestörte Bereiche unter anderem als Lebensraum des Fischotters zu erhalten. Für den LRT 3140 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
1828-392 Seen des mittleren Schwentine-systems und Umgebung6.643, davon 1.563 Kreis Ostholstein, 5.080 Kreis PlönKreis Ostholstein: Bosau, Eutin (Stadt), Kasseedorf, Malente Kreis Plön: Ascheberg (Holstein), Bösdorf, Dersau, Dörnick, Grebin, Kirchnüchel, Nehmten, Plön (Stadt), Rathjensdorf, Wahlstorf, WittmoldtErhaltung eines Ausschnittes aus der gewässer- und waldreichen „Holsteinischen Schweiz“, mit naturnahen, wenig belasteten, natürlich eutrophen Seen (unter anderem Kleiner Plöner See, Kellersee) und einer Reihe sehr sauberer, oligo- bis mesotropher, basenreicher Klarwasserseen (vor allem Großer Plöner See, Vierer See, Schöhsee, Behler See, Suhrer See, Dieksee, Ukleisee), einschließlich ihrer naturnahen Verlandungsbereiche und sonstigen für den Naturschutz wichtigen Ufer- und Kontaktzonen. Für die LRT 3140, 3150, 3260, 7210 und 9130 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.Kreis Plön: 51, 103, 190
1828-491 Großer Plöner See-Gebiet4.535, davon 167 Kreis Ostholstein, 4.368 Kreis PlönKreis Ostholstein: Bosau Kreis Plön: Ascheberg (Holstein), Bösdorf, Dersau, Dörnick, Nehmten, Plön (Stadt), Rathjensdorf, Wahlstorf, WittmoldtErhaltung des Gebietes mit dem Großen Plöner See als größten Binnensee Schleswig-Holsteins und kleinen Nebenseen mit zahlreichen teils bewaldeten Inseln und ausgedehnten Flachwasserbereichen als Feuchtgebiet internationaler Bedeutung als Brut-, Rast- und Mauserlebensraum für viele wassergebundene Vogelarten. Hierfür sind unter anderem störungsarme Gewässerbereiche während der Mauser- und Rastzeit zu erhalten. Das für Schleswig-Holstein bedeutendste binnenländische Brutvorkommen der Flussseeschwalbe sowie eine bedeutende Nonnenganskolonie auf dem Ruhelebener Warder ist zu erhalten. Weiterhin ist die Erhaltung von im Hohenrader Forst (Suhrer See) befindlichen Brutplätzen des Wespenbussards, Mittel- und Schwarzspechtes sowie Zwergschnäppers sicherzustellen.Kreis Plön: 51, 103, 190
Kreis Dithmarschen/ Kreis Rendsburg-Eckernförde (Planungsraum II)
1821-304 Gieselautal94, davon 75 Kreis Dithmarschen, 19 Kreis Rendsburg-EckernfördeKreis Dithmarschen: Albersdorf, Wennbüttel Kreis Rendsburg-Eckernförde: BeldorfErhaltung der natürlichen Fließgewässerdynamik und eines weitgehend natürlichen, biotopprägenden hydrophysikalischen und hydrochemischen Gewässerzustandes des Fließgewässers Gieselau und seiner Aue mit kleinstrukturreicher, in weiten Bereichen naturnaher Ausprägung und besonderer landschaftlicher Vielfalt auch als Lebensraum der Bachneunaugenpopulation. Insbesondere sind Abschnitte ohne anthropogen erhöhte Sedimenteinträge sowie unverbaute oder unbegradigte Flussabschnitte ohne Ufer- und Sohlenbefestigung, Stauwerke, Wasserausleitungen zu erhalten.
Kreis Steinburg/ Kreis Rendsburg-Eckernförde (Planungsraum II)
1922-391 Iselbek mit Lindhorster Teich117, davon 41 Kreis Steinburg, 76 Kreis Rendsburg-EckernfördeKreis Steinburg: Besdorf, Holstenniendorf Kreis Rendsburg-Eckernförde: Bendorf, BornholtErhaltung eines nährstoffarmen Quellteiches mit optimal ausgebildeten und lebensraumtypübergreifend artenreichen Biotopkomplexen aquatischer, amphibischer und semiterrestrischer Lebensgemeinschaften, einschließlich einer entsprechenden Uferausbildung. Erhaltung eines teilweise extensiv genutzten, sonst ungestörten und naturnahen Geesttalraumes, mit offenen Quellbereichen, Übergangsmooren, Weidengebüschen und Eichen-Kratts sowie eines naturnahen, weitgehend frei mäandrierenden Geestbaches mit natürlicher Sohlen- und Uferentwicklung auch als Lebensraum von Bach- und Flussneunauge sowie lichtbedürftiger Unterwasservegetation. Für die LRT 3130 und 7140 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Besonderheiten wiederhergestellt werden.
1924-391 Wälder im Aukrug878, davon 451 Kreis Steinburg, 427 Kreis Rendsburg-EckernfördeKreis Steinburg: Fitzbek, Hennstedt, Oeschebüttel, Rade, Sarlhusen, Wiedenborstel Kreis Rendsburg-Eckernförde: Aukrug, MeezenErhaltung des zentralen Bereiches des Aukrugs mit seinen Altmoränenwäldern in naturnaher Ausprägung, den Quellen, ehemaligen Hudeweiden, Sandheiden, naturnahen Geestbächen und Trockentälern.179
1924-401 Wälder im Aukrug597, davon 318 Kreis Steinburg, 279 Kreis Rendsburg-EckernfördeKreis Steinburg: Fitzbek, Hennstedt, Sarlhusen, Wiedenborstel Kreis Rendsburg-Eckernförde: Aukrug, MeezenErhaltung stabiler und reproduktionsfähiger Brutvogelgemeinschaften eines zentralen Bereiches des Aukrugs mit Altmoränenwäldern in naturnaher Ausprägung, Quellen, ehemaligen Hudeweiden, Sandheiden, naturnahen Geestbächen und Trockentälern. Zum Schutz der im Gebiet vorkommenden Großvogelarten sind Räume im Umfeld der Bruthabitate, die weitgehend frei von vertikalen Fremdstrukturen wie zum Beispiel Stromleitungen und Windkraftanlagen sind, zu erhalten. 179
Kreis Segeberg/ Kreis Steinburg/ Kreis Rendsburg-Eckernförde (Planungsraum II)
2024-391 Mittlere Stör, Bramau und Bünzau211, davon 40 Kreis Segeberg, 137 Kreis Steinburg, 34 Kreis Rendsburg-EckernfördeKreis Segeberg: Bad Bramstedt (Stadt), Föhrden-Barl, Hagen, Hitzhusen, Kaltenkirchen (Stadt), Lentföhrden, Nützen, Schmalfeld Kreis Steinburg: Auufer, Brokstedt, Fitzbek, Kellinghusen (Stadt), Oeschebüttel, Rade, Rosdorf, Sarlhusen, Störkathen, Willenscharen, Wittenbergen, Wrist Kreis Rendsburg-Eckernförde: Aukrug, Ehndorf, Grauel, Hohenwestedt, Meezen, Mörel, Rade bei Hohenwestedt, Tappendorf
  • unverbauter, unbegradigter oder sonst wenig veränderter oder regenerierter Fließgewässerabschnitte ohne Ufer- und Sohlenbefestigung, Stauwerke, Wasserausleitungen oder ähnliches,
  • der natürlichen Fließgewässerdynamik,
  • von weitgehend natürlichen Sedimentations- und Strömungs-verhältnissen,
  • barrierefreier Wanderstrecken zwischen Meer und Flussoberläufen,
  • von Kontaktlebensräumen wie offenen Seitengewässern, Quellen, Bruch- und Auwäldern, Röhrichten, Seggenriedern, Hochstaudenfluren, Streu- und Nasswiesen und der funktionalen Zusammenhänge.
Keine Kreiszuordnung
1714-391 Steingrund17.456Keine Zuordnung
  • eines besonders hohen Strukturreichtums,
  • der daraus folgenden hohen Biodiversität,
  • der Trittstein- und Regenerationsfunktion für Benthosorganismen der Riffe benachbarter FFH-Gebiete,
  • des Nahrungsgebietes der Vogelarten Dreizehenmöwe, Brandseeschwalbe und Trottellumme als Teil des Seevogelschutzgebietes Helgoland.
1733-301 Sagas-Bank3.236Keine ZuordnungErhaltung dieses großen, artenreichen Flachgrundes mit mehreren Erhebungen und Steinfeldern einschließlich ungestörter, ausgedehnter Seegraswiesen, Miesmuschel- und Sandbänken, auch für die Überwinterung der im Gebiet vorkommenden Meeresenten.
1832-322 Walkyriengrund2.222Keine ZuordnungErhaltung der für das Gebiet der Mecklenburger Bucht einmaligen algen- und tangreichen Riffe aus Blöcken und Geröll über ausgedehnten Sandbänken mit Steinfeldern und Muschelschill, insbesondere auch als Lebensraum einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt.
  1. im Natura 2000-Gebiet gelegene NSG, amtl. Nr. siehe Kapitel 1.4 Naturschutzgebiete im Erläuterungsband, Tabelle 2a: Naturschutzgebiete - Bestand

1.4. Naturschutzgebiete

Tabelle 2: Naturschutzgebiete - Bestand

Amtliche Nummer/ BezeichnungGröße (in Hektar, gerun-det)GemeindeSchutzzweckVerordnung-Jahr 1)Eingeschlossenes Natura 2000- Gebiet (EU-Code) 2)
Kreis Steinburg
123 Baggerkuhle Gribbohm19GribbohmErhalt der ehemaligen, später als Spülfläche genutzten Baggerkuhle, die sich zu einem wertvollen Sekundärlebensraum entwickelt hat1986
111 Baggersee Hohenfelde22Hohenfelde, HorstErhalt eines renaturierten Baggersees1985
207 Binnendünen Nordoe407Dägeling, Kremperheide, BreitenburgSchutz, Erhaltung und Entwicklung eines historisch-naturnahen, von nährstoffarmen Bodenverhältnissen geprägten Landschaftsausschnittes mit feuchten und trockenen Heiden, offenen Dünen, Trockenrasen, extensiven Weide-Grünlandpartien und naturnahen Laubwaldbeständen als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise stark gefährdeten und heute seltenen Pflanzen- und Tierwelt; insbesondere dient es dem Erhalt der vorkommenden LRT und geschützten Arten20132123-301
22 Heidefläche bei Kellinghusen16Kellinghusen, StörkathenErhalt einer Heide auf Binnendüne mit Zwischenmoorsenken19382024-301
19 Herrenmoor bei Kleve215Kleve, Moorhusen, Neuendorf-Sachsenbande, Nutteln, VaalermoorErhalt und Schutz des Hochmoores mit Teillebensräumen des angrenzenden Feuchtgrünlandökosystemes, von Teilen des Klevhanges mit Eichenniederwald, naturnahen Waldbeständen, angrenzenden Saumgesellschaften, Heide, Trockenrasen und Stillgewässern19952022-302
18 Reher Kratt16ReherErhalt eines Eichenkratts mit offener Heide und Magerrasen19381923-302
164 Rhinplate und Elbufer südlich Glückstadt460Glückstadt, KollmarSicherung, Schutz und Erhalt der von der Tide beeinflussten Flussuferlandschaft an der Elbe mit ihren Flachwasserbereichen, insbesondere der Glückstädter Nebenelbe, ihren großen Brack- und Süßwasserwatten, ausgedehnten Tide- und Landröhrichtbiotopen, naturraumtypischen Weichholzauebiotopen, Trockenrasen und naturnahen Gehölzbeständen sowie den auf diese Lebensräume spezialisierten charakteristischen Pflanzen- und Tierarten20002323-392
Kreis Dithmarschen
52 Dellstedter Birkwildmoor620Dellstedt, Dörpling, Tellingstedt, TielenhemmeErhalt von zwei typischen atlantischen Hochmoorbereichen mit umliegenden Wiesenflächen im Dellstedter Moor1957 (1989)1622-391 1622-493
83 Delver Koog191Delve, HollingstedtErhalt eines Niedermoores an der Eider19761622-493
45 Dithmarscher Eidervorland mit Watt620Karolinenkoog, Tönning, Wesselburener KoogErhalt eines Feuchtgebietes mit tidebeeinflussten Salz- und Brackwasserbereichen des Eiderästuars mit Watt- und Vorlandflächen19891719-391 0916-491
174 Ehemaliger Fieler See130Epenwöhrden, Hemmingstedt, NordhastedtErhalt und Schutz der verschiedenen Feuchtgrünland-Pflanzengesellschaften, insbesondere der stark gefährdeten Seggenrieder, der Röhricht-Pflanzengesellschaften, der an diese Lebensräume gebundenen Pflanzen- und Tierarten, insbesondere Wiesen- und Greifvogelarten und des für den Naturraum typischen Landschaftsbildes1998
158 Ehemaliger Fuhlensee24Meldorf, SarzbüttelErhalt und natürliche Entwicklung eines verlandeten Marschsees, Entwicklung von Feuchtgrünlandbereichen und von Niedermoor- und Zwischenmoorvegetation19901820-303
149 Fieler Moor255Heide, Hemmingstedt, NordhastedtSchutz von Hoch- und Niedermoorökosystemen sowie Feuchtgrünlandlebensgemeinschaften19931820-302
27 Kleve12Sankt MichaelisdonnErhalt eines alten Meereskliffs mit Eichenkratt und Heideflächen19622020-301
124 Kronenloch/ Speicherkoog Dithmarschen532Elpersbüttel, MeldorfSchutz und Erhalt eines Salzwasserbiotopes und Salzwiesen19850916-491
20 Kudensee und Umgebung246Averlak, KudenErhalt eines naturnahen Marsch-sees mit Röhrichtbeständen19922021-301 2021-401
185 Lundener Niederung901Fedderingen, Krempel, Schlichting, Rehm-Flehde-Bargen, Stelle-WittenwurthSchutz, Erhalt und Entwicklung eines Niederungsgebietes mit hohen Wasserständen im ehemaligen Mündungsgebiet der Eider mit verlandeten und verlandenden Seen, Hoch- und Niedermooren, Röhrichten, Bruchwäldern und wechselfeuchten Grünlandflächen als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum für viele Arten europaweiter Bedeutung20111620-302 1622-493
101 Weißes Moor55Hemme, Neuenkirchen, Stelle-WittenwurthSchutz eines weitgehend unberührten Hochmoores in der Marsch19791720-301
125 Wöhrdener Loch/ Speicherkoog Dithmarschen490Friedrichsgabekoog, Nordermeldorf, WarwerortEntwicklung eines vom Süßwasser beeinflussten ehemaligen Teils des Wattenmeeres, Erhalt und Entwicklung von verschiedenen Feuchtgrünlandbereichen1985 (1994)0916-391 0916-491
Hansestadt Lübeck
12 Dassower See und Inseln Buchholz und Graswarder800Hansestadt LübeckSchutz einer Seitenbucht der Trave einschließlich zweier Inseln mit Trockengrasfluren, Feldgehölzen und Röhrichtbeständen als Lebensraum einer artenreichen und landschaftstypischen Pflanzen- und Tierwelt als Sommerrast- und Überwinterungsgebiet für nordische Wasservögel am Schnittpunkt von zwei bedeutenden Vogelzugstraßen19832030-392 2031-401
55 Dummersdorfer Ufer342Hansestadt LübeckDauerhafte Sicherung eines Lebensraumes im Grenzbereich von subkontinental und ozeanisch verbreiteten Arten sowie der herausragenden naturkundlichen Bedeutung einer seltenen und artenreichen Pflanzenwelt und einer störungsanfälligen Tierwelt auf wärmeexponierten Trockenrasen und feuchten Lebensräumen sowie der Trave19912030-392 2031-303 2031-401
112 Schellbruch146Hansestadt LübeckErhalt einer durch Brackwasserlagunen, Süßgewässer, Wiesen und Brüche mit einer zahl- und artenreichen Tier- und Pflanzenwelt geprägten Landschaft19812030-392 2031-401
178 Südlicher Priwall149Hansestadt LübeckErhalt und Schutz von ostseeküstentypischen Biotopen in brackwasserbeeinflussten Bereichen sowie einer Vogelzugstraße im Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem zwischen Lübecker Bucht und Elbe19982030-392 2031-401
Kreis Ostholstein
118 Aalbeek-Niederung349Ratekau, Timmendorfer StrandErhalt dieser durch extensiv genutzten, mit Groß- und Kleinseggenrasen, Brüchen und Baumreihen gekennzeichneten Landbrücke zwischen der Ostsee und dem Hemmelsdorfer See mit ausgeprägter Schilfzone und Erlenbruchwald mit Lebensräumen zahl- und artenreicher Pflanzen- und Tierarten sowie der einbezogenen Seefläche mit der anschließenden Ufervegetation als Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel19842030-303
32 Barkauer See und Umgebung137SüselSchutz eines im Schmelzwassertal der Schwartau liegenden Binnensees mit typischer Verlandungsvegetation in naturnahem Zustand und einer artenreichen Tierwelt19821929-320
69 Graswarder/ Heiligenhafen229HeiligenhafenErhaltung eines sich entwickelnden Nehrungshakens mit Strandwällen, flachen Dünen, Salzwiesen, flachgründigen Teichen sowie Watt- und Wasserflächen der Ostsee19871631-392 1631-393 1530-491
17 Grüner Brink134Stadt FehmarnErhaltung eines typischen Küstenlandschaftsteiles der Insel Fehmarn mit Strandwällen, Salzwiesen und flachgründigen Strandseen mit Trockenrasen, Heideflächen, feuchten Senken, Hochstauden und Seggenriedern und Röhrichtbeständen als Lebensraum und Lebensstätte einer besonders zahl- und artenreichen Pflanzen und Tierwelt1989 1532-391 1631-392 1530-491
170 Kasseedorfer Teiche und Umgebung132Kasseedorf, AltenkrempeErhalt der Natur in ihrer Gesamtheit, insbesondere der strukturreichen Niederungsflächen, Feuchtwälder und durch Anstau entstandenen Wasserflächen; der charakteristischen Abfolge von nährstoffärmeren, unbewaldeten Kuppen und Hängen im Übergang zu Niederungssystemen; der natürlichen Dynamik ehemaliger Bodenabbauflächen und Entwicklung in eine extensiv zu nutzende Weidelandschaft und naturnahe Wälder19961830-391
90 Krummsteert–Sulsdorfer Wiek/ Fehmarn395Stadt FehmarnSicherung, Schutz und Erhaltung des Windwatts, des Nehrungshakens mit seinen Bildungen von Strandwallsystemen, flachen Dünenbereichen, naturnahen Gehölzbeständen, Salzwiesen, Strandseen, Flachwasserbereichen, Brackröhrichten sowie der Entwicklung der landwirtschaftlich genutzten Flächen auch als Lebensraum vielfältiger, teilweise gefährdeter Tier- und Pflanzengesellschaften, insbesondere ruhebedürftiger und störungsempfindlicher Vogelarten; viele der Arten und Lebensräume sind von gemeinschaftlichem Interesse1980 (2013)1532-391 1631-392
132 Lübbersdorfer Kiesgrube8Oldenburg, WangelsErhaltung eines Landschaftsteiles, der sich aus einer ehemaligen Kiesgrube zu einem besonders schützenswerten Lebensraum mit artenreichen, wärmeliebenden, insbesondere an Magergras-Fluren und Kleingewässer gebundene Pflanzen und Tiergesellschaften entwickelt hat1989
181 Middelburger See123SüselSchutz und Erhalt der relativ nährstoffarmen Gewässerökosysteme der Seen einschließlich der Ufer und Verlandungszonen in einem naturnahen Zustand sowie angrenzender Verlandungsmoore, extensiv genutzter Grünlandbereiche und der Eigenentwicklung überlassener Flächen sowie der Brut-, Rast- und Mauserbestände von Vögeln19991930-301
119 Neustädter Binnenwasser285Altenkrempe, NeustadtErhaltung einer der bemerkenswertesten Salz- und Brackwasserlebensräume an der Ostseeküste mit größeren Beständen der Pflanzengesellschaft „Salzwiese”, Teilen eines mit der Ostsee verbundenen Binnensees, regelmäßig überflutete Grünländereien, Brackwasserröhrichte und Waldflächen19841830-301
206 Nördliche Seeniederung Fehmarn751Stadt FehmarnSicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung einer ostseeküstentypischen Landschaft mit Strandwallbildungen unterschiedlichen Alters, eingeschlossenen Lagunen und Binnenseen, flachen Küsten-Niedermooren und landwirtschaftlichen Nutzflächen unterschiedlicher Nutzungsintensität als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt; viele der Arten und Lebensräume sind von europaweiter Bedeutung20141532-391 1530-491
175 Oldenburger Bruch358Oldenburg, Göhl, RiepsdorfSchutz und Erhalt von Feuchtwiesen und -weiden, Still- und Fließgewässern und die sie gliedernden und begleitenden Laubgehölze, des Niederungsgebietes mit seinen Überschwemmungsbereichen als Rückzugsraum für Brutvögel sowie rastende und nahrungssuchende Vögel während des Vogelzuges und im Winter, der das Gebiet prägenden Kopfbäume und des charakteristischen Landschaftsbildes einer im Wesentlichen siedlungsfreien Niedermoorlandschaft mit hohem Erlebniswert19981731-401
180 Ruppersdorfer See80RatekauSchutz und Erhalt des Gewässerökosystems eines Flachgewässers mit seinen charakteristischen Uferzonierungen und Verlandungszonen einschließlich der Pflanzen- und Tierwelt, der Brutbestände der typischen, teilweise im Bestand bedrohten Wasser-, Röhricht- und Wiesenvögel, des bedeutsamen Nahrungs- und Rastgebietes für Wasservögel, extensiv genutzter Grünlandbereiche sowie der Eigenentwicklung überlassenen Flächen1999
89 Wallnau/ Fehmarn297Stadt FehmarnErhaltung ausgedehnter, flachgründiger Teiche mit den sie umgebenden feuchten Wiesen einschließlich des im Westen vorgelagerten Strandes mit Strandwall und Dünenbildungen sowie Teilen der Ostsee als Lebensraum charakteristischer, besonders zahl- und artenreicher Pflanzen- und Tiergesellschaften19771532-391 1631-392 1530-491
42 Weißenhäuser Brök57WangelsSchutz eines für die schleswig-holsteinische Ostseeküste einmaligen Dünenkomplexes mit zahlreichen und teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierarten19421629-391 1631-392
58 Wesseker See245Wangels, OldenburgErhalt eines ehemals mit der Ostsee in Verbindung stehenden und heute künstlich entwässerten Flachsees mit angrenzenden Verlandungsbereichen und im Übergang zum Oldenburger Graben teilweise extensiv genutzten, teilweise der Eigenentwicklung überlassenen Grünländereien19611629-391 1530-491
205 Sielbektal, Kreuzkamper Seenlandschaft und umliegende Wälder209RatekauSicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung einer strukturreichen und geomorphologisch abwechslungsreichen Landschaft mit einem Mosaik aus naturnahen Waldgebieten, extensiv genutztem Dauergrünland in Übergängen zu Magergrünland und zu artenreichem Feucht- und Nassgrünland, artenreichen Säumen und linienhaften Gehölzstrukturen auf den Hanglagen, feuchten Staudenfluren, Niedermooren, kleinen Brüchen und Kleingewässern in den Niederungen, extensiv beweideten und sich natürlich entwickelnden ehemaligen Wasserflächen als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten und seltenen Pflanzen- und Tierwelt2015
Kreis Segeberg
30 Barker Heide682Bark, Buchholz (Forstgutsbezirk) Hartenholm, TodesfeldeSicherung, Schutz und Erhaltung einer repräsentativen, in der Holsteinischen Vorgeest gelegenen, natur- und kulturgeschichtlich bedeutsamen Sanderlandschaft mit Mager- und Trockenrasen, Dünen- und Sanderheiden, regenerierten Flachmooren und Kiefern- und Laubmischwäldern sowie Acker- und Grünlandbereichen als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt20032026-304 2026-401
59 Bewerlohmoor3WiemersdorfSchutz einer bewaldeten Moorfläche1961
66 Geschendorfer Moor11Geschendorf, StrukdorfErhalt eines Niederungs- und Waldmoores einschließlich einzelner Blankwasserkuhlen mit Röhrichtgürteln1966
43 Halloher Moor, Brandsheide und Könster Moor50GroßenaspeSchutz der restlichen Moor- und Heidegebiete mit einer Variation an kleinflächigen Biotopen wie Binnendünen, Trocken- und Feuchtheiden sowie Moorbiotopen19422026-303
38 Heidmoor70SeedorfErhalt des Restmoorkörpers des Heidmoores sowie der unmittelbar angrenzenden Sukzessions-flächen und Grünlandbereiche19911929-351 1929-401
44 Ihlsee und Ihlwald42Bad Segeberg (Stadt)Erhaltung des für das Schleswig-Holsteinische Hügelland sehr seltenen oligotrophen, kalkarmen Ihlsees mit seiner charakteristischen Ufer- bzw. Verlandungs- und Unterwasservegetation mit vielen gefährdeten Arten und des angrenzenden Ihlwaldes, der hauptsächlich aus Bruchwald besteht, kleinflächig tritt auch bodensaurer Eichenwald auf, weiterhin ist das Gebiet als Lebensraum für Fledermäuse von Bedeutung19502027-301
61 Katenmoor, Schindermoor, Dewsbeeker Moor und Schapbrooker Moor19Bad Bramstedt (Stadt), SchmalfeldSchutz der Moorgebiete mit zum Teil offenen Wasserflächen samt der angrenzenden Grünland- und Waldflächen1962
81 Mittlerer Stocksee und Umgebung99Damsdorf, Nehmten, Seedorf, StockseeErhaltung der Natur in ihrer Ganzheit und als Rückzugsgebiet einer artspezifischen, teilweise gefährdeten Tier- und Pflanzenwelt19741928-351
94 Seedorfer See und Umgebung175SeedorfErhalt des weitestgehend unberührten Binnensees mit Röhrichtzonen, Erlenbruchgruppen sowie Feuchtwiesen und Waldgruppen in Ufernähe als Lebensraum zahl- und artenreicher Tiere und Pflanzen1978
74 Stellbrookmoor35HeidmühlenSchutz eines entwässerten und abgetorften Hochmoores und umliegenden offenen Grünland- und Waldflächen, Entwicklung eines zusammenhängenden Areals zusammen mit anderen Gebieten an der Osterau19682026-303
65 Wulfsfelder Moor6PronstorfSchutz eines Eichen-Hainbuchen-Waldes auf moorigem Untergrund19622029-353
211 Wittenborner Heide294Bark, WittenbornSicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung eines historisch naturnahen Landschaftsausschnittes mit offenen bis stärker gehölzbestandenen Dünen, Trockenrasen, trockenen Heiden, Übergangsmoor- und Stillgewässerflächen, extensiv genutzten, mageren Mineralgrasfluren, teilweise naturnah erhaltenen Laubwaldbeständen einschließlich ihrer jeweiligen Saum- und Übergangsbiotope als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise stark gefährdeten und heute seltenen Pflanzen- und Tierwelt2016
Kreis Herzogtum Lauenburg
143 Besenhorster Sandberge und Elbsandwiesen150Geesthacht (Stadt)Sicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung der Binnendünenlandschaft der Besenhorster Sandberge mit den letzten erhaltenen Flussdünen im schleswig-holsteinischen Teil des Elbtales und den angrenzenden, durch Qualmwassereinfluss oder direkte Überflutung geprägten Elb-Sandwiesen mit wechselnassen Mulden, Flutrinnen, Tide-Auwaldbeständen und Wasserflächen in ihrer natürlichen Dynamik auch als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer artenreichen, charakteristischen und naturraumtypischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt; der Schutz mehrerer Lebensräume und Arten ist von gemeinschaftlichem Interesse1993 (1993) (2011)2527-391 2527-421
113 Borstgrasrasen bei Alt Mölln13Alt Mölln, PantenSicherung einer hauptsächlich als Schwingel-Borstgrasflur ausgebildeten, extensiv genutzten Magerweide mit einzelnen Feldgehölzen, Quellbrüchen und Weidengebüschen auch als Lebensraum charakteristischer Pflanzen- und Tierarten. Die Natur ist in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter, bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln und wiederherzustellen19852329-381
150 Büchener Sander100Büchen, FitzenErhalt von Eigenart und Schönheit der Natur sowie Gewährleistung einer Eigenentwicklung der Arten und Ökosysteme zur Fortentwicklung natürlicher genetischer Vielfalt und die Sicherung des Lebensraumes für charakteristische Lebensgemeinschaften der mageren, wärmeliebenden Magerrasen- und Grasheidefluren1990
159 Culpiner See30Kittlitz, MustinErhaltung und Sicherung des Seeökosystems und seiner Uferbiotope als regional bedeutendes Brut-, Mauser- und Rastgewässer gefährdeter Vogelarten sowie seiner besonderen Eigenart in einer geomorphologischen Ausbildung mit steilen Abbruchkanten und angrenzenden Randhängen 19932331-394 2331-491
165 Dalbekschlucht66Börnsen, Escheburg, Kröppelshagen- FahrendorfErhalt und Schutz der naturnahen Waldschluchtökosysteme, der natürlichen Fließgewässerdynamik eines Bachabschnittes in einer Altmoränen-Erosionsschlucht und der Gebüsch- und Freiflächen-Formationen am Außenrand des Gebietes als naturnahe Übergänge zur Offenlandschaft sowie Schutz der geowissenschaftlich bedeutsamen Tertiäraufschlüsse19942527-302
151 Ehemalige Baggergrube östlich Basedow57Dalldorf, LanzeSchutz und dauerhafte Sicherung eines kleinstrukturierten Lebensraumes einer besonders geschützten und regionaltypischen Flora und Fauna in einer ehemaligen Bodenentnahmestelle mitsamt mehrerer Sohlengewässer, wertvoller Sekundärstandorte für halbruderale Pionier- und Wildkrautfluren, Anfluggebüschen, Rohbodenflächen und Steilwänden1991
162 Goldenseeufer, Heidberg und Umgebung136KittlitzSicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung des westlichen Uferbereiches des Goldensees mit daran angrenzenden Grünland- und Waldflächen, des Karpfenteiches mit angrenzenden Waldflächen sowie des mit Wald bestandenen Heidberges, des Heidberg- Sumpfes, Teilbereichen des Lüneburger Berges und weiteren, zur Zeit landwirtschaftlich genutzten Flächen als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt; viele der Lebensräume sind von europäischer Bedeutung1993 (2009)2331-394 2331-491
130 Hellbachtal mit Lottsee, Krebssee und Schwarzsee157Besenthal, Grambek, Gudow, Lehmrade, Mölln (Stadt)Sicherung der in sich geschlossenen reich gegliederten Talniederung, die den nährstoffreichen, flachen Lottsee, den nährstoffarmen Krebssee und den Schwarzsee umfasst, als Lebensraum artenreicher Tier- und Pflanzengesellschaften19872430-391
188 Hevenbruch173Koberg, Poggensee, RitzerauSicherung, Schutz und Erhaltung der Waldflächen mit Brüchen, Sümpfen, naturnahen Bachabschnitten, Weihern, Tümpeln und angrenzender, ehemals als Grünland genutzter Flächen20032329-391 2328-491
142 Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg455Geesthacht (Stadt), Lauenburg/ Elbe (Stadt), SchnakenbekSchutz des für wärmeklimatisch gefährdete Ökosysteme bedeutsamen Steilrandes des Elbeurstromtales, insbesondere die Entwicklung vollständiger Biotopabfolgen im Ufer- und Flachwasserbereich sowie die Erhaltung der sonnenexponierten Hangwälder und der Geest-Waldbiotope, die nicht nur Lebensräume einer spezialisierten, störungsempfindlichen Flora und Fauna darstellen sondern auch historisch-kulturgeschichtlich und geologisch schutzwürdig sind und dem Hohen Elbufer einen besonderen wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Schutzwert als Geotop verleihen19932628-392
195 Kittlitzer Hofsee und Umgebung178Kittlitz, Mustin, SalemSicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung eines eiszeitlichen Talsystems mit einem nährstoffreichen See einschließlich ausgeprägter Senken und Hangkanten, Verlandungsbereichen, Großseggenriedern, Bruchwäldern, Tümpeln, Kleingewässern, Sukzessionsflächen und randlichen Acker-, Grünland- und Waldflächen als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer charakteristischen und naturraumtypischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt; viele Lebensräume und Arten sind von europaweiter Bedeutung20082331-393 2331-491
203 Lanken256Basthorst, Elmenhorst, Fuhlenhagen, Grove, Havekost, MöhnsenSicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung des Restes einer ehemals außergewöhnlich großräumigen offenen und halboffenen Landschaft mit überwiegend nährstoffärmeren Lebensräumen wie Pionierrasen, Mineralgrasfluren, Staudensäumen, Kleingewässern, Feuchtgrünländereien, Feucht- und Nasswäldern, eingestreuten Gehölzbereichen, Knicks und Sukzessions-, Acker- und Grünlandflächen und der in Teilbereichen noch naturnahen Steinau-Niederung als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer charakteristischen, artenreichen und teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt2009 (2013)
160 Lankower See, Grammsee und Umgebung193Mustin, ZiethenVerbindung im Biotopverbund-system zwischen der Seenkette Ratzeburger See – Schaalsee und der Garrenseerinne mit dem Salemer Moor; Entwicklung, Wiederherstellung und Erhaltung naturnaher, standortgerechter Laubwälder, naturgemäßer Wasserstände der Seen und extensive Beweidung von Hangflächen und Niederungen19942230-391 2331-491
168 Lauenburger Elbvorland57Lauenburg (Stadt), LanzeErhalt der Biotopvielfalt im Überflutungsbereich des Elbstroms einschließlich der Buhnenfelder mit ökologisch sehr bedeutsamen und zum Teil stark gefährdeten Lebensgemeinschaften der Flutrasen und Flutmulden, der Trockenrasen, Pionier-Biotope und Hochstaudenfluren im Übergang zum Weiden-Auenwald. Schutz des landschaftskundlich bedeutsamen Übergangsbereich des nacheiszeitlich entstandenen Schwemmfächers der Stecknitz-Delvenau-Schmelzwasserrinne in das Elbeurstromtal19952628-392
208 Maura und Krukenbek84Salem, SterleySicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung des biologisch-ökologisch besonders vielfältigen Talzuges der Krukenbek einschließlich der angrenzenden teilweise staunassen Grundmoränenzonen und gestauchten Sandkuppen. Die kleinflächig wechselnden Vorkommen von Bruch- und Sumpfwäldern, Röhrichten und Sümpfen, zahlreichen Kleingewässern und Weihern, einem regenerierenden Niedermoorkomplex mit teilweise artenreichem, zeitweise überschwemmten Feuchtgrünland, angrenzenden Grasfluren und Heiden, Buchen-, Eichen- und Kiefern- sowie Birken-Pionierwäldchen, auch auf ehemaligen Bodenabbauflächen und artenreichen Steilhängen bilden Lebensräume charakteristischer, teilweise auch gefährdeter Arten und Lebensgemeinschaften, teilweise auch von europäischer Bedeutung20132331-393 2331-491
152 Mechower Seeufer und angrenzende Flächen111Mechow, ZiethenSicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung des Stillgewässerökosystems „Mechower See“ einschließlich daran angrenzender Entwicklungszonen als Lebensraum von charakteristischen, ökologisch sehr verschiedenen und teilweise auch gefährdeten Lebensgemeinschaften sowie Sicherung des Sees als international bedeutsames Brut-, Rast-, und Mausergewässer von Tauchern, Entenvögeln und anderen Wasservögeln1992 (2013)2230-391 2331-491
127 Oldenburger See und Umgebung123Brunsmark, Horst, LehmradeNachhaltige Sicherung des Lebensraums geprägt durch eine verlandende Seefläche mit einzelnen noch offenen Wasserflächen und einem fließenden Übergang zur umgebenden Bruchwaldzone und den angrenzenden Hochmooren, feuchten Laubwäldern und Feuchtgrünlandflächen als eine ökologische Einheit19862330-353
169 Ostufer des Großen Ratzeburger Sees231Groß Sarau, Ratzeburg (Stadt), RömnitzErhalt der Natur in ihrer Gesamtheit mit für Schleswig-Holstein seltenen Waldlebensgemeinschaften auf kalkreichen Standorten einschließlich der Übergangszonen zum See und zur Offenlandschaft, vor allem Erhalt der ungestörten Bodenentwicklung der zum Teil kalkreichen, mergeligen, zum Teil versauerten, nährstoffarmen Standorte sowie des Ostufers des Sees als Brut-, Mauser- und Rastgebiet von Wasservögeln1995 (2000)2230-391 2331-491
173 Pantener Moorweiher und Umgebung147Lankau, PantenSchutz und Erhalt des eiszeitlich geprägten Seitentals einer Schmelzwasserrinne mit natur-nahen Quellen und Moorseen, auch als weiter zu entwickelnder Trittstein auf dem Vogelzugweg Ostsee - Elbe, Schutz von Lebensgemeinschaften sekundär entstandener nährstoffarmer Biotope in Verbindung mit Niedermoortalflächen sowie des Geotops im Kernbereich Stecknitz-Delvenau-Tal19962329-352
191 Ritzerauer Hofsee und Duvenseebach-Niederung132Nusse, Ritzerau, DuvenseeErhalt und Schutz des geomorphologisch ausgeprägten Rinnensystems, der Lebensgemeinschaften der Pflanzen und Tiere in den Gewässer-, Wald- und Grünlandkomplexen einschließlich der Übergangszonen, der Gewässer und des durch eine überwiegende Grünlandnutzung geprägten, unverbauten Landschaftsbildes20042328-491
4 Salemer Moor mit angrenzenden Wäldern und Seen690Ratzeburg, Mustin, Salem, ZiethenSicherung, Schutz und Erhaltung eines repräsentativen eiszeitlichen Schmelzwasserrinnensystems im Naturraum Westmecklenburgisches Seen-Hügelland mit ausgeprägten Senken und Steilhängen, natürlichen eutrophen und oligotrophen Seen sowie dystrophen Seen und Teichen, Verlandungsbereichen, Großseggenriedern, Bruch-, Buchen- und Moorwäldern, Mooren, Tümpeln, Kleingewässern, Sukzessionsflächen und randlichen Acker- und Grünlandflächen als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer charakteristischen, naturraumtypischen, äußerst artenreichen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt20062330-391 2331-393 2331-491
129 Schaalsee mit Niendorfer Binnen-see, Priestersee und Großzecher Küchensee, Phulsee, Seedorfer Küchensee und Umgebung1.802Kittlitz, Salem, Seedorf, Klein ZecherErhalt der Schalseelandschaft in ihrer großräumigen Ausdehnung, die als ökologisch besonders vielseitiger Seenkomplex Lebensraum für Großtierarten wie Seeadler, Kranich, Große Rohrdommel und Fischotter bietet, ein bedeutender mitteleuropäischer Spätsommermauserplatz für Wasservögel sowie Brutgebiet und international bedeutsames Rastgewässer von Tauchern, Entenvögeln unter anderem ist19942331-394 2331-491
189 Stecknitz-Delvenau-Niederung617Büchen, Bröthen, Witzeeze, Dalldorf, LanzeSicherung, Schutz und Erhaltung der naturnahen Stecknitz-Delvenau-Niederung im Naturraum Büchener Sander mit dem in natürlichen Windungen verlaufenden Niederungsbach und den randlichen Acker-, Grünland- und Waldflächen als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt20022529-302 2628-392
176 Steinerne Rinne und Mechower Holz207Römnitz, Bäk, MechowSicherung, Schutz und Erhaltung des auf schleswig-holsteinischem Gebiet liegenden Teiles des Schmelzwasserrinnentales mit Niederungen, steilen Hängen und randlichen, gut ausgeprägten Bachschluchten mit naturnah gekrümmtem Bachlauf und in diesem Gebiet liegenden Laubwäldern und Sukzessionsflächen sowie die daran angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzflächen als Lebensraum vielfältiger Lebensgemeinschaften20042230-391 2331-491
133 Talhänge bei Göttin72Göttin, Grambek, BesenthalNachhaltige Sicherung der Reste der „Lauenburgischen Wärmeheide“ am Ostrand der eiszeitlichen Delvenau-Schmelzwasserrrinne19902430-392
134 Trendelmoor13HornbekNachhaltige Sicherung eines größeren Birkenbruchs auf einem abgetorften Moor mit südlich anschließenden Hochstauden und seggenreichen Nasswiesen19872429-353
210 Hakendorfer Wälder122Hollenbek,Klein ZecherSicherung, Schutz und Entwicklung eines naturraumtypischen Ausschnittes der reichen, in Teilen staunassen Grundmoränenlandschaft im südöstlichen Landesteil, die kleinflächig wechselnden, eng verzahnten Vorkommen von reichen Laubwäldern, Bruch- und Sumpfwäldern, Röhrichten, Sümpfen, Nasswiesen, Still- und Fließgewässern bilden Lebensräume charakteristischer, teilweise auch gefährdeter Arten und Lebensgemeinschaften, teilweise auch von europäischer Bedeutung2017
Kreis Pinneberg
147 Buttermoor/ Butterbargsmoor105Holm, Wedel (Stadt)Erhaltung und Wiederherstellung einer der letzten Restinseln der Moor- und Heidelandschaft auf der Pinneberger Geest mit den vielen unterschiedlichen Biotoptypen, die Lebensraum für zahlreiche, teilweise hochspezialisierte und stark gefährdete Pflanzen- und Tierarten sind19922324-303
139 Eschschallen im Seestermüher Vorland306SeestermüheErhaltung einer natürlichen Flussuferlandschaft an der Elbe mit Süßwasserwatten, Röhrichtbeständen und Hochstaudenriedern, Wasserflächen und naturnahen Gehölzbeständen, insbesondere zum Schutz der hier rastenden und brütenden Wat- und Wasservögel des Süßwasserwatts und der an Röhrichtzonen und Hochstaudenrieder gebundenen Vogelarten19912323-392 2323-401
34 Haseldorfer Binnenelbe mit Elbvorland2.160Haselau, Haseldorf, Hetlingen, Wedel (Stadt)Schutz eines Feuchtgebietes von gesamtstaatlich-repräsentativer und internationaler Bedeutung mit Gewässerflächen, Waldbeständen, Feuchtgrünlandflächen und ausgedehnten Röhricht- und Hochstaudenbeständen1984 (2003)2323-392 2323-401
91 Helgoländer Felssockel5.138HelgolandErhaltung der Vielfalt der erdgeschichtlichen Erscheinung des Helgoländer Felssockels mit seinen Lebensräumen wildwachsender Pflanzen und wildlebender Tiere einschließlich ihrer Lebensgemeinschaften und -stätten19811813-391 1813-491
138 Holmmoor110Hasloh, Quickborn (Stadt)Schutz der für Schleswig-Holstein typischen nährstoffarmen atlantischen Hochmoorlandschaft mit verschiedenen Stadien des typischen Hochmoor-, Heidemoor- und des Moorbirkenwaldbiotopes sowie einer auf diese Teillebensräume angewiesenen, teilweise hochspezialisierten und gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt und ihrer Ökosysteme1994
148 Liether Kalkgrube16Klein NordendeSicherung und Erhaltung der kalkreichen, trockenen und wechselfeuchten Rohbodenstandorte und Schotterflächen, der Quellsümpfe und Rieselhänge, der nährstoffarmen, kalkreichen Teiche und Tümpel mit ihren Verlandungszonen als teilweise extreme Lebensräume hochspezialisierter gefährdeter Lebensgemeinschaften sowie darüber hinaus die dauerhafte Erhaltung der aus verschiedenen Gesteinen und Sedimenten bestehenden geologischen Formationen und der wissenschaftlich wertvollen Schotterflächen und vertikalen Aufschlüsse1991
62 Lummenfelsen der Insel Helgoland1HelgolandSchutz des einzigartigen Brutgebietes zahlreicher Vögel; einziger Brutplatz in Deutschland für Basstölpel, Dreizehenmöwe, Eissturmvogel, Tordalk und Trottellumme19641813-391 1813-491
48 Neßsand20Wedel (Stadt)Schutz der Binneninseln in der Elbe mit ihren Trockenrasen-flächen, natürlichem Auwald und den Süßwasserschlickwatten als bedeutender Brut- und Lebensraum zahlreicher Wasser- und Watvögel19522323-392 2323-401
161 Tävsmoor/ Haselauer Moor150Appen, HeistSchutz zweier Übergangsmoore mit Niedermoor- und Hochmoorstadien und ihren zahlreichen Teillebensräumen sowie des angrenzenden, teilweise wechselfeuchten Grünlands und offenen Wasserflächen und -läufen19952324-304
Kreis Stormarn
187 Ammersbek-Niederung349Ahrensburg (Stadt), AmmersbekSicherung, Schutz und Erhaltung des Gebiets als Übergang zwischen Jungmoräne und glazialer Beckenlandschaft mit für Schleswig-Holstein typischen Fließgewässerabschnitten samt ihrer Uferbereiche, Feuchtwälder, landwirtschaftlich genutzten quelligen Feuchtgrünland sowie Ackerflächen und ungenutzten Bereichen als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt20022227-303 2227-401
92 Brenner Moor24Bad Oldesloe (Stadt)Schutz eines gut erhaltenen Salzflachmoores in der Traveniederung mit seinen durch das einzigartige Auftreten von Salzquellen im Binnenland geprägten Pflanzengesellschaften sowie den von übrigen Mooren abweichenden boden- und gewässerkundlichen Besonderheiten, die für eine spezifische Tierwelt ursächlich sind19782127-391
23 Hahnheide1.450Grönwohld, Hamfelde, Hohenfelde, Köthel, TrittauSchutz von großflächigen Buchen-, Kiefern-, und Fichten-Altbaumbeständen und der kleinen Täler mit naturnahen Bächen und Senken, die durch naturnahe Feuchtwälder und Strukturvielfalt Lebensraum für ein breites Artenspektrum bieten19382328-354 2328-391 2328-401
106 Hansdorfer Brook275JersbekSchutz eines Feuchtgebietes mit nahezu ursprünglichen Erlen- und Birkenbrüchen, mit Teilen natürlich verlaufender Bäche und mit vielfältiger und artenreicher Flora und Fauna19812227-303 2227-401
183 Höltigbaum286StapelfeldSchutz und Erhaltung eines charakteristischen Ausschnitts einer weichseleiszeitlichen Grundmoräne sowie des Schmelzwasserabflusstals als einen überwiegend nährstoffarmen, von naturnahen Wasserverhältnissen geprägten, Lebensraum mit erheblicher Bedeutung für die Pflanzen- und Tierwelt19972327-301
47 Hoisdorfer Teiche42HoisdorfSicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung eines aus mehreren flachgründigen Teichen bestehenden Feuchtgebietes mit Nieder- und Mittelwaldbereichen und extensiv genutzten Grünlandflächen als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten und seltenen Pflanzen- und Tierwelt1987 (2013)
167 Heidkoppelmoor und Umgebung62Ahrensburg (Stadt), AmmersbekErhaltung und Schutz der Heiden, Nieder- und Übergangsmoore und artenreichen Feuchtgrünland-flächen als Kernzone sowie der angrenzenden Wiesen-, Weiden-, und Wald-Biotope als Entwicklungsgebiet und Pufferzonen1995
131 Moorgebiet Kranika97Grönwohld, LütjenseeSicherung, Erhaltung und Wiederherstellung eines in seiner Bedeutung über die Region herausragenden strukturreichen Nieder- und Hochmoorkomplexes in naturnaher Ausbildung als Lebensraum von ökologisch verschiedenartigen, zumeist sehr spezialisierten und dadurch stark gefährdeten Lebensgemeinschaften und Arten19932328-381
121 Mühlenbachtal bei Trittau81Grönwohld, Lütjensee, TrittauErhaltung eines natürlichen Bachtales mit Sumpfstaudenfluren, Röhrichten und extensiv genutzten Wiesen19862328-354 2328-391 2328-401
182 Oberer Herrenteich70Heidekamp, Reinfeld (Holstein) (Stadt)Erhalt und Schutz des Gewässerlebensraums, der Verlandungsbereiche und der angrenzenden Grünlandbereiche als wichtige Lebensstätten einer vielfältigen und teilweise seltenen Pflanzen- und Tierlebensgemeinschaft sowie der regionalen Bedeutung des Gebiets insbesondere für Fledermäuse und röhrichtbewohnende Vögel 1999
166 Stapelfelder Moor16StapelfeldSchutz und Erhaltung des offenen Moorweihers mitsamt randlichen Verlandungszonen, der verbliebenen Niedermoor- und Heideflächen sowie der angrenzenden Feuchtwiesen und des landschaftsbildprägenden Knicknetzes mit alten Überhältern1995
95 Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal339Ahrensburg (Stadt)Erhaltung eines beispielhaften, eiszeitlichen Tunneltales in Norddeutschland und der Vielfalt eiszeitlicher Bildungen innerhalb und im Randbereich des Tales einschließlich einer großen Zahl von Sumpf- und Wasserpflanzengesellschaften mit Übergängen zu Bruchwäldern und Eichen-Birkenwäldern19822327-301
197 Talwald Hahnenkoppel33Reinbek (Stadt)Sicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung regional seltener Laubmischwaldbestände mit Hainsimsen-Buchenwald, Waldmeister-Buchenwald und Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald einschließlich einzelner Feuchtwaldbestände entlang eines naturnahen Waldbaches als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt20042427-302
Kreis Stormarn/ Kreis Herzogtum Lauenburg
122 Billetal176, davon 106 Kreis Stormarn, 70 Kreis Herzogtum LauenburgKreis Stormarn: Grande, Reinbek (Stadt), Witzhave Kreis Herzogtum Lauenburg: Wohltorf, Aumühle, Wentorf bei Hamburg, Sachsenwald (Forstgutsbez.), KuddewördeErhaltung eines der wenigen noch nicht ausgebauten Fließgewässer und des eiszeitlichen Schmelzwasserrinnensystemes mit Quellhängen, -mooren, -brüchen, feuchten Wiesen, Hochstauden und Seggenriedern, Röhrichten und Feucht- und Hangwäldern, das durch seine Vielfalt Lebensraum einer besonders zahl- und artenreichen Flora und Fauna ist19872427-391 2428-492
Kreis Pinneberg/ Kreis Steinburg
163 Elbinsel Pagensand520, davon 475 Kreis Pinneberg, 45 Hektar Kreis SteinburgKreis Pinneberg: Haselau, Seestermühe Kreis Steinburg: Kollmar, Neuendorf bei ElmshornErhalt und Sicherung der international bedeutsamen, im Süßwasser-Tidebereich liegenden Elbinsel19972323-392 2323-401
Hansestadt Lübeck/ Kreis Herzogtum Lauenburg
201 Grönauer Heide, Grönauer Moor und Blankensee367, davon 276 Hansestadt Lübeck, 91 Hektar Kreis Herzogtum LauenburgHansestadt Lübeck: Lübeck Kreis Herzogtum Lauenburg: Lübeck, Groß Grönau, Groß SarauSicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung eines äußerst artenreichen, überwiegend nährstoffarmen, teilweise kulturhistorisch geprägten und vielfältigen Biotopkomplexes mit Heiden, Mager-, Trocken-, Borstgrasrasen, Gewässern, Pfeifengraswiesen, bodensauren Wäldern und Moorbereichen. Neben den als Acker und Grünland genutzten Bereichen befinden sich hier ehemals militärische Liegenschaften, auf denen bis heute eine intensive agrarische Nutzung ausgeblieben ist und die zum Erhalt einer großen Artenvielfalt, insbesondere verschiedener Insektenarten, beitragen. Das Gebiet in seiner Gesamtheit ist Lebensraum für eine charakteristische, teilweise gefährdete Tier- und Pflanzenwelt, vor allem auch der verschiedenen Brutvögel und Amphibien2013Hansestadt Lübeck und Kreis Herzogtum Lauenburg: 2130-391 Hansestadt Lübeck: 2130-491
177 Wakenitz607, davon 491 Hektar Hansestadt Lübeck, 116 Hektar Kreis Herzogtum LauenburgHansestadt Lübeck: Lübeck Kreis Herzogtum Lauenburg: Groß Sarau, Groß Grönau Erhalt und Schutz des Gewässerökosystems der Wakenitz mit sich natürlich entwickelnden Randbereichen sowie der durch extensive Nutzungen geprägten feuchten und geologisch-geomorphologisch wertvollen Talraumlandschaften auch als charakteristisches Landschaftsbild einer stadtnahen Flusslandschaft mit hohem Erlebniswert im Schutzgebietssystem an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern1999Hansestadt Lübeck: 2130-322 Kreis Herzogtum Lauenburg: 2230-391
Kreis Stormarn/ Kreis Segeberg
100 Nienwohlder Moor399, davon 264 Kreis Stormarn, 135 Kreis SegebergKreis Stormarn: Nienwohld, Sülfeld Kreis Segeberg: ItzstedtErhaltung eines großflächigen, durch das Seeklima geprägten (atlantischen), unmittelbar an der Oberalster gelegenen Hochmoores mit charakteristischen Pflanzen- und Tiergesellschaften. Ziel ist, die Natur in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit erforderlich, zu entwickeln und wiederherzustellen1982 (1988)2226-391 2226-401
76 Oberalsterniederung907, davon 744 Kreis Segeberg, 163 Kreis StormarnKreis Segeberg: Henstedt-Ulzburg, Wakendorf II, Nahe, Kayhude Kreis Stormarn: TangstedtSicherung, Schutz und Erhaltung von Teilen der Oberalsterniederung mit einem naturnahen mäandrierenden Fließgewässer, zeitweise überschwemmten Niederungsflächen, verschiedenen Hochmoorresten, Bruchwäldern, randlichen Knicks sowie Acker- und Grünlandflächen als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt20042226-391 2226-401
109 Wittmoor106, davon 71 Hektar Kreis Stormarn, 35 Hektar Kreis SegebergKreis Stormarn: Tangstedt Kreis Segeberg Norderstedt (Stadt)Erhalt eines in einer Talwasserscheide entstandenen Hochmoores, von Heide und Trockenrasenbereichen, vielfältigen Pflanzengesellschaften und einer artenreichen Tierwelt1981
209 Henstedter Moor218, davon 6 Hektar im Kreis Stormarn, 212 Hektar im Kreis SegebergKreis Stormarn: Tangstedt Kreis Segeberg Henstedt-Ulzburg, Norderstedt (Stadt)Sicherung, Schutz, Erhaltung und Entwicklung eines Moor- und Heidegebietes mit Hochmoorresten in unterschiedlichen Regenerationsstadien sowie Grünlandflächen, Knicks, naturnahen Laubwäldern sowie Birkenbruch- und Feuchtwäldern im Moorrandbereich als Lebensraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt2017
Kreis Dithmarschen/ Kreis Nordfriesland (Planungsraum I)
136 Grüne Insel mit Eiderwatt1.000, davon 20 Hektar Dithmarschen, 980 Kreis NordfrieslandKreis Dithmarschen: Karolinenkoog: Wesselburener Koog Kreis Nordfriesland: TönningErhalt eines Feuchtgebietes im tidebeeinflussten Salz- und Brackwasserbereich des Eiderästuars mit Watt- und Vorländereien sowie Süßwiesen19891719-491 0916-491

1) : Jahr der Erstverordnung; in Klammern gegebenenfalls Jahr der letzten Aktualisierung

2) : im bestehenden NSG gelegene oder das NSG umgebende Natura 2000-Gebiet (EU-Code siehe Kapitel 1.3 Natura 2000 im Erläuterungsband, Tabelle 1 Natura 2000)

Tabelle 3: Gebiete, die die Voraussetzung für eine Unterschutzstellung als NSG erfüllen

BezeichnungGröße (in Hektar, gerundet)GemeindeSchutzzweck/ KurzbeschreibungGeplant 1)eingeschlossenes Natura 2000-Gebiet (EU-Code) 1)
Kreis Dithmarschen
Erweiterung NSG Kronenloch/ Speicherkoog Dithmarschen66 ElpersbüttelErhaltung und Entwicklung des im Jahre 1978 eingedeichten und inzwischen für einen Seewasser-Einstau eingerichteten Sandwattbeckens mit Salzwiesenbereichen0916-491
Großes Moor bei Dellstedt505Dellstedt, Süderdorf, WrohmErhaltung der Lebensraumbedingungen für Wiesenvögel und Röhrichtbewohner 1622-391 1622-493
Hollingstedter Moor116Bergewöhrden, HollingstedtErhaltung und Entwicklung eines aufgrund von Entwässerung und Torfabbau degenerierten Hochmoores
Mieleniederung939Epenwöhrden, Heide (Stadt), Hemmingstedt, Meldorf (Stadt), Nordhastedt, Odderade, SarzbüttelErhaltung und natürliche Entwicklung eines verlandeten Marschsees mit der hierfür charakteristischen Pflanzen- und Tierwelt unter Einbeziehung der umgebenden Grünländereien1820-303
Moor südlich Hövede und Tielenau-Tal425Dellstedt, Dörpling, Tellingstedt, TielenhemmeErhaltung und Entwicklung eines großen geschlossenen Moorkomplexes in Verbindung mit dem NSG „Dellstedter Birkwildmoor” 1622-391 1721-309 1622-493
Moor zwischen Kleve und Pferdekrug130 Hennstedt, KleveErhaltung und Entwicklung eines Niedermoorgebietes in der Eider-Treene-Sorge Region im Übergangsbereich zur Geest
Neufelder Bucht2.248 Neufeld, NeufelderkoogErhaltung eines ausgedehnten tidebeeinflussten Gebietes im Elbästuar, Erhaltung der landesweit gefährdeten Brackwasserröhrichte, Erhaltung der Watten- und Vorlandflächen als Nahrungs-, Rast- und Mausergebiet für Wat- und Wasservögel, Erhaltung der Flachwasserzonen der Neufelder Rinne als „Kinderstube” für verschiedene Fischarten0916-391 2323-392 0916-491 2323-401
Ostroher/ Süderholmer Moor360Barkenholm, Heide (Stadt), Ostrohe, SüderheistedtErhaltung und Entwicklung eines großflächigen Niedermoorgebietes, Erhaltung des Lebensraumes für die Trauerseeschwalbe
Riesewohld434 Arkebek, Odderade, Sarzbüttel, Tensbüttel-RöstErhaltung eines ausgedehnten, strukturreichen, von intensiven Waldbewirtschaftungsmaßnahmen bislang verschonten Bauernwaldes am Westrand der Dithmarscher Geest mit einem ungestörten Quell- und FließgewässersystemX1821-391
Südermoor bei Schwienhusen61 Delve, Glüsing, HollingstedtErhaltung und Entwicklung eines abgetorften Niedermoorgebietes in verschiedenen Regenerationsstadien
Wald bei Welmbüttel106 Gaushorn, WelmbüttelErhaltung eines weitgehend naturnahen Laubwaldbestandes auf der Dithmarscher Geest mit einem intakten Quell- und Fließgewässersystem1721-301
Windberger Niederung378 Frestedt, Krumstedt, Nindorf, Süderhastedt, Windbergen, WolmersdorfErhaltung und Wiederherstellung der Niedermoor- und Gewässerlandschaft in der Niederung unter Förderung des Fischotters als LeittierartX1920-301
Kreis Steinburg
Bauernwälder östlich Mehlbeck60 Kaaks, Kaisborstel, MehlbekErhaltung alter, strukturreicher Bauernwälder mit ungestörten Quellgebieten und natürlichen Bachläufen 1922-301
Brake bei Landscheide71 Büttel, Kudensee, LandscheideErhaltung des einzigen Flachwassersees im Kreisgebiet mit weiten Röhricht- und Schwimmblattzonen
Breitenburger-Tütigmoor128 Auufer, WulfsmoorErhaltung eines Hochmoorrestes, Entwicklung ehemaliger Hochmoorbereiche2024-392
Deichvorland Blomesche Wildnis165 Borsfleth, Glückstadt (Stadt), WewelsflethErhaltung eines ausgedehnten Flusswattbereichs mit Brackwasserröhrichten im Elbästuar 2323-392 2323-401
Erweiterung NSG Reher Kratt353 Peissen, ReherEinbeziehung von Flächen zur Entwicklung einer überwiegend offenen Landschaft mit Magerstandorten und daran angepasster Flora und FaunaX1923-302
Mühlenbarbeker Au60 Hohenlockstedt, Kellinghusen (Stadt), Lockstedt, Mühlenbarbek, Oeschebüttel, RosdorfErhaltung und Entwicklung eines Talraumabschnittes mit Bachlauf und NiedermoorbiotopenX1923-301 2024-308 1923-401
Sumpfgebiet östlich des Lohmühlenteiches19 HohenlockstedtErhaltung eines bedeutenden Niedermoorbiotopkomplexes im Kreisgebiet
Vaaler Moor791 Burg (Dithmarschen), Gribbohm, Neuendorf-Sachsenbande, Nutteln, Vaale, Vaaler-MoorEntwicklung eines durch Kultivierung weitgehend zerstörten Hochmoores, Schaffung eines Großschutzgebietes in Verbindung mit dem NSG „Herrenmoor bei Kleve”2022-302
Vorland von St. Margarethen298 Büttel, Sankt MargarethenErhaltung großflächiger, tidebeeinflusster Vorlandbereiche im Elbästuar2323-392 2121-402
Kreis Stormarn
Altfresenburger Travetal74 Bad Oldesloe (Stadt), TravenbrückErhaltung der Vorkommen von standorttypischen Laubwaldbeständen sowie der Altfresenburger Salzwiesen mit hohem Anteil von stark gefährdeten Pflanzen der Binnensalz-StandorteX2127-391
Bachschlucht Frauenholz12 Barnitz, RethwischErhalt einer repräsentativen Bachschlucht zum Travetal als wichtiges Kerngebiet in offener Ackerflur
Bachschlucht Poggensee11 Bad Oldesloe (Stadt)Erhalt einer repräsentativen Bachschlucht im Übergangsbereich der Naturräume Schleswig-Holsteinisches Hügelland und Schleswig-Holsteinische Geest
Bachschlucht Tralauer Holz14 Barnitz, Rethwisch, WesterauErhaltung eines repräsentativ ausgebildeten Bachschlucht-Komplexes mit charakteristischen Pflanzengesellschaften2127-391
Barnitz80 Bad Oldesloe (Stadt), Lasbek, Pölitz, RethwischErhalt eines im Naturraum repräsentativen Fließgewässers sowie Vorkommen charakteristischer Hang- und Schluchtwälder und der gefährdeten Riesenschachtelhalm-Quellfluren
Beimoor/ Forsttiergarten159 Ahrensburg (Stadt), Großhansdorf, Hammoor, TodendorfErhaltung eines größeren Waldgebiets mit relativ naturnahen Feuchtwäldern unterschiedlicher Ausprägung2227-351
Binnenhorster Teiche17 Bargfeld-Stegen, NienwohldErhalt eines wichtigen Rastgebiets für Wasservögel, der offenen Schlammflächen mit Vorkommen von landesweit sehr seltenen Teichufer-Vegetation2227-304
Corbek4 WitzhaveErhaltung eines intakten Bachtals, das mit dem Billetal im Verbund steht
Draht-Teich und Randbereiche25 Grönwohld, LütjenseeErhalt eines Teichgewässers mit Verlandungsvegetation in typischer Zonierung, Randsümpfe mit seltenen Kleinseggen-Rasen und Röhrichten unter Beteiligung seltener Pflanzenarten sowie als wichtiges Wasservogelbrut-, Rast- und Nahrungsgebiet2328-391
Erweiterung NSG Hoisdorfer Teiche8 HoisdorfDas bestehende NSG soll um angrenzende Flächen ergänzt werden
Fischbeker Mühlen-grund15 Elmenhorst, NeritzErhalt einer repräsentativen Tal-/ Bachschlucht im Übergang der Groß-Naturräume mit Vorkommen seltener Mergel-Hangwälder sowie gefährdeter Pflanzenbeständen
Glinder Au31 Glinde (Stadt), OststeinbekErhalt eines intakten Talzugs mit mäandrierendem Fließgewässer und zum Teil relativ extensiv genutzten Grünlandflächen, auch als vernetzendes Landschaftselement
Havighorster Wald31Glinde (Stadt), OststeinbekErhalt der für den Naturraum des Hamburger Ringes repräsentativen Laubwald-Gesellschaften
Helkenteich Grande17 Grande, TrittauErhaltung eines mesotrophen Stillgewässer-Gebiets mit typisch zonierten Übergängen zum Niedermoor, auch als ergänzendes Vernetzungselement zum Billetal
Jersbeker Neuenteich18Bargfeld-Stegen, Elmenhorst, JersbekErhaltung eines Sonder-lebensraums mit Vorkommen von bundesweit vom Aussterben bedrohten Teichboden-Pflanzengesellschaften2227-304
Nütschauer See8TravenbrückErhalt eines hervorragend erhaltenen Stillgewässers mit intakter Umfeld-Vegetation 2127-391
Oberer Mönchsteich12Lütjensee, TrittauErhaltung als Kernbereich des Trittau-Grönwohlder Teichgebietes mit ökologisch wertvollen Flächen2328-355
Oetjendorfer Feuchtwald8 HoisdorfErhalt der für den Naturraum seltenen Feuchtwälder in strukturreicher und naturnaher Ausprägung
Sandgrube Vinzier14 TravenbrückErhaltung eines wertvollen Sekundär-Biotops auch als besonders wichtiges Laichgebiet der gefährdeten Wechselkröte am Westrand ihres Verbreitungsgebiets
Sieker Moor15 Großensee, SiekErhalt eines regenerierenden Übergangsmoors mit Vorkommen seltener Pflanzenarten2327-351
Südliches Großensee-Moor10 GroßenseeErhalt eines geschlossenen Talgrundbereichs mit intakten Niedermoor-Ökosystemen verschiedenster Ausbildung2328-355
Talschlucht Süderbeste72 Lasbek, Rümpel, TremsbüttelErhalt einer repräsentativen Talschlucht des Kreisgebiets
Thorritzener Quelllandschaft74 Bad Oldesloe (Stadt), RümpelErhalt einer ehemaligen Endmoränen-Kulturlandschaft mit Vorkommen von Quell- und Sumpfgebieten in beispielhafter Ausbildung auch als Lebensraum gefährdeter SumpfpflanzenX
Todendorfer Moor27 TodendorfErhaltung eines der letzten Restmoore im Naturraum mit Vorkommen von typischen und gefährdeten Pflanzengesellschaften und -arten
Tralauer Salzmoor23 Neversdorf, TravenbrückErhaltung eines großflächigen Niedermoores mit örtlichem Salz-Grundwassereinfluss und Vorkommen von Binnensalzvegetation2127-391
Wöknitz-Poggenbek-Niederung76 Bad Oldesloe (Stadt)Erhalt einer großräumig intakten Niederung mit vegetationskundlich sehr wichtigen Kernbereichen mit Vorkommen von Quellzonen, zum Teil salzbeeinflusst, Orchideenwiesen und den landesweit sehr seltenen Sumpf-Storchschnabel-Wiesen2127-391
Wulfsdorfer Neuenteich, Lindenhofer Bocksberg und Umgebung177 Ahrensburg (Stadt), Ammersbek Erhaltung eines intakten Bruchwald-Ökosystem mit wichtiger Vernetzungsfunktion sowie einer für den Naturraum geomorphologisch interessanten Kuppen-Situation mit regional sehr seltenen Laubwald-Ausbildung
Kreis Ostholstein
Curauer Moor211 Ahrensbök, Scharbeutz, StockelsdorfErhalt eines strukturreichen Feuchtgebietes mit Röhrichten, Großseggenriedern und Bruchwäldern, Sicherung der Lebensgemeinschaft, Sicherung als Nahrungsbiotop2030-328
Erweiterung NSG Aalbek-Niederung31 Ratekau, Timmendorfer StrandErhalt von feuchten und nassen Niederungsbiotopen sowie ausgedehnten Schilfröhrichten, Erhalt eines mesophilen Buchenwaldes und eines Feuchtwaldtyps mit bunten Laubgehölzen Erhalt des Lebensraumes für röhrichtbewohnende Tierarten2030-303
Erweiterung NSG Barkauer See493 SüselSchutz eines Binnensees mit typischer Verlandungsvegetation in naturnahem Zustand und einer artenreichen TierweltX1929-320
Erweiterung NSG Kasseedorfer Teiche und Umgebung7 KasseedorfErweiterung um eine abgebaute, angrenzende Kiesgrube
Erweiterung NSG Weißenhäuser Brök4 WangelsErweiterung des bestehenden NSG und Erhalt der vorhandenen Weiß- und Graudünen mit ihren charakteristischen Pflanzen1629-391
Erweiterung NSG Wesseker See374 Oldenburg in Holstein (Stadt), WangelsRegeneration der Niedermoorlebensräume1629-391 1530-491
Farver Au (Steinbek) und Nebenbäche194 Harmsdorf, Schönwalde am Bungsberg, WangelsSchutz und Erhalt der an die Strömung angepassten Fauna Erhalt der fließgewässereigenen DynamikX1730-301 1831-321
Griebeler See37 KasseedorfErhalt des Sees und seiner Umgebungsflächen mit artenreichem Feuchtgrünland
Hangbuchenwald und Schneidenried am Kellersee25 Eutin (Stadt)Erhalt eines alten, strukturreichen Hangbuchenwaldes auf Kalk mit zahlreichen Quellaustritten und einem hohen Totholzanteil, Sicherung des landesweit sehr seltenen Schneidenrieds auf Seekreide1828-392
Kremper Au einschließlich angrenzender Wälder824 Altenkrempe, Harmsdorf, Lehnsahn, Neustadt in Holstein (Stadt), Schashagen, Schönwalde am BungsbergErhalt der extensiven Waldnutzung, Entwicklung des Naturwaldes, Renaturierung des Fließgewässers und seiner Uferbereiche1831-321
Kükelühner Mühlenau51 WangelsErhalt und Entwicklung eines naturnahen Baches mit einer natürlichen Dynamik1629-391 1730-326
Lachsbach109 Altenkrempe, Kasseedorf, Schönwalde am BungsbergErhalt und Sicherung naturnaher Fließgewässerabschnitte Schutz der heimischen, seltenen Elritzenpopulationen1830-302
Landschaftsteile im Südwesten der Insel Fehmarn154 Fehmarn (Stadt)Sicherung eines durch Brackwasserröhrichte geprägten Gebietes mit eingelagerten offenen Wasserflächen zwischen zwei bestehenden NSG1532-391 1530-491
Lemkenhafener Wiek und Spitzenorth56 Fehmarn (Stadt)Erhalt der ungestörten Naturdynamik1532-391 1631-392 1530-491
Oldenburger Graben (Oldenburger Bruch und Klenausee)902 Dahme, Göhl, Grube, Heringsdorf, RiepsdorfErhalt der bestehenden Kultur- und Naturlandschaft Erhalt ungestörter Brut- und Rastgebiete der dort vorkommenden Vogelarten1731-401
Röbeler Moor62 SüselErhalt der strukturreichen Niederungssenke und angrenzenden mineralischen Grünlandhängen
Rumer See7 MalenteSchutz des Übergangsmoores
Sagauer See26 KasseedorfErhalt der Flachsees in einer als Grünland genutzten Seeniederung
Schürsdorfer Moor36 Scharbeutz, RatekauErhalt des Hochmoorrestes und seine Regeneration sowie Vermeidung von Nährstoffeinträgen und Entwässerung
Steilküste bei Johannistal und Kembs und Eichholzniederung764Heiligenhafen (Stadt), GremersdorfErhalt der typischen geomorphologischen Ausprägungen sowie der naturnahen offenen Strandseelandschaft einschließlich seltener Pflanzenarten und -gesellschaften1631-392 1631-393 1530-491
Steilküste Südost-Fehmarn681 Fehmarn (Stadt)Natürliche Sukzession bei möglichst geringen menschlichen Störungen, Entwicklung von Magerrasen oberhalb der Steilküste1533-301
Strandseelandschaft bei Großenbrode262 GroßenbrodeSicherung der ungestörten Entwicklung der Strandseelandschaft und vielgestaltiger, artenreicher Küstenlebensräume1631-392 1631-393 1632-392 1530-491 1633-491
Strandwälle und Düne bei Dahme43 Dahme, GrubeErhalt der Strandwall- und Dünenlandschaft mit ihren artenreichen Sand- und Halbtrockenrasen sowie den Pflanzengesellschaften der Weiß- und Primärdünen1732-381
Überdünte Strandwall-landschaft südlich von Kellenhusen143 Grömitz, Kellenhusen (Ostsee)Erhalt der Dünen- und Strandwallandschaft und ihrer artenreichen Trockenlebensgemeinschaften1832-329 1633-491
Uklei-See-Gebiet300 Eutin (Stadt), Kasseedorf, MalenteErhalt und Entwicklung eines naturnahen Landschaftsausschnittes. Einrichtung großer, ungenutzter Bereiche mit Waldanteilen1828-392
Unteres Schwartautal169 Bad Schwartau (Stadt), RatekauErhalt dieses landschaftlich herausragenden Flusstalabschnitts mit vielfältigen unterschiedlich genutzten Biotoptypen und somit hoher Strukturvielfalt sowie den angrenzenden steil ansteigenden, laubbaumbestandenen FlusstalhängenX2030-328
Kreis Pinneberg
Düpenau-Niederung29 Halstenbek, Pinneberg (Stadt), Schenefeld (Stadt)Erhalt eines für den Naturraum Hamburger Ring beachtenswerten Lebensraumes mit bedeutender ökologischer Stützfunktion für Pflanzen- und Tierarten
Gronautal mit Randbereichen48Quickborn (Stadt)Erhaltung eines Bachökosystems mit herausragender ökologischer Stütz- und Ausgleichfunktion für spezialisierte und gefährdete Pflanzen- und Tierarten
Himmelmoor461Borstel-Hohenraden, Hemdingen, Quickborn (Stadt)Erhalt des Spektrums an hochmoortypischen Lebensräumen des Himmelmoores einschließlich der Vorkommen typischer, jedoch zum Teil gefährdeter Tier- und PflanzenartenX
Hohenmoor41 Borstel-HohenradenErhaltung eines entwässerten und teilweise abgetorften Hochmoores mit größtenteils Birken-Molinia-Stadien aber auch Heidekrautflächen, einzelnen Torstichen mit Torfmoosregeneration und Grünlandbereichen
Holmer Sandberge135Holm, Wedel (Stadt)Erhalt einer geomorphologisch bedeutsamen Binnendünenlandschaft in standorts- und naturraumtypischer Komplexbildung der beteiligten Vegetationsgemeinschaften einschließlich der Übergangsbereiche
Krückau zwischen Heede und Fischwehr77 Alvesloe, Heede, LangelnErhaltung eines geschlossenen Bachökosystems mit allen fließgewässertypischen Erscheinungsformen
Pinnau-Wiesen14 Haselau, SeestermüheErhalt eines verlandeten Nebenarms der Pinnau (im Tideeinfluss) als artenreiche und gut ausgebildete Restfläche einer Flussniederung
Wedeler und Hetlinger Marsch540 Hetlingen, Holm, Wedel (Stadt)Erhaltung von Restlebensräumen einer Vielzahl auf die Region Unterelbe sowohl als Leitlinie für den Vogelzug als auch zur Überwinterung angewiesener Wiesenvogelarten
Kreis Herzogtum Lauenburg
Bachschlucht Kastorf10 Düchelsdorf, KastorfErhalt der repräsentativ ausgebildeten Bachschlucht mit einer typischen, jedoch zum Teil gefährdeten Pflanzenwelt
Bachschlucht nordöstlich Klein Disnack12Buchholz, PogeezErhalt der repräsentativen Bachschlucht im Westen des Ratzeburger See-Beckens sowie der gefährdeten Pflanzenwelt
Bachschlucht östlich Berkenthin5 BerkenthinErhalt der repräsentativen Bachschlucht im Gefälle zur Erosionsrinnen-Niederung des Elbe-Trave-Kanals sowie der gefährdeten Pflanzenwelt
Bannauer-Kehrsener Moor und Umgebung396 Gudow, Horst, LehmradeErhalt des größten geschlossenen erhaltenen Hochmoorkörpers des Kreises auch als Lebensraum bedrohter Tierarten
Bartelsbusch55 Groß DisnackErhalt der naturnahen Laubwald-Gesellschaften einschließlich der Vorkommen seltener Waldbodenpflanzen und Fledermausarten
Birkenbruch südlich Groß Pampau8 Groß Pampau, MüssenErhaltung eines landesweit bedeutsamen Torfmoos-Birkenbruchs in hervorragender Ausbildung und Artenbestand
Brookwald westlich Lütau79 Gülzow, Juliusburg, Krüzen, LütauErhalt der Vorkommen bedrohter Pflanzengesellschaften
Bruchwald am Seedorfer Forst15 Klein Zecher, SeedorfErhaltung eines repräsentativen Erlenbruchs mit charakteristischen Artenvorkommen
Duvenseer Moor381 Duvensee, Klinkrade, Labrenz, LüchowErhalt eines durch Grünland geprägten großen Niedermoores als Rastgebiet vieler VogelartenX
Eichenwald nordwestlich Groß Disnack61 Berkenthin, Groß Disnack, Groß Sarau, KlempauErhaltung eines repräsentativen Laubwaldes mit hohem Eichenanteil als geschlossenen großflächigen Komplexes
Feuchtwald Klosterberg10 PogeezErhalt repräsentativer Feuchtwälder der Jungmoränenbereiche sowie Vorkommen bedrohter Tierarten
Fribek nördlich Kasseburg13 Kasseburg, KuddewördeErhaltung eines naturnahen geschlossenen Bachökosystem mit sehr artenreichen Teillebensräumen in charakteristischer Ausprägungen
Gethsbek26 Roseburg, TrammErhaltung eines naturnah ausgeformten Bachökosystems mit Bruchwald und Überschwemmungswiesen als Lebensraum einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten
Großer Mustiner See und Randbereiche106 Kittlitz, MustinErhalt des für das Westmecklenburgische Seenhügelland repräsentativen Sees als Brut- und Nahrungsbiotop gefährdeter Wasservögel sowie des angrenzenden Grünlandes mit Vorkommen gefährdeter PflanzenartenX
Hainholz nordwestlich Lütau22 LütauErhaltung eines repräsentativen Laubwaldes der Lauenburger Geest mit Vorkommen seltener Orchideenarten
Koberger Moor55 Koberg, SirksfeldeErhalt eines Rest-Hochmoors als Lebensstätte einer typischen, jedoch gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt
Kogeler Wald47 Horst, SterleyErhaltung eines Perlgras-Buchen-Waldes durchsetzt von eingestreuten nassen Senken mit seltene Bruchwaldausbildungen zum Teil mit bis zu einem Meter hohen Wurzelköpfen
Lankauer See36 LankauErhalt eines kalkreichen meso-eutrophen Sees auch als Lebensstätte einer Vielzahl spezialisierter und gefährdeter Pflanzenarten
Lauenburger Elbwarder22 Lauenburg/ Elbe (Stadt)Erhaltung des größten Elbwiesengebiets im klimatisch wärmebegünstigten Mittelelbe-Naturraum in Schleswig-Holstein mit Brenndoldenwiesen nahe der Nordwestverbreitungsgrenze in Mitteleuropa sowie Vorkommen bedrohter Pflanzenarten und Wiesenvögel
Mühlenbach bei Hornbek13 Hornbek, WoltersdorfErhalt eines Quell- und Bachökosystems mit seltenen Moosgesellschaften
Mühlenbektal östlich Müssen10 Büchen, Müssen, SchulendorfErhalt einer Talniederung mit ausgedehnten Niedermoorbereichen sowie mit Vorkommen seltener Pflanzen- und Tierarten
Niedermoor nördlich Marienwohlde6 LankauErhalt der Niedermoorsenke als Lebensraum seltener Pflanzen- und Tierarten
Niederung bei Sirksfelde10 Koberg, Ritzerau, SirksfeldeErhaltung einer naturnahen Niederung als Lebensraum einer besonderen Pflanzen- und Tierwelt (Amphibien)
Nusser See17 Nusse, RitzerauErhaltung der Verlandungsgesellschaften in urtümlicher Ausformung als Lebensraum einer spezialisierten Tier- und Pflanzenwelt
Oberlauf des Hornbeker Mühlenbaches12 Niendorf/ Stecknitz, TrammErhalt eines Quell-Bachs mit seltenen Moosgesellschaften
Ostufer-Hang Domsee6 Bäk, Ratzeburg (Stadt)Erhaltung des landesweit bedeutsamen Mergel-Hangbuchenwaldes sowie der Vorkommen gefährdeter Pflanzenarten
Pinnsee bei Mölln14 Fredeburg, Mölln (Stadt)Erhalt eines nährstoffarmen Waldsees sowie als Stützfunktion für eine charakteristische Tier- und Pflanzenwelt
Pirschbachtal134 Lankau, Mölln (Stadt)Erhalt eines landschaftsprägenden Talraums als Lebensraum gefährdeter Pflanzen- und Tierarten
Quellwälder am Ankerschen See19 Behlendorf, LankauErhaltung der charakteristisch ausgebildeten Erlen-Eschen-Quellwälder mit zahlreichen Quellkegeln auch als Lebensraum vieler spezialisierter und seltener Pflanzenarten und -gesellschaften
Ratzeburger Seeufer südlich Pogeez19 Buchholz, Pogeez, Ratzeburg (Stadt)Erhalt der letzten großflächigen Uferwiesen des Großen Ratzeburger Sees mit vollständiger Zonierung der Seeverlandung sowie der Vorkommen von gefährdeten Pflanzenarten
Rosengartner Moor7 GudowErhaltung eines Kessel-moors auch als Lebensraum seltener Tier- und Pflanzenarten
Sandgrube östlich Siebeneichen10 FitzenErhaltung als Lebensraum seltener Pflanzen- und Tierarten
Sarnekower Moor11 GudowErhalt eines Nieder- und Übergangsmoors mit Vorkommen seltener Pflanzenarten
Schwarze Au bei Friedrichsruh19 Aumühle, Sachsenwald (Forstgutsbezirk)Erhaltung des naturnahen, geschlossenen Bachökosystem mit typischen Bruch- und Auwaldbildungen sowie Vorkommen bedrohter Moosarten
Seeufer nördlich Groß Sarau18 Groß Sarau, Ratzeburg (Stadt)Erhalt der naturnahen und großflächigen Seenverlandung als Lebensraum gefährdeter Pflanzen- und Tierarten
Segrahner Bergwald28 GudowErhaltung eines für die Lauenburger Geest repräsentativen Laubwaldes mit Vorkommen seltener Orchideenarten
Segrahner See und Moor und Umgebung115 GudowErhalt eines Seen-Verlandungskomplexes mit Niedermoor- und Hochmoorbereichen sowie als Lebensraum spezialisierter und gefährdeter Pflanzen und Tiere
Senke östlich Lankau2 LankauErhaltung der „Trittsteinfunktion“ als Lebensraum gefährdeter Tier- und Pflanzenarten
Stecknitz-Niederung bei Mölln62 Alt Mölln, PantenErhalt des Lebensraums für eine große Anzahl von zum Teil stark gefährdeten Pflanzenarten
Talniederung südlich Mölln26 Mölln (Stadt)Erhalt eines artenreichen Feuchtgebiets, das eine naturnahe ökologische Einheit bildet und eine wichtige Trittsteinfunktion als Lebensraum sowohl seltener und geschützter als auch gefährdeter Arten hat
Talniederung und Bachschlucht bei Bliestorf6 Bliestorf, Hansestadt LübeckErhaltung der sehr artenreichen Vegetation mit großen und bedeutenden Beständen sowohl geschützter als auch stark gefährdeter Pflanzenarten
Talschlucht Bäk7 BäkErhalt einer landschaftsprägenden Bachschlucht mit landesweit bedeutsamen Mergel-Hangwaldbeständen sowie deren Saumgesellschaften
Talwald östlich Witzeeze8 WitzeezeErhaltung eines Talwaldes mit hohem Natürlichkeitsgrad; einer der wenigen Restbestände seiner Art in der Stecknitz-Delvenau-Schmelzwasserrinne
Tongrube nördlich Launburg15 Krüzen, Lauenburg/ Elbe (Stadt)Erhalt der größten aufgelassenen Tongrube der Region mit Möglichkeit der unbeeinflussten Wiederbesiedelung durch für Tonböden standorttypische Lebensformen
Uferbereich des Küchensees und südliche Talzüge53 Fredeburg, Ratzeburg (Stadt), SchmilauErhaltung der Bruchwälder und ihrer artenreichen Pflanzenbestände als geschlossene ökologische Einheit, die zu den wertvollsten des Kreises und des Landes gehören
Waldbereich südöstlich Wentorf6 Sirksfelde, Wentorf (Amt Sandesneben)Erhalt des artenreichen und naturnahen Erlen-Eschenwaldes mit artenreicher Krautschicht
Wehrenteich und Randbereiche72 Klinkrade, Labenz, Siebenbäumen, SteinhorstErhaltung eines flachen Stillgewässers sowie dessen Verlandungsreihe auch als Lebensstätte gefährdeter Pflanzen- und Tierarten
Westliche Geesthachter Elbsinsel99 Geesthacht (Stadt)Erhalt des letzten im Elbtiedeeinfluß liegenden Sandwarder Schleswig-Holsteins mit Vorkommen elbstromtypischer Vegetationsbestände und seltenen Pflanzenarten
Kreis Segeberg
Bachschlucht bei Rösing19 PronstorfErhaltung einer in dieser Größenordnung einmalig für den Kreis Segeberg ausgebildeten, naturraumtypischen Bachschlucht mit typischen Laubwald-Gesellschaften
Bauernwald bei Stubben9 Neuengörs RehhorstErhalt eines naturraumtypischen, mittelwaldartigen Nutzwaldes mit reich und dicht entwickelter Krautschicht
Birkenmoor bei Groß-Niendorf32 Groß NiendorfErhaltung eines artenreichen Moores mit Heidecharakter und Libellenvorkommen
Erweiterung NSG Heidmoor11 Glasau, SeedorfErhaltung eines Restmoores mit Vorkommen von typischen Pflanzengesellschaften und als Lebensraum gefährdeter Pflanzen- und Tierarten
Erweiterung NSG Katenmoor9 Bad Bramstedt (Stadt)Ergänzung des bestehenden NSG um ein welliges Gelände mit artenreicher Moor- und Heidevegetation
Erweiterung Schindermoor1 Bad Bramstedt (Stadt)Ergänzung des bestehenden NSG um den entstehungsgeschichtlich dazugehörigen westlichen Teilbereich
Faule Trave mit Trockenhang169 Bad Segeberg (Stadt), Groß Rönnau, Negernbötel, SchackendorfErhaltung einer geschlossenen vielfältigen Feucht-Grünlandniederung mit artenreichen TrockenhängenX
Glasmoor139 Norderstedt (Stadt), TangstedtErhalt eines ehemals auf einem Flachmoor emporwachsenden Hochmoor-Restes
Grotmoor146 Heidmoor, LentföhrdenErhaltung eines vielfältig strukturierten, abgetorften Hochmoores mit zahlreichen integrierten Biotoptypen und hochmoortypischen Pflanzengesellschaften zum Teil in Regenerationsphasen auch als Lebens- und Rückzugsraum bedrohter Pflanzen- und Tierarten
Hainholz105Pronstorf, StrukdorfErhalt eines großen, geschlossenen Buchwaldgebiets in zum Teil naturraumtypischer Ausprägung, das aufgrund seiner bestehenden Artenausstattung gut zu einem für den Naturraum beispielhaften, natürlichen Buchenwald weiter entwickelt werden kann
Hasenmoor275 Bimöhlen, HasenmoorErhaltung eines abgetorften Hochmoores mit vielfältiger Binnenstruktur aus Torfbänken, verschiedenen Moorentwicklungsstadien und großen Wasserflächen auch als bedeutender Lebensraum für Vogelarten und der Kreuzotter
Heidkatener Heide7 HeidmoorErhalt eines letzten Restes einer für die Bramstedt-Kisdorfer Geest typischen Heideformation
Hülsenwald bei Hagen34 HagenErhaltung naturnaher und im Naturraum sehr seltener Laubmischwälder
Karstlandschaft östlich des Großen Segeberger Sees117 Bad Segeberg (Stadt), Klein Rönnau, Rohlstorf, StipsdorfErhalt eines Gebiets als geowissenschaftlich-historisches Objekts mit hoher Schutzwürdigkeit
Kembser See24 SeedorfErhalt eines landschaftstypischen Stillgewässers mit typischer Vegetationszonierung als Kerngebiet der Thranbruch-Niederung
Kopfbuchenwald bei Schieren18 SchierenNeben einer in Teilbereichen wertvollen Artenzusammensetzung sind die noch erhaltenen alten Waldnutzungsformen insbesondere der Kopfhainbuchen zu erhalten
Laubmischwald „Im Vieh“6 HartenholmErhalt eines artenreichen Eichen-Buchen-Waldes mit feuchten Senken und großen Beständen von Frühjahrsgeophyten
Moor nördlich Hamdorf9 NegernbötelErhaltung eines gut ausgeprägten und im Naturraum in dieser Größe sehr seltenen Übergangsmoores mit Vorkommen vieler Libellenarten
Niederwald „Sühlfelder Tannen“8 Elmenhorst, SülfeldErhalt eines niederwaldartigen, trockenen bis wechselfeuchten Moorbirken-Stieleichen-Niederwaldes auf flachbewegtem Kleinrelief mit Übergängen zu nassen Erlen-Weiden-Gebüschen auch als Dokument einer bodenständigen Wald-Gesellschaft
Niederwald bei Reinsbek9 PronstorfErhaltung von letzten Resten alter Wald-Nutzungsformen verbunden mit hoher Artenvielfalt und angrenzenden Erlenbrüchen auch als Lebensraum gefährdeter Pflanzenarten
Ohmoor72 Norderstedt (Stadt)Erhaltung eines wichtigen Hochmoorrests mit typischen Zonen der Moorentwicklung und regenerierenden Torfstichen auch als Rückzugsgebiet moortypischer und teilweise seltenen Pflanzen- und Tierarten
Osterau zwischen Heidmühlen und Bad Bramstedt425 Bad Bramstedt (Stadt), Bark, Bimöhlen, Großenaspe, Heidmühlen, LatendorfErhaltung eines ökologisch wertvollen Fließgewässer-Ökosystem mit Ausbildung typischer Prall- und Gleithänge und durch die Mäanderbildung intensiver Verzahnung der Land-/ Wasser-Grenze mit Restflächen von Erlenbrüchen, uferbegleitender Röhrichte, Rieder und Grünlandbereichen
Südlicher Wardersee431 Pronstorf, Rohlstorf, Wensin, WesterradeErhalt eines Binnengewässers mit landesweiter Bedeutung als Nahrungs- und Rastbiotop für durchziehende Wat- und Wasservögel sowie als Lebensraum für Brutvögel
Tralauer Holz40 AlvesloheErhaltung eines landschaftsprägenden und strukturreichen Laubmischwaldes mit charakteristischer Bodenflora
Trave bei Bad Segeberg88Bad Segeberg (Stadt), Högersdorf, SchackendorfErhaltung eines biotoptypenreichen und prägenden Landschaftselements mit hoher Artenvielfalt unter Beteiligung seltener Pflanzenarten
Trave unterhalb Wardersee4 Groß Rönnau, Krems II, RohlstorfErhalt des artenreichen Flusslaufs auch als Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten (Libellenarten)
Wald an der Bißnitz27 Neuengörs, WeedeErhaltung einer Bachschlucht einschließlich eines angrenzenden Laubmischwaldes mit dichter Bodenflora unter Beteiligung seltener Pflanzenarten
Wald bei Eilsdorf61 PronstorfErhalt eines artenreichen Waldgebiets mit Bachläufen, Quellen und kleinen Erlenbrüchen auch als Lebensraum gefährdeter Tier- und Pflanzenarten
Wald bei Großenaspe16 GroßenaspeErhaltung der letzten zum Teil nur noch fragmentarisch vorhanden Reste der für die Geest- und Sanderflächen ehemals charakteristischen Stieleichen-Birken- und Buchen-Eichen-Wälder mit Übergängen zum Erlen-Birkenbruch einschließlich des standorttypischen Arteninventars
Wald westlich Travenhorst15Travenhorst, WensinErhalt der arten- und strukturreichen Feuchtwälder, auch als Lebensraum gefährdeter Pflanzenarten (beispielsweise Riesenschachtelhalm)
Wälder im Kisdorfer Wohld298Hüttblek, Kattendorf, Kisdorf, WinsenErhaltung eines komplexen Laubmischwaldgebietes mit zum Teil sehr krautreicher Bodenflora, Quellhängen, Bachschluchten sowie bedrohten und gefährdeten Arten von Flora und Fauna
Kreis Dithmarschen/ Kreis Nordfriesland (Planungsraum I)
Eider von Nordfeld bis Tönning858, davon 455 im Kreis Dithmarschen, 403 im Kreis Nord-frieslandKreis Dithmar-schen: Groven, Karolinenkoog, Kleve, Lehe, Sankt Annen Kreis Nord-friesland: Drage, Friedrichstadt (Stadt), Koldenbüttel, Oldenswort, WitzwortErhaltung und Entwicklung des eingedeichten Verlaufs der Eider mit unterschiedlichen Watt- und Uferbereichen Erhaltung von angrenzenden Überschwemmungsflächen und Feuchtgrünländereien Hinweis: Freiwillige Vereinbarungen liegen vor.
Kreis Steinburg/ Kreis Rendsburg – Eckernförde (Planungsraum II)
Mühlenbektal bei Ostermühlen15, davon 4 Hektar Kreis Steinburg, 11 Hektar Kreis Rendsbur-EckernfördeKreis Steinburg: Puls Kreis Rendsburg-Eckernförde: BeringstedtErhaltung eines intakten Talraumes mit biologisch-ökologisch wertvollem Fließgewässer und Feuchtflächen
Kreis Stormarn – Kreis Herzogtum Lauenburg
Bachschluchtkomplex Groß Schenkenberg10, davon 2 Hektar Kreis Stor-marn, 8 Hektar Kreis Herzogtum Lauen-burgKreis Stormarn: Klein Wesenberg Kreis Herzogtum Lauenburg: Groß SchenkenbergErhalt der repräsentativ ausgebildeten Bachschluchten mit charakteristischen Pflanzengesellschaften
Stormarnsche Steinburg16, davon 7 Hektar Kreis Stormarn, 9 Hektar Kreis Herzogtum LauenburgKreis Stormarn: Steinburg Kreis Herzogtum Lauenburg: SchönbergErhaltung eines artenreichen Amphibien-Lebensraums mit Vorkommen seltener, auf Trockenwarm-Biotope angewiesener Großschmetterlinge sowie eines im Westen in seltener Ausbildung auf Findlings-Blockpackungen vorkommenden Quellwaldes
Kreis Stormarn/ Kreis Segeberg
Erweiterung NSG Nienwohlder Moor393, davon 261 Hektar Kreis Stormarn, 132 Hektar Kreis SegebergKreis Stormarn: Bargfeld-Stegen, Nienwohld, Tangstedt Kreis Segeberg: NaheBei den Gebieten handelt es sich um Ergänzungsflächen zum Nienwohlder Moor sowie um wertvolle Bereiche des Oberalstertalraumes
Grabauer See79, davon 70 Hektar Kreis Stormarn, 9 Hektar Kreis SegebergKreis Stormarn: Grabau Kreis Segeberg: SülfeldErhaltung des größten Stillgewässers der Region, das von allen Seiten abgeschirmt und beruhigt ist und ein wichtiges Brut- und Rastbiotop für gefährdete Vogelarten darstellt
Oberalstertal Stegen-Wulksfelde280, davon 268 Hektar Kreis Stor-marn, 12 Hektar Kreis SegebergKreis Stormarn: Bargfeld-Stegen, Nahe, Nienwohld, Tangstedt Kreis Segeberg: KayhudeErhaltung des landschaftsprägenden Gewässers von landeskundlicher und historischer Bedeutung; streckenweise mit offenem Park-Charakter und hoher landschaftlicher Eigenart
Sühlener Travedurchbruch35, davon 4 Hektar Kreis Stormarn, 31 Hektar Kreis SegebergKreis Stormarn: Travenbrück Kreis Segeberg: Bebensee, Dreggers, Traventhal, Wakendorf IErhaltung des geomorphologisch hoch interessanten Durchbruchtals mit intakten Hangwald-Ökosystem sowie stärker gefährdeten Pflanzengesellschaften
Kreis Ostholstein/ Kreis Plön
Bach westlich Frederikenhof2, davon 1 Hektar Kreis Ostholstein, 1 Hektar Kreis PlönKreis Ostholstein: Wangels Kreis Plön: BlekendorfErhaltung von naturraumtypischen Fließgewässerbiotopen mit charakteristischer Vegetation
Schmarkau-Niederung33, davon 17 Hektar Kreis Ostholstein, 16 Hektar Kreis PlönKreis Ostholstein: Malente Kreis Plön: Grebin, Plön (Stadt)Schutz und Erhalt der naturnahen Gewässersituation der Schmarkau im Unterlauf und des strukturreichen Biotopkomplexes aus Wald, Röhricht und Feuchtgrünland

1) : X = Gebiet konkret in Planung (siehe Hauptteil, Kapitel 4.2.5: Naturschutzgebiete)

2) : im NSG-Eignungsgebiet gelegene oder das NSG umgebende Natura 2000-Gebiet (EU-Code siehe Erläuterungen, Kapitel 1.3: Natura 2000 und Tabelle 1: Natura 2000)