Planungsdokumente: Online-Beteiligung Landesplanung - Teilaufstellung Regionalplan III, Sachthema Windenergie

Gesamträumliches Plankonzept zu dem Entwurf der Teilaufstellung des Regionalplans des Planungsraums III (Sachthema Windenergie)

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5.2. Umgang mit Stellungnahmen

Alle eingehenden Stellungnahmen werden in eine zentrale Auswertungsdatenbank eingepflegt. Für die über das Online-Beteiligungsverfahren eingehenden Stellungnahmen erfolgt dies automatisch. Alle anderen Stellungnahmen werden im Wortlaut ungekürzt in die Datenbank übertragen. Mit Hilfe von Verschlagwortungen werden Stellungnahmen nach inhaltlich identischen Sachverhalten sortiert. So ist sichergestellt, dass inhaltlich gleiche Einwendungen auch eine gleiche Prüfung und Erwiderung erhalten. Die Auswertung aller Stellungnahmen wird in Form einer tabellarischen Synopse dokumentiert. Darin wird jede Stellungnahme im Wortlaut wiedergegeben und mit einem Votum der Landesplanung versehen. Sollte die Stellungnahme zu Änderungen des Planentwurfes führen, wird dies ausdrücklich erwähnt. Stellungnahmen von Privatpersonen werden in der Synopse anonymisiert. Die Synopse wird nach Abschluss der Auswertung mit der Veröffentlichung des überarbeiteten Planentwurfes für die zweite Anhörung im Internet veröffentlicht. So kann jeder Einwender nachvollziehen, wie mit seiner Stellungnahme umgegangen wurde. Eine individuelle Rückmeldung zu den Einwendungen erfolgt nicht.

Im Rahmen der Auswertung dokumentiert die Landesplanungsbehörde, in welcher Weise sie ihrer Verpflichtung nachkommt, mit dem durch Entscheidungen der Gemeindevertretungen oder Bürgerentscheiden gemäß § 16 g Gemeindeordnung demokratisch legitimierten Bürgerwillen bei der Teilaufstellung der Regionalpläne durch eine gesonderte Überprüfung im formellen Verfahren umzugehen.

Neue Stellungnahme

6. Revision

Der Planungszeitraum für Raumordnungspläne beträgt nach § 5 Abs. 1 LaplaG im Regelfall 15 Jahre. Die Erfahrungen mit der Weiterentwicklung der Windenergienutzung in den vergangenen 15 Jahren lassen vermuten, dass der reguläre Planungszeitraum deutlich zu lang sein könnte, um auf technische Entwicklungen reagieren zu können. Innerhalb des Planungszeitraums sind immissionsschutzrechtliche Veränderungen zu erwarten oder zumindest nicht auszuschließen. Auch Änderungen bei den Raumanforderungen sind möglich, z.B. durch die sukzessive Aufgabe von Einzelgebäuden im Außenbereich, was Veränderungen der Potenzialflächen nach sich zöge. Daher soll die Regionalplanung Windenergie nach einer angemessenen Laufzeit einer Revision unterzogen werden, um auf neue und veränderte Anforderungen reagieren zu können. Gegebenenfalls wird eine Teilfortschreibung eingeleitet. Für die Prüfung, ob eine Revision und damit die Einleitung einer Teilfortschreibung erforderlich werden wird, wird das Jahr 2022 angestrebt. 

Neue Stellungnahme

7. Anhang: Bewertungsschlüssel für die Abwägungskriterien und möglichen Auswirkungen auf die Zielbereiche des Landesentwicklungsplans und der Umweltprüfung

Konfliktrisiko
Nr.KriteriumBeschreibung WirkungWA vorh.hoch (-)mittel (0)gering (+)AK[footnoteRef:29] Nr. [29: Nummerierung gemäß der Reihenfolge der Nennung im Runderlass vom 29.04.2016]
1.Zielbereich Siedlungsstruktur und -entwicklung sowie Daseinsvorsorge / Schutzgutbereich Mensch und menschliche Gesundheit
1.1Geplante Siedlungsentwicklung der Gemeinden und StädteDie Ausweisung von Vorranggebieten kann u.U. bereits geplanten Siedlungsentwicklungen entgegenstehen. Potenziell betroffen könnten laufende Bauleitplanungen, Siedlungsentwicklungs- oder Gewerbeentwicklungskonzepte sein. Beeinträchtigung der Siedlungs- und GewerbeentwicklungJa / NeinPotenzialfläche befindet sich teilweise oder vollständig im Bereich geplanter Siedlungsentwicklungen oder liegt im Abstandspuffer von 250 m von diesen.Potenzialfläche liegt im 250 – 800 m Abstandspuffer zur Wohnbebauung oder im 400 m Abstandspuffer zu Gewerbeflächenentwicklung.Potenzialfläche befindet sich außerhalb der geplanten Siedlungsentwicklung.1
1.2Stadt- und Umlandbereiche in ländlichen Räumen sowie verdichtete Bereiche der Ordnungsräume um Hamburg, Lübeck und KielDie Räume sollen als regionale Wirtschafts-, Versorgungs-und Siedlungsschwerpunkte in den ländlichen Räumen bzw. im Bereich der Ordnungsräume gestärkt werden und dadurch Entwicklungsimpulse für den gesamten ländlichen Raum geben. Windenergie ist im näheren Umfeld nur schwer mit anderen differenzierten Siedlungsnutzungen vereinbar.Beeinträchtigung der im LEP formulierten Ziele für Stadt- und UmlandbereicheJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines Stadt- und Umlandbereichs.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines Stadt- und Umlandbereichs.Potenzialfläche befindet sich außerhalb eines Stadt- und Umlandbereichs.2
1.3Umfassung von Siedlungsflächen, RiegelbildungEs soll verhindert werden, dass Ortslagen in unzumutbarer Weise von WKA umstellt werden. Ebenso sollten in Fällen, in denen optische Riegel in der Landschaft entstehen würden, größere Abstände zwischen den Vorranggebieten vorgesehen werden. Die Analyse und Abwägung erfolgt in Anlehnung an das „Gutachten zur Umfassung von Ortschaften durch Windenergieanlagen“ (MEIL MV/UmweltPlan 2013). Die Vorgehensweise unterscheidet sich von allen anderen Kriterien dadurch, dass die Betroffenheit von Ortslagen durch alle für eine Umfassung verantwortlichen Potenzialflächen inkl. der bereits vorhandenen WEA nur als übergreifende Gesamtbetroffenheit beurteilt werden kann. Erläuterung zur Anwendung erfolgt im Kriterienkatalog.Optisch bedrängende Wirkung auf Siedlungen durch Umfassung und RiegelbildungJa / NeinPotenzialfläche ist Teil einer überdurchschnittlichen Umfassung einer Ortslage. Mindestens eine Ortslage ist von Potenzialflächen so umgeben, dass eine Umfassung mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt. Die Einstufung wird im Text weiter erläutert.Potenzialfläche ist Teil einer durchschnittlichen Umfassung einer Ortslage. Die Potenzialflächen können eine Umfassung auslösen. Die Einstufung wird im Text weiter erläutert.Potenzialfläche ist Teil einer unterdurchschnittlichen Umfassung einer Ortslage. Eine Umfassung tritt in der Regel nicht ein. Die Einstufung wird im Text weiter erläutert.4
2.Zielbereich wirtschaftliche Entwicklung, Infrastruktur, Tourismus, Erholung
2.1Verkehr, sonstige technische Infrastruktur
2.1.1600 m - 10km/ 15 km Radius um VOR und DVOR-Anlagen In den Schutzbereichen um die Drehfunkfeuer ist die Errichtung von WEA grundsätzlich möglich (DFS). Jedoch ist die Genehmigung stets von einer Einzelfallprüfung abhängig zu machen, die feststellt, ob die Bauwerke die Flugsicherungseinrichtungen stören können.Gefährdung des FlugverkehrsJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des 600 m bis 10km/ 15 km-Radius um VOR und DVOR-Anlagen.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des 600 m bis 10km/ 15 km-Radius um VOR und DVOR-Anlagen.Potenzialfläche befindet sich außerhalb der Radien um VOR und DVOR-Anlagen.5
2.1.2Platzrunden Flugverkehr inklusive Mindestabstand (400 / 850 m)Aus den Gemeinsamen Grundsätzen für Flugplätze mit Sichtflugbetrieb ergibt sich, dass im Bereich der Platzrunden keine Hindernisse vorhanden sein sollen, die die sichere Durchführung des Flugplatzverkehrs gefährden können. Dies gilt auch für den definierten Mindestabstand zur Platzrunde.Gefährdung des FlugverkehrsPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb von Platzrunden inklusive des Mindestabstandes.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb von Platzrunden inklusive des Mindestabstandes.Potenzialfläche befindet sich außerhalb von Platzrunden inklusive des Mindestabstandes.6
2.1.3An- und Abflugbereiche / Hindernisbegrenzungsflächen von FlugplätzenAus den Richtlinien über die Hindernisfreiheit für Start- und Landebahnen mit Instrumentenflugbetrieb sowie aus den Gemeinsamen Grundsätzen für Flugplätze mit Sichtflugbetrieb ergibt sich, dass zumindest innerhalb der für jeden Flugplatz definierten An- und Abflugbereiche keine WKA zulässig sind, da sie in diesen Bereichen in jedem Fall eine Gefahr für den Luftverkehr darstellen.Gefährdung des FlugverkehrsPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb von An- und Abflugbereichen / Hindernisbegrenzungsflächen von Flugplätzen.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb von An- und Abflugbereichen / Hindernisbegrenzungsflächen von Flugplätzen.Potenzialfläche befindet sich außerhalb von An- und Abflugbereichen / Hindernisbegrenzungsflächen von Flugplätzen.7
2.1.4Flächen mit militärischen Belangen, einschließlich militärischer RichtfunktrassenDie Schutzbereichseinzelforderungen enthalten in vielen Fällen nur Einschränkungen für den Bau und Betrieb von WKA wie z.B. Höhenbeschränkungen i.V.m. gestaffelten Abständen zur militärischen Anlage.Störung der Radar- und Funkfunktionen, Gefährdung des FlugverkehrsJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb von Flächen mit militärischen Belangen, einschließlich militärischer Richtfunktrassen.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb von Flächen mit militärischen Belangen, einschließlich militärischer Richtfunktrassen.Potenzialfläche befindet sich außerhalb von Flächen mit militärischen Belangen, einschließlich militärischer Richtfunktrassen. 8
2.1.5Schutzbereich DWD-Wetterradarstation Radius 5 – 15 km Schutzbereich der DWD-Wetterradarstation (Radius 5 – 15 km)Störung der Radarfunktionen / Beeinflussung der Messwerte (betrifft PR II und III) Ja / NeinErrichtung von mind. 100m-WKA unter Berücksichtigung der jeweils zulässigen Gesamthöhe gem. DWD-Vorgabe nicht möglich Errichtung von mind. 100m-WKA unter Berücksichtigung der jeweils zulässigen Gesamthöhe gem. DWD-Vorgabemöglich. Bislang kein Anlagenbestand auf der Fläche. Errichtung von mind. 100m-WKA unter Berücksichtigung der jeweils zulässigen Gesamthöhe gem. DWD-Vorgabe möglich. Bereits bestehende Anlagen auf der Fläche vorhanden. 9
2.1.6Flächen mit Abbaugenehmigungen oder Rohstoffpotenzialgebiete für oberflächennahe Rohstoffe
  • Vorranggebiete f. d. Abbau oberflächennaher Rohstoffe
  • Vorbehaltsgebiete f. d. Abbau oberflächennaher Rohstoffe (weitestgehend in Rohstoffpotentialgebieten enthalten),
  • Rohstoffpotentialgebiete (Fachbeitrag Rohstoffsicherung) mit gekennzeichneten Flächen, die freizuhalten,
  • Flächen mit Abbaugenehmigungen f. oberflächennahe Rohstoffe
Abbaugenehmigung bzw. potenzieller Abbau steht der Nutzung für Windenergie entgegen.Potenzialfläche befindet sich mit mehr als 50 % ihrer Gesamtfläche im Bereich einer Abbaugenehmigung bzw. Potenzialfläche.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 50 % ihrer Gesamtfläche im Bereich einer Abbaugenehmigung bzw. Potenzialfläche.Potenzialfläche befindet sich außerhalb der Abbaugenehmigungen bzw. Potenzialflächen.10
2.1.7NetzkapazitätBerücksichtigung der regionalen Aufnahmekapazität der Netze. Ziel ist es, weitere Windausbauplanungen vordringlich in Gebieten zu befördern, in denen noch hinreichende Aufnahmekapazitäten bestehen und keine zusätzlichen Netzausbaumaßnahmen auf Höchstspannungsebene erforderlich werden.GunstkriteriumJa / NeinEin Gutachten der Netzbetreiber zur Ermittlung der Kapazitäten wird erst während der ersten Anhörung vorliegen. Dann werden diese Erkenntnisse berücksichtigt.14
2.2Tourismus und Erholung
2.2.1Schwerpunkträume für Tourismus und Erholung Schwerpunkträume in denen dem Tourismus und der Erholung besonderes Gewicht bei der Abwägung mit anderen raumbedeutsamen Planungen, Maßnahmen und Vorhaben beizumessen ist. Die Gebiete sind in der Karte des LEP 2010 dargestellt.Anlagebedingte StörwirkungenJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines SchwerpunktraumesPotenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines SchwerpunktraumesPotenzialfläche befindet sich außerhalb der Schwerpunkträume3
2.2.2Zukünftige Kernbereiche für Tourismus und ErholungAnlagebedingte StörwirkungenJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines Kernbereichs.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines Kernbereichs.Potenzialfläche befindet sich außerhalb der Kernbereiche.3
2.2.3NaturparkeIn diesen Gebieten mit besonderer Bedeutung für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild sowie für Tourismus und Erholung ist in den gebietsbezogenen Schutz-, Pflege- und Entwicklungszielen die Entwicklung und Förderung erneuerbarer Energie zwar nicht explizit vorgesehen .Insofern wird die Ausweisung von Konzentrationszonen für WKA ganz überwiegend nicht mit dem Charakter und der Zielsetzung der Naturparke vereinbar sein. Gleichwohl erscheint es in Einzelfällen möglich, dass in Randzonen oder Teilbereichen, die nicht mit anderen Tabuzonen überlagert sind, Konzentrationszonen ausgewiesen werden können.Anlagebedingte StörwirkungenJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines Naturparks. Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines NaturparksPotenzialfläche befindet sich außerhalb der Naturparke16
2.2.4Regionale Grünzüge der OrdnungsräumePotenzialfläche befindet sich mit 75 % oder mehr ihrer Gesamtfläche innerhalb eines regionalen Grünzugs.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines regionalen Grünzugs.Potenzialfläche befindet sich außerhalb regionaler Grünzüge.
3.Schutzgutbereich Tiere und Pflanzen / Gebiets- und Artenschutz
3.1Schutzgutbereich Tiere und Pflanzen
3.1.1Querungshilfen und damit verbundene KorridoreBei der Festlegung der Vorranggebiete soll daher das gutachterlich ermittelte Konzept für die Trittsteinbiotope und Korridore (Meißner, M. et. al., der Rothirsch in Schleswig-Holstein - Lebensraum, Lebensraumverbund und Management) als wichtiges Abwägungskriterium mit einfließen.Beeinträchtigung Funktionsfähigkeit der Querungshilfen Beeinträchtigung LebensraumverbundJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 25 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des störungsarmen Korridorbereichs zu Querungshilfen.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 25 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des störungsarmen Korridorbereichs zu Querungshilfen.Potenzialfläche befindet sich außerhalb Wanderkorridore.18
3.1.2Planverfestigte Kompensationsflächen für den Straßenbau und weitere Ausgleichsflächen sowie Ökokonto-FlächenEs soll sichergestellt werden, dass die Entwicklungsziele auf den Flächen nicht durch neue Eingriffe gefährdet werden. Es ist daher im Einzelfall zu prüfen, ob auf Kompensationsflächen für den Straßenbau oder in deren unmittelbarer Umgebung die Errichtung von WKA mit den Entwicklungszielen vereinbar ist. Eine Berücksichtigung erfolgt auf Grundlage von Stellungnahmen im Rahmen der Ressortmitzeichnung bzw. Beteiligung.Verlust / Beeinträchtigung Funktionsfähigkeit von Kompensationsflächen Ja / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb von Kompensationsflächenkomplexen (Bildung von Flächenkomplexen: Abstand der Einzelflächen max. 50 m, mind. 20 ha zusammenhängend).Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb von Kompensationsflächen oder Potenzialfläche befindet sich mit mehr als 50 % im Bereich von zusammenhängenden Kompensationsflächen und/oder Ökokonto-Flächen (Bildung von Flächenkomplexen: Abstand der Einzelflächen max. 50 m, mind. 20 ha zusammenhängend).Potenzialfläche befindet sich außerhalb von Kompensationsflächen oder Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 50 % im Bereich von zusammenhängenden Kompensationsflächen und/oder Ökokonto-Flächen (Bildung von Flächenkomplexen: Abstand der Einzelflächen max. 50 m, mind. 20 ha zusammenhängend).19
3.1.3Wichtige Verbundachsen des Schutzgebiets- und BiotopverbundsystemsZu diesen Bereichen gehören Verbundachsen von überregionaler Bedeutung (ehemals Hauptverbundachsen) sowie solche von regionaler Bedeutung (ehemals Nebenverbundachsen) sofern sie auf der Regionalplanebene darstellbar sind. In den Landschaftsrahmenplänen werden die Entwicklungsziele für die wichtigen Verbundachsen des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems benannt. Im Gegensatz zu den Schwerpunktbereichen können WKA in Verbundachsen eher mit den Schutzzielen vereinbar sein. Im Hinblick auf die Ausweisung von Vorranggebieten für die Windkraftnutzung ist im jeweiligen Einzelfall zu prüfen, ob dies mit der Verwirklichung der fachlichen Ziele des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems vereinbar ist bzw. diese wesentlich behindert. Beeinträchtigung der Biotopverbundfunktion durch Zerschneidung Verriegelung, Auslösung von MeideverhaltenJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb einer Verbundachse von überregionaler oder regionaler Bedeutung.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb einer Verbundachse von überregionaler oder regionaler Bedeutung.Potenzialfläche befindet sich außerhalb einer Verbundachse von überregionaler oder regionaler Bedeutung.21
3.1.4Räumliche Konzentration von Klein- und KleinstbiotopenKleinere Biotopflächen sind auf der Maßstabsebene nicht mehr darstellbar und können in der einzelnen Vorhaben-Planung berücksichtigt werden. Wenn allerdings Flächen identifiziert werden, auf denen mehrere Kleinbiotope auf engem Raum beieinander liegen, so ist zu prüfen, ob eine solche Biotopdichte nicht im Einzelfall zum Ausschluss einer Potenzialfläche führen muss, weil keine ausreichende Restfläche für die Errichtung von WKA mehr verbleibt. Beeinträchtigung der BiotopfunktionJa / NeinEine Berücksichtigung erfolgt auf Grundlage von Stellungnahmen im Rahmen der Beteiligung.Eine Berücksichtigung erfolgt auf Grundlage von Stellungnahmen im Rahmen der Beteiligung.Eine Berücksichtigung erfolgt auf Grundlage von Stellungnahmen im Rahmen der Beteiligung.22
3.2Vereinbarkeit mit dem europäischen Gebiets- und Artenschutz
3.2.1Umgebungsbereich von 300 m bis 1.200 m zu VogelschutzgebietenBei fast allen EU-Vogelschutzgebieten sind die in den Erhaltungszielen genannten Vogelarten auch auf die Nutzung des Umgebungsbereiches v.a. als Nahrungshabitate angewiesen. Weiterhin bestehen einige Vogelschutzgebiete aus getrennten Teilflächen, zwischen denen intensive Austauschbeziehungen bestehen. Die Errichtung von WKA zwischen diesen Gebietsteilen kann zu Konflikten führen. Zahlreiche Vogelarten weisen ein Meideverhalten gegenüber WKA auf, so dass in den Vogelschutzgebieten Habitate verloren gehen, wenn im Umfeld WKA errichtet werden.indirekte Beeinträchtigung der für das Schutzgebiet maßgeblichen Bestandteile durch Barrierewirkung, Kollisionsgefahr oder MeideverhaltenJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 50 % ihrer Gesamtfläche im Umgebungsbereich SPA mit Vorkommen mindestens einer zu WEA konfliktreicher Zielart. Hinweis: Löst eine Natura 2000 Verträglichkeitsvorprüfung aus.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 50 % ihrer Gesamtfläche im Umgebungsbereich SPA mit Vorkommen mindestens einer zu WEA konfliktreicher Zielart. Hinweis: Löst eine Natura 2000 Verträglichkeitsvorprüfung aus.Potenzialfläche befindet sich außerhalb der Umgebungsbereich SPA mit Vorkommen mindestens einer zu WEA konfliktreicher Zielart bzw. Potenzialfläche befindet sich im Umgebungsbereich eines SPA-Gebiet ohne Vorkommen WEA konfliktreicher Zielarten.23
3.2.2Hauptachsen des überregionalen VogelzugsDie Hauptzugachsen, deren Bedeutung durch verschiedene Untersuchungen des Vogelzuges in Schleswig-Holstein belegt ist, sollen zum Schutz der wandernden Vogelarten von WKA freigehalten werden. Da die Zughöhen und damit auch das Kollisionsrisiko innerhalb dieser Achsen aufgrund landschaftlicher Gegebenheiten variiert, ist eine Aufnahme als Abwägungskriterium im Sinne des vorsorgenden Artenschutzes angemessen. Im Abwägungsprozess lassen sich Zonen unterschiedlicher Zugintensität unterscheiden.Störwirkung / KollisionsgefährdungJa / NeinPotenzialfläche enthält Bereiche mit hohem Zugaufkommen und geringen Flughöhen der Hauptachsen des überregionalen Vogelzugs.Potenzialfläche enthält Bereiche der Hauptachsen des überregionalen Vogelzugs, Zugaufkommen in höherer Flughöhe, ggf. im Genehmigungsverfahren Höhenbegrenzung für WKA erforderlich.Potenzialfläche befindet sich außerhalb der Hauptachse.24
3.2.3Pot. Beeinträchtigungsbereiche (3/ 1,5/ 1 km Radius) mit besonderer Bedeutung für GroßvögelPotentielle Beeinträchtigungsbereiche im 3 km Radius um Seeadlerhorste außerhalb des Dichtezentrums und um Schwarzstorchhorste sowie Bereiche im 1 km Radius um Weißstorchhorste und im 1,5 km Radius um sicher nachgewiesene Standorte von Rotmilanhorsten. Im Einzelfall ist gutachterlich die Kollisionsgefährdung (Tötungsrisiko) der Arten mit den WKA oder von diesen ausgehende Störwirkungen darzulegen und artenschutzfachlich zu bewerten. Näheres wird in enger Abstimmung mit den Naturschutzbehörden auf der Basis der aktuellen Erkenntnisse und Empfehlungen der Staatlichen Vogelschutzwarte SH festgelegt.KollisionsgefährdungJa / NeinPotenzialfläche liegt ganz oder teilweise innerhalb der potenziellen Beeinträchtigungsbereiche von mindestens einem Brutpaar der genannten ArtenPotenzialfläche liegt außerhalb der potenziellen Beeinträchtigungsbereiche der genannten Arten.25
3.2.4Wiesenvogel-BrutgebieteWiesenvogel-Brutgebiete Potenzialfläche befindet sich ganz oder teilweise innerhalb von Wiesenvogel-Brutgebietenmit hoher Bedeutung für den Wiesenvogelschutz. Potenzialfläche befindet sich ganz oder teilweise innerhalb von Wiesenvogel-Brutgebieten mit mittlerer Bedeutung für den Wiesenvogelschutz. Potenzialfläche befindet sich außerhalb von Wiesenvogel-Brutgebieten oder innerhalb von Wiesenvogelbrutgebieten mit nach fachlicher Eischätzung des LLUR geringer Bedeutung für den Wiesenvogelschutz..
3.2.5Standorte von Rotmilanhorsten und deren Umgebungsbereiche (nicht sicher nachgewiesen)Umgebungsbereiche (1,5 km Radius) nicht sicher bekannter Horststandorte sowie Bereiche von vermuteten VorkommenKollisionsgefährdungPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche im Gebiete mit potenzieller Bedeutung für den Rotmilan.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche im Gebiet potenzieller Bedeutung für den Rotmilan.Potenzialfläche befindet sich außerhalb der Gebiete mit Bedeutung für den Rotmilan.27
3.2.6Gebiete mit besonderer Bedeutung für den Fledermausschutz
  • Natura 2000-Gebiete mit dem Schutzziel Fledermäuse mit 1.000 m Abstand
  • Fledermauswinterquartiere mit 1.000 m Abstand

potenzielle Lebensräume für Fledermäuse einschl. Pufferabstände zu jenen

  • Wälder
  • Siedlungen
  • Fließgewässer 1. Ordnung

(in Anlehnung an „Empfehlung zur Berücksichtigung tierökologischer Belange bei Windenergieplanung in Schleswig Holstein“ LLUR 2008).

Beeinträchtigung Lebensraum, Störwirkung / KollisionsgefährdungJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb der Lebensräume mit bes. Bedeutung (Quartiere und FFH-Puffer) für den Fledermausschutz.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 50 % innerhalb der Lebensräume mit bes. Bedeutung für den Fledermausschutz (Quartiere und FFH-Puffer) oder mit mehr als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb der potenziellen Lebensräume (Wald, Gewässern und Siedlungsräume mit Puffer).Potenzialfläche befindet sich außerhalb von Gebieten mit. Bedeutung für den Fledermausschutz bzw. mit weniger als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb der Gebiete mit Bedeutung für den Fledermausschutz (Pufferflächen potenzieller Lebensräume aus Wald, Gewässern und Siedlungsräumen).28
4.Zielbereich Ressourcenschutz, Ressourcenentwicklung / Schutzgutbereich Boden und Wasser
4.1Vorranggebiete für BinnenhochwasserschutzIn den Regionalplänen sind als Vorranggebiete für den vorbeugenden Binnenhochwasserschutz (Überschwemmungsbereiche) ausgewiesen. Hierzu gehören: durch Rechtsverordnung festgesetzte Überschwemmungsgebiete; Gebiete zwischen den Flüssen und ihren Deichen, die nach dem Wasserrecht per Legaldefinition als Überschwemmungsgebiet festgesetzt sind, sowie weitere potenzielle Überschwemmungsgebiete. Sie sind in ihrer natürlichen Funktion als Überschwemmungsbereiche zu erhalten und langfristig zu sichern. Durch die Ausweisung als Vorranggebiet wird der auf der Maßstabsebene der Regionalpläne weitestgehend räumlich sowie sachlich konkretisierten Nutzung für den vorbeugenden Hochwasserschutz der Vorrang eingeräumt.Beeinträchtigung der Vorranggebiete in ihrer Funktion als ÜberschwemmungsbereichJa / NeinPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines Vorranggebietes für Binnenhochwasserschutz.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb eines Vorranggebietes für Binnenhochwasserschutz.Potenzialfläche befindet sich außerhalb eines Vorranggebietes für Binnenhochwasserschutz.15
4.2Schützenswerte GeotopeGeologisch-geomorphologische Sonderformen, wie zum Beispiel Moränenhügel, Tunneltalsysteme, Kleevkanten und Steilufer. Die Geotope sind über das Landschaftsbild erkennbar und zugänglich.Verlust bzw. visuelle BeeinträchtigungJa / NeinPotenzialfläche enthält Bereiche mit besonders schützenswerten GeotopenPotenzialfläche befindet sich mit mehr als 25 % innerhalb eines schützenswerten Geotops.Potenzialfläche befindet sich außerhalb bzw. mit weniger als 25 % innerhalb eines schützenswerter Geotope.20
5.Schutzgutbereich Landschaft, Kultur und sonstige Sachgüter
5.15 km um bedeutsame Stadtsilhouetten oder OrtsbilderNach dem Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein handelt es sich hier um besonders schützenswerte, für die historische Kulturlandschaft bedeutsame Stadtsilhouetten oder Ortsbilder, die mit einem pauschalierten Abstandspuffer von 5.000 Metern versehen werden sollen. Eine Berücksichtigung erfolgt gemäß Tabelle „Kriteriengewichtung für die Abwägung“.Beeinträchtigung der Sichtbeziehung auf die prägenden Ortsbilder und StadtsilhouettenJa / NeinPotenzialfläche liegt mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des Umfeldes von 5.000 m.Potenzialfläche liegt mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des Umfeldes von 5.000 m.Potenzialfläche befindet sich außerhalb des Umfeldes von 5.000 m.13
5.2Kernbereiche charakteristischer Landschaftsräume (CL)
Anlagebedingte StörwirkungenJa / NeinPotenzialfläche liegt vollständig oder teilweise innerhalb eines Kernbereichs charakteristischer Landschaftsräume, der gleichzeitig als Naturparkfläche ausgewiesen ist. Potenzialfläche liegt vollständig oder teilweise innerhalb von Kernbereichen charakteristischer Landschaftsräume, die allerdings keine Zugehörigkeit zu einem Naturpark besitzen.Potenzialfläche liegt außerhalb von Kernbereichen charakteristischer Landschaftsräume. 17
5.3800 m um (grundsätzlich raumwirksame) gesetzlich geschützte KulturdenkmaleNach dem Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein handelt es sich um eine Auswahl von gesetzlich geschützten Kulturdenkmalen, die mit einem pauschalierten Abstandspuffer von 800 Metern versehen werden sollen. Beeinträchtigung der Sichtbeziehung auf KulturdenkmaleJa / NeinPotenzialfläche liegt mit mindestens 25 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des Umfeldes von 800 m.Potenzialfläche mit weniger als 25 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des Umfeldes von 800 m.Potenzialfläche befindet sich außerhalb des Umfeldes von 800 m.11
5.42 km um gesetzlich geschützte Kulturdenkmale in Höhenlage oder bedeutender EinzellageNach dem Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein handelt es sich um eine Auswahl von gesetzlich geschützten Kulturdenkmalen, die weithin sichtbar sind oder sich in beeindruckender Höhenlage oder bedeutender Einzellage befinden, und die daher mit einem pauschalierten Abstandspuffer von 2.000 Metern versehen werden sollen. Eine Berücksichtigung erfolgt gemäß Tabelle „Kriteriengewichtung für die Abwägung“.Beeinträchtigung der Sichtbeziehung auf KulturdenkmaleJa / NeinPotenzialfläche liegt mit mindestens 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des Umfeldes von 2.000 m.Potenzialfläche liegt mit weniger als 50 % ihrer Gesamtfläche innerhalb des Umfeldes von 2.000 m.Potenzialfläche befindet sich außerhalb des Umfeldes von 2.000 m.12
5.5500 m um bedeutsame archäologische KulturdenkmalePotenzialfläche liegt vollständig oder teilweise innerhalb des 500 m - Bereiches um bedeutsame archäologische Kulturdenkmale.-Potenzialfläche liegt außerhalb des 500 m - Bereiches um bedeutsame archäologische Kulturdenkmale.
5.63-5 km Abstand in Teilabschnitten um die Denkmalbereiche Danewerk / HaithabuDanewerk/ Haithabu = vorgesehenes WeltkulturerbePotenzialfläche befindet sich mit mehr als 75 % ihrer Gesamtfläche im 3-5 km Abstand (Teilabschnitte) um die Denkmalbereiche Danewerk / Haithabu.Potenzialfläche befindet sich mit weniger als 75 % ihrer Gesamtfläche im 3-5 km Abstand (Teilabschnitte) um die Denkmalbereiche Danewerk / Haithabu.Potenzialfläche befindet sich außerhalb des 3-5 km Abstands (Teilabschnitte) um die Denkmalbereiche Danewerk / Haithabu

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