Planungs­dokumente: Entwurf Landschaftsrahmenplan für den Planungsraum III - Online-Beteiligungsverfahren

Band 2 - Erläuterungen

2. Böden, Bodenfunktionen

2.1. Böden

Böden der Ostseeküste

Die Böden der Ostseeküste gliedern sich in die Böden der Steilküsten mit Pararendzinen und Regosolen, in die Böden der Strände und Strandwälle mit den Bodentypen Strand, Gley und Regosol, in die Böden der Stranddünen mit Regosolen, Pararendzinen und Lockersyrosemen sowie in die Bereiche vom Meer abgeschnittener Buchten und Lagunen mit Niedermooren und Gleyen. Ältere Strandwälle, die zum Teil überdünt sind, können auch weiter entwickelte Böden (Podsole) tragen.

Böden der Jungmoränenlandschaft

Das Bodeninventar der Jungmoränenlandschaften wird in den lehmigen Bereichen der Grundmoränen von Parabraunerden und Pseudogleyen aus Geschiebelehm/ -mergel dominiert. Typische Begleiter dieser Leitbodentypen sind Kolluvisole, Gleye und Niedermoore in den Senken sowie Braunerden in den sandigeren Partien. Die zuerst eisfrei gewordenen Bereiche im Westen der Jungmoränenlandschaften weisen häufig durch periglaziale Umlagerungen entstandene sandig-lehmige Decken auf. Hier nehmen Parabraunerden und Braunerden gegenüber den Pseudogleyen mehr Raum ein als in der jüngeren Jungmoränenlandschaft. In den glazial angelegten Gletscherschürfbecken dominieren bei gering ausgebildetem Relief Pseudogleye, bei geringem Grundwasserflurabstand auch Gleye, seltener sind Parabraunerden und Braunerden in Beckensedimenten ausgebildet. Sandige Eisrandlagen und Binnensander werden in der Regel von Braunerden, seltener von Podsolen dominiert. Auf den selten auftretenden Flugsanddecken und Dünen hingegen finden sich verbreitet Podsole, bei jüngeren Bildungen auch Regosole bzw. Regosole über Podsolen als Zeichen mehrphasiger Flugsandsedimentation.

Größere und kleinere Niederungen werden meist von Niedermooren eingenommen, auf denen selten Hochmoore aufgewachsen sind. In Flusstälern und Auen treten verbreitet Vega-Gleye aus Auensedimenten hinzu. Trocken gefallene oder entwässerte Seen werden ebenfalls von Gleyen dominiert, die hier in Seesedimenten (Mudden) ausgebildet sind. Stoffverlagerungen in der Landschaft erfolgen im Wesentlichen durch Erosion an Hängen. In der Folge kommt es am Ober- und Mittelhang zur Ausbildung von verkürzten Bodenprofilen (Pararendzinen, Rumpf-Parabraunerden), am Unterhang und Hangfuß kommt es hingegen zur Anreicherung von humosem Bodenmaterial und der Ausbildung von Kolluvisolen. Daneben dominiert im Jungmoränengebiet die Verlagerung von gelöstem Kalk mit dem Sickerwasserstrom, dem Zwischenabfluss und dem Grundwasserfluss in die grundwasserbeeinflussten Senken. Bodenkundlich schlägt sich dies in der Ausbildung von Kalkgleyen und Kalkniedermooren nieder. Auf Fehmarn und der nordöstlichen Spitze Wagriens sind zudem Böden entwickelt, die in Schleswig-Holstein als Fehmaraner Schwarzerde bezeichnet werden. Sie sind durch besonders mächtige und dunkle Oberböden gekennzeichnet, besitzen gegenüber vergleichbaren Böden leicht erhöhte Humusgehalte und weisen häufig schon im oberen halben Meter unter Flur freien Kalk auf. Ihre Genese ist nicht gänzlich geklärt, die Entwicklung und Erhaltung dieser Böden wird aber regelmäßig mit der Nutzungsgeschichte und dem subkontinentalen Klima in Verbindung gebracht. Die Böden des Jungmoränengebietes zeichnen sich insgesamt durch eine hohe Nährstoffverfügbarkeit und Wasserhaltekraft aus und gehören daher überwiegend zu den fruchtbareren Standorten Schleswig-Holsteins.

Böden der Vorgeest

Die Vorgeest bildet den westlichen Anschluss an das Jungmoränengebiet. Ihr Bodeninventar wird von Podsolen und bei geringem Grundwasserflurabstand auch von Gleyen aus Sander- oder Flugsand dominiert. In trockenen Lagen können bei silikatreicheren und/ oder lehmigeren Sanden auch Braunerden ausgebildet sein. In den Niederungen treten Nieder- und Hochmoore sowie in den Auen auch Vega-Gleye aus Auensedimenten hinzu. Dünen, die hier häufig begleitend zu Fluss- und Bachläufen vorkommen, werden von Podsolen und Regosolen dominiert. Stoffverlagerungen treten in der Vorgeest besonders häufig in Form von Flugsandverwehungen auf. Dieses äußert sich im Bodeninventar mit der Ausbildung von Kolluvisolen aus vom Wind verlagertem, humosem Bodenmaterial und in der mehrphasigen Sedimentation und Bodenbildung in den Dünen. Daneben dominiert die Verlagerung von gelöstem Eisen mit dem Sickerwasserstrom, dem Zwischenabfluss und dem Grundwasserfluss in die grundwasserbeeinflussten Senken. Dieses führt zur Ausbildung von Brauneisengleyen, die von Raseneisensteinbänken geprägt sein können. Insgesamt gehören die Böden der Vorgeest aufgrund ihrer geringen Nährstoffverfügbarkeit und ihres geringen Wasserhaltvermögens zu den weniger fruchtbaren Böden in Schleswig-Holstein.

Böden der Altmoränenlandschaft

Die Böden der Altmoränenlandschaften weisen ein breites Spektrum von Bodentypen auf, das in den lehmigen Bereichen von Pseudogleyen mit Übergängen zu Braunerden und Parabraunerden sowie in den sandigen Bereichen von Braunerden und Podsolen bestimmt wird. Die Ausgangsgesteine der Bodenbildung sind häufig periglaziale Bildungen (Geschiebedecksande, kaltzeitliche Fließerden, Tal- und Flugsande), Schmelzwassersande, Geschiebelehm/ -mergel und seltener Beckensedimente. Die Niederungen werden von Nieder- und Hochmooren, in Auenlagen auch von Gleyen und Vega-Gleyen eingenommen. Kolluvisole aus am Hang erodiertem oder vom Wind transportiertem humosem Material treten ebenfalls stetig, aber meist nur kleinräumig auf. Neben den kolluvialen Umlagerungen kommt es wie in der Vorgeest häufig zur Verlagerung von Eisen mit dem Sickerwasserstrom, dem Zwischenabfluss und dem Grundwasserfluss in die Senken. Brauneisengleye mit Raseneisenstein sind auch hier typische Zeugen dieser Stoffverlagerung. Insbesondere auf Durchragungen von Altmoränen innerhalb der Marsch-, Moor- oder Sandergebiete finden sich zudem stellenweise Plaggenesche als Zeugen besonderer mittelalterlicher Landnutzung. Die Böden der Altmoränenlandschaften sind in der Regel nährstoffreicher und mit höherer Wasserhaltekraft ausgestattet als die Böden der Vorgeest. Gegenüber den Böden der Jungmoränenlandschaften stehen sie aber in der Fruchtbarkeit meist deutlich zurück.

Böden der Marsch

Der Landschaftsraum der Marsch schließt die Watten, Sände, Strände, Küstendünen und Geestrandmoore ein. Die Marsch selbst wird bodenkundlich von gering entwickelten Rohmarschen im Vorland, von Kalkmarschen im Bereich jung eingedeichter Köge, von Kleimarschen im Übergangsbereich sowie von Dwog-, Knick- und Organomarschen im Bereich der älteren Köge aufgebaut. In diesen älteren Marschlandschaften („Alte Marsch“) dominieren schluffig-tonige Ablagerungen, während in der „Jungen Marsch“ schluffig-feinsandige Sedimente überwiegen. Die Watten sind durch Sand-, Misch- und Schlickwatt gekennzeichnet. In einigen Bereichen ist die ehemalige Landoberfläche mit fossilen Marschböden oder Mooren noch dicht unterhalb der Wattsedimente anzutreffen. Die Sände und Strände oberhalb des Mittleren Tidehochwassers werden bodenkundlich mit dem Bodentyp Strand gekennzeichnet, während die höher gelegenen Bereiche der zum Teil älteren Strandwälle und Dünen häufig von Gleyen, Regosolen, schwach ausgebildeten Podsolen und im Bereich ständiger Materialumlagerung durch Wind von Lockersyrosemen eingenommen werden. Zu den Böden der Marsch gehören auch ausgedehnte Moore, die zum Teil von Marschensedimenten überlagert oder durchsetzt sind. Besonders weite Verbreitung finden diese Moore im Übergangsbereich von der Marsch zur Geest (Geestrandmoore), wobei sowohl Nieder- als auch als Hochmoore vorkommen. Hervorzuheben sind die Dwogmarschen mit Humusdwog, die Zeugen der Mehrphasigkeit der Ablagerung von Marschensedimenten mit zwischengeschalteter Bodenbildung darstellen, und die Organomarschen mit Ausbildung von Maibolt als Produkt der Schwefeldynamik. Die (Salz-) Rohmarschen im Vorland gehören ebenfalls zu den Böden mit besonderer Stoff- und Wasserdynamik. Marschböden über fossilen Böden der Geest (zum Beispiel Podsolen) sind Zeugnisse des nacheiszeitlichen Meeresspiegelanstiegs und Sedimentationsgeschehens. Die kalkhaltigen und gut strukturierten Böden der „Jungen Marsch“ gehören zu den produktivsten Standorten weltweit und sind innerhalb Schleswig-Holsteins die von der amtlichen Bodenschätzung am höchsten bewerteten Böden. Die „Alte Marsch“ ist mit ihren tonigen und zum Teil schwefelsauren Böden hingegen im Allgemeinen weniger fruchtbar, weist aber häufig sehr gute Grünlandstandorte auf.

Böden Helgolands

Die Böden Helgolands sind sehr stark anthropogen geprägt. Neben den Böden der Aufschüttungen des Unterlandes dominieren im Mittel- und Oberland der Hauptinsel Pararendzinen aus umgelagerten und mit anthropogenen Bestandteilen vermengten Lehmen bis Tonen des Buntsandsteins. Die Düneninsel ist ebenfalls durch Pararendzinen geprägt, die hier jedoch in sandigem Material, das überwiegend anthropogen umgelagert ist, ausgebildet sind.

Weitere Hinweise und Informationen

Die wichtigsten Bodentypen des Landes werden in der Broschüre „Die Böden Schleswig-Holsteins“ vorgestellt (http://www.umweltdaten.landsh.de/nuis/upool/gesamt/geologie/boden_sh.pdf). Auskunft über die Bodenverbreitung geben Bodenkarten verschiedener Maßstäbe, die vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) Schleswig-Holstein vertrieben werden (http://www.umweltdaten.landsh.de/bestell/bodkart.html). Auf der Internetseite des Themenportals „Landwirtschaft und Umwelt“ der Landesregierung ist zudem eine Übersicht über die für Schleswig-Holstein verfügbaren Bodenkarten im Maßstab 1:25.000 einsehbar.

Bodenbelastung

Hintergrundgehalte und Hintergrundwerte stofflich gering belasteter Böden Schleswig-Holsteins

Der Hintergrundgehalt ist derjenige Schadstoffgehalt eines Bodens, der sich aus dem geogenen (natürlichen) Grundgehalt eines Bodens und der ubiquitären Stoffverteilung als Folge diffuser Einträge zusammensetzt. Die Hintergrundgehalte bilden die Basis für regionale Bewertungen des Bodenzustandes. Aus diesen repräsentativen Daten werden statistische Kennwerte, sogenannte Hintergrundwerte, für Böden in Schleswig-Holstein abgeleitet. Die Hintergrundwerte beruhen auf den gemessenen Hintergrundgehalten und bezeichnen unter Angabe der statistischen Kenngrößen und der Differenzierung hinsichtlich der Bodeneigenschaften und Standortverhältnisse sowie der Bezugsgrößen Nutzung und Gebietstyp die repräsentativen Stoffkonzentrationen in Böden.

Für die nachfolgend genannten Stoffe liegen regionalisierte Hintergrundwerte vor:

  • Arsen (As), Blei (Pb), Cadmium (Cd), Chrom (Cr), Kupfer (Cu), Nickel (Ni), Quecksilber (Hg) und Zink (Zn);
  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Benzo(a)pyren (B(a)P), polychlorierte Biphenyle (PCB 6) sowie polychlorierte Dioxine und Furane (PCDD/PCDF).

Die im Planungsraum vorkommenden Böden der Marsch weisen geogen bedingt landesweit die höchsten Gehalte an As, Cr und Ni auf. Die Gehalte einiger Schwermetalle wie zum Beispiel Zn, Cr, Ni und Cd weisen eine deutliche Abhängigkeit zur Bodenart auf. Die Gehalte steigen, bedingt durch das unterschiedliche Sorptionsvermögen für Stoffe, mit abnehmender Korngröße der Bodenart an.

Bei den untersuchten organischen Schadstoffen ist diese Abhängigkeit nicht so stark. Deutlich ausgeprägt ist die hohe Affinität vieler untersuchter Schadstoffe zur organischen Substanz, so dass die Böden der An- und Niedermoore im Planungsraum häufig die höchsten Schadstoffgehalte aufweisen. Beim Vergleich der gewichtsbezogenen Stoffgehalte (mg/kg Trockenmasse) der locker gelagerten Torfe mit denen anderer Substrate ist eine Volumenbetrachtung bzw. eine Umrechnung mit der Trockenraumdichte notwendig, um wirksame Stofffrachten betrachten zu können. Böden unter Grünland weisen höhere Gehalte der untersuchten Schadstoffe auf als Böden unter Acker. Der Grund hierfür liegt im regelmäßigen Pflügen der Böden unter Acker und der damit verbundenen Durchmischung der in die Böden eingetragenen Schadstofffracht über den gesamten Pflughorizont. Die Gehalte der Böden unter Wald liegen bei einigen Schadstoffen (Pb, Hg und PCDD/PCDF) oberhalb derjenigen in mineralischen Böden unter Grünland, bei den Schadstoffen As, Cr, Ni und Zn treten in den Böden unter Wald jedoch die niedrigsten Gehalte auf. Der weit überwiegende Anteil der beprobten Standorte weist Schadstoffgehalte unterhalb der Vorsorgewerte der BBodSchV als niedrigstem Beurteilungsmaßstab der BBodSchV auf. Diese Standorte sind somit ohne Einschränkungen nutzbar.

Gefährdete Böden

Erosionsgefährdete Böden

Als Bodenerosion wird der Abtrag von Bodenmaterial durch Wind oder Wasser bezeichnet. Dabei wird wertvoller humoser Oberboden abgetragen.

Winderosion

Böden, deren Oberboden erosionsanfällig, ausgetrocknet und unbedeckt ist und denen ein Windschutz, beispielsweise durch Landschaftselemente wie Knicks oder Baumgruppen fehlt, sind besonders durch Winderosion gefährdet. Dieses tritt besonders auf bei

• Sandigen Geestböden und entwässerter Moorböden,

• stabile Ostwetterlagen und trockenen Starkwinden in den Frühjahrsmonaten mit fehlendem Niederschlag,

• beschleunigter Austrocknung des unbedeckten Bodens bei geringer Luftfeuchte und starker Einstrahlung,

• lockerem Bodengefüge und geringer Aggregatstabilität auf bearbeiteten Flächen,

• geringer Bodenbedeckung zum Beispiel beim Anbau von Sommergetreide, Hackfrüchten und Mais mit spätem Saataufgang.

Die Erosionsgefährdung durch Wind wird qualitativ in sechs Gefährdungsstufen, von „keine“ bis sehr hoch, klassifiziert (siehe Abbildung 8: Winderosionsgefährdung). Sie kann beispielsweise durch eine entsprechende, möglichst ganzjährige Bodenbedeckung, die Kulturartenwahl und die Anbautechniken der Landwirtschaft, durch Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenstruktur oder durch die Anlage von Windhindernissen, verringert werden.

Wassererosion

Bodenabtrag durch Wasser wird in Hanglagen durch oberflächlich abfließende Niederschläge und durch schmelzenden Schnee insbesondere bei ackerbaulicher Nutzung bei gering bedecktem Boden verursacht. Dabei sind schluffreiche, tonarme Böden mit wenig aggregiertem Oberboden erosionsanfälliger als Böden aus groben Sanden, in denen das Wasser besser und schneller versickern kann. Lange Hänge begünstigen die Erosion. Neben der Bodenerodierbarkeit und der Hangneigung beeinflusst die Intensität des Niederschlages das Ausmaß der Erosionsgefährdung am stärksten.

Die Einstufung der Erosionsgefährdung durch Wasser erfolgt quantitativ anhand des potenziellen Bodenabtrages als Tonnen pro Hektar und Jahr in sechs Gefährdungsstufen (Abbildung 9: Wassererosionsgefährdung).

Die Erosionsgefährdung durch Wasser kann zum Beispiel durch eine Bodenbedeckung in niederschlagsreichen Zeiten, die Kulturartenwahl und die Anbautechnik in der Landwirtschaft oder durch Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenstruktur verringert werden.

Verdichtungsgefährdete Böden

Als Bodenverdichtung wird im Bodengefüge die Abnahme des Porenvolumens, der Porenkontinuität und damit verbunden des Luftvolumens bezeichnet. Die Bodenverdichtung geht mit einer relativen Zunahme der Festsubstanz des Bodens und einer Änderung der Bodenstruktur einher. Das Bodengefüge hängt von der räumlichen Anordnung der Bodenteilchen als System unterschiedlicher Porengrößen ab und hat großen Einfluss auf die Bodenprozesse. Unter optimalen Bedingungen sind die Poren im Boden so ausgebildet, dass für Pflanzen und Bodenlebewesen ausreichende Mengen an Wasser mit den darin gelösten Nährstoffen sowie an Bodenluft zur Verfügung stehen. Das Bodengefüge bestimmt auch die Tragfähigkeit des Bodens. Jede mechanische Beanspruchung in Form einer Auflast (beispielsweise durch Baufahrzeuge oder Landmaschinen) führt zu einer Reduzierung der für die Wasser- und Luftversorgung optimalen Porengrößen. Bei einer relativ geringen Auflast stellt sich eine reversible (elastische) Verformung ein, die nach dem Beenden der Belastung mehr oder wieder in den Ausgangszustand zurückkehrt. Kommt es zu einer Belastung, die den Punkt der Eigenstabilität des Bodens, die Vorbelastung, überschreitet, so zeigt sich eine plastische Verformung. Diese ist nicht reversibel und der Boden kehrt nicht vollständig in den Ausgangszustand zurück. Somit kommt es vor allem beim Überschreiten der Vorbelastung zu einer gegeneinander gerichteten in sich seitlichen Verschiebung des Bodenkörpers (Scherung) und zur Verringerung der Durchgängigkeit von Poren. Die feste Phase nimmt dabei zu, die flüssige und gasförmige Phase ab. Die Lagerungsdichte des Bodens bleibt davon zunächst unberührt. Das Gefüge wird aber instabiler und so leichter verdichtbar.

Bodenschadverdichtungen liegen dann vor, wenn das Porensystem soweit verformt ist, dass die Versorgungsleistungen (Luft, Wasser, Nährstoffe) für den Pflanzenbestand und damit die Ertragssicherheit dauerhaft beeinträchtigt sind.

In Abhängigkeit von der Korngrößenzusammensetzung und dem Wassergehalt reagieren die Böden unterschiedlich empfindlich auf mechanische Beanspruchungen. Aufgrund ihrer runden Kornstruktur sind die von Natur aus kompakter gelagerten Sande weniger verdichtungsempfindlich als Tone, Lehme und Schluffe. Mit zunehmendem Wassergehalt nimmt die Verdichtungsgefährdung der Böden in abnehmender Reihenfolge ihrer Korngröße von Sand zu Ton ebenfalls zu, da die Anziehungskräfte zwischen den Bodenteilen durch das Wasser vermindert werden. Als besonders schwerwiegend hat sich das Problem der Unterbodenverdichtung unterhalb der Pflugsohle auf landwirtschaftlichen Flächen gezeigt. Hier sind -im Gegensatz zu den Oberböden- Gefügeschäden in der Regel nicht durch Bodenbearbeitung zu beheben. Neben der verminderten Wasser- und Luftversorgung für Pflanzen und Mikroorganismen macht dabei auch ein erhöhter Eindringwiderstand für die Pflanzenwurzeln eine Bewirtschaftung zunehmend problematischer.

2.2. Bodenfunktionen

Um den Schutz der natürlichen Funktionen und der Funktion „Standort für die landwirtschaftliche Nutzung“ in Planungs- und Zulassungsverfahren umsetzen zu können, werden die natürlichen Bodenfunktionen in Teilfunktionen untergliedert und mit Kriterien, Methoden und Parametern zur Bewertung verbunden. Mit Blick auf die Ziele des vorsorgenden Bodenschutzes werden von diesen Teilfunktionen sechs Kennwerte von besonderer Bedeutung zur Charakterisierung der natürlichen Bodenfunktionen sowie die Nutzungsteilfunktion „Standort für die landwirtschaftliche Nutzung“ beschrieben und in Bewertungskarten dargestellt (Tabelle 10: Ausgewählte Bodenteilfunktionen mit besonderer Bedeutung für Schleswig-Holstein, Abbildungen 10 bis 16: Bodenkundliche Bodenfeuchte, Feldkapazität, Sickerwasserrate, Nährstoffverfügbarkeit, Bodenwasseraustausch, Gesamtfilterwirkung und Natürliche Ertragsfähigkeit). Die Teilfunktion „Bestandteil des Wasserhaushaltes“ wird hierbei nach zwei Kriterien bzw. Kennwerten bewertet (Tabelle 12: Ausgewählte Bodenteilfunktionen mit besonderer Bedeutung für Schleswig-Holstein).

Zur Bewertung der Teilfunktionen wurden als bodenbezogene Daten grundsätzlich zu diesem Zweck aufbereitete Daten der amtlichen Bodenschätzung verwendet. Diese liegen nur für landwirtschaftlich und gartenbaulich genutzte Flächen vor. Für die verbleibenden Flächen erfolgte die Datenaufnahme über die bodenkundlichen Landesaufnahme im Maßstab 1:25.000 oder im gröberen Maßstab. Aus den Daten wurden die für die Bodenbewertung erforderlichen bodenkundlichen Parameter abgeleitet. Daten des Deutschen Wetterdienstes dienen zur Berechnung der erforderlichen klimatischen Parameter und werden in die Kennwertermittlung einbezogen. Die Kennwerte Feldkapazität im effektiven Wurzelraum, Sickerwasserrate, Nährstoffverfügbarkeit, Bodenwasseraustausch (Nitratauswaschungsgefährdung) sowie Gesamtfilterwirkung werden unter Ackernutzung ermittelt und dargestellt. Die Bewertungsergebnisse werden in Stufen klassifiziert.

Bodenkundliche Feuchtestufe

Die bodenkundliche Feuchtestufe ist ein Maß zur Klassifikation der Bodenwasserhaushaltsverhältnisse und charakterisiert die Bodenteilfunktion „Lebensraum für natürliche Pflanzen“ (Abbildung 10: Bodenkundliche Feuchtestufen). Sie wird maßgeblich vom Wasserrückhaltevermögen, dem Grundwasseranschluss, dem Niederschlag und der Evapotranspiration gesteuert. Die Klassifikation ist so gewählt, dass trockene Böden mit niedrigen Kennzahlen und feuchte Böden mit hohen Kennzahlen belegt werden. Die in Abbildung 10: Bodenkundliche Feuchtestufen gewählte Skala reicht von stark trocken bis nass. Standorte mit sehr niedrigen oder sehr hohen bodenkundlichen Feuchtestufen sind für eine landwirtschaftliche Nutzung häufig nicht oder nur bedingt geeignet. Diese Standorte werden kaum oder nur extensiv genutzt. Sie sind als Extremstandorte daher für den Naturschutz häufig von besonderem Interesse. Standorte mit mittleren Feuchtestufen sind meist ohne Entwässerungsmaßnahmen vielfältig nutzbar und bieten auf diese Weise vielen Lebensgemeinschaften einen Lebensraum.

In den Jungmoränenlandschaften sind in der Regel lehmige Substrate zu finden, deren Wasserrückhaltevermögen die hier geringeren Niederschläge mehr als ausgleicht, so dass diese Standorte überwiegend als stark frisch einzustufen sind. Mit nach Osten abnehmenden Niederschlägen werden auch die lehmigeren Standorte trockener, wobei sie, wie beispielsweise im Lübecker Becken, die Feuchtestufe schwach frisch bis schwach trocken aufweisen. Die in Nordostoldenburg und auf Fehmarn häufigen Fehmaraner Schwarzerden bestehen aus tonreichen Lehmen mit einem mächtigen, stark humosen Oberboden. Diese Böden können daher sehr viel Wasser halten, so dass sie trotz der hier geringsten Niederschläge Schleswig-Holsteins als stark frisch einzustufen sind. Typisch für das Östliche Hügelland sind viele kleine und größere Senken mit Niedermoortorfen, hohem Wasserrückhaltevermögen und Grundwasseranschluss. Dieses Wasserangebot führt zu einer Einstufung dieser Standorte als mittel feucht. Größere zusammenhängende Niedermoore sind am Elbe-Lübeck-Kanal südlich der A 24, südwestlich von Kellenhusen, im Oldenburger Graben sowie an der Küste von Fehmarn und Heiligenhafen zu finden. Diese Gebiete bieten ein Potenzial für natürliche Pflanzengesellschaften mittel bis stark feuchter Standorte. Der Westrand des Östlichen Hügellandes ist geprägt von höher gelegenen, häufig grobkörnigen Geschiebesanden mit schwach frischen bis schwach trockenen Feuchtestufen. Die Böden der westlich angrenzenden Vorgeest und der Altmoränenlandschaften verfügen aufgrund ihrer sandigen, sorptionsschwachen Substrate über ein geringes Wasserhaltevermögen und haben zumeist keinen Grundwasseranschluss. Sie sind häufig als schwach trocken, teilweise auch als mittel bis stark trocken einzustufen. Größere zusammenhängende Gebiete mit stark trockenen Standorten liegen östlich des Elbe-Lübeck-Kanals zwischen Mölln und der mecklenburgischen Grenze, im Segeberger Forst, in den Wäldern südlich von Boostedt, bei Trappenkamp und in der Kremperheide. Diese Gebiete besitzen ein hohes Potenzial für natürliche Pflanzengesellschaften trockener Standorte. Die Böden der Eider-Treene-Sorge Niederung und weiterer Niederungsgebiete in der Vorgeest und der Hohen Geest sind häufig mittelfeucht. Ähnliches gilt auch für die Flussmarschen in der Vorgeest und in der Altmoränengeest. Sie sind an vielen Stellen mit mittelfeuchten Nieder- und Hochmooren sowie mit mittelfeuchten, humosen Gleyen vergesellschaftet. Viele der tiefer gelegenen Gebiete im Übergang von der Geest zur Marsch sind dem Naturschutz als Lebensraum für natürliche Pflanzengesellschaften vorbehalten, da sie als Intensivweide oder für die Ackernutzung häufig zu feucht und auch für eine extensive Weidenutzung nur bedingt geeignet sind. Die westlich anschließende „Alte Marsch“, die tonreicher ist und tiefer liegt, lässt sich häufig als mittel feucht charakterisieren. Die Marschen in der Nähe der Küste und an der Elbe werden von stark frischen bis schwach feuchten Standorten dominiert, die für die Ackernutzung intensiv entwässert werden.

Feldkapazität im effektiven Wurzelraum

Die Feldkapazität ist die Menge an Wasser, die der Boden pflanzenverfügbar entgegen der Schwerkraft halten kann. Bezogen auf den effektiven Wurzelraum spricht man von der Feldkapazität im effektiven Wurzelraum (FKWE). Diese ist geeignet, die allgemeinen Wasserhaushaltverhältnisse und damit die Bodenteilfunktion „Bestandteil des Wasserhaushaltes“ zu charakterisieren (Abbildung 11: Wasserhaushalt: Feldkapazität im effektiven Wurzelraum). Hohe Ton-, Schluff- und Humusgehalte bewirken eine hohe Feldkapazität im effektiven Wurzelraum und umgekehrt. Die Feldkapazität im effektiven Wurzelraum kann durch einen hohen Grundwasserstand begrenzt werden, da dieser den effektiven Wurzelraum einschränkt. Die Feldkapazität im effektiven Wurzelraum wird in Volumenprozent des Bodens oder in Millimeter Wassersäule angegeben und in fünf Stufen klassifiziert. Die Einstufung erfolgt in 100 Millimeter-Schritten (Abbildung 11: Wasserhaushalt: Feldkapazität im effektiven Wurzelraum). Je niedriger die Feldkapazität im effektiven Wurzelraum ist, desto weniger Wasser kann in niederschlagsreichen Zeiten zurückgehalten und in niederschlagsarmen Perioden teilweise wieder bereitgestellt werden. Bei geringerer Feldkapazität kommt es in niederschlagsreichen Zeiten schneller zur Versickerung und zur Grundwasserneubildung (siehe auch Sickerwasserrate).

Da die Feldkapazität im Wesentlichen von der Bodenart und vom Humusgehalt bestimmt wird, orientiert sich ihre Ausprägung stark an den bodeneigenen Merkmalen der Naturräume Schleswig-Holsteins (siehe Hauptteil, Abbildung 1: Natürliche Gliederung (nach Meynen/Schmithüsen)). In den Jungmoränenlandschaften überwiegen Böden mit lehmigeren, teilweise tonigen Substraten und einer hohen Feldkapazität. Die Böden in Nordostoldenburg und auf Fehmarn besitzen aufgrund ihrer noch tonigeren Substrate eine hohe bis sehr hohe Feldkapazität. Die Niedermoore des Oldenburger Grabens und in den zahlreichen Senken sind vorwiegend durch eine hohe bis sehr hohe Feldkapazität gekennzeichnet. Die Böden im Schwartautal zwischen Lübeck und Süsel sowie im Bereich der Seen der Holsteinischen Schweiz sind überwiegend sandig und besitzen daher nur eine geringe bis sehr geringe Feldkapazität. Am Westrand des Östlichen Hügellandes besteht ein kleinräumiger Wechsel aus sandigeren und lehmigeren Böden, entsprechend schwankt hier die Feldkapazität überwiegend zwischen gering und mittel. Die sandigen Böden der Vorgeest besitzen zumeist eine geringe bis sehr geringe Feldkapazität. Böden mit sehr geringen Feldkapazitäten sind insbesondere in den Gebieten östlich des Elbe-Lübeck-Kanals und südlich der Bundesautobahn A 24, zwischen Kellinghusen und östlich von Trappenkamp-Wahlstedt sowie zwischen Neumünster und Kaltenkirchen verbreitet. Auch die Böden der zusammenhängenden Altmoränenlandschaften besitzen überwiegend eine geringe Feldkapazität. Bei sandigen Substraten wie kleineren Flugsanddecken ist die Feldkapazität sehr gering. Die tonreichen Böden der „Alten Marsch“ und die Flussmarschen an der Eider verfügen über eine hohe bis sehr hohe, die schluffreichen, teilweise sandigen Böden der „Jungen Marsch“ in Norderdithmarschen überwiegend über eine mittlere Feldkapazität.

Sickerwasserrate

Die Sickerwasserrate beschreibt diejenige Wassermenge pro Zeiteinheit, die der Boden aufgrund seines beschränkten Wasserhaltevermögens nicht mehr halten kann und die den effektiven Wurzelraum daher verlässt bzw. versickert. Die Sickerwasserrate ist geeignet, den wichtigen Aspekt der Abgabe von Bodenwasser aus dem Wurzelraum in Richtung Grundwasser und damit die Bodenteilfunktion „Bestandteil des Wasserhaushaltes“ zu beschreiben (Abbildung 12: Wasserhaushalt: Sickerwasserrate). Dabei werden keine lateralen Abflüsse berücksichtigt, so dass Entwässerungsmaßnahmen an dieser Stelle nicht betrachtet werden. Für die Berechnung wird unter anderem die klimatische Wasserbilanz verwendet, da ein Teil des Niederschlages verdunstet oder von den Pflanzen transpiriert wird. Das restliche Wasser wird vom Boden zurückgehalten, soweit dieses das Wasserspeichervermögen nicht überschreitet. Hohe Ton-, Schluff- und Humusgehalte bewirken ein hohes Wasserspeichervermögen. Sehr hohe Tongehalte verringern jedoch das Speichervermögen für pflanzenverfügbares Wasser. Bei Überschreitung der nutzbaren Feldkapazität im effektiven Wurzelraum können entsprechend wassergesättigte Böden den auftreffenden Niederschlag nicht mehr aufnehmen und geben Wasser an Bodenschichten unterhalb des Wurzelraums ab. Diese über das Jahr summierte Wassermenge wird als Sickerwasserrate bezeichnet. Die Sickerwasserrate ist dort besonders hoch, wo eine hohe Niederschlagsmenge und Böden mit geringer nutzbarer Feldkapazität zusammentreffen. Die Sickerwasserrate wird in Millimeter Wassersäule pro Jahr berechnet und in fünf Stufen klassifiziert, die durch die 10er, 25er, 75er und 90er Perzentile begrenzt werden. Böden mit Werten unterhalb des 10er Perzentils (kleiner gleich 233 Millimeter pro Jahr) besitzen eine sehr geringe und solche mit Werten über dem 90er Perzentil (größer gleich 403 Millimeter pro Jahr) eine sehr hohe Sickerwasserrate. Die dazwischen liegenden Stufen gering, mittel und hoch werden jeweils durch die Spannen des 10er-25er (234 bis 273 Millimeter), des 25er-75er (274 bis 364 Millimeter) und des 75er-90er Perzentils (365 bis 402 Millimeter) repräsentiert.

Die Sickerwasserrate zeichnet die Niederschlagsverteilung im Land sehr gut nach (Abbildung 12: Wasserhaushalt: Sickerwasserrate). Die Unterschiede in der Niederschlagsverteilung spiegeln sich im Kennwert der Sickerwasserrate deutlich stärker wider als in der nutzbaren Feldkapazität des effektiven Wurzelraums. Unterschiede in der nutzbaren Feldkapazität des effektiven Wurzelraums sind in der Sickerwasserrate nur in Ausnahmefällen zu erkennen, etwa wenn Böden mit einer sehr geringen nutzbaren Feldkapazität des effektiven Wurzelraums Niederschläge praktisch sofort als Sickerwasser weitergeben. Der Planungsraum weist die gesamte Bandbreite der Einstufung von sehr geringen bis sehr hohen Sickerwasserraten auf. Eine sehr geringe Sickerwasserrate ist im östlichen und nordöstlichen Randbereich des Planungsraumes im Östlichen Hügelland vorherrschend. Westlich anschließend dominiert in einem gut 10 Kilometer breiten Streifen, der sich etwa vom Bungsberg im Norden bis nach Schwarzenbek im Süden erstreckt, eine geringe Sickerwasserrate. Am Westrand des Östlichen Hügellandes besitzen die Böden eine mittlere Sickerwasserrate. Durch eine hohe bis sehr hohe Sickerwasserrate ist das Altmoränengebiet zwischen Kaltenkirchen und Heide/ Hennstedt gekennzeichnet. In den sehr niederschlagsreichen Räumen um Hohenlockstedt und Albersdorf kommen Bereiche mit einer sehr hohen Sickerwasserrate vor. Die Böden der südlichen Altmoränengeest und der Marschen weisen überwiegend eine mittlere Sickerwasserrate auf.

Nährstoffverfügbarkeit im effektiven Wurzelraum

Die Nährstoffverfügbarkeit im effektiven Wurzelraum bezieht sich auf die Menge an Nährstoffen (Kationen, nicht zum Beispiel Nitrat), die ein Boden austauschbar an Ton- und Humusteilchen sowie Oxiden und Hydroxiden binden kann. Die Nährstoffverfügbarkeit im effektiven Wurzelraum ist somit gut geeignet, um die Bodenteilfunktion „Bestandteil des Nährstoffhaushaltes“ zu charakterisieren (Abbildung 13: Nährstoffhaushalt: Nährstoffverfügbarkeit im effektiven Wurzelraum). Ähnlich wie bei der Feldkapazität im effektiven Wurzelraum bedingen hohe Gehalte an Ton oder Humus sowie ein großer effektiver Wurzelraum eine hohe Nährstoffverfügbarkeit und umgekehrt. Auch der pH-Wert hat einen großen Einfluss auf die Nährstoffverfügbarkeit, die somit in Abhängigkeit von der Nutzung in einem weiten Bereich schwanken kann. Die Nährstoffverfügbarkeit im effektiven Wurzelraum wird in kmolc/ Hektar Boden angegeben. Sie wird in fünf Stufen klassifiziert. Die Einstufung erfolgt dabei von sehr gering (kleiner 150 kmolc/ Hektar) bis sehr hoch (größer 1.200 kmolc/ Hektar) (Abbildung 13: Nährstoffhaushalt: Nährstoffverfügbarkeit im effektiven Wurzelraum). Je höher die Nährstoffverfügbarkeit ist, desto mehr Nährstoffe kann der Boden an Austauschern binden. Dem Boden über den Luftpfad oder durch Düngung zugeführte Nährstoffe werden so vor einem Austrag mit dem Sickerwasser geschützt. Gleichzeitig wird durch eine hohe Nährstoffverfügbarkeit eine gleichmäßigere Nährstoffversorgung der Pflanzen sichergestellt.

Da die Höhe der Nährstoffverfügbarkeit im effektiven Wurzelraum sehr stark von der Bodenart und dem Humusgehalt abhängt, spiegelt ihre räumliche Ausprägung in einem hohen Maße die naturräumliche Gliederung des Planungsraumes wider (siehe Hauptteil, Abbildung  1: Natürliche Gliederung (nach Meynen/Schmithüsen)). Die lehmigen Böden des Östlichen Hügellandes weisen überwiegend eine hohe bis sehr hohe Nährstoffverfügbarkeit auf. In Ost- und Nordostoldenburg, auf Fehmarn und in einem etwa zehn Kilometer breiten Streifen, der sich von Ahrensbök bis etwa 15 Kilometer südlich von Reinfeld erstreckt, liegen größere zusammenhängende Gebiete, in denen Böden mit einer sehr hohen Nährstoffverfügbarkeit verbreitet sind. Die Böden des Oldenburger Grabens besitzen überwiegend eine mittlere Nährstoffverfügbarkeit. In einem vier bis fünf  Kilometer breiten Streifen zwischen dem Bungsberg und dem Lübecker Stadtrand, im Lübecker Becken und in der Holsteinischen Schweiz wechselt die Nährstoffverfügbarkeit kleinräumig von mittel bis gering, auf kleineren Teilflächen ist sie sogar sehr gering. Die sandigen Böden am Westrand des Östlichen Hügellandes, in der Vorgeest und in den Altmoränenlandschaften zeigen überwiegend eine geringe bis mittlere Nährstoffverfügbarkeit. Im Raum Boostedt-Trappenkamp, südlich von Mölln sowie im Sachsenwald dominiert eine sehr geringe Nährstoffverfügbarkeit. Die älteren Marschböden in Ostdithmarschen, in den Elbmarschen sowie an Eider und Stör besitzen aufgrund ihres tonreicheren Substrats eine sehr hohe Nährstoffverfügbarkeit. Diese Böden zählen hinsichtlich ihrer Nährstoffverfügbarkeit zu den leistungsfähigsten des Landes. Die Böden der „Jungen Marsch“ in Westdithmarschen verfügen meist über eine hohe Nährstoffverfügbarkeit.

Bodenwasseraustausch (Nitratauswaschungsgefährdung)

Der Bodenwasseraustausch kennzeichnet das Verlagerungsrisiko für nicht oder kaum sorbierbare Stoffe wie Nitrat und charakterisiert die Bodenteilfunktion „Filter für nicht sorbierbare Stoffe“ (Abbildung 14: Bodenwasseraustausch). Die Nährstoffe verbleiben fast vollständig in gelöster Form im Bodenwasser und werden bei Versickerung mit diesem verlagert. Das Verlagerungsrisiko ist hoch bei Böden mit geringem Wasserrückhaltevermögen, bei hohen Niederschlägen und bei geringer Evapotranspiration. Der Maßstab für dieses Risiko ist die Häufigkeit, mit der das Bodenwasser im Jahr ausgetauscht wird. Die Austauschhäufigkeit wird auf die Feldkapazität im effektiven Wurzelraum (FKWE) bezogen und als Volumenprozent pro Jahr (Prozent Austausch FKWE) angegeben. Der Bodenwasseraustausch bzw. das Rückhaltevermögen des Bodens für nicht sorbierbare Stoffe wird in fünf Stufen klassifiziert. Die Einstufung erfolgt dabei von sehr gering (kleiner 70 Prozent Austausch FKWE) bis sehr hoch (größer 250 Prozent Austausch FKWE) (Abbildung  14: Bodenwasseraustausch). Je höher der Bodenwasseraustausch ist, desto höher ist auch das Risiko, dass die darin gelösten, nicht sorbierbaren Stoffe, insbesondere Nitrat, mit dem Sickerwasser verlagert werden. Diese Stoffe stehen den Pflanzen dann nicht mehr zur Verfügung und können in das Grundwasser gelangen. Daher eignet sich der Kennwert Bodenwasseraustausch gut für die Abschätzung der Nitratauswaschungsgefährdung.

Die Nitratauswaschungsgefährdung wird hauptsächlich durch die Parameter Bodenart und Humusgehalt sowie durch die klimatische Wasserbilanz beeinflusst, wobei Unterschiede in den Bodeneigenschaften den größeren Einfluss ausüben. Dementsprechend ist in Abbildung 17: Archivböden die naturräumliche Gliederung des Planungsraumes wiederzuerkennen, die stark von Boden und Relief bestimmt wird. Die Böden der Jungmoränenlandschaften enthalten - mit Ausnahme ihres Westrandes und einigen inselhaft eingestreuten Gebieten mit Sandböden - lehmige Substrate, die ein hohes Wasserrückhaltevermögen besitzen. Die Niederschläge nehmen in diesem Raum von West nach Ost und Nordost ab, so dass der Bodenwasseraustausch bzw. die Nitratauswaschungsgefährdung hier überwiegend gering bis sehr gering ist. Eingestreute und angrenzende Gebiete mit sandigeren Böden zeichnen sich durch ein geringeres Wasserrückhaltevermögen und infolgedessen durch einen hohen bis sehr hohen Bodenwasseraustausch aus. Dies betrifft hauptsächlich die Böden im Tal der Schwartau südlich von Süsel, im Lübecker Becken und in der Holsteinischen Schweiz. Am Westrand des Östlichen Hügellandes, in der Vorgeest und in den Altmoränenlandschaften treffen etwa nördlich der Linie Barmstedt-Kaltenkirchen-Bad Segeberg die Verbreitung sandiger Böden und hoher Niederschläge zusammen. Daher erreicht der Bodenwasseraustausch in diesem Gebiet ein sehr hohes Niveau. Südlich der vorgenannten Linie sind die Niederschläge geringer, so dass der Bodenwasseraustausch hier überwiegend hoch einzustufen ist. Die Niedermoore an der Eider und in den Randbereichen zur Geest sind durch einen geringen Bodenwasseraustausch gekennzeichnet. Auch die Böden der „Alten Marsch“ sowie die Marschböden in Süderdithmarschen und an der Elbe, die aus tonreicheren Substraten bestehen und größere Mengen an Wasser zurückhalten können, sind durch einen geringen Bodenwasseraustausch gekennzeichnet. Die Böden der „Jungen Marsch“ in Nordwestdithmarschen besitzen aufgrund ihrer geringeren Ton- und hohen Schluffgehalte ein mittleres Wasserrückhaltevermögen, so dass der Bodenwasseraustausch bzw. die Nitratauswaschungsgefährdung hier hauptsächlich auf mittlerem Niveau liegt.

Gesamtfilterwirkung

Die Gesamtfilterwirkung kennzeichnet das Filtervermögen für sorbierbare Stoffe aufgrund mechanischer und physikochemischer Vorgänge im Boden. Der Kennwert Gesamtfilterwirkung charakterisiert die Bodenteilfunktion „Filter für sorbierbare Stoffe“ (Abbildung 15: Gesamtfilterwirkung). Unter diese Stoffe fallen insbesondere Stoffgruppen wie die Kationen der Nährstoffe, Schwermetalle und Organika, die entweder im Bodenwasser gelöst sind oder an kleinen Partikeln haften bzw. selbst in Partikelform vorliegen. In gelöster Form werden die genannten Stoffe an den Bodenaustauschern gebunden und so der Bodenlösung entzogen. Je höher die Kationenaustauschkapazität ist, desto höher ist das Filter- bzw. Bindungsvermögen. In Partikelform werden die Stoffe im Boden gefiltert, wenn sie aufgrund mechanischer Hindernisse, wie zum Beispiel am Ende von Wurmröhren, mit dem Sickerwasser nicht mehr weiter transportiert werden können. Das mechanische Filtervermögen hängt eng mit der Größe der Hohlräume im Boden zusammen, deren Gesamtheit durch die Luftkapazität gut abgebildet wird. Somit kann die Gesamtfilterwirkung in Abhängigkeit von der Kationenaustauschkapazität und der Luftkapazität abgeschätzt werden. Die Gesamtfilterwirkung wird in insgesamt elf Stufen klassifiziert, von denen in Schleswig-Holstein jedoch nur acht relevant sind (Abbildung 15: Gesamtfilterwirkung). Je höher die Klassifizierungsstufe ist, desto höher ist die Gesamtfilterwirkung und desto mehr Nährstoffkationen, Schwermetalle und Organika werden im Boden zurückgehalten. In diesem Bewertungsverfahren bezieht sich die Gesamtfilterwirkung auf den obersten Meter unter Geländeoberfläche. Die Gesamtfilterwirkung ist naturgemäß in feinkörnigem Bodenmaterial mit geringer Luftkapazität am größten (zum Beispiel im Östlichen Hügelland und in der Marsch) und in grobkörnigem Bodenmaterial mit hoher Luftkapazität am geringsten (zum Beispiel in der Vorgeest).

Da die Gesamtfilterwirkung im Wesentlichen durch bodenbezogene Parameter bestimmt wird, zeichnet (siehe Hauptteil, Abbildung 1: Natürliche Gliederung (nach Meynen/Schmithüsen)) insbesondere die naturräumliche Gliederung nach. In den Jungmoränenlandschaften besitzen die Böden, die hier vorwiegend aus sandigen Lehmen bestehen, eine mittlere bis hohe, teilweise sogar eine sehr hohe Gesamtfilterwirkung. Vor allem auf Fehmarn und in Nordostoldenburg sind die Böden lehmig-toniger ausgebildet, wobei ihre Kationenaustauschkapazität höher und die Wasserdurchlässigkeit geringer ist. In diesen Gebieten ist die Gesamtfilterwirkung der Böden somit überwiegend hoch bis sehr hoch. Die sandigen Böden am Westrand des Östlichen Hügellandes, in der Vorgeest und in den Altmoränenlandschaften besitzen in der Regel eine hohe Wasserdurchlässigkeit bei nur geringer Kationenaustauschkapazität. Die Gesamtfilterwirkung ist hier überwiegend gering bis sehr gering, so dass auftretende Schwermetalle und Organika bei der Versickerung schnell an das Grundwasser weitergegeben werden. Die Böden der „Alten Marsch“ in Dithmarschen und der Elbmarschen zeichnen sich aufgrund tonigerer Substrate durch eine hohe bis sehr hohe Gesamtfilterwirkung aus. Die Marschböden Westdithmarschens besitzen infolge ihres schluffig-tonigen Substrats und der häufig geringen Wasserdurchlässigkeit eine mittlere bis hohe Gesamtfilterwirkung.

Natürliche Ertragsfähigkeit

Zur Bewertung der Nutzungsteilfunktion „Standort für die landwirtschaftliche Nutzung“ (Abbildung 16: Natürliche Ertragsfähigkeit) werden als Kriterien ausschließlich die Angaben zu den Boden- und Grünlandgrundzahlen der amtlichen Bodenschätzung verwendet. Boden- und Grünlandgrundzahlen basieren im Wesentlichen auf Daten, die vor Ort erhoben werden. Sie sind gemäß Schätzungsrahmen abhängig von der Bodenart, der Zustandsstufe, der Entstehung sowie dem Klima. Die Angaben zur Bodenart beschreiben die Korngrößenzusammensetzung. Die Bodenschätzung erfasst alle Bodenarten bis in einen Meter Tiefe und gewichtet sie hinsichtlich ihrer Relevanz für die natürliche Ertragsfähigkeit. So erhalten Bodenarten im Oberboden für das Gesamtprofil ein höheres Gewicht als Bodenarten im Unterboden. Die Zustandsstufe charakterisiert den Stand des Bodens in einer Entwicklungsreihe vom Rohboden über einen für die landwirtschaftliche Produktion optimalen bis zu einem gealterten und weniger leistungsfähigen Zustand. Dabei werden zusätzlich auch Entwässerungs- und Meliorationsmaßnahmen berücksichtigt. Die Entstehung bezeichnet das Alter und die Art des Bodenausgangsgesteins. Die Bodenart beeinflusst viele ertragsbildende Prozesse. So können Böden aus Sand bei Trockenheit weniger Wasser mit den darin gelösten Nährstoffen bereitstellen als Böden aus Lehm. Letztere können auch austauschbar gebundene Nährstoffe besser speichern. Böden gleicher Bodenart besitzen bei unterschiedlichen Zustandsstufen auch in unterschiedlichem Maße die Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu speichern und den Kulturpflanzen bereitzustellen. So trocknen Böden mit verdichteten Unterbodenhorizonten im Sommer schneller aus und können schlechter durchwurzelt werden. Reichliche Niederschläge können bei Böden aus Sand eine Verbesserung der Wasserversorgung bewirken, bei Böden aus Lehm dagegen zu Staunässe führen und den Luftmangel verstärken. Solche für die Ertragsfähigkeit wichtigen Unterschiede in den Standortverhältnissen schlagen sich in den Boden- und Grünlandgrundzahlen nieder. Diese Kriterien sind daher in besonderer Weise geeignet, die natürliche Ertragsfähigkeit zu kennzeichnen. Die Böden werden getrennt nach Boden- und Grünlandgrundzahl klassifiziert. Dazu werden aus insgesamt zwei, diesen Nutzungen entsprechenden Datenteilmengen jeweils das 10er, 25er, 75er und 90er Perzentil der Boden- bzw. Grünlandgrundzahlen als Klassengrenzen ermittelt (siehe Abbildung 16: Natürliche Ertragsfähigkeit). Böden unterhalb des 10er Perzentils (Bodenzahl kleiner 24 bzw. Grünlandgrundzahl kleiner 31) besitzen eine sehr geringe und solche über dem 90er Perzentil (Bodenzahl größer 74 bzw. Grünlandgrundzahl größer  72) eine sehr hohe natürliche Ertragsfähigkeit. Die dazwischen liegenden Stufen gering, mittel und hoch werden jeweils durch die Spannen des 10er-25er (Bodenzahl 24 bis 31 bzw. Grünlandgrundzahl 31 bis 35), des 25er bis 75er (Bodenzahl 31 bis 59 bzw. Grünlandgrundzahl 35 bis 56) und des 75er bis 90er Perzentils (Bodenzahl 59 bis 74 bzw. Grünlandgrundzahl 56 bis 72) repräsentiert.

Da die klimatischen Einflüsse in Bezug auf die Bodenschätzung für Schleswig-Holstein einheitlich bewertet werden, sind die bodenbezogenen Einflussgrößen bei der Vergabe der Boden- und Grünlandgrundzahlen entscheidend. So spiegelt sich auch in Abbildung 9: Wassererosionsgefährdung die naturräumliche Gliederung des Planungsraumes gut wider. Die Böden der Jungmoränenlandschaften zeigen - mit Ausnahme des Westrandes - aufgrund ihres lehmigen Substrats überwiegend eine mittlere natürliche Ertragsfähigkeit. Die Fehmaraner Schwarzerden auf Fehmarn und bei Großenbrode zeichnen sich vor allem aufgrund ihres mächtigen humosen Oberbodens durch eine sehr hohe natürliche Ertragsfähigkeit aus. Im Bereich Nordoldenburg sind die Böden etwas tonreicher, was hier zu einer hohen natürlichen Ertragsfähigkeit führt. Den trockenen Böden am Westrand des Östlichen Hügellandes, in der Vorgeest und in den Altmoränenlandschaften ist überwiegend eine geringe bis sehr geringe natürliche Ertragsfähigkeit zuzuordnen. Lehmigere Bodensubstrate, die inselhaft in der Altmoränengeest sowie bei Grundwasseranschluss in Senken und an Flussauen auftreten, führen in diesen Bereichen zu einer Verbesserung der natürlichen Ertragsfähigkeit auf ein mittleres Niveau. Die Marschböden in Dithmarschen und an der Elbe besitzen aufgrund ihrer hohen Nährstoffverfügbarkeit und des hohen Wasserrückhaltevermögens überwiegend eine hohe bis sehr hohe natürliche Ertragsfähigkeit, sofern sie ausreichend entwässert werden.

Table 12: Ausgewählte Bodenteilfunktionen mit besonderer Bedeutung für Schleswig-Holstein

Landwirtschafts- und Umweltatlas (Rubrik „Boden“ „Bodenbewertung“, Kartendarstellung jeweils landesweit)Lebensraum, bodenkundliche FeuchtestufeWasserhaushalt, Feldkapazität im effektiven Wurzelraum (FKWE)Wasserhaushalt, SickerwasserrateNährstoffhaushalt, Nährstoffverfügbarkeit im effektiven WurzelraumFilter, BodenwasseraustauschFilter, GesamtfilterwirkungErtragsfähigkeit, natürliche Ertragsfähigkeit
Kriterien und KennwerteStandortpotenzial für natürliche Pflanzengesellschaften; bodenkundliche FeuchtestufeAllgemeine Wasserhaushalts-verhältnisse; Feldkapazität im effektiven Wurzelraum (FKWE)SickerwasserrateNährstoffverfügbarkeitRückhaltevermögen des Bodens für nicht sorbierbare Stoffe; Bodenwasseraustausch (Nitratauswaschungsgefährdung)Mechanisches und physiko-chemisches Filtervermögen; GesamtfilterwirkungNatürliche Ertragsfähigkeit; Boden- und Grünlandgrundzahl
TeilfunktionenLebensraum für natürliche PflanzenBestandteil des WasserhaushaltesBestandteil des NährstoffhaushaltesFilter für nicht sorbierbare StoffeFilter für sorbierbare StoffeStandort für die landwirtschaftliche Nutzung
Bodenfunktionen nach § 2 Abs. 2 BBodSchG1.a) Lebensgrundlage und Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen1.b) Bestandteil des Naturhaushalts, insbesondere mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen1.c) Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium für stoffliche Einwirkungen aufgrund der Filter-, Puffer- und Stoffumwandlungseigenschaften, insbesondere auch zum Schutz des Grundwassers3.c) Standort für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung