Planungs­dokumente: Entwurf Landschaftsrahmenplan für den Planungsraum III - Online-Beteiligungsverfahren

Band 2 - Erläuterungen

1.11. Schutzgebiets – und Biotopverbundsystem

In Tabelle 9: Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems werden Leitbilder und Entwicklungsziele zu den in Kapitel 4.1.1: Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems des Hauptteiles behandelten

Schwerpunktbereichen und zu besonders wichtigen Verbundachsen (Verbundachsen von überregionaler Bedeutung) des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystemes formuliert. Diese sind bei Planungen und Verfahren, die sich auf die beabsichtigte Funktion des Biotopverbundes auswirken können, zu berücksichtigen. Weitergehende gesetzliche Regelungen wie zum Beispiel bei gesetzlich geschützten Biotopen, NSG oder Natura 2000-Gebieten bleiben hiervon unberührt.

In den Teilbereichen des Biotopverbundsystemes, die von FFH-Gebieten und Vogelschutzgebieten eingenommen werden, sind hinsichtlich der Bestandsbeschreibungen, Entwicklungsziele und Maßnahmen die aktuellen Standarddatenbögen und Erhaltungsziele bzw. bereits vorliegende Managementpläne für die Natura 2000-Gebiete maßgeblich. Entsprechendes gilt für Gebiete, die sich gemäß § 12 LNatSchG künftig zu Wildnisgebieten entwickeln sollen.

Bei den formulierten Zielen und Maßnahmen handelt es sich um naturschutzfachliche Zielsetzungen und Vorschläge. Eine Abwägung mit anderen Nutzungsansprüchen hat an dieser Stelle nicht stattgefunden. Diese Abwägung sowie die konkrete Festlegung von Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen ist Aufgabe der sich aus den gesetzlichen Regelungen ergebenden Genehmigungs- und sonstigen Planverfahren oder sie erfolgt im Zuge der Umsetzung konkreter Naturschutzprojekte und Rechtsetzungsverfahren. Andere Maßnahmen, die Bestandteil entsprechender Programme, wie zum Beispiel des integrierten Fließgewässer- und Seenschutzes sind, bleiben hiervon unberührt.

Die Leitbilder und Entwicklungsziele gründen sich vor allem auf die Auswertung landesweiter Biotopkartierungen sowie auf Erhebungen und Bewertungen, die im Zuge der Biotopverbundplanung durchgeführt wurden. Die Schwerpunktbereiche sind in den Abbildungen 1 bis 7: Gebiete mit besonderer Bedeutung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems für die Kreise Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein sowie der Hansestadt Lübeck und in der Tabelle 11: Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems in gleicher Weise durchnummeriert. Die Kurztexte beschreiben für die Schwerpunktbereiche die derzeitige Situation und geben damit auch eine Begründung für die Aufnahme in das System. Sie benennen weiterhin grundsätzliche Entwicklungsziele und vorrangig erforderliche Maßnahmen. Für Verbundachsen werden nur Entwicklungsziele formuliert. Die Darstellungen sind als grobe Leitlinien aufzufassen, die die Gebiete nur in den wesentlichen Teilen beschreiben.

In der Regel liegen weitergehende Informationen zu den Zielen des Biotopverbundes bei der Oberen Naturschutzbehörde vor. Diese sind bei Planungen und Vorhaben, die sich auf die derzeitige oder beabsichtigte Funktion des Biotopverbundes auswirken können, dort einzuholen. Dieses gilt insbesondere für die nicht in der Tabelle aufgeführten Gebiete und Verbundachsen.

Die namentlichen Bezeichnungen der einzelnen Landschaftselemente, beispielsweise der Fließgewässer, sind den topographischen Karten (TK 25 und TK 50) entnommen und stimmen gegebenenfalls mit den ortsüblichen Bezeichnungen nicht überein. Es wird darauf hingewiesen, dass Vorschläge, die bestehende Nutzungen betreffen, nur im Einverständnis mit dem Grundeigentümer, der Grundstückseigentümerin umzusetzen sind. Dieses gilt in besonderem Maße für Wiedervernässungen, bei denen auch angrenzende Flächen zu berücksichtigen sind. Die Auswahl der Gebiete beruht auf den Fachbeiträgen der Oberen Naturschutzbehörde.

Tabelle 11: Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems

Kreis Dithmarschen
Dithmarscher Marsch
Schwerpunktbereiche
Nr. 195 Weißes Moor
BestandDas Weiße Moor ist das einzige in der Marsch gelegene Hochmoor Schleswig-Holsteins. Es entwickelte sich in einer flachen Mulde im Bereich der alten Seemarsch (Wohlenberg, 1984).Seit Jahrhunderten wurde in dem Moor Torf gestochen. In den 1970er Jahren intensivierte sich die Torfnutzung so stark, dass sie „existenzbedrohende Ausmaße“ annahm (Meier, 1982). 1974 wurde diese eingestellt. Der verbliebene Moorsockel ist heute in weiten Bereichen relativ stark entwässert, weist aber noch flächendeckend Zwergstrauchbestände aus Krähenbeere, Glockenheide und Besenheide auf.
EntwicklungszielRegeneration eines atlantischen Hochmoores.
MaßnahmenMaßnahmen zur Regeneration des Hochmoores und seiner Umgebung laufen bereits und sollen fortgeführt werden.
Nr. 197 Speicherkoog Dithmarschen
BestandMit dem Bau des Helmsander Dammes entstanden westlich von Meldorf die 3200 Hektar und 1600 Hektar umfassenden Speicherköge Nord und Süd. Im Speicherkoog-Nord werden die östlich gelegenen Gebiete (ehemalige Sommerköge und Lahnungsflächen) als Ackerflächen genutzt. Im westlichen Teil entstanden im Norden ein von Süßwasser und beweidetem Grünland geprägtes Gebiet (NSG Wöhrdener Loch), das als Speicher für Abflüsse des Binnenlandes dient, sowie ein Salzwassergebiet (NSG Kronenloch) mit großen, sich ungestört entwickelnden Bereichen (ehemalige Wattflächen). Hier werden künstlich stark reduzierte Tidebewegungen erzeugt. Das zwischen Wöhrdener und Kronenloch gelegene Gebiet wurde nach dem Deichbau mit einer Grasmischung angesät (Schutzmaßnahme vor Winderosion). Es hat sich inzwischen eine von Schafen beweidete, rotschwingeldominierte Gras- und Staudenflur entwickelt. Stellenweise kommen Weidengebüsche auf. Das Gebiet ist weitgehend ausgesüßt. Halophyten treten nur an wenigen, vor allem deichnahen, von Meeresqualmwasser beeinflussten Stellen sowie am Salzwasserbiotop auf. Der Speicherkoog ist ein wichtiges Brut- und Rastgebiet für zahlreiche Vogelarten. Der Speicherkoog-Süd dient als Bundeswehr-Übungsgebiet und wird wie vor der Eindeichung extensiv als Weide für Schafe und Jungrinder genutzt.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer unverbauten, weitgehend ungenutzten Marschlandschaft mit sekundären naturnahen und halbnatürlichen marschentypischen Lebensräumen wie salzwasser- und süßwassergeprägten Flachwasserzonen, Röhrichten, Weidengebüschen und sehr extensiv beweideten Grünlandlebensräumen auf ehemaligen Vorland- und Wattflächen.
MaßnahmenExtensivierung der Nutzung bzw. Nutzungsaufgabe im Bereich zwischen den beiden NSG.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Miele zwischen Meldorf und Meldorfer Hafen
EntwicklungszielEntwicklung naturnaher Uferbereiche; Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung im Bereich der alten Flussmäander
Norder- und Südermiele
EntwicklungszielEntwicklung naturnaher Uferbereiche
Süderau bei Meldorf
EntwicklungszielEntwicklung naturnaher Uferbereiche
Eider-und Treeneniederung
Schwerpunktbereiche
Nr. 480 Eider zwischen Nordfeld und Eidersperrwerk (kreisübergreifendes Gebiet)
BestandEingedeichter Unterlauf der Eider, der von ausgedehnten Flusswatten, nassen Grünlandlebensräumen (vor allem im Bereich der bestehenden NSG) und von Flussröhrichten geprägt wird. Von besonderer Bedeutung ist der Übergang von süßwasser- zu salzwasserbeeinflussten Lebensräumen. Durch das Eidersperrwerk sind Flusslauf und Uferbereiche der natürlichen Dynamik weitgehend entzogen. Die Regulierung der Eider, die mit dem Bau des Eidersperrwerkes schließlich zur weitgehenden Abschottung des Flusses vom Einfluss der Nordsee führte, erfolgte über mehrere Jahrhunderte. Trotz der Regulierungsmaßnahmen ist der Flusslauf noch relativ mäanderreich. Ufer begleitend kommen unter anderem unterschiedlich breite Schilfstreifen vor. Im Mündungsgebiet weitet sich die Eider stark auf. Hier treten Tideröhrichte und Sukzessionsgebiete mit Weiden- und Erlen-Beständen (in Nordfriesland) auf. Von besonderer Bedeutung ist der Salzgradient entlang der Eider, der die Voraussetzung für das Vorkommen zahlreicher spezialisierter Tier- und Pflanzenarten schafft. Im Mündungsbereich der Eider liegen mit der „Grünen Insel” und dem „Oldensworter Vorland” im Kreis Nordfriesland sowie dem „Dithmarscher Eidervorland mit Watt” auf Dithmarscher Seite drei großflächige NSG, in denen die angestrebte Entwicklung zu naturnahen Lebensräumen bereits weitgehend fortgeschritten ist. Das Gebiet ist von herausragender ornithologischer Bedeutung.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung naturbetonter flussufer- und niederungstypischer Lebensräume im Deichvorland der Eider soweit dies mit der Funktion der Eider als Bundeswasserstraße vereinbar ist; Erhaltung der salzwasserbeeinflussten Flusswatten.
MaßnahmenUmsetzung des vorliegenden Entwicklungskonzeptes
Nr. 186 Lundener Niederung
Bestand Die Lundener Niederung ist durch großflächige Niedermoor- und Schilfgebiete geprägt, in denen an vielen Stellen Weiden, Erlen und Gagelsträucher aufkommen. Wegen des hohen Wasserstandes ist ausschließlich Grünlandnutzung möglich. Der von Schilfröhricht eingenommene Steller See und der verlandende Mötjensee sind besonders bedeutende Gebiete der Niederung. Im Norden schließt sich eine aus Erlen, Weiden und größeren Nadelholzanteilen bestehende Waldfläche an. Das Gehölz ist von Schilfröhricht und mehr oder weniger intensiv genutzten Grünlandflächen umgeben.
EntwicklungszielEntwicklung einer großflächigen, von hohen Wasserständen geprägten und zum Teil vergleichsweise nährstoffarmen Niedermoorlandschaft.
MaßnahmenAnhebung der Wasserstände; Extensivierung der Grünlandnutzung, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen.
Nr. 180 Delver Koog
BestandIm Norden des Delver Kooges setzt sich die Vegetation aus Schilfröhricht-Beständen, Feuchtgrünland- und Kleinseggen-Gesellschaften zusammen. Degradierte Hochmoorflächen mit Pfeifengras- und Röhrichtvegetation und Weiden/Erlenbeständen bei Altenkamp bereichern die Naturausstattung.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Mosaiks aus naturnahen Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen in unterschiedlichen Vegetationsstadien sowie von ungedüngten Feuchtwiesen und gehölzbestandenen Sukzessionsflächen.
Nr. 181 Niedermoor bei Hennstedt-Busch
BestandDas von vielen Torfstichen durchsetzte Niedermoor enthält große Schilfflächen, ausgedehnte Weidengebüsche und stellenweise dichte Bestände des Gagelstrauches. Es liegt am Nordrand eines auch erdgeschichtlich interessanten alten Geestkliffes. Das Moorgebiet gibt durch seine Lage im Grenzbereich zwischen Geest und Eiderniederung ein Beispiel des unmittelbaren Verbundes benachbarter, sehr unterschiedlicher Lebensräume, das gute Voraussetzungen für die Entwicklung eines größeren Biotopkomplexes bietet.
EntwicklungszielWiederherstellung eines ungenutzten naturnahen Niedermoorkomplexes.
MaßnahmenDer Moorbereich soll so arrondiert werden, dass er von entwässerungsabhängiger Grünlandnutzung frei wird, um die Voraussetzungen für die Schaffung eines eigenständigen Wasserhaushaltes zu schaffen. Entfernung wilder Müllablagerungen.
Nr. 184 Niederung westlich Wallen
BestandIn der weiten Ebene zwischen Hollingstedt und Pahlen haben sich verstreut die Reste einer ehemaligen Moorlandschaft erhalten. Die einzelnen Moorgebiete befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien der Besiedlung mit Weiden- und Birken-Beständen. Als weitere dominierende Pflanzen treten Pfeifengras und Schilf auf. Die benachbarten Niederungsflächen werden als Grünland, einige sanft ansteigende Flächen als Ackerland genutzt.
EntwicklungszielWiederherstellung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes mit regenerierenden Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen, sehr extensiv genutzten nassen Grünlandlebensräumen und trocken-mageren Lebensräumen an den Niederungsrändern.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes. Eine Entflechtung genutzter und ungenutzter Parzellen im Hollingstedter Moor soll zur Bildung eines zusammenhängenden Moorkomplexes führen, dessen Wasserhaushalt von den umgebenden Nutzflächen weitgehend unabhängig wird.
Nr. 182 Dellstedter Moore mit Tielenau-Niederung, Dörplinger und Höveder Moor
BestandDie Dellstedter Moore waren ehemals Hochmoore innerhalb eines riesigen, in weiten Bereichen unbetretbaren Moorkomplexes. Der überwiegende Teil des ehemaligen Moores wird heute als Feuchtgrünland genutzt. Jedoch gibt es neben ausgedehnten Bereichen mit der Vegetation degenerierter Moore (Pfeifengraswiesen, Röhrichte, Gagel- und Weidengebüsch) auch erhaltene Torfmoos- und Heidekrautkomplexe. Über die von Grünland geprägte Tielenau-Niederung ist dieser Bereich mit dem Dörplinger Hochmoor und dem Höveder Niedermoor im Naturraum der Heide-Itzehoer Geest verbunden. Das Gebiet ist ein Schwerpunkt der Hochmoorrenaturierung in Schleswig-Holstein. Es ist über die Eider mit den anderen eidernahen Niederungsgebieten verbunden.
EntwicklungszielRenaturierung der ehemaligen Hochmoore; außerhalb der regenerationsfähigen Hochmoorkerne wird die Wiederherstellung einer komplexen Landschaft aus verschiedenartigen Hochmoor- und Niedermoorresten mit eingestreuten, extensiv bewirtschafteten Grünlandflächen angestrebt.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Eider zwischen Schleuse Nordfeld und Lexfähre
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung fließgewässerbegleitender Röhrichte, Hochstaudenfluren und Gehölze zwischen den Deichen; binnendeichs angrenzend Entwicklung weitgehend offener, naturnaher und halbnatürlicher auentypischer Lebensräume.
Unterlauf der Tielenau
Entwicklungsziel Entwicklung naturnaher Uferbereiche
Heide-Itzehoer-Geest
Schwerpunktbereiche
Nr. 185 Niederung der oberen Broklandsau und ihrer Zuflüsse
BestandIm Wierbek-Niederungsgebiet (zwischen Gaushorn und Rederstall) nimmt das Welmbütteler Moor einen hohen Flächenanteil ein. Hier dominieren Pfeifengras-Bestände und Moorbirken. Südlich schließen sich zwei Waldgebiete an. Der östlich gelegene, zum Teil auf hügeligem Gelände stockende Wald wurde als zusammenhängender Buchen-Eichen-Wald mit größeren Fichten-Anteilen kartiert. Bemerkenswert sind feuchte Bereiche mit Erlen-Beständen, Fischteiche (im Südosten) und mehrere Bäche. Die kleinere westliche Waldparzelle wurde als Buchen-Eichen-Mittelwald erfasst. Westlich der Wierbek liegen das Barkenholmer und Ostroher Moor, in denen zahlreiche Torfstiche als Fischteiche genutzt werden. Viele Wege und Ufer in den Mooren sind befestigt. Unbeeinflusste Bereiche zeichnen sich unter anderem durch Weidengebüsch und Pfeifengras-Bestände aus. In der Niederung zwischen Krim, Rederstall und Linden nördlich der Broklandsau/ Österau liegen noch Teilflächen einer ehemals ausgedehnteren Hochmoorlandschaft. Die Höhenunterschiede zwischen den noch erhaltenen Torfbänken und den angrenzenden Grünlandflächen fallen (beispielsweise im Moor nördlich Bergelieth) deutlich auf.
EntwicklungszielWiederherstellung einer vielfältigen naturraumtypischen Niederung mit regenerierenden Hochmoor- und Niedermoorresten, Bruch- und Auwäldern, Flachwasserbereichen, ungedüngtem Feuchtgrünland, naturnahen Fließgewässern und ungenutzten Wäldern an den Niederungsrändern.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes. Das Potenzial für Renaturierungsmaßnahmen in den Mooren ist im Einzelnen zu untersuchen. Im Welmbütteler Moor werden Maßnahmen bereits durchgeführt (Meier, 1985). Die an die Niederung angrenzenden Wälder sollten einer unbeeinflussten Waldentwicklung zugeführt werden. Vordringlich sollte die Möglichkeit geprüft werden, den historischen Ecksee (nordwestlich Krim) wiederherzustellen.
SonstigesDie Niederung zwischen Tellingstedt und Heide besitzt eine besondere Bedeutung für den Fischotter-Schutz. So gilt das Ostroher Moor als eine der „zentralen Drehscheiben für Fischotter-Wanderungen südlich der Eider und als Ausgangs- oder Endpunkt von Wanderungen zwischen den Niederungen der Miele und der Eider. Über das Barkenholmer Moor, die nördlich anschließenden Feuchtgrünlandparzellen und den Wald soll in diesem Bereich ein möglichst flächenhafter Verbund zur Nebenverbundachse Landgraben (im Miele-Einzugsbereich) südlich der B 203 hergestellt werden.
Nr. 199 Schalkholzer Gletscherschürfbecken
BestandDas geomorphologisch bedeutsame Schalkholzer Gletscherschürfbecken wird zum überwiegenden Teil von Feuchtgrünland geprägt. Als Restflächen des ehemaligen Moores treten noch vereinzelt bruchwaldartige, von Birken und Erlen dominierte Waldbestände mit quelligen, schwer durchdringbaren Bereichen und Sukzessionsparzellen mit Weiden- und Brombeergebüsch auf. Die Beckenränder insbesondere südlich Dörpling sind durch ein abwechslungsreiches Relief gekennzeichnet. Der südliche Beckenrand ist durch Kiesabbau bereits stark beeinträchtigt.
EntwicklungszielEntwicklung eines vielfältigen Landschaftausschnittes mit artenreicher Feuchtgrünland- und Bruchwaldvegetation in den feuchten und quelligen Bereichen des Zungenbeckens sowie Magerrasen und lichten Eichenwäldern in den sandigen Hangbereichen. In dem Gebiet sollen offene bis halboffene Biotopkomplexe entstehen, die in ihrer Gesamtheit den Charakter dieses besonders schön ausgebildeten Zungenbeckens betonen. Erhaltung des Landschaftsbildes.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; Pflegenutzung zur Erhaltung/ Entwicklung von Feuchtwiesen sowie trocken-mageren Lebensräumen an den Niederungsrändern. Erhaltung der besonderen geomorphologischen Situation durch möglichst baldige Beendigung des Kiesabbaues.
SonstigesWegen seiner interessanten Morphologie und Lebensraumausstattung bietet das Gebiet besondere Möglichkeiten des Naturerlebens. Die im Süden des Kiesabbaugebietes verbliebenen Anhöhen sind als Nebenverbundachse gekennzeichnet und sollten nicht weiter abgebaut werden. Zur Entstehung und entwicklungsgeschichtlichen Bedeutung des Schalkholzer Zungenbeckens finden sich viele Hinweise in der Literatur. Von einem Gletscher während der Saale-Eiszeit gebildet, haben seitdem Vermoorung und Erosion die ursprüngliche Landschaftsform stark verändert. Nach Arnold (1991) sind im Schalkholzer Becken die Spuren einer einzelnen Gletscherzunge „in seltener Klarheit“ zu erkennen. Aufgrund der geomorphologischen Bedeutung ist das Schalkholzer Zungenbecken als Geotop benannt.
Nr. 187 Süderholmer Moor (Rüsdorfer Moor)
Bestand Die große zusammenhängende Niedermoorfläche ist von einer Vielzahl von alten Torfstichen durchsetzt. Auch in diesem Moor sind aus den ehemaligen Torfstichen befestigte und zum Teil eingezäunte Fischteiche geworden. Die Parzellen zwischen den Torfstichen haben sich weitgehend ungestört zu Gebüschformationen aus Birken, Erlen und Grauweiden entwickelt. Südlich der Bahnstrecke befinden sich ein größerer Fischteich und mehrere Kleingewässer. Nordöstlich des Südermoores schließt sich ein Wald an, der zum Teil als Buchen-Eichen-Hallenwald mit dichter Strauchschicht kartiert wurde. Nachbarparzellen des Waldes weisen einen hohen Anteil an Moorbirken sowie auch Fichtenpflanzungen auf. Über den im Rahmen des Otterschutzprogrammes ökologisch etwas aufgewerteten Landgraben ist der Wald an das Süderholmer Moor angebunden.
EntwicklungszielErhaltung und Wiederherstellung naturnaher Niedermoorlebensräume und Bruchwälder auf teilabgetorften Niedermoorböden.
MaßnahmenDas Süderholmer Moor soll einer natürlichen Entwicklung überlassen werden, sobald derzeitige Nutzungen eingestellt worden sind.
SonstigesÜber den Landgraben steht das Süderholmer Moor im Norden mit dem Einzugsbereich der Broklandsau, im Süden mit der Fieler Niederung in Kontakt. Es gilt als besonders wichtiges Gebiet auf der für Fischotterwanderungen bedeutsamen Verbundachse zwischen den Großräumen.
Nr. 188 Mieleniederung
BestandIn der Mieleniederung wird fast ausschließlich Grünlandwirtschaft betrieben. An den tiefsten Stellen befinden sich inzwischen verlandete bzw. weitgehend verlandete ehemalige Seen. Hier treten Schilfröhrichte sowie Weidengebüsche und Erlenbestände auf, die in der ebenen Landschaft weithin sichtbar sind. Die Niederung wird seit langem so entwässert, dass ausgeprägte Torfsackungen augenfällig sind. Die Niederung besitzt als Ausgangspunkt vieler nach Norden, Osten und Westen reichender Achsen eine besonders wichtige Funktion für den Biotopverbund in Dithmarschen.
EntwicklungszielWiederherstellung einer weiträumigen, vielfältigen Niedermoorlandschaft mit offenen, halboffenen und bewaldeten, feuchten bis nassen Lebensräumen im Umfeld der ehemaligen Seen und der noch vorhandenen Moore; Wiedergewinnung eines Teiles der ehemaligen Funktion der Niederung als Lebensraum für Röhricht- und Wiesenbewohner und für den Fischotter.
MaßnahmenAnhebung der Wasserstände; Entwicklung von Ufergehölzen an den Fließgewässern soweit mit Zielen des Wiesenvogelschutzes vereinbar; Extensivierung der Nutzung bzw. Nutzungsaufgabe.
Nr. 189 Standortübungsplatz Riese
BestandNördlich des Riesewohlds liegt der Standortübungsplatz Riese. Die Bestandsaufnahmen und Bewertungen erfolgten auf der Basis von Luftbildanalysen, weil das militärische Sperrgebiet nicht betreten werden konnte. Hier kommen relativ viele unterschiedliche Vegetationseinheiten vor. Einen großen Anteil besitzen die offenen Flächen, die von einer mageren Grünlandvegetation eingenommen werden. Besonders im Norden und Süden liegen Waldstücke, die unter anderem Feuchtbereiche mit Erlen und Birken enthalten. Daneben sind Nadelforstparzellen häufig. Im Süden außerhalb des militärischen Sperrgebietes befindet sich ein im Wesentlichen aus Buchen und Eichen zusammengesetzter Hallenwald.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer Komplexlandschaft aus Heide- und Magerrasen, Waldformationen auf trocken-mageren Standorten und kleinflächigen Feuchtwäldern. Der Übungsplatz Riese bietet das Potenzial für die Entwicklung einer Komplexlandschaft aus Heide- und Magerrasenlebensräumen (wie sie auf älteren Karten dargestellt wird), trockenen Waldformationen und kleineren Feuchtwäldern.
MaßnahmenPflegemaßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung einer halboffenen Komplexlandschaft.
Nr. 190 Riesewohld
BestandDer östlich der Mieleniederung gelegene Riesewohld ist Dithmarschens größtes Waldgebiet. Er erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung. An einigen Stellen erreicht der Wald eine Breite von 3 Kilometern. In der Mitte des Gebietes reichen hingegen Grünlandflächen weit in das Waldgebiet hinein, so dass der Wald hier nur 200 bis 300 Meter breit ist. Der Riesewohld wird durch seine großen Laubwaldflächen, die auf einem jahrhundertealten Waldstandort stocken, zu einem wichtigen Bestandteil des Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems. Sie decken ein weites Spektrum der geesttypischen Laubwälder ab. Die klimatischen, bodenbedingten und geschichtlichen Besonderheiten dieses Standorts haben zur Bildung von in Schleswig-Holstein einmaligen Waldbeständen geführt. Zahlreiche Quellregionen und Bäche sind Kennzeichen des Riesewohlds, der in einem der niederschlagsreichsten Gebiete Schleswig-Holsteins liegt. Der natürliche Quellenreichtum wird in Fischteichanlagen genutzt.
EntwicklungszielUnbeeinflusste Entwicklung der Wälder und Entwicklung fließender Übergänge von gebüschreichen Waldrändern über Staudenfluren, Quellbereiche und Magergrasfluren bis hin zu landwirtschaftlich extensiv genutzten Flächen. Erhaltung naturnaher Bäche und Quellbereiche.
MaßnahmenAufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung in Teilbereichen.
Nr. 191 Windberger Niederung
BestandIn ihrer Entstehung, Lebensraumausstattung und Nutzung ähneln sich Windberger Niederung und Mieleniederung. Die Windberger Niederung wird überwiegend als Grünland genutzt, es sind jedoch an einigen Stellen noch die Restbestände der ehemals flächenhaft ausgebildeten Moore vorhanden. In ihnen finden sich Schilfröhrichte, Erlenbrüche und Weidengebüsche sowie einzelne Fischteiche. Im Nordosten geht das Gebiet in die Niederung der Weddelbek, im Südosten in die der Frestedter Au über. Im Süden grenzt mit dem Wodansberg ein kuppiger Geestbereich an die Windberger Niederung an. Dieses von vielen Knicks durchzogene, landschaftlich reizvolle Gebiet wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. In der Straßenrandvegetation und auf ungenutzten Parzellen sind noch Pflanzenarten trocken-magerer Standorte anzutreffen. Als besonders erwähnenswerte Tierarten treten am Wodansberg die Zauneidechse und die in Schleswig-Holstein seltene und sonst nur noch im Kreis Herzogtum Lauenburg vorkommende Zweifarbige Beißschrecke auf.
EntwicklungszielWiederherstellung eines repräsentativen Landschaftsausschnittes im Übergangsbereich von Marsch und Geest. Er umfasst im Niederungsbereich eine ausgedehnte, vielfältige Niedermoorlandschaft mit offenen, halboffenen und bewaldeten, feuchten bis nassen Lebensräumen und im Bereich des Wodansberges offene bis halboffene, trocken-magere Lebensräume. Wiedergewinnung eines Teiles der ehemaligen Funktion der Niederung als Lebensraum für Röhricht- und Wiesenbewohner, für den Fischotter und Tiere offener bis verlandeter Gewässer.
MaßnahmenDer landschaftlich schön gelegene Wodansberg bietet sich auch zur Erschließung für Erholungszwecke an. Es könnte hier unter anderem mit dem Bau eines Aussichtsturmes ein Anziehungspunkt für Wanderer und Erholungssuchende entstehen. Der weite Ausblick auf die Windberger Niederung sollte auch in Zukunft erhalten bleiben. Die Ackerflächen sollten in eine überwiegend offene Weidelandschaft mit Vegetationseinheiten nährstoffarmer Standorte überführt werden.
Nr. 183 Offenbütteler Moor und Gieselau-Altarm
BestandNach Durchführung von Biotopentwicklungsmaßnahmen sind auf den weitgehend mineralisierten Hochmoortorfen des Offenbütteler Moores unterschiedliche Sekundärbiotope vom Niedermoortyp sowie Flachwasserbereiche entstanden. In den Randbereichen liegen Moor-Parzellen, die mit Birken, Weiden- und Gagel-Gebüsch bewachsen sind. Im Osten grenzt das Gebiet an einen Altarm der ehemaligen Gieselau, die vor dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals hier in die Eider mündete. Die Feuchtgrünlandflächen entlang dieses Fließgewässerabschnittes sind überwiegend intensiv genutzt.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vielfältigen Biotopkomplexes mit naturnahen regenerierenden Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen, Bruchwäldern, Auwäldern sowie feuchten bis nassen, ungedüngten Grünlandlebensräumen und Sukzessionsflächen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet; Verminderung der Nutzungsintensität im Bereich des Gieselau-Altarmes.
Nr. 192 Gieselautal zwischen Albersdorf und Nord-Ostsee-Kanal (teilweise Kreis Rendsburg-Eckernförde)
Bestand Tief eingeschnittener, vermoorter Talraum mit vergleichsweise naturnahem Fließgewässer sowie großteils brachliegendem Feuchtgrünland, nitrophilen Hochstaudenfluren und Bruchwaldresten auf Niedermoorböden in der Aue; an den Talrändern überwiegend Nadelwälder auf sandigen Böden (Flugsandgebiet); in der Nähe des Nord-Ostsee-Kanals im Kreis Rendsburg-Eckernförde wird der südöstliche Talrand von einer land- und forstwirtschaftlich genutzten Spülfläche gebildet.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines weitgehend naturnahen Talraumes mit natürlich mäandrierendem Fließgewässer und wiedervernässten, offenen bis bewaldeten Niedermoorlebensräumen im Talgrund; in den angrenzenden Gebieten Entwicklung von naturnahem Laub- und Mischwald bzw. Naturwald auf trocken-mageren Böden.
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserhaushaltes im Gesamtgebiet; Umbau der Nadelwaldbestände in naturnahe, in Teilbereichen ungenutzte Laub- und Mischwälder; besonders geeignet für die naturverträgliche Erholung
Nr. 193 Eggstedter Moor/ Holstenau-Niederung (teilweise Kreis Steinburg)
BestandNiederung der Holstenau mit Spülflächen entlang des Nord-Ostsee-Kanals, die zusammen mit dem Eggstedter Moor einen größeren Schwerpunktbereich bildet; Biotopkomplex mit großer Standortvielfalt. Der überwiegende Teil des früheren Niedermoorgebietes besteht aus Feuchtgrünland. Es ist mit verbuschten Moorparzellen und alten Torfstichen mit Schwimmpflanzen-Vegetation durchsetzt. Die Spülflächen werden von Sukzessionsflächen, Gebüschen und Fichtenforst (abgängig) geprägt. Der Nebenverbundachse der Holstenau folgend schließt im Norden das im Zentralbereich von Birken und Weiden bestandene Wildenmoor/ Ostermoor an.
EntwicklungszielWiederherstellung einer komplexen Niedermoorlandschaft mit regenerierenden Moorbereichen und ungedüngten, nicht entwässerten Feuchtwiesen in enger Verzahnung zu Sukzessionsflächen auf den Spülflächen. Das Gebiet ist besonders geeignet für die naturverträgliche Erholung.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Niederungsbereich
Nr. 194 Klev und Marschgebiete zwischen St. Michaelisdonn und Hochdonn
BestandZwischen dem Nord-Ostsee-Kanal und dem nordwestlich gelegenen ehemaligen Kliff erstreckt sich eine ausgedehnte Niederung, die in weiten Bereichen unterhalb des Meeresspiegels liegt. Ursprünglich existierten in der Niederung mehrere Seen, die mit dem Bau des Kanals und des Kudenseeschöpfwerkes entwässert wurden. Die weite Ebene wird heute als Grünland genutzt. Im Norden schließt sich bogenförmig der überwiegend mit Nadelforst, stellenweise auch mit Eichen bewaldete Klevhang an. Die Niederungsflächen an seinem Fuß werden als Grünland genutzt. Hier kommen vom Hangdruckwasser gespeiste, wasserzügige und quellige Bereiche vor. Auf den sandigen Böden oberhalb des Klevhanges wird Acker- bzw. Grünlandwirtschaft betrieben. Bei St. Michaelisdonn treten nebeneinander unterschiedlich entstandene Landschaftstypen und eine Vielzahl von Lebensraumkomplexen auf. An der Geestkante, der früheren Küstenlinie, kommen trocken-magere Biotope vor. Im Westen ist ihr die Niederung der Friedrichshöfer Au vorgelagert, in die alte Nehrungshaken (Donns mit Dünenbildungen) eingeschlossen sind. Als Biotope sind in diesen Gebieten Mager- und Borstgrasrasen kartiert worden, während in der Niederung noch artenreiche Feuchtgebüsch- und Niedermoorlebensräume vorkommen. Im angrenzenden Gebiet der alten Marsch wird überwiegend Grünlandwirtschaft betrieben.
EntwicklungszielWiederherstellung eines großräumigen naturraumtypischen Landschaftsausschnittes im Übergangsbereich von Marsch und Geest. Am Klevhang bestehen die standörtlichen Voraussetzungen, um Magerrasen, Heideflächen, halboffene magere Weidelandschaften und Gehölzbestände trocken-magerer Standorte zu entwickeln. In der in großen Teilen unter Normal Null liegenden Marsch sollen neben dem NSG „Kudensee“ vor allem weitere Flachwasserbereiche, nasse Grünländereien, Röhrichte und Feuchtgebüsche entstehen. Das vielgestaltige Gebiet bietet besonders im Bereich der Klevkante die Möglichkeit zur Entwicklung naturraumtypischer Biotopkomplexe.
MaßnahmenUmbau der Waldbestände in möglichst lichte "Heidewälder". Der Grundwasserstand der Niederungen sollte erhöht werden, um die Lebensraumverhältnisse wieder denen der ehemaligen Flachseelandschaft anzunähern.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Broklandsau oberhalb Wiemerstedt
EntwicklungszielDer Oberlauf der Broklandsau, deren angrenzende Niederungsbereiche oben bereits beschrieben sind (Schwerpunktraum 185), ist die Hauptverbundachse des gesamten Raumes. Sie wird von weiten, intensiv genutzten Feuchtgrünländereien mit einzelnen Moorrestparzellen geprägt. Besonders zwischen Süderheistedt und Wiemerstedt ist die Niederung vergleichsweise arm an naturnahen Strukturen. Für diesen Raum besteht ein relativ hoher Entwicklungsbedarf. Entlang der Broklandsau wird die Entwicklung einer breiten naturnahen Uferzone angestrebt, an den sich nicht entwässerte, ungedüngte Offenbiotope anschließen.
Broklandsau und Zuflüsse unterhalb Wiemerstedt
EntwicklungszielEntwicklung einer möglichst breiten Uferzone mit naturnahen und halbnatürlichen marschentypischen Lebensräumen wie Röhrichten, Hochstaudenfluren, Weidengebüschen und nassen Grünlandlebensräumen.
Tielenau-Niederung nordwestlich Tellingstedt
EntwicklungszielDie Hauptverbundachse der Tielenau-Niederung erstreckt sich von den Quellbereichen bei Tellingstedt bis zum Schwerpunktbereich Nr. 182. Sie wird als Feuchtgrünland genutzt und ist vergleichsweise arm an strukturgebenden Elementen. Westlich der Wasserscheide geht die Verbundachse in das Einzugsgebiet der Broklandsau über. Das Tielenautal eignet sich gut zur Entwicklung ungedüngter, nichtentwässerter, offener bis halboffener Biotope, innerhalb derer auch die Tielenau Raum zur Entwicklung ihrer natürlichen Dynamik finden kann.
Jägersburger Heide und Barlter Kleve
EntwicklungszielEntwicklung von Biotopkomplexen, in denen Heidewälder mit offenen Heideflächen und Magerrasen die Landschaft prägen; Umwandlung der Nadelwälder in lichte "Heidewälder".
Kanalspülfläche Fischerhütte
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung sekundärer naturnaher Lebensräume auf ehemaligem Moorgelände nach Erreichen des vorgesehenen Aufspülungsniveaus; im Westen Naturwaldentwicklung in Teilbereichen
Helmschenbach
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer insbesondere von extensiv genutztem nassem Grünland geprägten, kleinstrukturreichen Bachniederung. Erhaltung der vergleichsweise wenig beeinträchtigten mäanderreichen Fließgewässerstrecken; Renaturierung ausgebauter Abschnitte
Kreis Steinburg
Holsteinische Vorgeest
Schwerpunktbereiche
Nr. 53 Breitenburger Moor / Hörner-Au-Niederung
Bestand
  • Westteil des Breitenburger Moores: Großflächige Abtorfung bis zum mineralischen Untergrund noch bis in das nächste Jahrtausend. Geplant ist die Entstehung eines großen Flachwassersees. An das Abtorfungsgebiet grenzen im Westen Wasser- und Sukzessionsflächen an.
  • Nordteil (nördlich Breitenburger Kanal): Von Grünland umgebene Erlen- und Birkenbruchparzellen.
  • Südteil (Gemeinde Hohenfelde): Teilweise verwallte Moorparzellen, Wasserflächen und in Hochmoorgrünland eingelagerte Birkenbruchparzellen.
  • Ostteil (Tütigmoor): Birkenbruchflächen sowie gut erhaltene Hochmoorrestflächen mit Feuchtheide-Hochmoorbultengesellschaft.
  • Winselmoor: In zahlreiche Einzelflächen aufgesplitterter Biotopkomplex aus Birkenmoor- und Grünlandparzellen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines großräumigen noch weitgehend unzerschnittenen naturraumtypischen Landschaftsausschnittes, der von möglichst extensiv genutztem und feuchtem Moorgrünland, regenerierenden Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen und Sukzessionsflächen geprägt wird.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes in Teilbereichen durch Aufgabe der Binnenentwässerung. Verminderung der Schöpfwerksleistung soweit unter den gegebenen Rahmenbedingungen möglich; Extensivierung bzw. Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung; Wiedervernässung der Hochmoorreste; Erhaltung des weitgehend offenen Charakters.
Nr. 370 Tal der Bünzener Au
BestandLandschaftlich reizvoller, von Nadel- und Laubwald begrenzter Talraum der ausgebauten Bünzener Au; weitgehend als Grünland genutzt mit einigen eingelagerten, weitgehend degradierten Hochmoorresten.
EntwicklungszielEntwicklung eines weitgehend naturnahen Talraumes mit ungestörtem Fließgewässer, ungedüngten nassen Grünlandlebensräumen und nassen Sukzessionsflächen, wiedervernässten Hochmoorresten, Bruchwäldern sowie Naturwald oberhalb der Talkanten auf trocken-mageren Standorten.
MaßnahmenWiedervernässung der Aue; ungestörte Fließgewässerentwicklung.
Nr. 200 Stör zwischen Kellinghusen und Sarlhusen
Bestand Breiter Talraum der Stör mit Sanderflächen und Dünenbildungen; bedeutendstes Fließgewässer des Kreises und Verbundachse von landesweiter Bedeutung mit vielfältigen Standorttypen und hoher Biotopdichte; Stör oberhalb Kellinghusen begradigt und im Profil vertieft; Talraum weitgehend in Grünlandnutzung; Flächen oberhalb der Talränder als Grenzertragsstandorte in Ackernutzung; besonders nährstoffarme Standorte mit Nadelhölzern bestockt; daneben auch wertvolle Biotope wie die Heideflächen mit Zwischenmoorsenken (NSG – „Geschützte Heide bei Kellinghusen“); Hochmoorreste und Laubwälder mit Übergängen zu Eichenkratts; Sarlhusener Moor mit Heidekraut-, Pfeifengras- und Birken-Pfeifengrasstadien.
EntwicklungszielWiederherstellung einer naturnahen Auenlandschaft unter Einbeziehung der trocken-mageren Talränder; auf den Niederungsflächen Entwicklung von ungedüngten, nicht entwässerten Feuchtwiesen; teilweise Sukzession zu Röhrichten und Auwäldern; in den trockenen Talhangbereichen unbeeinflusste Waldentwicklung unter Erhaltung der noch vorhandenen Trockenrasen-, Heide- und Niederwaldbestände.
MaßnahmenFließgewässerrenaturierung; Wasserstandsanhebung im Auenbereich; Hochmoorrenaturierung (Sarlhusener Moor).
Nr. 201 Mittellauf der Stör zwischen Itzehoe und Kellinghusen mit Bramau
BestandNiederung der Stör mit eingedeichtem, natürlich mäandrierendem tidebeinflussten Fließgewässer; Polderlandschaft mit Übergängen zum Geesthang; bedeutendstes Fließgewässer des Kreises und Verbundachse von landesweiter Bedeutung; wichtiges Rast- und Überwinterungsgebiet für Enten, Gänse und Schwäne (insbesondere Grünlandflächen im Mündungsgebiet von Bramau und Hörner Au); Stör teilweise mit uferbegleitenden Röhrichtbeständen; Polder in Grünlandnutzung, zunehmend auch Feldgrasanbau.
EntwicklungszielErhaltung einer weitgehend von Grünland geprägten Auenlandschaft mit einem in Teilbereichen noch naturnahen tidebeeinflussten Fließgewässer. Wiederherstellung auentypischer naturnaher Lebensräume in Teilbereichen (Röhrichte, Bruchwald) sowie extensiv genutzter Feuchtwiesen. Deichrückverlegung soweit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen möglich.
MaßnahmenExtensivierung der Grünlandnutzung; Verminderung der Grünlandentwässerung soweit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen möglich.
Nr. 202 Standortübungsplatz Breitenburg-Nordoe auf der Münsterdorfer Geestinsel
BestandBinnendüne, teilweise auf Sanderflächen der Saale- und Weichselkaltzeit; letzte intakte Binnen-Wanderdüne Norddeutschlands im Verbund mit Sümpfen, Teichen und eingestreuten Gehölzinseln aus Birken, Kiefern und Eichen; besonders wertvoller Vegetationsbestand aus Heide-, Trockenrasen- und Dünenvegetation (viele Rote-Liste Arten); umgebende Bereiche überwiegend mit Nadelhölzern (Kiefern, Fichten) bepflanzt oder als Grünland unterschiedlicher Feuchte in Nutzung.
EntwicklungszielErhaltung der offenen trocken-mageren Lebensräume und Entwicklung der Nadelwaldbestände zu möglichst lichtem „Heidewald“.
MaßnahmenWaldumbau.
Heide-Itzehoer Geest
Schwerpunktbereiche
Nr. 203 Glasberg
BestandTypischer Ausschnitt einer mit Wald bestandenen Altmoränenlandschaft in naturnaher Ausprägung mit Trockental, Quellen, ehemaligen Huteweiden und der Glasbek, die ein vergleichsweise naturnahes Geestgewässer darstellt (Vorkommen von Flussneunauge).
EntwicklungszielWiederherstellung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes bestehend aus trocken-mageren Lebensräumen; vorrangig Entwicklung lichter Laubwälder; Wiederherstellung der Huteweiden, teils unter Einbeziehung der Waldflächen; Teilbereiche des Gebiets sind besonders geeignet für die naturverträgliche Erholung.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; Renaturierung der teilweise verrohrten Glasbek; Umbau der Nadelholzbestände bei Erhaltung alter Bestände und nachfolgend natürliche Waldentwicklung; ggf. Waldweide zur Schaffung lichter Bestände.
Nr. 204 Südostrand des Aukruges
BestandBesonders großflächiges und reich gegliedertes, weitgehend naturnahes Waldgebiet in enger Verzahnung mit angrenzenden, überwiegend als Grünland genutzten, strukturreichen Randbereichen; überwiegend mesophiler Eichen-Buchenwald mit typischer Bodenvegetation (bedeutende Orchideenvorkommen) mit eingestreuten Fichten- und Douglasienanpflanzungen; in staunassen Bereichen auch Eichen-Eschenwald und Erlen-Birkenwald; zahlreiche Quellen (toniger Untergrund), Fischteiche, naturnahe Bäche, Bachschluchten und Waldwiesen; Lebensraum des Schwarzstorches; Tongrube mit hoher Standortvielfalt und unterschiedlichen Sekundärlebensräume (Uhu-Brutplatz).
EntwicklungszielErhaltung bzw. Entwicklung von naturraumtypischen Wäldern mit fließenden, strukturreichen Übergängen zu nicht gedüngten, nicht entwässerten, vorwiegend offenen Lebensräumen. Teilbereiche des Gebiets sind besonders geeignet für die naturverträgliche Erholung.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; vorrangig Quell- und Fließgewässerrenaturierung; Umbau der Nadelwaldbestände (insbesondere der Douglasienpflanzungen) unter Erhaltung alter Bestände und nachfolgend weitgehend natürliche Waldentwicklung; Pflegenutzung der Grünlandflächen; Nutzungsaufgabe der Tongrube.
Nr. 205 Staatsforst Schierenwald
BestandGroßflächiges und geschlossenes Waldgebiet auf dem Lockstedter Sander; überwiegend Nadelforst und Nadelmischwaldbestände, daneben mesophiler Laubwald mit alten Eichen- und Buchenbeständen; Fischteiche mit ausgedehnten Verlandungsbereichen; naturnahe Bachabschnitte mit Bruchwald und Versumpfungszonen; Hochmoorrest; bedeutende Amphibienvorkommen (Erdkröte, Gras-, Springfrosch, Teich-, Berg-, Kammmolch); Nahrungshabitat für Schwarzstorch; Brutvorkommen von Uhu, Rotmilan und Schwarzspecht.
EntwicklungszielErhaltung bzw. Entwicklung von naturraumtypischen Wäldern mit naturnahen Fließgewässern, Teichen und Moorresten.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; Fließgewässerrenaturierung; Hochmoorrenaturierung; Umbau der stark forstwirtschaftlich geprägten Nadelwaldbestände bei Erhaltung alter Bestände.
Nr. 206 Waldfläche bei der Joachimsquelle
BestandKleines Waldgebiet mit angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Flächen auf Endmoräne und Sander mit großer Standortvielfalt und hohem Entwicklungspotenzial; große Reliefenergie (Dellenberg 79 Meter); südexponierte Sanderflächen; Ilex- und teilweise alter Eichen- und Buchenbestand; Bruchwald in Talsenke; sonst überwiegen Nadelforst, Grünland mit quelligen Bereichen, Ackernutzung auf Sanderflächen, Knickharfen und Fischteiche.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes aus Laubwald, nicht gedüngten, nicht entwässerten, überwiegend offen gehaltenen Grünlandbereichen sowie trocken-warmen, nährstoffarmen Lebensräumen entlang der südexponierten Hangflächen; das Gebiet eignet sich besonders für die naturverträgliche Erholung.
MaßnahmenQuell- und Fließgewässerrenaturierung; weitgehender Umbau der Nadelwälder und nachfolgend Naturwaldentwicklung durch Sukzession; Aufgabe der Ackernutzung und nachfolgend Entwicklung von Magerrasen.
Nr. 207 Mühlenbarbeker Au
Bestand Besonders schönes und naturnahes Bachtal der Mühlenbarbeker Au einschließlich der Hangbereiche und Seitentäler; naturnaher, unverbauter Bach mit Schwimmblattzone und bachbegleitendem Erlenbestand; Bachaue in Grünlandnutzung mit einzelnen kleineren Hochmoorbildungen; Entwässerung erfolgt über den hangnahen Randgraben; im Norden größere Bruchwaldzone anschließend; Teiche zum Teil mit Schwimmblattzone und Übergängen zu Schwingrasen und breiten Verlandungszonen; Talränder überwiegend mit stark abgängigen Fichtenforst bestanden; vereinzelt ältere Buchen- und Eichenbestände; Aufforstungen mit Laubmischwald.
EntwicklungszielErhaltung des naturnahen Talraumes mit Bruchwäldern, Hochmoorflächen, offenen naturnahen Auenbereichen und naturnahen Teichen.
MaßnahmenWeitgehend unbeeinflusste Waldentwicklung nach Waldumbau auf den mineralischen Standorten; auf trockenen, süd- und westexponierten Hangflächen Entwicklung von lichtem Heidewald; vorrangig Aufhebung des seitlichen Entwässerungsgrabens.
Nr. 208 Lohmühlenteich
BestandEinstaubereich des ehemaligen Mühlenteiches; großer Fischteich mit Teich- und Schwimmblattgesellschaften und dichten Röhrichtbeständen; quellige Feuchtwiese mit Niedermoorbereichen; artenreicher Erlen-Bruchwald, nördlich in Eichen-Hainbuchenwald übergehend; Naherholungsgebiet von Hohenlockstedt (Badestelle).
EntwicklungszielErhaltung des Mühlenteiches und des typisch ausgebildeten Bruchwaldes mit Übergängen zu Niedermoorbereichen; weitgehend ungestörte Entwicklung der Uferzonen.
MaßnahmenNutzungsaufgabe; Rückbau der Uferbefestigungen; Niedermoorrenaturierung (vorbehaltlich Prüfung im NSG-Rechtssetzungsverfahren).
Nr. 209 Peissener Loch
BestandDurch Auslaugung eines Salzstockes während der Eem-Warmzeit entstandener, großräumiger Senkungstrichter von besonderer geomorphologischer Bedeutung; abwechslungsreiche, unzerschnittene Niederung mit kleinflächig eingestreuten Sümpfen, Brüchen, Nieder- und Hochmoorresten; überwiegend Grünlandnutzung auf Moorboden; auf Mineralboden in den Hangbereichen auch Ackernutzung.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes, der vor allem extensiv genutzte, feuchte bis nasse offene Lebensräume im Niederungsbereich und trocken-magere offene bis halboffene Lebensräume in den Hangbereichen umfassen soll.
MaßnahmenWiederherstellung eines natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; in Teilbereichen Niedermoorrenaturierung; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität.
Nr. 210 Reher Kratt (teils Kreis Rendsburg-Eckernförde)
BestandVielfältiger, naturraumtypischer Landschaftsausschnitt mit dem Reher Kratt, einem teilabgetorftem Hochmoor im Birkenstadium, Grünland auf Niedermoor sowie Nadelwäldern und landwirtschaftlichen Nutzflächen auf besonders nährstoffarmen, mineralischen Böden; ehemals ausgedehntes Moor-Heidegebiet. Das Reher Kratt ist ein gut erhaltener Niederwald von besonderer landeskundlicher Bedeutung. Es ist Lebensraum vieler seltener und spezialisierter, gefährdeter Tier- und Pflanzenarten; bedeutendes Reptilienvorkommen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes, bestehend aus dem Reher Kratt, möglichst lichtem „Heidewald“ sowie Magerrasen und sonstigen ungedüngten halboffenen Lebensräumen auf trocken-mageren Standorten, wiedervernässten halbnatürlichen und naturnahen Niedermoorlebensräumen im Norden des Gebiets und einem wiedervernässten Hochmoor.
MaßnahmenBiotoppflege zur Erhaltung von Niederwald und Heide; Anhebung des Wasserstandes im nördlichen Niedermoorbereich; Wiedervernässung des Hochmoores; Umbau der Nadelwaldbestände zu möglichst lichten Beständen; Aufgabe der ackerbaulichen Nutzung.
Nr. 211 Niederung bei Scharfenhörn inkl. Hahnenkampmoor
BestandNaturraumtypische Niederung im Bereich der Sandergeest mit Übergängen zu flachwelligen Sanderflächen; Vielzahl entwässerter, kleinflächiger Hochmoore in unterschiedlichen Vegetationsstadien (Moorheide-, Pfeifengras- und Birkenstadium, Reste von Schwingrasen in wasserführenden Torfstichen); teilweise sind die Moorflächen mit Fichten- und Douglasien aufgeforstet; angrenzend Grünland.
EntwicklungszielEntwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes bestehend aus ungedüngten, nicht entwässerten, überwiegend offen gehaltenen Grünlandbiotopen und kleinflächigen Hochmooren im Niederungsbereich sowie trocken-warmen, nährstoffarmen Lebensräumen (Magerrasen, Heide, lichter Laubwald) auf den Sanderflächen.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; Hochmoorrenaturierung; Umbau der Nadelgehölze; Freistellung der Moorflächen; Aufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen.
Nr. 212 Waldflächen östlich Itzehoe (Gehege über der Stör, Katzenkuhle, Friedrichsholz)
BestandMarkante, durch Bachtäler gegliederte Altmoränenzüge mit der ehemaligen Kliffkante des Elbeurstromtales; artenreicher Eichen-Buchenwald mit Altholzbeständen; tief eingeschnittene Bachschluchten und naturnahe Bachläufe, die teilweise zu Fischteichen aufgestaut wurden; Abbaufläche (Koch´sche Sandgrube) mit vielfältigen, sekundären Kleinstlebensräumen (Ruderal-, Trockenrasen-, Sumpfflächen und Feuchtzonen); stark frequentiertes Naherholungsgebiet der Stadt Itzehoe.
EntwicklungszielErhaltung des naturraumtypischen Waldkomplexes und naturnahe Entwicklung der noch nutzungsgeprägten Bereiche; Sicherung der Biotopvielfalt in der Koch´schen Sandgrube; das Gebiet eignet sich besonders für die naturverträgliche Erholung.
MaßnahmenUmbau von Nadelwaldbeständen.
Nr. 213 Gebiet zwischen Puls und Reher
BestandGroßräumiges, bis auf eine Stromleitungstrasse unzerschnittenes Sandergebiet am Oberlauf der Reher und Ohlsbeker Au; besonders viele Reste typischer Geestwälder auf wechselfeuchten Standorten mit wertvollem Artenbestand, eingebettet in quelliges, strukturreiches Grünland mit Sumpfzonen und Teichen; Eichen-Hainbuchenwald, teilweise als Niederwald (Kratt) ausgebildet.
EntwicklungszielEntwicklung von strukturreichen, nicht gedüngten, nicht entwässerten Offenbiotopen; Erhaltung der standorttypischen Geestwälder und Feldgehölze.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet.
Nr. 214 Quellgebiet der Mühlenbek zwischen Puls und Warringholz (teils Kreis Rendsburg-Eckernförde)
Bestand Weiträumig Niederung im Quellgebiet der Mühlenbek mit Übergängen zu nährstoffarmen, sandigen Hangbereichen und Altmoränenkuppen. Typische Lebensräume sind ausgedehnte, teilentwässerte Niedermoorreste (Weidengebüsch, Erlen-Birkenbruch, Röhricht) sowie Teiche und Tümpel im Talgrund; Hangbereiche und Kuppen mit kleinstrukturreichem, teils quelligem Grünland, sandigen Ackerflächen und Eichen-Hainbuchenwald. Gebiet mit hoher Biotopdichte und Biotopvielfalt sowie besonderem Entwicklungspotenzial.
EntwicklungszielEntwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes, bestehend aus halbnatürlichen und naturnahen Niedermoorlebensräumen im Talgrund sowie ungedüngten halboffenen Lebensräumen bzw. unbeeinflusstem Naturwald auf vorwiegend trocken-mageren Standorten in den Hangbereichen.
MaßnahmenNiedermoorrenaturierung; Wiederherstellung eines weitgehend natürlicher Wasserregimes im Gesamtgebiet; Aufgabe intensiver land- und forstwirtschaftlicher Nutzungen.
Nr. 215 Altmoränenlandschaft am Ochsenweg zwischen Aasbüttel und Siezbüttel
BestandBesonders strukturreiche Altmoränenlandschaft mit Sander- und Niedermoorbereichen; repräsentativer Ausschnitt der für diesen Bereich der Steinburger Geestlandschaft typischen Lebensräume; mesophiler Laubmischwald, zum Teil mit Ilexbeständen, umgeben von strukturreichem, häufig quelligem Grünland; Erlenbruchwaldreste, naturnahe Bachläufe, Tümpel und Teiche teilweise mit breiten Verlandungszonen; hohe Knickdichte.
EntwicklungszielEntwicklung von ungedüngten, nicht entwässerten, strukturreichen Offenbiotopen mit eingestreuten Feldgehölzen.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet.
Nr. 216 Stauchmoränen bei Wacken
BestandStauchmoränen mit markanten Höhenzügen (Twischelberg 46 Meter, Reselithberg 62 Meter und Blocksberg 51 Meter); marine Ablagerungen (Tonschollen) im Untergrund; ehemals weiträumige Heideflächen, jetzt umfangreiche Nadelholzforste teilweise mit Heidevegetation im Unterwuchs; Teilbereich mit Heide- bzw. Feuchtheidevegetation in unterschiedlichen Degenerationsphasen bis hin zu Wiederbewaldungsstadien (Eichen, Birken); Tongruben, Fischteiche und landwirtschaftliche Nutzflächen.
EntwicklungszielErhaltung einer vielfältigen Altmoränenlandschaft mit kleinräumigem Wechsel von Waldbeständen und offenen Lebensräumen. Entwicklung von Laubwaldbeständen sowie mageren Grünland, Heide- und Trockenrasenflächen.
MaßnahmenUmbau der Nadelholzbestände; Freistellen ehemaliger Heideflächen im Wald.
Nr. 217 Waldflächen östlich von Nienbüttel
BestandBesonders strukturreiche Altmoränenlandschaft mit Sander- und Niederungsbereichen; repräsentativer Ausschnitt der für diesen Bereich der Steinburger Geestlandschaft typischen Lebensräume; artenreiche Laubmischwaldbestände, mäandrierender Bachlauf mit typischer bachbegleitender Vegetation; Umgebung überwiegend in Grünlandnutzung.
EntwicklungszielErhaltung der Waldbestände und Entwicklung von ungedüngten, nicht entwässerten, strukturreichen Offenbiotopen auf den umgebenden Flächen.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet.
Nr. 218 Wald bei Kaisborstel
BestandAltmoräne mit Niederungsgebiet der Stegau; größere Bestände von naturnahen Laubmischwäldern mit typischem, artenreichen Unterwuchs; Eichen-Hainbuchenwald, Eschenmischwald zum Teil mit Orchideenvorkommen, Erlenbrüche und Sümpfe im Bereich der Fließgewässer; Grünlandnutzung in den Randbereichen.
EntwicklungszielErhaltung der Waldbestände und Entwicklung von ungedüngten, nicht entwässerten, strukturreichen Offenbiotopen auf den umgebenden Flächen.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet.
Nr. 193 Eggstedter Moor/ Holstenau Niederung (teilweise Kreis Dithmarschen)
BestandNiederung der Holstenau mit Spülflächen entlang des Nord-Ostsee-Kanals, die zusammen mit dem Eggstedter Moor einen größeren Schwerpunktbereich bildet; Biotopkomplex mit großer Standortvielfalt. Der überwiegende Teil des früheren Niedermoorgebietes besteht aus Feuchtgrünland. Es ist mit verbuschten Moorparzellen und alten Torfstichen mit Schwimmpflanzen-Vegetation durchsetzt. Die Spülflächen werden von Sukzessionsflächen, Gebüschen und Fichtenforst (abgängig) geprägt. Der Nebenverbundachse der Holstenau folgend, schließt im Norden das im Zentralbereich von Birken und Weiden bestandene Wildenmoor/ Ostermoor an.
EntwicklungszielWiederherstellung einer komplexen Niedermoorlandschaft mit regenerierenden Moorbereichen und ungedüngten, nicht entwässerten Feuchtwiesen in enger Verzahnung zu Sukzessionsflächen auf den Spülflächen; das Gebiet ist besonders geeignet für die naturverträgliche Erholung.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Niederungsbereich; Pflegenutzung bzw. Sukzession in Teilbereichen.
Nr. 330 Ehemaliges Heidegebiet an der Osterfahrbek/Iselbek
BestandVon besonderer Nährstoffarmut geprägter, vielfältiger Landschaftsausschnitt am Zusammenfluss von Osterfahrbek und Iselbek mit Fließgewässern, Niedermoorgrünland, Großseggenrieden, Hochstaudenfluren, Eichenniederwäldern, sonstigen Laub- und Laub-/ Nadelmischwäldern auf trocken-mageren Standorten sowie landwirtschaftlich genutzten Bereichen auf mageren Sandböden; ehemals ausgedehntes Heidegebiet.
EntwicklungszielEntwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes bestehend aus naturnahen Fließgewässern, wiedervernässten offenen bis bewaldeten Niedermoorlebensräumen im Talgrund sowie möglichst lichtem Laubwald bzw. ungedüngten halboffenen Grasfluren an den Talrändern und in der Umgebung auf sandigen Böden.
MaßnahmenUngestörte Fließgewässerentwicklung; Anhebung des Wasserstandes im Auenbereich.
Nr. 608 Wälder und Teiche bei Waldhütten (teils Kreis RD)
BestandStark kuppiges Stauch-Endmoränengebiet der Hohen Geest mit ausgedehnten Laub-Nadelmischwäldern auf vorwiegend nährstoffarmen Standorten.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes aus unbeeinflußtem Naturwald, möglichst lichtem "Heidewald" sowie kleineren eingelagerten, offenen Heideflächen.
MaßnahmenWaldumbau im Bereich von Nadelwaldbeständen; in Teilbereichen Aufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung; Biotoppflege zur Entwicklung lichter Waldbestände bzw. offener Heideflächen.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Talraum der Rantzau
EntwicklungszielWiederherstellung eines wenig beeinflussten Fließgewässersystemes mit nicht gedüngten, nicht entwässerten, überwiegend offengehaltenen Auenbereichen und unbeeinflusster Waldentwicklung entlang der Talränder; Umbau von Fichtenbeständen.
Holsteinische Elbmarschen und Elbvorland
Schwerpunktbereiche
Nr. 219 Vorland von St. Margarethen
BestandLetztes größeres Deichvorland unter Tideeinfluss im salzwasserbeeinflussten Elbästuar; international bedeutsamer Rastplatz für Zwergschwäne; Rast- und Brutplatz für Watvögel, Enten und Gänse; besonders vielfältiger und naturraumtypischer Biotopkomplex aus Watten, Flutmulden, Prielen, Röhrichten, Weidengebüsch, Stillgewässer, Feuchtgrünland und Sukzessionsflächen; überwiegend Grünlandnutzung (zumeist Mähgrünland).
EntwicklungszielSchaffung eines Biotopkomplexes aus Tideröhrichten und Offenbiotopen unter Aufrechterhaltung bzw. Verstärkung der dynamischen Prozesse.
MaßnahmenNutzungsaufgabe; Biotoppflege in Teilbereichen.
Nr. 220 Störmündung und Deichvorland Blomesche Wildnis
BestandEingedeichter Unterlauf der noch vergleichsweise naturnahen, tidebeeinflussten Stör einschließlich der großteils außendeichs gelegenen, teils feuchten Grünländereien; südlich der Störmündung naturnahes, tidebeeinflusstes Deichvorland der Elbe mit naturraumtypischem Biotopkomplex bestehend aus Flachwasser- und Wattzonen, Binsen-, Schilf- und Grünlandflächen; wichtiger Nahrungsraum für Wat- und Wasservögel.
EntwicklungszielUnterlauf der Stör bis Sperrwerk: Erhaltung und Entwicklung möglichst extensiv genutzter nasser Grünlandlebensräume; Erhaltung des dichten Grabennetzes; Beibehaltung des Salzwassereinflusses; „Blomesche Wildnis“: Erhaltung des noch weitgehend naturnahen Wattengebietes.
MaßnahmenExtensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung.
Nr. 221 Rhinplate und Elbufer südlich von Glückstadt
BestandBesonders schutzwürdige, unter Brackwassereinfluss stehende Flussuferlandschaft mit Elbinsel und Deichvorland; durch Schlick- und Sandaufspülungen Ende der 70er Jahre erheblich vergrößert; bedeutsamer Nahrungsraum für Wat- und Wasservögel; ausgedehnter naturraumtypischer Lebensraum mit Flachwasserbereichen, weitgehend naturnahen Süß- und Brackwasserwatten, Tideröhrichten, Hochstaudenrieden, Weichholzauen und sandigen Trockenrasen; Gebiet bis auf Jagd, Fischerei und kleinflächige Reetmahd ungenutzt.
EntwicklungszielErhaltung des charakteristischen Zustandes unter Aufrechterhaltung der natürlichen Dynamik.
MaßnahmenSiehe Maßnahmen zur Umsetzung der FFH-Erhaltungsziele.
Nr. 69 Elbinsel Pagensand
BestandDurch Sand- und Schlickaufspülung vergrößerte, überwiegend im Kreis Pinneberg liegende Elbinsel; großflächiger naturraumtypischer Biotopkomplex aus Flachwasserbereichen, Süßwasserwatten, Stränden, Röhrichten und Hochstaudenrieden (mit Tideschmiele und Tidefenchel), Feuchtwiesen, Magerrasen, Dünen und Tide-Auwald; teilweise Grünlandnutzung.
EntwicklungszielErhaltung der charakteristischen natürlichen und sekundären Lebensräume unter Aufrechterhaltung und Verstärkung der dynamischen Prozesse.
MaßnahmenVollständige Nutzungsaufgabe.
Nr. 222 Krückau Marsch mit Deichvorland der Elbe
BestandEinzigartige, noch von Prielen durchzogene Flussmarsch mit Feuchtgrünland und Obstbaumkulturen; Deichvorland mit Stränden, Tideröhrichten und Weichholzauen; Grünlandnutzung und Obstbaumkulturen in der Flussmarsch.
EntwicklungszielEntwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes mit nicht gedüngten, nicht entwässerten Offenbiotopen und Auwäldern mit hohen Wasserständen unter Tideeinfluss.
MaßnahmenNutzungsaufgabe; Herstellung hoher Wasserstände.
Nr. 223 Brake bei Landscheide
BestandEinziges größeres, natürlich entstandenes Stillgewässer in der Elbmarsch des Kreises Steinburg mit ausgedehnten Verlandungszonen und Röhrichtgesellschaften, umgeben von Niedermoorflächen in Grünlandnutzung; nördlich angrenzend abgetorfte Hochmoorflächen.
EntwicklungszielErhaltung des Stillgewässers mit Verlandungszonen und Entwicklung ausgedehnter ungedüngter, nicht entwässerter Offenbiotope.
MaßnahmenVernässung der Grünlandflächen und Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 224 Vaaler Moor (Großes Moor, Nuttelner Moor, Herrenmoor)
Bestand Ausgedehnte, großteils unter NN liegende Niederung mit weitgehend entwässerten Hoch- und Niedermooren sowie Trockenstandorten am Geesthang; in Kanalnähe von Spülfeldern überformt; großflächiger, weitgehend unzerschnittener Raum mit hoher Biotopdichte und guten Entwicklungsmöglichkeiten; Mosaik verschiedenster Biotope bestehend aus isolierten Hochmoorresten in unterschiedlichen Degradationsstadien (Moorheide, Birken-, Pfeifengrasstadium), Röhrichten, Feuchtgrünland verschiedener Nutzungsintensitäten (von Streuwiesen bis hin zu Intensivgrünland), Sukzessionsflächen auf den Spülfeldern und Sandheiden im Bereich der Geestkante;erhebliche Sackungsprozesse aufgrund landwirtschaftlicher Nutzung.
EntwicklungszielWiederherstellung einer komplexen Hochmoor- und Niedermoorlandschaft mit naturnahen Moorbereichen und ungedüngten, nicht entwässerten Feuchtwiesen sowie Sandheiden an der Geestkante.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; Hochmoorrenaturierung im Bereich des Herrenmoores.
Nr. 225 Kremper Moor
BestandVollständig abgebautes, ehemaliges Hochmoor; besonders bedeutsam wegen der großen Biotopdichte und der guten Entwicklungsmöglichkeiten am Rande der stark überformten und intensiv genutzten Wilster Marsch; enge Verzahnung von zahlreichen, aus Torfstichen hervorgegangenen Wasserflächen mit Schwimmblattzonen, Röhrichten, Bruchwald und angrenzenden feuchten Grünländereien; Beeinträchtigungen durch Grünlandnutzung und intensiven Angelbetrieb.
EntwicklungszielEntwicklung des Gebiets zu einer unbeeinflussten Teichlandschaft mit ausgedehnten Röhricht- und Bruchwaldzonen und kleinflächigen ungedüngten Offenbiotopen.
MaßnahmenAufgabe des Angelbetriebes.
Nr. 226 Unterlauf der Stör unterhalb Itzehoe
BestandWeiträumig eingedeichtes Flussbett der Stör mit Flussauen; bedeutendstes Fließgewässer des Kreises und Verbundachse von landesweiter Bedeutung; typischer, natürlich mäandrierender und tidebeeinflusster Niederungsfluss mit geringem Gefälle; Außendeichsflächen relativ hoch aufgeschlickt und mit Ausnahme der Entwässerungsgräben dem Tideeinfluss weitgehend entzogen; bedeutsames Rast- und Überwinterungsgebiet für Wat - und Wasservögel; vereinzelt flussbegleitende Röhrichtzonen; in den Flussauen überwiegend Grünlandnutzung verschiedener Intensitätsstufen; im mündungsnahen Bereich auch zunehmend Ackernutzung.
EntwicklungszielEntwicklung eines zwar bedeichten, ansonsten aber möglichst wenig beeinflussten Fließgewässers mit nicht entwässerten, nicht gedüngten Offenbiotopen, Röhrichten und Bruchwaldzonen mit hohen Wasserständen unter Tideeinfluss zwischen den Deichen.
MaßnahmenHerstellung höherer Flutwasserstände; Aufgabe der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Deichvorland der Elbe mit Flachwasserzonen
EntwicklungszielAußendeichs verlaufendes, zum Teil durch Buhnen geschütztes Elbeufer mit Flachwasserzonen; großteils bei Hochwasser überflutet; Deichfuß durch Betonverbundpflaster und Steinschüttungen gesichert; Sände teilweise mit Brackröhrichten auf Flusswatt, Strandsimsen, Binsen- und Schilfröhrichten; Vorland im deichnahen Bereich beweidet, ansonsten Deichsicherungsmaßnahmen; Verbundachse von überregionaler Bedeutung; Ziel ist die Erhaltung des gegenwärtigen Zustandes.
Aebtissinwisch
EntwicklungszielSchaffung eines Biotopkomplexes aus verschiedenen trockenen und feuchten Lebensräumen durch Erhaltung des Hochmoorrestes, Wiedervernässung des Grünlandes und ungestörte Sukzession auf den Spülflächen.
Uferbereiche des NOK
EntwicklungszielEntwicklung standort- und naturraumtypischen, naturnaher und halbnatürlicher Lebensräume.
Kreis Pinneberg
Holsteinische Vorgeest
Schwerpunktbereiche
Nr. 53 Breitenburger Moor/ Hörner-Au-Niederung (überwiegend Kreis Steinburg)
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Nr. 53 Kreis Steinburg
Nr. 54 Offenseth-Bokelseeser Moor (teilweise im Kreis Steinburg)
BestandTeilbereich eines Hochmoores, vorwiegend im Birkenstadium, mit Kontakt zur Offenauniederung, die hier einige schutzbedürftige Feuchtwälder und Feuchtwiesen aufweist; am Westrand des Moores überwiegend extensiv genutztes Grünland auf weitgehend mineralisiertem Moorboden.
EntwicklungszielRenaturierung eines Teilbereiches des ehemaligen Hochmoores und Entwicklung eines Biotopkomplexes aus Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen durch Einbeziehung eines strukturreichen Niederungsabschnittes der Offenau; am Westrand Entwicklung einer hydrologischen Schutzzone mit möglichst nassen Sukzessionsflächen oder halboffenen nassen Weideflächen.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität im Niederungsbereich und am Westrand des Gebietes.
Westrand des Kaltenkirchener Sanders
Schwerpunktbereiche
Nr. 55 Niederung und Kiesabbaugebiet östlich Bokel
Bestand Nährstoffarme, flach eingesenkte Abflussrinne des Kaltenkirchener Sanders; Teilbereiche mit Moorböden großteils als Grünland genutzt; im Ostteil Grünlandbrache bzw. extensive Grünlandnutzung; als Initialgebiet ist der Rest eines früheren Zwischenmoores erhalten.
EntwicklungszielNeuentwicklung einer halboffenen Heide-Moorlandschaft mit Übergängen von nassen Zwischenmoor- zu trockenen Heidelebensräumen; Fließgewässerrenaturierung.
MaßnahmenAufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes
Nr. 56 Heidegebiet „Heeder Tannen/ Langelner Heide“
BestandIm Osten nährstoffarmes, weitgehend als Grünland genutztes, kleinstrukturreiches Sandergebiet mit besonderer Standortvielfalt; westlich angrenzend Waldgebiet mit zahlreichen offenen bis bewaldeten -trocken-mageren Lebensräumen, teils auf Binnendünen.
EntwicklungszielEntwicklung einer vielfältigen Heidelandschaft als repräsentativer Ausschnitt der früheren „Langelner Heide“ mit Übergängen von offenen bis halboffenen, nassen bis trocken Heidelebensräumen im Osten zu lichten „Heidewäldern“ im Westen.
MaßnahmenAufgabe intensiver land- und forstwirtschaftlicher Nutzungen; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; Schaffung lichter Waldbestände insbesondere im Bereich von Binnendünen.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Höllenbekniederung
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung; Erhaltung und Entwicklung einer sehr kleinräumig durch Knicks gegliederten Aue; Entwicklung feuchter bis nasser, am Oberlauf auch trocken-magerer, ungedüngter Grünlandlebensräume und kleinflächiger naturnaher Auenbiotope
Heide-Waldgebiet bei Heidkaten
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung offener bis licht bewaldeter trocken-magerer Lebensräume auf kleinräumig wechselnden feucht- bis trocken-mageren Standorten
Krückau-Niederung
Schwerpunktbereich
BestandNaturnaher Abschnitt der Krückauniederung mit mäandrierendem Bach und vielfältigen Fließgewässer- und Auen typischen Strukturen und Biotopen. Bachökosystem von landesweit herausragender Bedeutung.
EntwicklungszielErhaltung des naturnahen Talraumes und Entwicklung eines naturraumtypischen Bachauen-Waldkomplexes im Bereich „Heeder Tannen".
MaßnahmenAufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen an den Talrändern.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Krückau zwischen Heede und Mündung
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung zwischen Heede und Elmshorn; Erhaltung und Entwicklung naturbetonter auentypischer Lebensräume im gesamten Verlauf.
Gebiet zwischen Liether Moor und Vielmoor
Schwerpunktbereiche
Nr. 65 Vielmoor
Bestand In zahlreiche Einzelflächen zerstückeltes, degeneriertes Hochmoor mit dazwischenliegendem, teils extensiv genutztem Moorgrünland.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes aus Birkenbruch und Heidemoor unter Einbeziehung des derzeitigen Moorgrünlandes.
MaßnahmenAufgabe landwirtschaftlicher Nutzungen; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 61 Bredenmoor
BestandZahlreiche, von Moorgrünland durchsetzte Birkenmoor-Parzellen als Überreste eines ehemaligen Hochmoores.
EntwicklungszielZusammenführung der isolierten Moorflächen zu einer wiedervernässbaren, den ehemaligen Moorkörper umfassenden Flächeneinheit mit anschließender Entwicklung von Sekundärbiotopen insbesondere vom Zwischen- und Niedermoortyp.
MaßnahmenAufgabe landwirtschaftlicher Nutzungen; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 60 Hammoor
BestandEhemaliges Hochmoor mit vielfältiger Sekundärvegetation, eingebettet in eine strukturreiche, teilweise extensiv genutzte Grünlandniederung.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung sekundärer naturnaher Hochmoorlebensräume; Einbeziehung des heutigen Moorgrünlandes vor allem im östlichen Kontaktbereich als extensiv genutzte hydrologische Schutzzone.
MaßnahmenAufgabe landwirtschaftlicher Nutzungen; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 59 Ekholter Moor
BestandDegeneriertes, von Moorgrünland umgebenes Resthochmoor; Zentralbereiche im Heidestadium.
EntwicklungszielZusammenfassung der Hochmoorreste zu einer regenerierbaren Moorfläche unter Einbeziehung des umgebenden Grünlandes; Entwicklung unterschiedlicher Sekundärbiotope vom Hochmoor- und Niedermoortyp
MaßnahmenAufgabe landwirtschaftlicher Nutzungen; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 58 Esinger Moorlandschaft/ Liether Moor
BestandSehr vielfältige Kulturlandschaft ursprünglichen Charakters; zahlreiche Hochmoorreste im Wechsel mit teils großflächigen Feuchtwiesen, darunter ausgedehnte Kleinseggenwiesen; im Süden Übergang zu trockenen Standorten eines Flugsandgebietes.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vielfältigen, naturraumtypischen Biotopkomplexes.
MaßnahmenAufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; gegebenenfalls Pflegenutzung in Teilbereichen zur Erhaltung der halbnatürlichen Niedermoorlebensräume (Kleinseggenwiesen); Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; besonders geeignet als Naturerlebnisraum.
Pinnau- und Bilsbekniederung
Schwerpunktbereiche
Nr. 67 Gronautal mit Randbereichen
BestandNaturnaher Abschnitt des Gronautales mit naturnahem Bach, Erlen-Eschen-Wäldern und nassen Hochstaudenrieden. Eingeschlossen sind ein Hochmoorrest, Binnendünen mit Niederwald und ein Eschenmischwald. Einer der letzten naturnahen Fließgewässerabschnitte des Kreisgebietes.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Talraumes; Fließgewässerrenaturierung; räumliche Anbindung an die Pinnauniederung im Westen.
MaßnahmenAufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; gegebenenfalls Pflegenutzung in Teilbereichen zur Erhaltung der halbnatürlichen Niedermoorlebensräume; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; Randbereiche als Naturerlebnisraum geeignet.
Nr. 64 Himmelmoor und obere Bilsbekniederung
BestandEhemals ausgedehntes atlantisches Hochmoor; derzeit großteils in Abtorfung; Randbereiche teils Grünland, teils regenerierend mit hochmoortypischer Pflanzen- und Tierwelt. Im direkten Kontakt liegen einige größere naturnahe Waldbestände und die vergleichsweise extensiv genutzte Niederung der Bilsbek.
EntwicklungszielRenaturierung der früheren Moorfläche; Einbeziehung der Randbereiche als extensiv genutzte hydrologische Schutzzone. An der Bilsbek Entwicklung einer naturnahen, offenen bis halboffenen Niederung mit ausgedehnten Überschwemmungsflächen und Nasswiesen; im Zusammenhang mit dem Himmelmoor, Hohenmoor und Borsteler Wohld Aufbau eines komplexen Landschaftsausschnittes mit Wald-, Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen; Fließgewässerrenaturierung; Pflegenutzung in Teilbereichen zur Erhaltung und Entwicklung nasser Grünlandlebensräume; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
MaßnahmenAufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen in den Moorrandbereichen; Renaturierungsmaßnahmen im abgetorften Zentralbereich des Moores; Aufhebung von Entwässerungseinrichtungen.
Nr. 62 Kummerfelder Gehege
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 2224-391 „Himmelmoor, Kummerfelder Gehege und angrenzende Flächen“.
Nr. 63 Hohenmoor
BestandDegeneriertes Hochmoor mit einigen stark entwässerten Hochmoorresten (vorwiegend im Birkenstadium) und umgebenden landwirtschaftlich genutzten Flächen; in Teilbereichen mit hochmoortypischen Bult-Schlenken-Komplexen und Zwischenmoorflächen.
EntwicklungszielRenaturierung des ehemaligen Moorkörpers; Erhaltung und Entwicklung sekundärer Hochmoor- , Zwischenmoor- und Niedermoorlebensräume sowie von Sukzessionsflächen.
MaßnahmenAufgabe landwirtschaftlicher Nutzungen; Aufhebung von Entwässerungseinrichtungen.
Nr. 66 Pinnauniederung/ Wulfsmühle
BestandBesonders vielfältiger Abschnitt der Pinnauniederung mit teils extensiver Grünlandnutzung und Feuchtwaldresten; Hangbereiche mit naturnahen Laubwäldern auf sandigen bis lehmigen Böden.
EntwicklungszielEntwicklung eines vielfältigen Talraum-Biotopkomplexes bestehend aus sehr extensiv genutzten nassen Grünlandlebensräumen und großflächigen Überschwemmungsbereichen mit naturnahen Auenlebensräumen sowie unbeeinflussten Wäldern und halboffenen Sukzessionsbereichen an den Hängen; Fließgewässerrenaturierung; Rückbau der Pinnaudeiche in Teilbereichen.
MaßnahmenAufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen; gegebenenfalls Pflegenutzung in Teilbereichen zur Erhaltung und Entwicklung nasser Grünlandlebensräume; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; besonders geeignet als Naturerlebnisraum.
Nr. 74 Pinnau zwischen Pinneberg und Uetersen
BestandAusgedehnte, noch als vielfältige Kulturlandschaft erhaltene Niederung mit großteils extensiv genutzten Feuchtwiesen und zahlreichen niederungstypischen naturnahen Kleinstrukturen.
EntwicklungszielEntwicklung eines vielfältigen Niederungs-Biotopkomplexes aus extensiv bis ungenutzten Niedermoorlebensräumen, ausgedehnten Überschwemmungsbereichen und sonstigen Sukzessionsflächen; Erhaltung des weitgehend offenen Charakters; Waldbildung in den Randbereichen (Übergangszonen); Fließgewässerrenaturierung.
MaßnahmenAufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen; ggf. Pflegenutzung in Teilbereichen zur Erhaltung und Entwicklung halbnatürlichen Niedermoorlebensräume; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; besonders geeignet als Naturerlebnisraum.
Nr. 611 Staatsforst Rantzau östlich Tornesch
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 2224-305
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Pinnau- und Gronauniederung oberhalb Pinneberg
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung nasser Grünland- und naturnaher Auenlebensräume; Fließgewässerrenaturierung
Pinnau unterhalb Uetersen
EntwicklungszielMöglichst weitgehende Nutzungsextensivierung zwischen den Deichen und binnendeichs angrenzend (auf der gewässerabgewandten Deichseite) Entwicklung naturnaher Feuchtbiotope.
Bilsbekniederung
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung nasser Grünland- und naturnaher Auenlebensräume; Fließgewässerrenaturierung.
Hamburger Rand
Schwerpunktbereiche
Nr. 68 Holmmoor
Bestand Größerer zusammenhängender Rest-Hochmoorkomplex überwiegend im Birkenstadium; zahlreiche Torfstiche mit Schwingrasenbildung; eines der letzten naturnahen Hochmoore im Naturraum Hamburger Ring.
EntwicklungszielRenaturierung eines atlantischen Hochmoores.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes
Nr. 77 Niederung der Beck bei Winzeldorf
BestandReich strukturierte Grünlandniederung, teils extensiv genutzt mit naturnahem Laubwald; Übergänge zu trocken-mageren Standorten.
EntwicklungszielEntwicklung eines Wald-Offenland-Biotopkomplexes mit unterschiedlichen naturbetonten Lebensräumen auf nährstoffreich-nassen bis trocken-mageren Standorten; Fließgewässerrenaturierung; Entwicklung naturnaher Uferbereiche.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 78 Ostermoor/ Mühlenau-Niederung
BestandKomplexer Abschnitt der Mühlenauniederung mit Hochmoorresten, trocken-mageren Lebensräumen und kleineren Laubwaldbeständen im Wechsel mit Grünland.
EntwicklungszielEntwicklung eines repräsentativen Biotopkomplexes der Geest, bestehend aus Hochmoor-, Wald-, Heide- und Feuchtgrünlandbiotopen; Fließgewässerrenaturierung.
MaßnahmenAufgabe intensiver land- und forstwirtschaftlicher Nutzungen
Nr. 76 Düpenau-Niederung
BestandNiederungsabschnitt der Düpenau mit mäandrierendem Bach, Feuchtgrünland und naturnahen Ufergehölzen; im Ostteil gut ausgebildeter Eschenmischwald.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation bei weitergehender Nutzungsextensivierung.
MaßnahmenAufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen.
Geest zwischen Appen, Heist und Wedel
Schwerpunktbereiche
Nr. 73 Tävsmoor/Aue-Niederung
BestandVergleichsweise extensiv genutzte, nährstoffarme Niederung zwischen Appen und der westlichen Geestkante; landschaftsästhetisch bemerkenswertes Gebiet mit allen wesentlichen Elementen einer vielfältigen Kulturlandschaft unter Einschluss eines besonders schutzwürdigen, teilabgetorften Hochmoores.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes, bestehend aus einem regenerierenden Hochmoor, naturnahen und halbnatürlichen nassen Niederungslebensräumen sowie offenen bis halboffenen, trocken-mageren Lebensräumen am südlichen Talrand; Fließgewässerrenaturierung.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Tävsmoor und im angrenzenden Niederungsbereich; Aufgabe intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen.
Nr. 72 Holmer Sandberge
BestandBinnendünengebiet von überregionaler Bedeutung mit zahlreichen offenen bis bewaldeten, ungenutzten bis extensiv genutzten Biotoptypen eines Binnendünenkomplexes.
EntwicklungszielEntwicklung des Gesamtgebietes zu einer vielfältigen, ungenutzten bis sehr extensiv genutzten, halboffenen „Heidelandschaft“ (überwiegend auf Binnendünen) mit hohem Anteil an lichten Laubwaldbeständen auf trocken-mageren Böden.
MaßnahmenUmbau naturferner Nadelwaldbestände in möglichst lichte Laubwälder.
Nr. 75 Buttermoor/ Butterbargsmoor
BestandEhemaliges Hochmoor mit vielfältigen Regenerations- und Entwicklungsstadien vom Niedermoor, Zwischenmoor-, Hochmoor- und Heidemoortyp; Artenvorkommen von landesweiter Bedeutung.
EntwicklungszielEntwicklung des Gesamtgebietes zu einem vielfältigen Biotopkomplex aus Hochmoorresten und verschiedenen naturnahen Sekundärbiotopen.
MaßnahmenEinstellung von Entwässerungsmaßnahmen und Nutzungen
Elbmarsch
Schwerpunktbereiche
Nr. 69 Elbinsel Pagensand
Bestand Durch Sand- und Schlickaufspülung vergrößerte, überwiegend im Kreis Pinneberg liegende Elbinsel; großflächiger naturraumtypischer Biotopkomplex aus Flachwasserbereichen, Süßwasserwatten, Stränden, Röhrichten und Hochstaudenrieden (mit Tideschmiele und Tidefenchel), Feuchtwiesen, Magerrasen, Dünen und Tide-Auwald; teilweise Grünlandnutzung.
EntwicklungszielErhaltung der charakteristischen natürlichen und sekundären Lebensräume unter Aufrechterhaltung und Verstärkung der dynamischen Prozesse.
MaßnahmenVollständige Nutzungsaufgabe.
Nr. 70 Eschschallen
BestandSüßwasser-Tidebereich am Elbufer; großteils mit Schilfröhricht und artenreichem Hochstaudenried. Das tideabhängige Brackwasserröhricht ist einer der letzten Reste der ursprünglichen Elbufervegetation mit einer spezialisierten Pflanzen- und Tierwelt.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation
MaßnahmenRücknahme von Entwässerungsmaßnahmen und nachfolgend natürliche Sukzession bzw. Pflegenutzung.
Nr. 71 Haseldorfer/Wedeler Marsch
BestandAußen- und binnendeichs gelegener Bereich der Elbmarsch mit zahlreichen natürlichen und naturnahen Lebensräumen der Flussmarschen; Gebiet von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung vor allem als Rast- und Überwinterungsgebiet für gefährdete Vogelarten; landesweit bedeutsames Vorkommen der Schachblume.
EntwicklungszielNatürliche Entwicklung des Außendeichgebietes; binnendeichs Erhaltung und Entwicklung einer extensiv genutzten, weiträumigen Wiesenlandschaft mit Übergängen zu Sukzessionsflächen bei möglichst hohen Wasserständen.
MaßnahmenVerstärkung des Tideeinflusses.
Nr. 79 Neßsand
BestandElbinsel mit natürlichem Auwald; kleiner Teilbereich eines großteils auf Hamburger Gebiet liegenden NSG.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation.
Kreis Segeberg
Holsteinische Vorgeest
Schwerpunktbereiche
Nr. 135 Tensfelder/Muggesfelder Moor-Niederung
BestandBreite Niederung mit zahlreichen von Grünland umgebenen Moorresten, die sich überwiegend im Birkenstadium befinden; im Westen großes, ehemaliges Torfabbaugebiet; im Osten Muggesfelder See mit schmalem Verlandungsgürtel.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Nieder- und Hochmoorkomplexes mit angrenzenden großflächigen Sukzessionsbereichen und extensiv genutztem nassen Grünland sowie Erhaltung eines Sees mit ausgedehnten naturnahen Uferbereichen.
MaßnahmenRenaturierung der Tensfelder Au; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Nutzungsaufgabe in Teilbereichen.
Nr. 137 Braaker Holz
BestandBuchen-Eichenwald, zum Teil in naturnahem Zustand.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen, in Teilbereichen unbeeinflussten Laubwaldes.
MaßnahmenReduzierung, in Teilbereichen Aufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung; Umbau vorhandener Nadelholzbestände in möglichst lichten Laubwald.
Nr. 138 Kiebitzholmer Moor-Niederung
BestandNiederungslandschaft mit hohem Anteil an Moorresten (meist im Birkenstadium); hoher Strukturreichtum durch kleinere Heidelebensräume, Knicks, Brachen, Weidegrünland und kleine, von Birken geprägte Wälder.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer vielfältigen Niederungslandschaft mit naturbelassenen Moorbereichen, extensiv genutzten Grünländereien unterschiedlicher Feuchtestufen sowie Sukzessionsflächen.
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Anhebung des Wasserstandes.
Nr. 139 Wald bei Großenaspe
Bestand Naturraumtypische Stieleichen-Birken- und Buchen-Eichenwälder mit Übergängen zum Erlen-Birkenwald; angrenzend Grünlandbereiche, die zum Teil noch gut ausgeprägte Knickstrukturen aufweisen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Laubwaldkomplexes mit reichstrukturierten Waldrändern und fließenden Übergängen zu extensiv genutzten, strukturreichen Grünlandflächen.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Sukzession in Teilbereichen.
Nr. 140 Faule Trave und Brandsau-Niederung
BestandDie von nassem Grünland geprägte Talniederung der Faulen Trave ist durch einzelne Großseggenriede und Staudenfluren sowie schmale Gehölzstreifen gegliedert. Die umgebenden Hänge sind meist mit bodensauren Eichenwäldern bestockt. Im Norden dominieren Magergrasfluren und kleine Heidereste, die teilweise von lichten Birken- und Eichenbeständen überstellt sind. In der Brandsau-Niederung findet sich teilweise extensiv genutztes Grünland. Ein kleines Zwischenmoor und verschiedene kleine Magerbiotope (Magerrasen, Heideflächen, Binnendünen) sowie angrenzende intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen und Aufforstungen prägen den östlichen Teil.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes mit fließenden Übergängen zwischen lichten Magerrasen-Heidelebensräumen, halboffenen Niedermoorlebensräumen und unbeeinflusstem Fließgewässer.
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Vermeidung großflächiger Aufforstungen; Umwandlung von Acker in Grünland; behutsamer Umbau der vorhandenen Waldbestände in naturraumtypische Laubwälder; in Teilbereichen unbeeinflusste Waldentwicklung.
Nr. 143 Hohenhorst Bewerloh-Moor und Umgebung
BestandZwischen Wiemersdorfer Au und Fuhlenbek gelegene Niederung mit dem Resthochmoor des Beverlohmoores, überwiegend intensiv genutzten Grünlandbereichen und dem vielgestaltigen, von Birken und Eichen geprägten Waldgebiet Hohenhorst.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer vielfältigen Niederungslandschaft mit fließenden Übergängen zwischen extensiv genutztem nassen Grünland, nassen Sukzessionsbereichen, Hochmoorlebensräumen und unbeeinflusstem Laubwald.
MaßnahmenHochmoorrenaturierung; Extensivierung der Grünlandnutzung; Aufgabe der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung in Teilbereichen; Wasserstandsanhebung.
Nr. 144 Halloher- und Stellbrookmoor mit Osterau und Umgebung
BestandGeomorphologisch deutlich ausgeprägter Talraum mit der naturnahen Osterau, Röhrichten und Feuchtwiesen; angrenzend Moor-Heidegebiet mit Moorflächen in unterschiedlicher Entwicklungsstadien und einzelnen naturnahen Laubwäldern. In der Umgebung finden sich innerhalb der überwiegend intensiv landwirtschaftlich genutzten Bereiche weitere kleinere Bestände der genannten Biotoptypen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer großflächigen naturraumtypischen Heide-Moor-Landschaft mit natürlichem Fließgewässer und angrenzenden naturnahen Laubwäldern.
MaßnahmenUmwandlung von Acker in Grünland, Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität.
Nr. 149 Hülsenwald bei Hagen und Umgebung
BestandNaturnaher Wald mit kleinräumigem Wechsel zwischen feuchten Eschen- und trockeneren Hainbuchen-Buchenbeständen; im Norden angrenzend Weidegrünland.
EntwicklungszielEntwicklung eines unbeeinflussten Laubwaldes mit reichstrukturiertem Waldmantel in enger räumlicher Verzahnung mit extensiv genutztem Grünland.
MaßnahmenVerringerung der forstwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Umbau der randlichen Fichtenbestände in Laubwald; Extensivierung der Grünlandnutzung.
Nr. 150 Roddenmoore und Wälder des Halloh-Berges
BestandTypischer Biotopkomplex der Geest im Bereich nährstoffarmer trockener bis nasser Standorte mit aufgelassenen Kiesgruben, Binnendünen, Magerrasen, Heideflächen und Wäldern. Eingestreut liegen Kleingewässer, Niedermoor- und Hochmoorreste und vor allem im Nordteil größere Brachflächen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer naturraumtypischen halboffenen Magerrasen-Heidelandschaft in enger Verzahnung zu lichten Wäldern und eingelagerten unberührten Moorflächen.
MaßnahmenUmbau der Nadelwald- in Laubwaldbestände; in Teilbereichen unbeeinflusste Naturwaldentwicklung; Hochmoorrenaturierung.
Nr. 151 Osterau zwischen Bimöhlen und Bad Bramstedt
BestandTalraum der naturnah ausgeprägten Osterau mit begleitendem Erlensaum; angrenzend teils intensiv, teils extensiv genutztes Grünland unterschiedlicher Feuchtestufen mit eingestreuten Hochstaudenfluren, Seggenrieden und Röhrichten.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines natürlichen Fließgewässers und angrenzender ungenutzter und extensiv genutzter Grünlandlebensräume; im Bereich der morphologisch deutlich ausgeprägten Talhänge Entwicklung trocken-magerer Lebensräume im Wechsel mit Laubgehölzen.
MaßnahmenExtensivierung der Grünlandnutzung, in Teilbereichen Nutzungsaufgabe; Vermeidung weiterer baulicher Maßnahmen oder sonstiger Nutzungsintensivierungen.
Nr. 152 Hasenmoor
Bestand Großer, weitgehend abgetorfter Hochmoorrest mit vielfältiger Binnenstruktur (verschiedene Vegetationsstadie, Torfbänke und Wasserflächen); in der umgebenden Niederung meist intensiv genutztes Grünland und Ackerflächen. Auf dem markant ansteigenden Hang des Langloh-Berges stockt ein Birken-Kiefernwald.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines komplexen unbeeinflussten Hochmoorlebensraumes mit umgebenden extensiv genutzten Feuchtgrünländereien und nassen Sukzessionsflächen.
MaßnahmenHochmoorrenaturierung; Umwandlung von Acker in Grünland; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; in Teilbereichen Aufgabe der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung.
Nr. 153 Fahrenkruger Moor
BestandReste eines entwässerten Hochmoorkomplexes, überwiegend im Birkenstadium. Die zersplittert gelegenen Moorparzellen sind von vergleichsweise extensiv genutzten Grünländereien umgeben.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer komplexen Hochmoor-Niedermoorlandschaft mit überwiegend naturnahen bzw. sich natürlich weiterentwickelnden Biotopen sowie in geringerem Umfang extensiv genutzten, feuchten bis nassen Grünlandbereichen.
MaßnahmenHochmoorrenaturierung; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; ungestörte Sukzession in Teilbereichen.
Nr. 156 Moorniederung am Hahneneck (Holmer Moor)
BestandÜberwiegend von Birken geprägte Reste des ehemals großflächigen Holmer Moores, umgeben von intensiv, teilweise auch vergleichsweise extensiv genutztem Grünland.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Hochmoorkomplexes mit umgebenden Sukzessionsflächen und extensiv genutzten, nassen Grünlandbereichen.
MaßnahmenWiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität, in Teilbereichen Nutzungsaufgabe.
Nr. 157 Barker Heide und Umgebung
BestandNaturraumtypisches Binnendünengebiet am Südrand des Segeberger Forstes mit vergleichsweise großflächigen, feuchten bis trockenen Heidelebensräumen, Kiefern-Laubmischwald sowie mehreren kleinen Heidemooren, die zum Teil von größeren Ackerflächen umgeben sind; südlich angrenzend Grünländereien unterschiedlicher Nutzungsintensität. In den höher gelegenen Bereichen finden sich viele kleine, oft linienförmige Heide- und Pionier-Sandtrockenrasenelemente.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer naturraumtypischen Binnendünenlandschaft mit Magerrasen- und Heidelebensräumen in enger Verzahnung mit lichten Wäldern und angrenzenden extensiv genutzten, nassen Grünlandlebensräumen.
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität im Grünlandbereich, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Umwandlung der Ackerflächen in Grünland bzw. Entwicklung von Sukzessionsflächen; Umbau reiner Nadelwaldbestände in möglichst lichte Bestände mit hohem Laubholzanteil.
Nr. 162 Geestlandschaft nordöstlich Lentföhrden
BestandIm Nordteil von zahlreichen Moorresten geprägte Geestlandschaft. Die vorherrschenden sandigen Böden (zum Teil Binnendünen) sind in erheblichem Umfang mit Nadelwald bestockt. Eingestreut finden sich linienhafte und kleinflächige Magerrasen- und Heidereste, aber auch intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen. Im Süden, in den Niederungen der Schmalfelder Au, Ohlau und Mühlenau, überwiegt intensiv bewirtschaftetes Grünland.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines großflächigen naturraumtypischen Biotopkomplexes mit naturnahen Heide- und Moorlebensräumen im Norden sowie naturnahen Fließgewässern und halboffenen nassen Grünlandlebensräumen im Süden.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Niederungsbereich; Fließgewässerrenaturierung; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität und Erhöhung des Sukzessionsflächenanteils im Grünlandbereich; Hochmoorrenaturierung; Umbau der Nadelwaldbestände in naturraumtypische Laubwälder.
Nr. 167 Holmer Moorniederung und Bruchwiese
BestandWeitgehend in Grünland umgewandeltes ehemaliges Hochmoor mit Resten eines Birkenmoorwaldes und Pfeifengrasbeständen; in den Randbereichen überwiegend intensiv genutzte Grünlandbereiche.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer komplexen Moorlandschaft, die überwiegend von naturnahen Lebensräumen geprägt wird; in den Randbereichen enge Verzahnung mit extensiv genutzten, nassen Grünlandbereichen.
MaßnahmenWasserstandsanhebung; Sukzession; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität in den Randbereichen.
Nr. 613 Wittenborner Heide
Bestand/ Entwicklungsziel/ Maßnahmen Siehe Informationen zu EU-Vogelschutzgebiet 2026-401 „Barker und Wittenborner Heide“.
Nr. 614Buchholz im Segeberger Forst
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 2026-305 „Altwaldbestände im Segeberger Forst“.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Hardebek-Brokenlander Au
EntwicklungszielUnterhalb von Flotthof Fließgewässerrenaturierung einschließlich naturnaher Entwicklung der Aue und ihrer Randbereiche; oberhalb von Flotthof naturnahe Umgestaltung des Baches und der Randbereiche.
Bramau, Schmalfelder Au und Ohlau
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung und naturnahe Entwicklung des Talraumes einschließlich der Gehölzbereiche an den Talrändern; oberhalb der A 7 naturnahe Umgestaltung des Gewässers und Entwicklung naturnaher Randbereiche.
Osterau oberhalb Bimöhlen und Rothenmühlenau
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung und naturnahe Entwicklung des Talraumes einschließlich der Gehölzbereiche der Talränder an der Osterau, der unteren Rothenmühlenau und der Radesforder Au; an der oberen Rothenmühlenau naturnahe Umgestaltung des Gewässers und Entwicklung naturnaher Randbereiche.
Brandsautal östlich der A21
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung und naturnahe Entwicklung des Talraumes einschließlich der Talhänge mit Magerrasen und Hangwäldern.
Blunkerbach und ViehmoorRenaturierung des Baches und naturnahe Entwicklung der waldbereiche sowie großflächige Wiedervernässung in den Niedermoorbereichen.
Barmstedt-Kisdorfer Geest und Hamburger Ring
Schwerpunktbereiche
Nr. 165 Grotmoor und Umgebung
BestandVielfältig strukturierte, teilabgetorfte Randbereiche des ehemaligen Grotmoores mit den typischen Hochmoordegenerations- und –Regenerationsstadien einschließlich strukturreicher Torfstichtümpel; im Osten kleinflächige Reste ehemaliger Heidevegetation; im großflächigen, abgetorften Zentrum überwiegend intensiv genutztes Grünland.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines sekundären Hochmoor-Moorgrünland-Komplexes, der im Zentrum halboffene Grünland- und Heidelebensräume und in den Randbereichen regenerierende Hochmoorlebensräume und lichte Wälder umfasst.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Gesamtgebiet; Vermeidung von Aufforstungen; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Aufgabe der Grünlandnutzung in Teilbereichen.
Nr. 166 Nützener Heide
BestandRestfläche des ehemals großflächigen Hockenseemoores. Typisch sind meist kleinflächig ausgebildete Pfeifengras-Degenerationsstadien oder auch kleine Heidekrautbestände, die von überwiegend extensiv genutztem Weidegrünland auf teilweise feuchten bis nassen Standorten umgeben sind.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Heide-Moor-Komplexes und Entwicklung von extensiv genutztem nassen Grünland, nassen Sukzessionsflächen und lichten Wäldern.
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Vermeidung weiterer Aufforstungen; Wasserstandsanhebung.
Nr. 619 Kaltenkirchener Heide
Bestand/ Entwick-lungsziel/ Maß-nahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 2125-334.
Nr. 168 Birkenmoor bei Groß-Niendorf
BestandFlache Geländesenke, die von feuchtem Birken-Erlenwald, Seggenrieden und Sumpfstaudenfluren sowie von Moorheiden und von zum Teil regenerierender Hochmoorvegetation eingenommenen wird.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Moorkomplexes mit angrenzenden Sukzessionsflächen und extensiv genutzten Grünlandbereichen.
MaßnahmenDurchführung gezielter Pflegemaßnahmen zur Entwicklung von Hochmoorvegetation und Moorheiden in Teilbereichen.
Nr. 169 Kisdorfer Wohld
BestandGeomorphologisch markante Altmoränen- und Jungmoränenlandschaft mit hohem Anteil an naturnahen Laubmischwäldern und großem Strukturreichtum in den landwirtschaftlich genutzten Bereichen; sehr unterschiedliche Ausprägungen der Waldtypen aufgrund der verschiedenen, kleinräumig wechselnden Standortbedingungen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung naturnaher Laubwälder mit strukturreichen Waldrändern, eingebettet in eine durch Knicks, Sukzessionsflächen, Feldgehölze und andere Kleinstrukturen reich gegliederte Grünland-Acker-Landschaft.
MaßnahmenExtensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; naturnahe Waldbewirtschaftung mit hohem Anteil an nicht genutzten Bereichen.
Nr. 170 Itzstedter See und obere Rönne-Niederung
Bestand Deutlich ausgeprägter, an den Talkanten von Reddern begrenzter und von vergleichsweise extensiv genutztem Grünland eingenommener Talraum der naturnahen oberen Rönne und des Itzstedter Sees. Im Norden und Süden sind kleine Restmoore erhalten.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines landschaftlich reizvollen Talraumes mit offenen bis halboffenen nassen Grünlandlebensräumen, naturnahem See und Fließgewässer.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes in der Aue.
Nr. 171 Waldgebiet Endern und Umgebung
BestandGroßes zusammenhängendes Nadel-Laubmischwaldgebiet auf geomorphologisch und standörtlich reich strukturierten Grundmoränen, durchflossen von der Bredenbek. Am Ostrand sind teils extensiv genutzte angrenzende landwirtschaftliche Nutzflächen sowie kleine Buchen-Eschen- und Stauden-Eschen-Gehölze in das Gebiet einbezogen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines reich strukturierten naturnahen Laub-Mischwaldgebietes mit hohem Anteil an ungenutzten Bereichen. Am Ostrand Entwicklung halboffener, vielgestaltiger Waldrandformationen im Übergang zu extensiv genutzten Grünlandlebensräumen.
MaßnahmenNaturnahe Waldbewirtschaftung; unbeeinflusste Waldentwicklung in Teilbereichen; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität.
Nr. 172 Nienwohlder Moor und angrenzende Niederungsbereiche (siehe auch Nr. 2 Kreis Stormarn)
BestandNördlicher Teil des großflächigen atlantischen Hochmoores „Nienwohlder Moor” an der Oberalster. Nördlich vorgelagert liegen in der teilweise extensiv genutzten weiten Moorgrünlandniederung einige größere Restmoore.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines großflächigen naturnahen Hochmoorkomplexes, umgeben von ausgedehnten, extensiv genutzten Feuchtgrünländereien mit eingelagerten Kleinmooren und Sukzessionsflächen.
MaßnahmenHochmoorrenaturierung; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Erhöhung des Sukzessionsflächenanteils.
Nr. 20 Kameslandschaft Sülfelder Tannen
BestandAbwechslungsreiche, glazialgeologisch bedeutsame Landschaft (Kames) mit hohem Grünlandanteil und hoher Knickdichte auf kleinräumig wechselnden Standorten. Eingeschlossen ist ein Moorbirken-Stieleichenwald auf trockenen bis wechselfeuchten Standorten (FFH-Gebiet 2227-356).
EntwicklungszielEntwicklung eines vielfältigen Landschaftsausschnittes mit hohem Anteil an naturraumtypischen naturnahen Biotopen.
MaßnahmenExtensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung
Nr. 174 Tralauer Holz bei Alvesloe
BestandReich strukturierter, feuchter Buchen-Eschen-Mischwald auf leicht abfallendem Gelände südlich der Pinnau.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Laub-Mischwaldes mit breiten strukturreichen Waldrändern.
MaßnahmenNaturnahe Waldbewirtschaftung, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Aufhebung der derzeitigen Binnenentwässerung.
Nr. 175 Oberalsterniederung bis Wakendorfer Moor
BestandAusgedehnte, in weiten Teilen ursprünglich anmutende Niederung, durchflossen von der naturnahen Oberalster, mit zahlreichen, zum Teil größeren Moorflächen sowie vergleichsweise extensiv genutzten Grünländereien.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Fließgewässerökosystems und einer strukturreichen, von naturnahen und halbnatürlichen Auenlebensräumen geprägten Niederungslandschaft.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes und Verringerung der Binnenentwässerung; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen.
Nr. 15 Wittmoor
BestandWeitgehend abgetorftes Hochmoor mit nur kleinflächigen Regenerationskomplexen und zahlreichen Moorgewässern. Es überwiegen Birkenmoorwälder und Pfeifengrasbestände, umgeben von Grünlandflächen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung sekundärer naturnaher Hochmoorlebensräume und Entwicklung einer ungenutzten hydrologischen Schutzzone.
MaßnahmenHochmoorrenaturierung; Nutzungsaufgabe in den landwirtschaftlich genutzten Randbereichen.
Nr. 176 Glasmoor und Umgebung
Bestand Großer Hochmoorkomplex mit gut erhaltenem Zentralbereich, der ein vielfältiges Lebensraummosaik aufweist. Eingeschlossen sind die intensiv land- und forstwirtschaftlich genutzten Randbereiche.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Hochmoorkomplexes; in den Randbereichen Entwicklung einer vielfältigen halboffenen Landschaft mit extensiv genutzten Grünlandlebensräumen, Sukzessionsflächen und lichten Wäldern.
MaßnahmenHochmoorrenaturierung; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität in den Randbereichen; Umbau reiner Nadelwaldbestände in lichte Laub-Mischwälder.
Nr. 177 Ohmoor und angrenzende Gebiete
BestandRest eines ehemals großen Hochmoores mit Glockenheide- und Sandheideflächen und regenerierenden Torfstichen. Im Norden grenzen teilweise stark durch waldbauliche Maßnahmen geprägte Waldflächen mit Moorbirken-Brüchen, Eichen-Birken-Eschen-Mischwäldern und bodensaurem Eichen-Birkenwald an. Nördlich der Rugenwedelsau findet sich in Teilbereichen extensiv genutztes Grünland.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes mit fließenden Übergängen zwischen sekundären naturnahen Hochmoorlebensräumen, unterschiedlichen Waldformationen, extensiv genutzten Grünlandflächen und Sukzessionsflächen.
MaßnahmenHochmoorrenaturierung; Extensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung, teils Nutzungsaufgabe; unbeeinflusste Waldentwicklung; Vermeidung weiterer Aufforstungen.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Höllenbekniederung
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung; Erhaltung und Entwicklung einer sehr kleinräumig gegliederten Aue; Entwicklung feuchter bis nasser, am Oberlauf auch trocken-magerer, ungedüngter Grünlandlebensräume und kleinflächiger naturnaher Auenbiotope.
Heide-Waldgebiet bei Heidkaten
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung offener bis licht bewaldeter Heide-Lebensräume auf kleinräumig wechselnden feucht- bis trocken-mageren Standorten.
Rönne
EntwicklungszielNaturnahe Umgestaltung des Gewässers und Entwicklung naturnaher Randbereiche.
Norderbeste
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung einschließlich Entwicklung einer naturnahen Aue, vielfältig strukturierter Talränder und Niedermoorrenaturierung am Oberlauf.
Schirnau
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung und Vernässung angrenzender Niedermoorbereiche
Oberlauf der Pinnau und Zuflüsse
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung; Entwicklung naturnaher Uferbereiche sowie naturnaher Niedermoore und nasser Grünlandlebensräume.
Nördliches Ostholsteinisches Hügelland
Schwerpunktbereiche
Nr. 130 Bornhöveder Seen (großteils Kreis Plön)
BestandSeenkette am Oberlauf der Alten Schwentine (Kührener Au). Naturnahe und abwechslungsreiche Uferbereiche des Bornhöveder Sees, des Schmalensees und des Belauer See sowie des benachbarten, langgestreckten Talraumes um den Fuhlensee mit Hangwäldern. Typische Lebensräume sind verschiedene Verlandungsgesellschaften wie Röhrichtsäume, Erlen-Eschenbestände, Erlenbrüche, und artenreiche Feuchtwiesen, verschiedene Typen von Moränenbuchenwäldern und Quellen. Der Talraum der Alten Schwentine wird großteils von artenarmem Grünland eingenommen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Seen- und Niederungskomplexes in enger Verzahnung mit Wäldern der angrenzenden Moränenhänge; Renaturierung der Kührener Au; Entwicklung ungedüngter offener bis halboffener Lebensräume und unbeeinflusster Wälder.
MaßnahmenRenaturierung der Kührener Au; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen.
Nr. 131 Landschaft zwischen Stocksee und Plöner See
Bestand Nährstoffreicher See mit naturnaher Verlandungszone aus Röhrichten, Sumpf- und Bruchwäldern. Im Osten angrenzend, unter dem Seespiegel des Plöner Sees gelegen, geschöpfte Niederung der unteren Tensfelder Au/ Scheider Au mit randlichen Erlenbrüchen und einem Hochmoor (Bredenbecker Moor); zwischen Stocksee und Tensfelder Au liegt ein Gebiet mit kleinräumigem Wechsel von trockenen bewaldeten oder als Grünland genutzten Kuppen und feuchten Senken; sehr abwechslungsreiches Gebiet mit hohem Entwicklungspotenzial. Typische Lebensräume sind Moränenbuchenwälder, Steilhangwälder, Stauden-Eschenwälder, Erlenbrüche, Birkenbrüche, Hochmoore, eutrophe Weiher, Bäche, Röhrichte und artenreiche Feuchtwiesen.
EntwicklungszielErhaltung eines landschaftlich reizvollen Seen-Wald-Niederungskomplexes mit ausgedehnten naturnahen Verlandungsbereichen in enger Verzahnung mit Wäldern, extensiv genutzten, teilweise ungenutzten Niederungsbereichen und naturnahem Fließgewässer; Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts in der Niederung der Tensfelder Au sowie in sonstigen Senken; Nutzungsaufgabe in den Hangwäldern und zumindest in Teilen des Waldes bei Hornsmühlen; Entwicklung von abwechselungsreichen, ungedüngten offenen bzw. halboffenen Lebensräumen im Randbereich des Stocksees; Hoch- und Niedermoorrenaturierung.
MaßnahmenRenaturierung der Tensfelder Au; Einstellung des Schöpfwerkbetriebes; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität.
Nr. 132 Kembser See - Thranbruch-Niederung
BestandKleiner See mit typisch ausgebildeter Verlandungszone (im Westteil), umgeben von teilweise extensiv genutztem Grünland und im Südosten angrenzenden, großflächigen Weidengebüschen. Kerngebiet der Thranbruch-Niederung. Nach Westen schließt eine schmale, von Grünland eingenommene Bachniederung an. An den hier ansteigenden Hängen finden sich Laubgehölze und Laubwälder.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vielfältigen Biotopkomplexes bestehend aus dem Kembser See mit großflächigen Verlandungsbereichen, extensiv genutzten nassen Grünlandlebensräumen, Sukzessionsflächen sowie einem naturnahen Fließgewässer.
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Biotoppflegemaßnahmen im Grünlandbereich; Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Verringerung der Binnenentwässerung; Fließgewässerrenaturierung.
Nr. 133 Seedorfer See und Umgebung
BestandBiotopkomplex mit dem Seedorfer See, der ausgedehnte Röhrichtzonen aufweist, angrenzenden Laubwäldern auf feuchten bis mittelfeuchten Standorten und einer teilweise extensiv genutzten Grünlandniederung (Kuhlenbrook). Die höher gelegenen Hangbereiche werden vor allem ackerbaulich genutzt. Im Norden finden sich auch Laubwälder, teilweise mit hohem Nadelholzanteil.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Biotopkomplexes, der den naturnahen Seedorfer See, seine Verlandungszone mit Bruchwald, nassem Grünland und Sukzessionsflächen sowie die Hangbereiche mit naturnahen Wäldern oder extensiv genutztem Grünland auf mittelfeuchten Standorten umfasst.
MaßnahmenUmbau der Nadelholzbestände in Laubwald; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität und teilweise Einstellung der Grünlandnutzung im Niederungsbereich; Umwandlung der ackerbaulich genutzten Hangbereiche in extensiv genutztes Grünland.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Seedorfer Kanal
EntwicklungszielHerstellung einer naturnahen Verbindung zwischen dem Seedorfer See und dem Stocksee durch Entwicklung einer strukturreichen halboffenen Weidefläche und regenerierende Niedermoorflächen.
Liethmoor, Thranbruchsau und Niederung nördlich Glasauer Ziegelei
EntwicklungszielWiedervernässung der Moorbereiche und Entwicklung naturnaher Waldflächen mit ungenutzten Bereichen.
Obere Trave und Glasau
EntwicklungszielRegeneration des Baches und naturnahe Entwicklung des Talraumes.
Südliches Ostholsteinisches Hügelland
Schwerpunktbereiche im Seengebiet der Oberen Trave
Nr. 134 Heidmoor-Niederung und Umgebung
BestandGroßflächige Niederung am Rande der Trave mit größeren Moorflächen und ausgedehnten extensiv genutzten Grünländereien (vor allem im Bereich des NSG „Heidmoor”). Im höher gelegenen Westteil finden sich einige Laubwälder, die von intensiv genutztem Grünland umgeben sind. Im Osten verläuft die stark begradigte Trave. Hier wird das zum Ahrensböker Endmoränengebiet deutlich ansteigende Gelände von Grünland, Äckern und einem kleineren Nadel-Laub-Mischwald eingenommen, an dessen Südrand ein naturnaher Bach verläuft.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines besonders vielfältigen Abschnittes der Traveniederung mit naturnahen Fließgewässern, Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen, großflächigen Sukzessionsbereichen und extensiv genutzten, feuchten bis nassen Grünländereien sowie naturnahen Wäldern in den Randlagen.
MaßnahmenWeitere Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; naturnahe Waldwirtschaft; Aufgabe der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung in Teilbereichen; Renaturierung der Trave; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet.
Nr. 136 Wald westlich Travenhorst
BestandDeutlich forstwirtschaftlich geprägter Laub-Nadel-Mischwald. Im Nordteil verläuft ein naturnaher Bach mit zahlreichen Quellbereichen und artenreichem Eschenwald.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Buchen-Eschenwald-Komplexes und Erhaltung eines naturnahen Fließgewässers und seiner vielfältigen Quellbereiche.
MaßnahmenVerringerung der forstwirtschaftlichen Nutzungsintensität, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Umbau der Nadelholzbestände.
Nr. 141 Südlicher Wardersee und angrenzende Niederungen
BestandSee mit überwiegend schmalem und lückenhaft ausgebildetem Röhrichtsaum; am Nordwestufer breiter Saum von Bruch- und Sumpfwäldern unterschiedlicher Ausprägung; nur im Süden großflächiger Verlandungsbereich mit großflächigen Röhrichten, Weidengebüschen und Erlenbruch; angrenzend vergleichsweise extensiv genutzte Feuchtgrünlandniederung; im Nordosten weite Grünland- und Ackerniederung mit kleineren Waldflächen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Sees mit naturnahen Seeuferzonen und angrenzenden offenen, extensiv genutzten nassen Grünlandbereichen sowie größeren Sukzessionsflächen und naturnahen Wäldern.
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Umwandlung der Ackerflächen in Grünland; Nutzungsaufgabe vor allem in den Randbereichen; Renaturierung der Zuflüsse; Verringerung der Binnenentwässerung.
Nr. 145 Ihlsee und Ihlwald
Bestand Oligotropher See mit angrenzendem Bruchwald; Vorkommen stark gefährdeter und für die mitteleuropäische Vegetation einzigartig vergesellschafteter Pflanzenarten.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vergleichsweise wenig beeinträchtigten, oligotrophen Sees mit natürlichen Uferzonen und angrenzendem naturnahen Bruchwald.
MaßnahmenVermeidung von Baumaßnahmen im Uferbereich; Einstellung der Entwässerung des Bruchwaldes.
Nr. 146 Großer Segeberger See und Stipsdorfer Erdfall-Landschaft
BestandOstteil des Großen Segeberger Sees mit typischer naturnaher Verlandungszone, die von der Schwimmblattzone über Röhrichte bis hin zu Bruch- und Sumpfwäldern reicht. Im Osten grenzt das geomorphologisch markante und kleinstrukturreiche Erdfallgebiet Stipsdorf mit der ehemaligen Gipsgrube Stipsdorf an, das überwiegend intensiv landwirtschaftlich genutzt wird.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes mit dem Segeberger See, seinen naturnahen Verlandungsbereichen und einer halboffenen Weidelandschaft im Bereich der geologisch bedeutsamen Erdfalllandschaft.
MaßnahmenBiotopentwicklungsmaßnahmen nach dem Konzept der halboffenen Weidelandschaft im Bereich der Erdfalllandschaft; Lenkung der Erholungsnutzung; Vermeidung weiterer Bebauung; besonders geeignet als Naturerlebnisraum.
Nr. 154 Kopfbuchenwald bei Schieren
BestandVielfältiges kleineres Waldgebiet mit unterschiedlichen Waldgesellschaften und Waldnutzungsformen (unter anderem Niederwald, Schneitelnutzung) umgeben von Ackerflächen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Laubwald-Komplexes mit strukturreichen Waldrändern und angrenzenden extensiv genutzten Grünlandlebensräumen.
MaßnahmenAufrechterhaltung traditioneller Waldnutzungsformen bzw. Aufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung in Teilbereichen; Aufbau vielgestaltiger Waldränder; Umwandlung der Ackerflächen in Grünland.
Nr. 163 Mözener See und Leezener Au-Niederung
BestandGeomorphologisch markanter Talraum der Leezener Au mit dem Mözener See. Der See weist einen schmalen Röhrichtsaum auf und ist von steilen, großteils von Buchenwäldern bestandenen Moränenhängen umgeben. Die Niederung der Leezener Au wird von ausgedehnten, teils quelligen Feuchtgrünländereien eingenommen. Eingestreut liegen ungenutzte quellnasse Parzellen sowie bewaldete Sandkuppen. Die Niederung ist durch zahlreiche Feldgehölze gegliedert. Die steil ansteigenden Talhänge sind bewaldet.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines großflächigen naturraumtypischen Biotopkomplexes mit dem Mözener See, naturnahem Fließgewässer, unbeeinflussten naturnahen Niedermoorlebensräumen und offenen bis halboffenen extensiv genutzten nassen Grünlandbereichen sowie naturnahen Laubwäldern an den Talhängen.
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 164 Tal der mittleren Trave südlich Bad Segeberg
BestandBreiter, geomorphologisch deutlich ausgeprägter Talraum der mittleren Trave, der im Wesentlichen von Grünland eingenommen wird; in feuchteren Bereichen von Hochstaudenfluren, Seggenrieden und Röhrichten durchsetzt.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines unbeeinflussten Fließgewässers in enger Verzahnung zu ungenutzten naturnahen Auenlebensräumen, extensiv genutzten nassen Grünlandlebensräumen und halboffenen bis bewaldeten Talhängen.
MaßnahmenWasserstandsanhebung; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Umwandlung von Ackerflächen in Grünland bzw. in Sukzessionsflächen.
Nr. 178 Trave bei Bad Segeberg
BestandTalraum der in diesem Bereich naturnah erhaltenen Trave, der überwiegend von Mäh- und Weidegrünland eingenommen wird und von Hochstaudenfluren und Röhrichten durchsetzt ist. An den Talhängen stockt auf häufig quelligen Standorten ein naturnaher, artenreicher Laubmischwald.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer naturnahen Talniederung mit unbeeinflusstem Fließgewässer, flächenhaften Sukzessionsbereichen und extensiv genutzten nassen Grünlandlebensräumen; an den Hängen Erhaltung überwiegend ungenutzter naturnaher Laubmischwälder.
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität, Nutzungsaufgabe in größeren Teilbereichen.
Schwerpunktbereiche im Ahrensböker Endmoränengebiet
Nr. 142 Der Köhlen
BestandTeil eines größeren zusammenhängenden Buchenwaldgebietes mit besonderer Bestandsstruktur und Standortvielfalt. In das geomorphologisch kleinräumig gegliederte Gelände sind verschiedene Waldtypen feuchter bis nasser Standorte eingestreut. Die Umgebung wird vergleichsweise intensiv landwirtschaftlich, in Teilbereichen ackerbaulich genutzt. Auf Gebiet des Kreises Ostholstein grenzt im Westen eine feuchte Grünlandniederung mit einem größeren ungenutzten Niedermoor an den Wald an. Hier finden sich unter anderem Weidengebüsche und Hochstaudenfluren.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines besonders vielfältigen naturnahen Waldkomplexes mit eingelagerten extensiv genutzten Grünlandbereichen und strukturreichen, breiten Waldrändern.
MaßnahmenNaturnahe Waldbewirtschaftung, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 147 Wald bei Eilsdorf
BestandGeomorphologisch stark gegliedertes, von Buchenwald unterschiedlicher Ausprägung eingenommenes Waldgebiet mit naturnahem Waldbach. Der Wald ist überwiegend von strukturarmen, ackerbaulich genutzten Flächen umgeben.
EntwicklungszielEntwicklung eines strukturreichen Laubwald-Grünland-Biotopkomplexes mit möglichst naturverträglichen land- und forstwirtschaftlichen Nutzungsformen und fließenden Übergängen zwischen den verschiedenen Biotoptypen.
MaßnahmenNaturnahe Waldbewirtschaftung, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Umwandlung der Ackerflächen in extensiv genutztes Grünland.
Nr. 148 Wulfsfelder Moor
BestandReste eines struktur- und artenreichen Wald-Gebüsch-Komplexes auf moorigen und sumpfigen Standorten, umgeben von Laubwald auf feuchten Standorten.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen artenreichen Wald-Gebüsch-Komplexes auf feuchten bis nassen Standorten.
MaßnahmenSukzession; Anhebung des Wasserstandes.
Nr. 155 Wälder und Bachschlucht „Rösing“ bei Neukoppel
BestandVielfältiger Laubwald im Bereich einer großen Bachschlucht; teilweise durch ehemalige Niederwaldnutzung geprägt mit unterschiedlichen Waldformationen, die vom Buchen-Eichen-Wald bis zum Erlenbruchwald reichen. Die Umgebung wird überwiegend von Äckern eingenommen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines Biotopkomplexes mit naturnahem Laubwald, halboffenen, extensiv genutzten Grünlandlebensräumen und einer Bachschlucht.
MaßnahmenNaturnahe Waldbewirtschaftung, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Umwandlung von Ackerflächen in Grünland mit nachfolgender extensiver Nutzung.
Nr. 158 Hainholz
BestandStrukturreicher Buchenwald mit bachbegleitenden Sumpfwäldern und eingelagerten Erlenbrüchen sowie zahlreichen Kleingewässern; angrenzend landwirtschaftliche Nutzflächen (meist Grünland).
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Wald-Biotopkomplexes mit angrenzenden extensiv genutzten, strukturreichen Grünlandlebensräumen.
MaßnahmenNaturnahe Waldbewirtschaftung, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Umwandlung der größeren Nadelholzbestände in Laubwald; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität.
Nr. 159 Geschendorfer Moor
BestandAus extensiv genutztem Grünland hervorgegangener vielfältiger Biotopkomplex, der von Hochstaudenfluren, Niedermoorvegetation und Weidengebüschen sowie von naturfernen und naturnahen Gehölzen geprägt wird.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Niedermoor-Wald-Komplexes in enger räumlicher Verzahnung zu extensiv genutzten nassen Grünlandflächen.
MaßnahmenUnbeeinflusste Entwicklung der Gehölzbestände; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität.
Nr. 160 Wald bei Söhren (ehemals „An der Steinbek“)
BestandBreite Bachschlucht mit naturnahem Bach und naturnahem, teilweise auwaldartigem Laubwald. In den höher gelegenen Hangbereichen schließt ein strukturreicher Edellaubholz-Mischwald an.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung naturnaher Laubwaldbestände und einer naturnahen, bewaldeten Bachschlucht; siehe auch Informationen zu FFH 2028-352
MaßnahmenIm Bereich der Bachschlucht Aufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung.
Nr. 161 Bauernwald bei Stubben
Bestand Mittelwaldartig genutzter Bauernwald mit teilweise artenreichem Waldmantel; im Nordosten angrenzend Grünland- und Ackerflächen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Laubwaldes (zum Teil mit traditionellen Waldnutzungsformen) mit strukturreichen Waldrändern und angrenzenden extensiv genutzten Grünlandflächen.
MaßnahmenVermeidung von Aufforstungen; naturnahe Waldbewirtschaftung; in Teilbereichen Beibehaltung der traditionellen Waldnutzungsformen; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung im südlichen Ostholsteinischen Hügelland
Tal der Tensfelder Au
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung und Wiederherstellung einer vielfältigen naturnahen Aue mit ungenutzten Waldflächen und regenerierenden Niedermoorflächen sowie strukturreichen halboffenen Weideflächen.
Travetal oberhalb Groß Rönnau und Garbecker Au ( mit Nehmser See, Blunker See, Warder See)
EntwicklungszielHerstellung einer vielfältigen Verbundachse durch Fließgewässerrenaturierung und Entwicklung einer naturnahen Au im Bereich der Trave und der Garbecker Au sowie Entwicklung möglichst großflächiger ungenutzter Areale in den Waldbereichen; Niedermoorrenaturierung in den Randbereichen der Seen und Entwicklung vielfältiger halboffener Weideflächen in den geomorphologisch markanten Moränengebieten.
Mözener Au
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung und naturnahe Entwicklung der Aue und der Talränder.
Neversdorfer See und Blocksberg
EntwicklungszielErhaltung bzw. Entwicklung naturnaher Seeufer und Renaturierung des Seeablaufbereiches; um den Blocksberg; Entwicklung einer strukturreichen halboffenen Weidelandschaft.
Durchbruchstäler nördlich Fredesdorf
EntwicklungszielEntwicklung einer reich strukturierten Verbindungsachse mit Elementen ungenutzter Wälder, natürlicher Bäche, kleinstrukturreicher halboffener Weideflächen sowie naturnaher Teiche. Wichtige Verbundachse zwischen Trave- und Bramausystem.
Kreis Stormarn
Südliches Ostholsteinisches Hügelland
Seengebiet der oberen Trave
Schwerpunktbereiche
Nr. 3 Grabauer See
BestandAusgedehnter Stauteich mit Seecharakter; intakte Uferzone mit Bruchwaldbereichen, Feuchtgrünlandflächen und naturnahem Hangwald.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation.
Nr. 4 Travetal oberhalb Bad Oldesloe
BestandBreiter Talraum einschließlich angrenzender Moränenhänge und Bachschluchten mit hohem Anteil an unterschiedlichen Niederungsbiotopen.
EntwicklungszielEntwicklung eines großräumigen Biotopkomplexes mit der Talsohle der naturnahen Trave als Zentralbereich.
Nr. 5 Moränenlandschaft bei Seefeld
Bestand Von steilen Moränenkuppen umgebene Niederung mit kleineren Resten von Feuchtlebensräumen.
EntwicklungszielEntwicklung eines naturraumtypischen Landschaftsausschnittes mit verschiedenen Feuchtlebensräumen in enger Verzahnung mit LRT auf sandiger und lehmiger Moräne.
Nr. 6 Kneeden
BestandNaturnaher Wald mit angrenzenden steilen Moränenzügen und einem Bachtal.
EntwicklungszielEntwicklung eines großflächigen Biotopkomplexes mit Moränenbuchenwald im Zentrum und halboffener Landschaft im Randbereich. Besondere Eignung für die Erholung.
Nr. 20 Kameslandschaft Sülfelder Tannen
BestandAbwechslungsreiche, glazialgeologisch bedeutsame Landschaft (Kames) mit hohem Grünlandanteil und hoher Knickdichte auf kleinräumig wechselnden Standorten. Eingeschlossen ist ein Moorbirken-Stieleichenwald auf trockenen bis wechselfeuchten Standorten (FFH-Gebiet 2227-356).
EntwicklungszielEntwicklung eines vielfältigen Landschaftsausschnittes mit hohem Anteil an naturraumtypischen naturnahen Biotopen.
MaßnahmenExtensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung
Nr. 21 Fischbeker Mühlengrund
BestandBachschlucht mit naturnahem Fließgewässer sowie genutzten und ungenutzten Auenlebensräumen einschließlich Quellgebiet.
EntwicklungszielWeiterentwicklung der Naturnähe.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Niederung der Beste zwischen Bad Oldesloe und Neritz
EntwicklungszielEiszeitliches Tunneltal mit unterschiedlichen Niederungsbiotopen (Quellen, Niedermoore, Nasswiesen, Feuchtwälder), weit verzweigtem Fließgewässersystem sowie angrenzenden Hangflächen; überwiegend Grünlandnutzung, in Teilbereichen Ackernutzung. Erhaltung und Entwicklung eines naturnahen offenen bis halboffenen Talraumes mit verschiedenen Feuchtlebensräumen in enger Verzahnung mit LRT auf sandigen und lehmigen Standorten.
Ahrensburger Endmoränengebiet
Nr. 1 Endmoränengebiet bei Mönkhagen
BestandGeomorphologisch markante Moränenlandschaft mit Bachschluchten, steilen Moränenhängen und feuchter Niederung.
EntwicklungszielEntwicklung einer halboffenen Landschaft mit kleinräumigem Wechsel von ungenutzten und extensiv genutzten Bereichen.
Nr. 7 Staatsforst Reinfeld „Steinkampsholz“
Bestand Buchenmischwald mit mehreren Bachschluchten.
EntwicklungszielNaturnahe, in Teilbereichen ungestörte Waldentwicklung; Aufbau naturnaher Waldränder.
Nr. 8 Staatsforst Reinfeld „Fohlenkoppel“
BestandÜberwiegend von Laubholz bestandener Wald in Endmoränenlage mit zahlreichen Bächen und Bachschluchten.
EntwicklungszielGroßflächig naturnahe bzw. ungestörte Waldentwicklung; Aufbau naturnaher Waldränder im Südosten. Besondere Eignung für die Erholung.
Nr. 10 Oberer Herrenteich
BestandGroße, alte Teichanlage mit ausgedehnter Verlandungszone und angrenzendem Grünland.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation bei Verminderung der Nutzungsintensität.
Nr. 11 Zarpener Endmoräne
BestandAbfolge langgestreckter schmaler, steiler Endmoränenzüge mit dazwischenliegenden feuchten Tälern; kleinflächiger Wechsel von naturnahen Waldbeständen, Sukzessionsflächen unterschiedlicher Standorttypen und landwirtschaftlich genutzten Flächen.
EntwicklungszielEntwicklung eines großflächigen Biotopkomplexes; Erhaltung und Entwicklung naturnaher Lebensräume wie Wälder, halboffene Bereiche und Stillgewässer (beispielsweise Struck Teich). Besonders geeignet für die Einrichtung eines Naturerlebnisraumes.
Nr. 12 Feuchtwälder nördlich Hamberge
BestandSanft welliger, landwirtschaftlich genutzter Grundmoränenbereich mit hohem Anteil an kleineren Feuchtwäldern innerhalb ausgeräumter Landschaft; kaum genutzte Bruch- und Niederwälder auf zum Teil nährstoffarmen Standorten.
EntwicklungszielEinstellung der Entwässerung verbunden mit Nutzungsaufgabe bzw. sehr extensiven Nutzungsformen.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Niederung der Heilsau nordöstlich Heilshoop
EntwicklungszielGehölzarme Grünlandniederung in einer weitgehend ausgeräumten Ackerflur; einige Gräben mit Resten naturnaher Vegetation. Entwicklung einer naturnahen Niederung mit nassem Grünland und Feuchtgebüschen.
Niederung der Heilsau südlich Heilshoop
EntwicklungszielMorphologisch deutlich ausgeprägter Talraum; Hangbereiche mit Gehölzen bestanden; Grünlandnutzung, östlich angrenzend intensive Ackernutzung. Erhaltung und Entwicklung eines naturnahen Talraumes mit nassem Grünland und randlichen Gehölzen.
Travetal zwischen Bad Oldesloe und Moisling
EntwicklungszielMorphologisch deutlich ausgeprägter Talraum der mäandrierenden Trave; Prall- und Gleithänge, Altarme, seitliche Bachschluchten, Gehölzbestände insbesondere an den Prallhängen; Grünland mit Grabenentwässerung, teilweise auch Ackernutzung. Erhaltung und Entwicklung eines naturnahen Talraumes mit Nasswiesen und randlichen Gehölzen.
Lübecker Becken
Nr. 13 Bachschlucht Groß Schenkenberg
BestandBachschlucht-Komplex mit unausgebautem naturnahen Bach (Zufluss zur Grinau), quelligen Hangwäldern sowie lichten Laubgehölzen in trockeneren Bereichen.
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Zustandes; Einbeziehung der angrenzenden derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Stormarner Endmoränengebiet
Nr. 9 Moränenlandschaft südwestlich Barnitz
BestandAbwechslungsreiche, teils steilkuppige Moränenlandschaft mit Feuchtgrünlandflächen; insbesondere im Südteil mit Waldflächen und mehreren verzweigten Bachschluchten.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes mit hohem Waldanteil und vielgestaltigen, halboffenen Übergangsbereichen.
Nr. 24 Talschlucht der Süderbeste
BestandSchluchtartiges Kerbtal mit mäandrierendem Fließgewässer; Hänge meist mit naturnahem Laubwald, Grünland und Quellbereichen.
EntwicklungszielUnbeeinflusste Entwicklung des Talraumes.
Nr. 25 Todendorfer Moor
BestandAbgetorftes Hochmoor mit vielfältigen eu- bis mesotraphenten Feuchtlebensräumen.
EntwicklungszielHochmoorrenaturierung unter Einschluss der Randbereiche.
Nr. 26 Thorritzener Quelllandschaft
BestandStark kuppiges Gelände mit zahlreichen Quellen bzw. Quellsümpfen und nassen Niederungsbereichen im Stormarner Endmoränengebiet.
EntwicklungszielEntwicklung eines großflächigen Biotopkomplexes mit unterschiedlichen Quellsituationen und fließenden Übergängen zu trockenen Lebensräumen.
Nr. 27 Barnitz
BestandNatürlich verlaufendes Fließgewässer in zum Teil tief eingeschnittenem schmalen Talraum, dessen Hänge von Buchenwäldern und Grünlandflächen eingenommen werden.
EntwicklungszielWeitgehende Nutzungsaufgabe unter Einbeziehung der Randbereiche.
Nr. 28 Stormarnsche Steinburg
Bestand Ehemalige Abbaufläche mit verschiedenen Trockenlebensräumen und Kleingewässern.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung verschiedener mesotropher Lebensräume; Einbeziehung der angrenzenden Grünlandniederung.
Nr. 29 Moränenlandschaft bei Westerau
BestandNiederung zwischen steilen Moränenzügen mit verschiedenen kleineren naturnahen Biotopen.
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung und weitgehende Nutzungsaufgabe im gesamten Gebiet.
Nr. 34 Hoisdorfer Teiche
BestandGroßer naturnaher Teichkomplex in parkartiger Landschaft; Wasservogelrastgebiet.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation.
Nr. 35 Sieker Moor
BestandSumpfgebiet in Regeneration zum Zwischenmoor mit randlichem Bruchwald.
EntwicklungszielErhaltung des Bestandes unter besonderer Berücksichtigung des Wasserhaushaltes.
Nr. 36 Endmoränenlandschaft bei Rausdorf
BestandRepräsentativer Landschaftsausschnitt im Übergang der Naturräume Geest – Östliches Hügelland mit vielfältigen nährstoffarmen Lebensräumen auf Sander und eiszeitlichen Abflussrinnen; überwiegend bewaldet.
EntwicklungszielEntwicklung eines großräumigen Biotopkomplexes aus offenen bis bewaldeten, trocken-mageren Lebensräumen in enger Verzahnung mit nährstoffarmen Niederungslebensräumen.
Nr. 37 Großensee, Mönchsteich und angrenzende Niederung
BestandNaturnaher Teich mit ausgedehnten Verlandungszonen und angrenzenden Wäldern auf sandiger Moräne.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines unbeeinflussten Gewässer-Wald-Biotopkomplexes.
Nr. 38 Moorgebiet Kranika und Lütjensee
BestandTalraum mit ausgedehnten, teils ungenutzten Niedermoor- und Hochmoorlebensräumen im Kontakt zum naturnahen Lütjensee.
EntwicklungszielErhaltung der Situation im Gebiet Kranika und Entwicklung vielfältiger Uferlebensräume im Übergangsbereich zum Lütjensee.
Nr. 39 Staatsforst Trittau „Schattredder“
Bestand Großer, naturnaher Laubwald.
EntwicklungszielGroßflächig ungestörte Waldentwicklung; naturnahe Entwicklung der südlichen Waldränder.
Nr. 40 Mühlenbachtal bei Trittau und Drahtteich
BestandVielfältiger Niederungsbiotopkomplex mit naturnahem Fließgewässer, naturnahen Stauteichen und Auwiesen.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation; teils Nutzungsaufgabe in den Randbereichen.
Nr. 41 Hahnheide
BestandAusgedehntes Waldgebiet, teils mit naturnahem Laubwald auf kuppigen Endmoränen.
EntwicklungszielEntwicklung eines beispielhaften Waldbiotopkomplexes mit ungestörter Waldentwicklung bzw. naturnaher Bewirtschaftung; Entwicklung halboffener Bereiche und naturnaher Waldränder; besonders geeignet für die Erholung.
Nr. 42 Stormarnsches Billetal und Corbek
BestandEiszeitliche Abflussrinne mit stark mäandrierendem naturnahen Bach und vielfältigen Auenlebensräumen einschließlich zum Teil extensiv genutzter Grünlandlebensräumen.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation am Mittellauf; Renaturierung des Gewässers und weitere Nutzungsextensivierung bzw. Nutzungsaufgabe am Oberlauf.
Nr. 52 Helkenteich (Grande) und Randbereiche
BestandBreite eiszeitliche Abflussrinne mit naturnahem mesotrophen Teich und nährstoffarmen, teils ungenutzten Trockenbiotopen; Kontakt zum Billetal.
EntwicklungszielEntwicklung verschiedener trocken-magerer Lebensräume im Kontakt zu einem mesotrophen Gewässer.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Talraum der Westerau und Grienau
EntwicklungszielGeomorphologisch deutlich ausgeprägter Talraum mit Bachschluchten, naturnahem Laubmischwald, Teichen und Grünland. Erhaltung und Entwicklung eines teils offenen, teils bewaldeten, naturnahen Talraumes. Renaturierung des Niederungsbereichs; Schutz der Bachschluchten vor Nährstoffeinträgen durch Aufgabe der Ackernutzung in den Randbereichen.
Ehemaliger Kupfermühlenteich nördlich Grönwohld
EntwicklungszielTalkomplex mit langgestrecktem, reich gegliederten, eutrophen Mühlenteich; angrenzend Erlenbruch- und Eichen-Buchenwaldbestände; Fischteiche am Oberlauf des Gewässers. Ungestörte Entwicklung des Mühlenteiches sowie der angrenzenden Waldflächen; Nutzungsaufgabe der Fischteiche.
Stenzenteich mit angrenzenden Waldflächen
EntwicklungszielReich gegliederter, naturnaher Stauteich mit breiten Uferröhrichten und Ufergehölzen. Erhaltung des naturnahen Zustandes.
Hamburger Rand
Barmstedt-Kisdorfer Geest
Nr. 2 Nienwohlder Moor und angrenzende Niederungsbereiche
BestandGroßflächiges, atlantisch geprägtes, regenerierendes Hochmoor an der Oberalster mit angrenzendem, teils extensiv genutztem Moorgrünland.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines großflächigen naturnahen Hochmoorkomplexes, umgeben von ausgedehnten, extensiv genutzten Feuchtgrünländereien mit eingelagerten Kleinmooren und Sukzessionsflächen.
MaßnahmenRenaturierung des gesamten ehemaligen Moorkörpers; in den Randbereichen Entwicklung von nassem Grünland bzw. nassen Sukzessionsflächen; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität.
Hamburger Ring
Nr. 14 Wilstedter Oberalsterniederung
BestandAusgedehnte, in weiten Teilen ursprünglich anmutende Niederung, durchflossen von der naturnahen Oberalster, mit zahlreichen, zum Teil größeren Moorflächen sowie vergleichsweise extensiv genutzten Grünländereien.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines naturnahen Fließgewässerökosystemes und einer strukturreichen, von naturnahen und halbnatürlichen Auenlebensräumen geprägten Niederungslandschaft.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes und Verringerung der Binnenentwässerung; Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität, Nutzungsaufgabe in Teilbereichen.
Nr. 15 Wittmoor
BestandWeitgehend abgetorftes Hochmoor mit nur kleinflächigen Regenerationskomplexen und zahlreichen Moorgewässern. Es überwiegen Birkenmoorwälder und Pfeifengrasbestände, umgeben von Grünlandflächen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung sekundärer naturnaher Hochmoorlebensräume und Entwicklung einer ungenutzten hydrologischen Schutzzone.
MaßnahmenHochmoorrenaturierung; Nutzungsaufgabe in den landwirtschaftlich genutzten Randbereichen.
Nr. 16 Oberalstertal zwischen Gut Stegen und Wulksfelde
BestandTalsystem mit Bruchwäldern, Auwaldfragmenten und Grünland in kleinräumigem Wechsel.
EntwicklungszielErhaltung eines vielfältigen Auenbiotopkomplexes einschließlich der Nebenbäche.
Nr. 17 Hansdorfer Brook
BestandFeuchtgebiet mit fast ursprünglichen Erlen- und Birkenbrüchen und Teilen der natürlich verlaufenden Bäche Ammersbek und Bunsbach; einbezogen sind angrenzende, trocken-magere Standorte.
EntwicklungszielEntwicklung eines repräsentativen Landschaftsausschnittes mit unterschiedlichen offenen bis bewaldeten Feuchtlebensräumen im Verbund mit angrenzenden trocken-mageren Biotoptypen.
Nr. 18 Aue bei Ammersbek/ Hunnauniederung
BestandNaturraumtypisches Wiesental mit streckenweise naturnahem Fließgewässer; ehemaliger Fischotterlebensraum.
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung von Teilstrecken; großflächige Einbeziehung der Randbereiche bei weitgehender Nutzungsaufgabe.
Nr. 19 Jersbeker Neuenteich
BestandEhemaliges Teichgebiet mit standortheimischem Laubwald (teils Bruchwald) und periodischer Wasserfläche (Lebensraum seltener Teichbodengesellschaften); östlich angrenzend trocken-magere Standorte.
EntwicklungszielErhaltung der Situation im Bereich der ehemaligen Teiche und Entwicklung weitgehend ungenutzter, trocken-magerer Lebensräume im Ostteil.
Nr. 22 Bargteheider Moor
BestandAusgedehntes Schilfröhricht und Weidengebüsch als Kernbereich des ehemaligen Moores, umgeben von Grünland auf moorigen und sandigen Standorten.
EntwicklungszielRenaturierung des ehemaligen Moorgebietes. In den höher gelegenen Randbereichen Entwicklung von mesophilen Biotopen, Magerbiotopen und Wald.
Nr. 23 Beimoor
Bestand Naturnaher Feuchtwald.
EntwicklungszielUngestörte Waldentwicklung.
Nr. 30 Heidkoppeler Grenzmoor
BestandVielfältige, regenerierende Zwischenmoorsenke; im Randbereich Bruchwälder und Feuchtwiesen.
EntwicklungszielErhaltung des Gebiets bei weitgehender Nutzungsaufgabe in den Randbereichen zur Verbesserung des Wasser- und Nährstoffhaushaltes.
Nr. 31 Bredenbeker Teich und Lindenhofer Bocksberg
BestandKomplexer Landschaftsausschnitt mit naturnahem Teichgebiet und Bruchwald; ausgeprägte Geländekuppen mit naturnahem Laubwald auf magerem Substrat.
EntwicklungszielErhaltung der Situation im Bereich der Feuchtbiotope; Entwicklung des Gesamtgebietes zu einem vielfältigen Biotopkomplex bei weitgehender Nutzungsaufgabe.
Nr. 32 Stellmoor – Ahrensburger Tunneltal
BestandRepräsentatives eiszeitliches Tunneltal mit unterschiedlichen Feuchtbiotoptypen und Übergängen zum Eichen-Birkenwald.
EntwicklungszielErhaltung der Situation und Anbindung der südlich abgetrennten Teilgebiete.
Nr. 33 Niederungsgebiet westlich Oetjendorf
BestandVielfältige Niederung mit zahlreichen naturnahen Feuchtwäldern und Bächen.
EntwicklungszielEntwicklung eines Niederungs-Biotopkomplexes bei weitgehender Nutzungsaufgabe und Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes.
Nr. 43 Unterlauf der Glinder Au
BestandGeomorphologisch markanter Talzug in einer eiszeitlichen Abflussrinne mit abschnittsweise mäandrierendem Fließgewässer, Niederungsgrünland und naturnahem Stauteich.
EntwicklungszielEntwicklung eines Auen-Biotopkomplexes bei weitgehender Nutzungsaufgabe und Renaturierung des Fließgewässers.
Nr. 44 Sanderlandschaft nördlich Oststeinbek
BestandNährstoffarme Niederung, teils auf ehemaligem Moorstandort mit mehreren Feuchtwäldern.
EntwicklungszielEntwicklung eines Biotopkomplexes mit unterschiedlichen feuchten und trockenen, nährstoffarmen Lebensräumen bei weitgehender Nutzungsaufgabe; Fließgewässerrenaturierung.
Nr. 45 Stapelfelder Moor
Bestand Kleines Moor westlich Stellau mit vielfältigen, teils seltenen Nieder- und Zwischenmoorlebensräumen.
EntwicklungszielErhaltung der Situation und Einbeziehung der östlichen Randbereiche unter besonderer Berücksichtigung des Wasserhaushaltes.
Nr. 46 Havighorster Wald
BestandNaturraumtypischer Laubwald der Glinder Geest (Hamburger Ring).
EntwicklungszielUngestörte Waldentwicklung und Entwicklung der südwestlichen Waldränder.
Nr. 47 Oberlauf der Glinder Au
BestandLandschaftlich vielfältiger Talraum in eiszeitlicher Abflussrinne mit streckenweise naturnahem Fließgewässer und verschiedenen Auenlebensräumen.
EntwicklungszielEntwicklung eines Auen-Biotopenkomplexes bei weitgehender Nutzungsaufgabe unter Einbeziehung sandiger Randbereiche.
Nr. 48 Endmoränengebiet Klingeberg
BestandGeomorphologisch markantes Endmoränengebiet der Saaleeiszeit (Nunatak) mit naturnahen Wäldern und Feldgehölzen im Wechsel mit offenen Lebensräumen.
EntwicklungszielEntwicklung eines großflächigen Biotopkomplexes mit hohem Waldanteil und vielgestaltigen, halboffenen Übergangsbereichen.
Nr. 50 Waldgebiet Hahnenkoppel
BestandNaturnahe Laubwaldbestände entlang eines Bachtales.
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung und ungestörte Waldentwicklung.
Nr. 601 Höltigbaum
BestandEhemaliger Standortübungsplatz auf leicht hügeliger, weichseleiszeitlicher Grundmöräne mit hoher Standortvielfalt; großflächige Ausbildung extensiv genutzter Grasfluren mit Übergängen zu Trockenrasenfluren, Gebüschformationen, Knicks und naturnahen Waldflächen sowie mit Fließgewässern, Tümpeln, Sümpfen und Brüchen im Niederungsbereich.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung einer großflächigen, halboffenen Weidelandschaft.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Staatsforst Trittau westlich Großhansdorf
EntwicklungszielGroßflächiges, strukturreiches Waldgebiet mit Niedermoorsenken, Kleingewässern und bruchwaldartigen Beständen (Fortsetzung des Ahrensburger Tunneltales mit dem Niederungsbereich der Aue); teilweise parkartiger Charakter mit großer Baumartenvielfalt. Ungestörte Waldentwicklung.
Lauenburger Geest
Nr. 51 Bruchwald nordöstlich Kronshorst
BestandFlach eingesenkter Talzug mit standortheimischem Laubwald unterschiedlicher Feuchtestufen vom Erlenbruch bis zum Buchen-Eichen-Hainbuchenwald und eingestreuten Grünlandparzellen.
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung; keine weitere Entwässerung; ungestörte Entwicklung der Wälder und des Grünlandes.
Kreis Herzogtum Lauenburg und Südteil der Hansestadt Lübeck
Südliches Lübecker Becken
Nr. 13 Bachschlucht Groß Schenkenberg
BestandBachschlucht-Komplex mit naturnahem Bach (Zufluss zur Grinau), quelligen Hangwäldern sowie lichten Laubgehölzen in trockeneren Bereichen.
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Zustandes; Einbeziehung der angrenzenden derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Nr. 80 Krummesser Moor
BestandGroßer, weitgehend unzerschnittener Niedermoorkomplex auf Beckenton, umgeben von mageren, teils offenen, teils aufgeforsteten Sanderflächen. Wesentliche Teile gehören zum Gebiet der Hansestadt Lübeck. Größere Flächenanteile werden nur noch extensiv genutzt. Vergleichsweise hoher Wasserstand.
EntwicklungszielKreisübergreifende Entwicklung des Gesamtgebietes mit Anhebung des Wasserstandes zur Wiederherstellung weitgehend natürlicher Standortverhältnisse; Erhaltung des weitgehend offenen Landschaftsbildes mit Übergängen zu geschlossenen bzw. halboffenen Strukturen der angrenzenden Sanderflächen. Das Moor wird durch den Niemarker Landgraben entwässert, für den Renaturierungsmaßnahmen auf Lübecker Stadtgebiet geplant sind.
Nr. 87 Kanaltal zwischen Berkenthin und Krummesse
BestandNördlicher Teil des Schmelzwasserrinnentales zwischen Lübeck und Lauenburg. Das Gebiet ist durch Altarme der Stecknitz, zum Teil extensiv genutzte Grünländereien, naturnahe Waldparzellen und angrenzende, steil in die Talränder eingeschnittene Bachschluchten gekennzeichnet. Die Nutzungsintensität ist auf den kleinen Parzellen relativ gering.
EntwicklungszielErhaltung der kleinräumig gegliederten, vielfältigen Landschaft; Aufgabe intensiver Nutzungen im Bereich der Bachschluchten, der ausgeprägten Hangkanten und Niederungsflächen des Kanaltales; Nutzungsaufgabe in Teilbereichen.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Talraum der Westerau und Grinau
EntwicklungszielGeomorphologisch deutlich ausgeprägter Talraum mit Bachschluchten, naturnahem Laubmischwald, Teichen und Grünland. Erhaltung und Entwicklung eines teils offenen, teils bewaldeten, naturnahen Talraumes; Renaturierung des Niederungsbereiches; Schutz der Bachschluchten vor Nährstoffeinträgen durch Aufgabe der Ackernutzung in den Randbereichen.
Kanaltal zwischen Lübeck und Berkentin
EntwicklungszielSicherung der Verbundfunktion durch Erhaltung des kleinstrukturreichen Gebiets, das von ungenutztem und extensiv genutztem Grünland sowie von kaum genutzten Gehölzen geprägt ist.
Endmoränengebiet Groß Disnack
Nr. 88 Bartelsbusch mit angrenzenden Wäldern und Bachschluchten
Bestand Naturnahe typische Laubwälder der Jungmoräne auf unterschiedlichen Standorten. Auf ausgeprägten steilen Talhängen schließen sich zum Teil extensiv genutzte Feuchtgrünländereien und Magergrünlandflächen an.
EntwicklungszielAufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzungen in den Kernbereichen und naturnahe Waldbewirtschaftung der übrigen Flächen mit ausreichend hohen Alt- und Totholzanteilen; Schaffung naturnaher Waldmäntel und Säume sowie halboffener Talhänge im Südwesten; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Rinnensystem.
Nr. 440 Blankenseeniederung und Wulfsdorfer Heide
BestandBesonders komplexer Landschaftsausschnitt mit hohem Biotopflächenanteil und großer Biotopvielfalt im Bereich nährstoffarmer, weichseleiszeitlicher Sanderflächen. Das Gebiet umfasst den vergleichsweise nährstoffarmen Blankensee, seine von Birken-Moorwald eingenommene Verlandungszone und das steile Südufer. Der Nordteil wird vom Übungsplatz des Bundesgrenzschutzes „Wulfsdorfer Heide“ eingenommen, der von ausgedehnten Magerrasen und Heiden, Binnendünen, feuchten und nassen Senken, kleineren Wäldern und einem Bereich mit hoher Knickdichte geprägt ist.
EntwicklungszielErhaltung eines von besonderer Nährstoffarmut geprägten, vielfältigen Biotopkomplexes.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Grönau und Aue-Niederung
EntwicklungszielNebenrinne des Ratzeburger Sees mit teilweise naturnahen Niederungsflächen sowie naturnahen Wäldern an den ausgeprägten, teils steilen Talhängen; Anhebung der Wasserstände; extensive Grünlandnutzung; Aufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung in Teilbereichen; Umwandlung randlicher Ackerflächen in Grünland.
Ratzeburger Seen und Wakenitz
Nr. 81 Wakenitz
BestandTalraum der Wakenitz mit gut ausgebildeten Bruchwäldern, teils extensiv genutzten bzw. seit längerer Zeit ungenutzten Niedermoorflächen (die ausgedehnteren Flächen finden sich auf dem Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Kammerbruch). Im Norden, teils auf Lübecker Gebiet, grenzen nährstoffarme Sandböden, zum Teil auch Binnendünen an den Talraum an. Die Lebensgemeinschaften der Heiden und Trockenrasen sind hier, soweit das Gebiet nicht aufgeforstet wurde, noch vorhanden.
EntwicklungszielErhaltung des Talraumes mit seiner Vielfalt an unterschiedlichen naturnahen Lebensräumen. Erhaltung der besonderen Biotopvielfalt der Grünlandflächen und angrenzenden Hangpartien.
Maßnahmen Durch geeignete Maßnahmen sind Randeinflüsse der angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzung zu vermindern. Lenkung der Erholungsnutzung.
Nr. 89 Westufer des Ratzeburger See
BestandLetzte naturnahe Teilbereiche des ansonsten weitgehend intensiv bewirtschafteten Gebietes mit naturnahen Bachschluchten, Feuchtwäldern und Verlandungszonen.
EntwicklungszielErweiterung der nur noch sehr kleinflächigen Gebiete und Erhaltung ihrer halboffenen Struktur.
Nr. 91 Ostuferzone und Hangwälder des Großen Ratzeburger Sees, Mechower Holz und Mechower See
BestandÜber die Steinerne Rinne verbundenes, komplexes System von Niederungsbereichen, Bachschluchten und naturnahen Wald- und Seeflächen. Wenig gestörter Bereich mit hohem Anteil natürlicher bis halbnatürlicher Lebensräume; Vorkommen zahlreicher Pflanzen- und Tierarten der Roten Liste.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung extensiv genutzter Grünlandlebensräume in den Hangbereichen und Wiederherstellung weitgehend natürlicher Wasserstände im Rinnensystem; Schaffung von randlichen Pufferzonen durch Nutzungsaufgabe; Aufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung; Lenkung der Erholungsnutzung.
Nr. 92 Bachschlucht der Bäk und angrenzende Hangwälder
BestandLandschaftsprägende Bachschlucht mit charakteristischem Mergelhangwald (zahlreiche Arten der Roten Liste) und angrenzenden offenen und bewaldeten Sumpfzonen.
EntwicklungszielNutzungsaufgabe in den Waldbereichen und Schaffung extensiv genutzter, halboffener Übergangszonen zu angrenzenden Äckern; langfristig Verlagerung des Campingplatzes auf die Hangoberkante; Lenkung der Erholungsnutzung.
Nr. 90 Uferbereich des Küchensees und südliche Talzüge
Bestand Das Gebiet umfasst quellige Erlen-Eschen-Bruchwälder mit zahlreichen Bächen sowie schmale Röhrichtsäume am Ufer des Küchensees. Durch den Artenreichtum und die geschlossene Ausprägung gehören die Bruchwälder zu den wertvollsten des Landes.
EntwicklungszielLenkung der Erholungsnutzung; Beseitigung von Aufforstungen; Verhinderung von weiterer Bebauung; Schaffung von ungenutzten Pufferzonen am Südrand des Gebietes.
Rinnenseen vom Lankower See bis zum Schaalsee
Nr. 93 Lankower Seeufer, Baalen, Salemer Moor und Garrenseerinne
BestandKomplexes System zahlreicher Feuchtbiotope mit Hochmooren, genutzten und ungenutzten Niedermooren, Wäldern unterschiedlichen Feuchtegrades und geomorphologisch markanten Talkesseln.
EntwicklungszielExtensivierung der forstwirtschaftlichen Nutzung, teils Nutzungsaufgabe; Erhaltung und Entwicklung randlicher extensiv genutzter Grünlandflächen als Lebensräume besonders gefährdeter Arten; Anhebung des Wasserstandes im Nordteil des Gebietes.
Nr. 109 Großer Mustiner See
BestandGrundmoränensee mit botanisch wertvollem Feuchtgrünland in den Uferzonen sowie angrenzenden steilen Hangbereichen und Waldflächen.
EntwicklungszielErhaltung der arten- und strukturreichen Lebensräume; Schaffung naturnaher Umgebungsflächen; Verbesserung der Wasserstandsverhältnisse im Gebiet; Nutzungsaufgabe in Teilbereichen der Kreisforstflächen. Das Gebiet soll als ergänzender Teil in das Gesamtrinnensystem einbezogen werden.
Nr. 108 Amphibiengebiete westlich Kittlitz (ehemals Kittlitzer Hofsee und Eichhorst)
BestandEutropher Grundmoränensee mit umgebendem Weidengürtel sowie Bruchwäldern im Verbund mit zum Teil extensiv genutztem Grünland- und Sukzessionsflächen im Seitental der Schmelzwasserrinne.
EntwicklungszielErhaltung des offenen bis halboffenen Landschaftscharakters; Anhebung des Wasserstandes im gesamten Talraum.
Nr. 107 Culpiner See, Goldensee, Niendorfer Binnensee und Schaalsee
BestandSchleswig-Holsteinischer Teil der Nord-Süd verlaufenden Seenkette mit nahezu vollständigem Spektrum der naturraumtypischen natürlichen und naturnahen Biotoptypen in direktem räumlichen Verbund.
EntwicklungszielNutzungsaufgabe in ausgewählten Waldbeständen sowie in derzeit als Grünland oder ackerbaulich genutzten Bereichen; Schaffung von Pufferzonen in den Hangbereichen; Erhaltung offener Teilbereiche; Lenkung der Erholungsnutzung.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Kittlitzer Bach
EntwicklungszielRenaturierung des Fließgewässers im gesamten Verlauf; Entwicklung einer beidseitigen naturnahen Uferzone; Einbeziehung der gesamten Niederungsbreite und gegebenenfalls von Hangbereichen (Projektkerngebiet „Schaalsee-Landschaft“).
Ewiger Teich und Mühlenmoor westlich Goldensee
EntwicklungszielTeilbereich des Rinnensystems mit isolierten Bruchwaldresten; Aufhebung der Verrohrung; Anhebung des Wasserstandes; Nutzungsaufgabe in den Kernbereichen, auch zur Ergänzung des NSG auf mecklenburgischer Seite; Projektkerngebiet „Schaalsee-Landschaft“.
Boize-Niederung
Nr. 106 Hainholz und Randbereiche
BestandOberlauf der Boize. Mit relativ extensiv genutztem Grünland und randlichen Bauernwäldern ist das Gebiet der letzte reich strukturierte Landschaftsausschnitt des Raumes. Es ist ein wichtiger Trittstein zwischen Schaalsee und Hellbachtalsystem.
EntwicklungszielErhaltung extensiver Nutzungsformen; Erweiterung des Gebietes und Schaffung von Pufferzonen durch die Entwicklung von Sukzessionsflächen. Voraussetzung für eine naturnähere Entwicklung des gesamten Gebietes ist die Anhebung des Wasserstandes. Hierzu ist ein Gesamtkonzept für das Boizegewässersystem erforderlich.
Nr. 604 (ehemals Nr. 131) Hakendorfer Wälder
Bestand Am Oberlauf der Boize gelegene, orchideenreiche Waldflächen (Edellaubholz) in abgeschiedener Lage mit individuenreicher Reiherkolonie; strukturreicher Komplex mit relativ extensiv genutztem Grünland und randlichen, von Eiche dominierten Bauernwäldern.
EntwicklungszielSchaffung von Pufferzonen durch die Entwicklung von Sukzessionsflächen; Erhaltung der Altholzbestände und des extensiv genutzten Grünlandes; Entwicklung ungenutzter Waldflächen (Kreisforst); Renaturierung des Boizegewässersystemes.
Nr. 624 Amphibiengebiet Seedorfer Forst
Bestand/ EntwicklungszielSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 2431-391.
Nr. 119 Wald am Segrahner Berg und Rosengartener Moor
BestandKomplex unterschiedlicher Biotoptypen am Südrand der Weichselvereisung. In Teilbereichen sind noch naturnahe Buchenwälder vorhanden, die im Kontakt zur Grünlandniederungen der Boize, zu Feuchtwäldern sowie zu Moor- und Heidebildungen auf den vorgelagerten Sanderflächen liegen. Letztere sind Reste der ehemals ausgedehnten Rosengartener Heide. Die Segrahner Kiesgrube gilt als ein bedeutender Lebensraum für Wirbellose im norddeutschen Raum.
EntwicklungszielAufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung; Anhebung des Wasserstandes im Zuge der Renaturierung der Boize und Offenhaltung der Niederungsflächen sowie der bestehenden Heideflächen; Erweiterung der Heide- und Heidewaldflächen auf brachfallenden Äckern; Vermeidung weiterer Nadelholzaufforstungen.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Gudower Grenzgraben
EntwicklungszielRegeneration des Fließgewässers im gesamten Verlauf; Einbeziehung der gesamten westlich der Boize liegenden Niederungsflächen und von Hangbereichen als Ergänzung zum Schwerpunktbereich 119.
Nordrand des Testorfer Waldes
EntwicklungszielEntwicklung von Naturwaldflächen, Altholzbeständen und Grünlandflächen mit nassen Senken in geomorphologisch bewegtem Gelände als Ergänzung zum Wald- und Magergrünlandkomplex auf mecklenburgischer Seite; Projektkerngebiet „Schaalsee-Landschaft“.
Grünes Band zwischen Segrahner Forst und Stecknitz-Delvenautal
EntwicklungszielEntwicklung eines naturnahen Waldrandes im Kontakt zu Offenlandbiotopen des ehemaligen Grenzstreifens; Entwicklung möglichst lichter Waldbestände in Bereichen, in denen der Grenzstreifen auf Mecklenburger Seite aufgeforstet wurde.
Sanderlandschaft zwischen Besenthal und Bröthen
Nr. 117 Lehstener Heide und Moor
BestandCharakteristischer Landschaftsausschnitt des Büchener Sanders mit einem vermoorten Talzug im Westen sowie Kieferwäldern und teils extensiv genutzten Acker- und Grünlandflächen im Osten des Gebiets.
EntwicklungszielErhaltung eines überwiegend offen gehaltenen Wärmeheidekomplexes, mit arten- und strukturreichen trockenen und feuchten Heidegesellschaften, Mager- und Borstgrasrasen sowie eingestreuten Gehölzinseln und lichten Waldflächen der potentiell natürlichen Vegetation. Im vermoorten Talzug südlich Besenthal soll über eine Anhebung des Wasserstandes eine Moorrenaturierung eingeleitet werden.
Raum Stichelsbach-Hellbach
Nr. 102 Hellbachtal
BestandIn einen Rinnensander eingelagerte Seenkette mit naturnahem Feuchtgrünland und einem frei mäandrierenden Bach; an den Talhängen Reste früherer Heiden und wärmeliebender Säume; Gebiet mit großem Artenreichtum.
EntwicklungszielErhaltung des extensiv genutzten Grünlandes; weitgehende Offenhaltung des Talzuges; Nutzungsaufgabe im Bereich der bewaldeten Talhänge; Entwicklung von Magergrasfluren, Trockenrasen und Heiden in den Randbereichen; Lenkung der Erholungsnutzung vor allem im Randgebiet zu Mölln.
Nr. 103 Oldenburger See
BestandDer See mit seinen breiten Verlandungszonen ist umgeben von einem artenreichen Bruchwald und angrenzenden Grünlandflächen. Er ist Teil eines größeren Landschaftsausschnittes, der eine beispielhafte Ausstattung mit naturraumtypischen Lebensräumen aufweist.
EntwicklungszielErhaltung und Erweiterung der naturnahen offenen Flächen und Schaffung von naturnahen Verbundzonen zu angrenzenden Moor- und Waldgebieten.
Nr. 104 Wald- und Grünlandgebiet östlich Neuhorst
Bestand Strukturreiches Gebiet mit vielgestaltigen Bruchwäldern und naturnahen Buchenwäldern, begleitet von wechselfeuchtem Grünland mit zahlreichen Senken.
EntwicklungszielErhaltung des extensiv genutzten Grünlandes; Vermeidung weiterer Aufforstungen; naturnahe Waldbewirtschaftung bzw. Aufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung in Teilbereichen; Anhebung des Wasserstandes.
Nr. 105 Kehrsener/ Bannauer Moor
BestandGrößter erhaltener, von Grünland umgebener Moorkörper des Kreises. Das Gebiet ist trotz starker Entwässerung und weitgehender Bewaldung noch Lebensraum seltener Arten.
EntwicklungszielWasserstandsanhebung und Schaffung halboffener naturnaher Übergangszonen zwischen Moor und umgebenden Nutzflächen entsprechend dem vorliegenden Gesamtkonzept.
Nr. 118 Segrahner See und Moor
BestandNaturraumtypischer, weitgehend ungestörter See-Verlandungszonen-Komplex mit Niedermoor- und Hochmoorbildungen. Am westlichen Rand sind Sukzessionsflächen und extensiv genutzte Grünlandflächen vorhanden.
EntwicklungszielRenaturierung der Niedermoor- und Hochmoorlebensräume durch Wasserstandsanhebung; Schaffung von weiteren Pufferzonen (vor allem im Ostteil) sowie Entwicklung von Verbundzonen im mineralischen Sanderbereich.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Stichelsbach zwischen Kogeler Wald und Bannauer Moor
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung des Grünlandbereichs zwischen dem Kogeler Wald und dem Bannauer Moor bei hohen Grundwasserständen; Nahrungs- und Rastgebiet für Großvogelarten der benachbarten Moore und Seen.
Seenkomplex zwischen Gudow und Sarnekow einschließlich Mühlenbach
EntwicklungszielIn Sanderflächen eingelagerte Seen und Moorsenken mit allen charakteristischen Biotoptypen des Raumes; Erhaltung und Entwicklung von natürlichen wassergeprägten Lebensräumen der Moore und Verlandungsbereiche sowie von Trockenrasen, Heiden und lichten Trockenwäldern entlang der Talhänge und an Wegrändern; Fleißgewässerrenaturierung.
Grambeker Bauertannen
EntwicklungszielEntwicklung von lichten Birken-Eichen-Wäldern sowie von Trockenrasen und Heideflächen insbesondere entlang der ehemaligen Frachtwege.
Mittleres und südliches Stecknitz-Delvenautal
Nr. 115 Hornbeker Mühlenbachtal und Heidehänge
BestandTief eingeschnittenes, schluchtartiges Tal mit mäandrierendem Bachlauf, Bruchwäldern und Eichen-Birken-Wäldern an den Talhängen. Im Süden liegen parallel verlaufende Trockentäler zum Teil mit Heiden, Magergrasfluren und angrenzenden Brachflächen, die teilweise bereits angekauft wurden. Diese Trockentäler setzen sich entlang des Kanals fort und sind durch Aufforstungen und intensive Nutzungen gefährdet.
EntwicklungszielErhaltung und Erweiterung der strukturreichen, trockenen-warmen Lebensräume.
Nr. 116 Talhänge bei Göttin, Grambeker Teiche und Umgebung
Bestand Hangflächen und angrenzende Sanderbereiche des Delvenautales mit letzten Resten der früher großflächig vertretenen Lebensgemeinschaften der Lauenburgischen Wärmeheide; zum Teil lichte Aufforstungen und offene Heide-Entwicklungsflächen.
EntwicklungszielErhaltung der halboffenen Landschaft durch Hüteschafbeweidung; Erweiterung und Entwicklung im Bereich der nördlichen Hangflächen durch sukzessive Auflichtung der Gehölzbestände; im Bereich Grambeker Teiche und Umgebung siehe Informationen zu FFH-Gebiet 2430-392.
Nr. 126 Trockenrasenflächen bei Büchen (Nüssauer Heide)
BestandEhemaliges Übungsgelände des Bundesgrenzschutzes mit großflächigen Heiden und Halbtrockenrasen am Westrand des Delvenautales.
EntwicklungszielDurchführung von Maßnahmen zur Erhaltung des Strukturreichtums; Vermeidung von Aufforstungen bzw. Bebauung.
Nr. 128 Trockenrasenflächen östlich Fitzen
BestandDas Gebiet umfasst typische Trockenrasen des Büchener Sanders in unterschiedlichen Sukzessionsstadien auf ehemaligen Ackerflächen.
EntwicklungszielGelegentliche Beweidung soweit erforderlich; Erweiterung des Gebiets in Richtung Kanaltal.
Nr. 127 Tal der Stecknitz-Delvenau
BestandBeidseitig des alten mäandrierenden Bachlaufes gelegene Grünlandniederung, die durch Parallelgräben und durch das Schöpfwerk östlich Lauenburg entwässert wird. Einbezogen sind sandige Randflächen bei Büchen-Dorf als Standorte seltener Arten sowie teilweise ausgekieste Sanderflächen östlich Basedow mit Heide- und Trockenrasenlebensräumen.
EntwicklungszielErhaltung eines durchgängigen extensiv genutzten Grünlandzuges; Anhebung des Wasserstandes; Erhaltung der Trockenrasen- und Heidebestände sowie Entwicklung dieser Lebensräume auf derzeitigen Ackerflächen; Entwicklungskonzept im Zusammenhang mit den mecklenburgischen Flächen erforderlich.
Nr. 125 Grünland und Geesthänge bei Buchhorst
BestandÜbergangsbereich zwischen den steil abfallenden lauenburgischen Geesthängen und den Rinnensandern und Niederungsflächen der Delvenau; abwechslungsreiches Nutzungsmosaik mit naturnahen Waldbereichen und extensiv genutzten Grünlandflächen. Das Gebiet umfasst die letzten noch weitgehend unbebauten, für das Delvenautal typischen Hangflächen.
EntwicklungszielErhaltung der besonderen geomorphologischen Situation (anstehende Beckentone der Elster-Kaltzeit); Vermeidung weiteren Bodenabbaus und weiterer Bebauung; Nutzungsextensivierung im Bereich der Niederung.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Delvenautal südlich Mölln
EntwicklungszielAufgrund der landesweiten Bedeutung sind grundsätzlich alle Flächen des Talzuges einschließlich der Hänge als Eignungsgebiete für das Biotopverbundsystem anzusehen. Ziel ist die Erhaltung der strukturreichen Landschaft mit allen charakteristischen natürlichen und naturnahen LRT des Niedermoor- und Sanderkomplexes.
Lauenburgisches Elbetal und Geesthänge
Nr. 120 Dalbekschlucht
BestandBesterhaltene Bachschlucht des Naturraumes am Talrand des Elbe-Urstromtales von großer geomorphologischer Bedeutung; Vorkommen besonders seltener Arten.
EntwicklungszielErhaltung der naturnahen Waldflächen; Entwicklung von Naturwaldflächen in Teilbereichen; Sicherung bzw. Wiederherstellung der natürlichen Fließgewässerdynamik; Vermeidung weiterer Bebauung und von Teichanlagen.
Nr. 121 Besenhorster Sandberge und Umgebung
Bestand Talsanddünen des Elbe-Urstromtales, die trotz Überformung durch die ehemalige Maschinenfabrik und trotz Aufforstung eine hohe Artenvielfalt aufweisen. Im räumlichen Zusammenhang mit den angrenzenden Sandmagerrasen und Niedermoorflächen im Norden ist das Gebiet von landesweiter Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz.
EntwicklungszielErhaltung der offenen und halboffenen, trocken-mageren Lebensräume; Vermeidung weiterer Bebauung und Zersiedelung; Lenkung der Erholungsnutzung. Möglichkeiten des Wiederanschlusses an die Überflutungsdynamik der Elbe durch Öffnung des Zulaufes auf Hamburger Seite wird derzeit geprüft.
Nr. 122 Geesthachter Elbinsel
BestandDurch den Bau der Schleuse entstandene Insel mit ehemaligen Sandwiesen im Überflutungsbereich, die teilweise ausgekiest wurden. Im Westen sind noch unbedeichte Grünlandreste mit ehemaligen Flutmulden und Dünen erhalten.
EntwicklungszielAufgabe der Ackernutzung; Entwicklung von Auwald und/oder von extensiv beweideten, offenen bis halboffenen Lebensräumen.
Nr. 123 Hohes Elbufer zwischen Geesthacht und Lauenburg
BestandSteilhang mit vorgelagerten Uferröhrichten, Weiden-Auwaldfragmenten und Sandfeldern; auf den Hangflächen Waldkiefer-Traubeneichen-Bestände mit eingestreuten Trockenrasenfragmenten; sehr hoher Anteil seltener, stromtaltypischer Arten (zum Teil einzige Standorte in Schleswig-Holstein). Früher vorhandene Heiden und Hutungen wurden aufgeforstet.
EntwicklungszielAufgabe der Waldbewirtschaftung in den Hanglagen; Lenkung der Erholungsnutzung; Vermeidung weiterer Uferbefestigungen.
Nr. 129 Lauenburger Elbwarder und Außendeich
BestandVor dem Deichbau im Überschwemmungsbereich der Elbe gelegene Grünlandniederung, die auf dem ehemaligen Schwemmfächer der Delvenau entstand mit einer der letzten Brenndoldenwiesen-Standorte Schleswig-Holsteins; Vorkommen weiterer seltener Pflanzenarten.
EntwicklungszielExtensivierung der derzeit landwirtschaftlich genutzten Bereiche; Anhebung des Wasserstandes und Wiederherstellung der ehemaligen Qualmwasserbereiche. Eine Vergrößerung der Außendeichsfläche durch eine Deichrückverlagerung sollte geprüft werden. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Gebietes für den Schutz seltener Pflanzenarten sollte zumindest eine weitere Bebauung unterbleiben.
Nr. 631 Escheburger Moorwiesen
EntwicklungszielRegeneration von Teilbereichen der ehemaligen Flusstalmoor-Landschaft zwischen Elbtalhang und Talsanddünen bei Besenhorst.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Elbtalhänge zwischen Börnsen und Tesperhude
EntwicklungszielEntwicklung von Naturwaldflächen, Altholzbeständen, Lichtungen und angrenzenden Offenbiotopen im Bereich der Hänge sowie Renaturierung der eingelagerten Bachschluchten (Bistal).
Raum Linau/ Steinau
Nr. 113 Birkenbruch und Heckenlandschaft südlich Groß Pampau
BestandDer sehr gut erhaltene Torfmoos-Birkenbruch mit quelligen Bereichen und angrenzendem Grünland, das allerdings zum Teil bereits aufgeforstet bzw. als Acker genutzt wird, ist der nördliche Ausläufer der Niedermoorrinne des Mühlenbach/ Steinau-Systemes.
EntwicklungszielRenaturierung der Gewässerquellbereiche; Erhaltung und Weiterentwicklung des Strukturreichtums; Vermeidung weiterer Aufforstungen.
Nr. 124 Brookwald und Niederung zwischen Juliusburg und Lütau
BestandRelativ großer, naturraumtypischer Wald-Feuchtgrünland-Komplex mit gut erhaltenen Erlenbrüchen sowie Eichen-Birken-Beständen mit hohem Strukturreichtum und dem Vorkommen seltener Arten.
EntwicklungszielAufrechterhaltung einer extensiven bäuerlichen Bewirtschaftung in den Randbereichen zur Erhaltung des vielfältigen Lebensraumspektrums; Kerngebiete (Waldbestände) sollten weitestgehend nutzungsfrei entwickelt werden; Haltung bzw. Anhebung des Wasserstandes im gesamten Talraum.
Nr. 625 Gülzower Holz
Bestand/ EntwicklungszielSiehe Informationen zu FFH 2529-306.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Steinau unterhalb Nüssau
EntwicklungszielFortsetzung der Renaturierung der Niederungsbereiche und des Baches insbesondere zur Erhaltung der Quellen und Auenbereiche; Rückbau der Teichanlagen und der Verwallungen; Einbeziehung der mineralischen Hangbereiche durch Erhaltung und Entwicklung von Altholzbeständen, Naturwaldflächen und extensiv genutztem Grünland.
Linau zwischen Lütau und Witzeeze
EntwicklungszielRenaturierung des Fließgewässers im gesamten Verlauf; Entwicklung einer beidseitigen Uferzone von jeweils rund 50 Meter Breite mit halbnatürlichen und naturnahen Lebensräumen unter Einbeziehung von Kontaktbiotopen, vor allem von Waldbeständen.
Raum Gethsbek/ Mühlenbek bei Breitenfelde
Nr. 114 Trendelmoor und Gethsbek
BestandStark mäandrierender Bachlauf auf kiesigem Substrat mit angrenzenden Wäldern und Seggenrieden. Das Bachtal ist durch einen kiesigen Rücken vom Trendelmoorbereich getrennt. Lebensraum vom Aussterben bedrohter Arten.
EntwicklungszielEntwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes mit Wald, Bach, Moor und Offenlandschaft auf relativ nährstoffarmen Substraten.
Nr. 632 Kiefholz
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 2429-304.
Stecknitztal und Seitentäler
Nr. 85 Endmoränenzug bei Düchelsdorf
BestandCharakteristischer Landschaftsausschnitt der nordwestlich-südöstlich verlaufenden Endmoränenstaffel am Rand des Lübecker Beckens. Vor allem zwei Bachschluchten mit naturnahen Gehölzbeständen sollen mit den dazwischen liegenden, ackerbaulich genutzten, zur Göldenitz geneigten Hangflächen zu einem großflächigen Biotopkomplex entwickelt werden.
EntwicklungszielUngestörte Entwicklung der Bachschluchten und Randflächen; Renaturierung des Göldenitztales; Offenhaltung des Hanges in Teilbereichen.
Nr. 86 Talzug bei Niendorf/ Stecknitz
BestandEndpunkt des Moränenzuges, der hier in die Stecknitz-Niederung übergeht, mit schmalen Erosionstälern und offenen Wasserflächen im Talgrund. Aufgrund der hohen Reliefenergie hat sich ein kleinteiliges Nutzungsmosaik erhalten.
EntwicklungszielAufrechterhaltung der Lebensraumvielfalt; Vermeidung weiterer Aufforstungen.
Nr. 98 Pantener Moorweiher
BestandSteile Talhänge mit quelligen Bereichen und dazwischen liegenden vermoorten Niederungsflächen mit kleinem Weiher und nach Osten anschließendem Sandrücken (z.T. abgebaut); hoher Artenreichtum auf engem Raum.
EntwicklungszielAnhebung des Wasserstandes; Erhaltung des Strukturreichtums einschließlich der typischen Lebensräume.
Nr. 99 Ankerscher See
BestandTief in die Umgebung eingeschnittenes Seitental der Stecknitz mit Grundmoränensee und bedeutenden Quellbereichen; Vorkommen sehr seltener Pflanzengesellschaften.
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Landschaftscharakters; Erhaltung von Altholzbeständen; Vermeidung von Entwässerungsmaßnahmen und weiterer Aufforstung der Hänge an der Straße.
Nr. 100 Niederungsgebiet westlich Lankau und Waldgebiet Voßberg
Bestand Kalkreicher See mit einer Vielzahl vom Aussterben bedrohter Arten. Im Süden grenzt ein ausgedehnter Wald, im Norden eine großflächige Grünlandniederung auf Niedermoor und mineralischen Standorten in geomorphologisch markantem Gelände an.
EntwicklungszielEntwicklung einer strukturreichen halboffenen Weidelandschaft; Lenkung der Erholungsnutzung im Gebiet (Zeltplätze); Anhebung des Wasserstandes und Offenhaltung der Flächen; besonders geeignet als Naturerlebnisraum; am Voßberg siehe Informationen zu EU-Vogelschutzgebiet 2328-491.
Nr. 101 Talgrund und -hänge nördlich und westlich Mölln
BestandKomplexes System schmaler Talrinnen der Stecknitz und des Pirschbaches sowie der angrenzenden zum Teil sandigen Talhänge, begrenzt von ausgedehnten Waldflächen. In weiten Teilen herrschen noch extensive Nutzungsformen vor. Vielfältiges Mosaik von Streuwiesen, Seggenrieden, Bruchwäldern, Altarmen und Quellen; bei Alt-Mölln artenreicher Magerrasen als Relikt der heute großteils aufgeforsteten, ehemals beweideten Hangflächen.
EntwicklungszielOffenhaltung der Hänge und Talzüge; Vermeidung von Entwässerungsmaßnahmen und weiteren Aufforstungen.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Stecknitztal zwischen Berkentin und Hammer
EntwicklungszielErhaltung der strukturreichen Landschaft mit allen charakteristischen natürlichen und naturnahen Lebensaumtypen des Niedermoor- und Rinnensanderkomplexes sowie der nährstoffreicheren Talhänge; Erhaltung der kleinstrukturreichen Situation von ungenutztem und extensiv genutztem Grünland und ungenutzten Altholzbereichen am Talrand; Entwicklung von unbeeinflussten Naturwäldern am Voßberg.
Duvensee und Nusser See-Komplex
Nr. 84 Duvensee
BestandGrößere, unzerschnittene Niedermoor/ Grünlandfläche, die durch Entwässerung des Duvensees entstanden ist; aufgrund winterlicher Überstauung Rastgebiet zahlreicher Vogelarten; Gebiet von besonderer archäologischer Bedeutung (Duvenseekultur der Mittelsteinzeit).
EntwicklungszielWiederherstellung des Flachsees und angrenzender Niedermoorflächen durch Aufgabe des Schöpfwerkes.
Nr. 97 Nusser See und Ritzerauer Hofsee, Duvenseebach-Niederung
BestandNaturraumtypische, nährstoffreiche Grundmoränenseen innerhalb vermoorter Niederungen mit charakteristischen Verlandungszonen.
EntwicklungszielFließgewässerrenaturierung; Wiederherstellung ausreichend hoher Wasserstände auch im Duvenseebach im Zusammenhang mit der Duvensee-Renaturierung; Erhaltung der Lebensraumvielfalt; Freihalten der Flächen von Bebauung; Regelung der Erholungsnutzung.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Steinau zwischen Duvensee-Wall und Hammer
EntwicklungszielEhemaliger Abfluss des Duvensees westlich Ritzerau, der teilweise in ein schmales Bachtal eingeschnitten ist; Renaturierung des Gewässersystems im gesamten Niederungsbereich und naturnahe Entwicklung der Waldränder und -säume angrenzender Wälder.
Nordwestliches Lauenburg, Wehrenteich, Steinburg
Nr. 27 Barnitz
Bestand Natürlich verlaufendes Fließgewässer in zum Teil tief eingeschnittenem schmalem Talraum, dessen Hänge von Buchenwäldern und Grünlandflächen eingenommen werden.
EntwicklungszielWeitgehende Nutzungsaufgabe unter Einbeziehung der Randbereiche.
Nr. 28 Stormarnsche Steinburg
BestandEhemalige Abbaufläche mit verschiedenen Trockenlebensräumen und Kleingewässern.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung von mesotrophen und trocken-mageren Lebensräumen sowie von mesotrophen Kleingewässern; Einbeziehung der angrenzenden Grünlandniederung.
Nr. 82 Kohbek
BestandNaturnah mäandrierender Bachlauf im Verbund mit charakteristischen Waldgesellschaften; Zufluss zum Barnitz/ Trave-System.
EntwicklungszielWeitgehende Nutzungsaufgabe; Schaffung von Pufferzonen zwischen Fließgewässer und angrenzenden ackerbaulich genutzten Flächen.
Nr. 83 Wehrenteich
BestandWeiher mit verschiedenen Verlandungsgesellschaften, die fließend in naturnahe Waldbereiche, Gebüsche und Grünlandflächen übergehen.
EntwicklungszielWeitgehende Nutzungsaufgabe.
Nr. 94 Schönberger Moor
BestandLetzte extensiv genutzte Grünland- und Moorniederung des Raumes, z.T. in Wälder eingebettet.
EntwicklungszielNutzungsaufgabe im Bereich der Moorflächen und ihrer Randbereiche; Anhebung des Wasserstandes im Gebiet.
Raum Koberger Moor und Billequelle
Nr. 95 Koberger/Linauer Moor
BestandVielgestaltiger Biotopkomplex aus unterschiedlichen Moor-, Wald- und Grünlandlebensräumen, die trotz Flurbereinigung nur begrenzt nutzungsfähig sind. Das Koberger Moor ist das einzige größere, eher atlantisch geprägte Hochmoor des Kreises.
EntwicklungszielHochmoorrenaturierung durch Anhebung des Wasserstandes; Offenhalten der Niedermoorflächen des Linauer Moores in Teilbereichen sowie Renaturierung des Billetales im Zuge eines zu erstellenden Gesamtkonzeptes. Entwicklung der Waldflächen siehe Informationen zu EU-Vogelschutzgebiet 2328-491.
Nr. 96 Hevenbruch und Koberger Forst
BestandNaturraumtypische Wälder auf nährstoffreichen Standorten mit eingelagerten nassen Senken und Niederungsbereichen.
EntwicklungszielGroßflächig Entwicklung von Naturwäldern (Referenzfläche der Stadtforsten Lübeck); Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes; siehe auch Informationen zu FFH-Gebiet 2329-391.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Quellbereich und Oberlauf der Bille
EntwicklungszielRenaturierung der Bille; Einrichtung einer breiten ungenutzten Uferzone.
Raum Bille und Sachsenwald
Nr. 42 Stormarnsches Billetal und Korbek
Bestand Eiszeitliche Abflussrinne mit stark mäandrierendem natürlichen Bach und vielfältigen Auenlebensräumen einschließlich zum Teil extensiv genutzter Grünlandlebensräumen.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation am Mittellauf; Renaturierung des Gewässers und weitere Nutzungsextensivierung bzw. Nutzungsaufgabe am Oberlauf.
Nr. 110 Fribek nördlich Kasseburg
BestandUnzerschnittenes, naturnahes Bachökosystem mit vielfältigen, artenreichen Teillebensräumen wie beispielsweise extensiv genutzten Feuchtwiesen, Feuchtwäldern, Knicks und randlichem Magergrünland.
EntwicklungszielNutzungsextensivierung in den Randbereichen; Aufgabe der Nutzungen entlang des Baches.
Nr. 111 Wälder im Sachsenwald und Schwarze Au
BestandDas System der Schwarzen Au ist neben der Bille das letzte vergleichsweise naturnahe, zusammenhängende Bachökosystem der Lauenburger Geest mit typischen Bruchwald- und Auwaldbildungen, offenen Waldwiesen und strukturreichen, südexponierten Waldrändern.
EntwicklungszielRenaturierung der Fließgewässer; Umbau standortfremder Waldbestände insbesondere entlang der Bäche; Erhaltung der offenen Bereiche; Lenkung der Erholungsnutzung; siehe auch Informationen zu FFH- Gebiet 2428-393.
Nr. 112 Oberlauf der Steinau/ Standortübungsplatz Lanken
BestandKleinstrukturreicher Landschaftsausschnitt am Rande des Übungsplatzes mit Altholzbeständen und extensiv genutztem Weideland.
EntwicklungszielErhaltung des Landschaftscharakters; Erweiterung des Gebietes zumindest um Teilflächen des Übungsplatzes Lanken.
Nr. 605 (alt Nr. 132) Wentorfer Lohe
BestandKleinstrukturreicher Landschaftsausschnitt am Rande des Sachsenwaldes mit Altbaumbeständen, naturnahen Bachabschnitten, Extensivweiden und Heideresten, der die historische Kulturlandschaft der Lauenburgischen Geest vor der Verkoppelung repräsentiert..
EntwicklungszielErhaltung des halboffenen Landschaftscharakters und Förderung der typischen naturnahen Biotoptypen der Geestlandschaft; Renaturierung des Wasserhaushaltes.
Kreis Ostholstein
Fehmarn
Nr. 280 Nördliche Seenniederung, Grüner Brink und Fastensee
BestandDas aus nacheiszeitlichen Verlagerungsprozessen entstandene Strandseengebiet ist aufgrund der Ackernutzung, die durch Schöpfwerke ermöglicht wird, und durch die intensive Erholungsnutzung auf den Strandwällen von seinen dynamischen Entwicklungsprozessen weitgehend abgeschnitten. Die charakteristischen Biotoptypen, wie Lagunen, ausgedehnte Röhrichtzonen, Bruchwäldchen, Salzwiesen, Trockenrasen und Küstenheiden der Ostsee sowie kleinstruktur- und weißdornreiche Randflächen der angrenzenden Grundmoräne, sind jedoch in Teilbereichen erhalten bzw. konnten sich durch Maßnahmen des Naturschutzes bereits neu entwickeln.
EntwicklungszielWegen der Lage am Rand der Insel und der Lage der Niederungsflächen unter dem Meeresspiegelniveau sind gute Renaturierungsmöglichkeiten gegeben. Ausgedehnte Stillwasserflächen, Röhrichtzonen, Wiesen- und Weideflächen mit Salzwassereinfluss sowie kleinstrukturreiche, von Weißdorn geprägte Gehölzbestände auf höher liegenden Abschnitten sollen nach Anhebung des Wasserstandes und Aufgabe der Ackernutzung einen vielfältigen Komplex charakteristischer Biotoptypen der Strandwall-Landschaften der Ostsee bilden. Das Gebiet kann bei geeigneter Lenkung auch für Besucher erlebbar gemacht werden.
MaßnahmenAufgabe der Ackernutzung in den Randbereichen der geschützten Flächen; Anhebung des Wasserstandes durch Neuregelung der Entwässerungssysteme.
Nr. 281 Strandwall-Landschaft West-Fehmarn, Wallnau und Krummsteert-Sulsdorfer Wiek
BestandDas Gebiet ist aus einem ehemaligen Nehrungshaken unter Einschluss einer kleinen Moräneninsel entstanden. Es umfasst auch die dahinter liegenden, heute durch einen Damm abgetrennten und künstlich be- und entwässerten Flächen. Kennzeichnend sind Biotoptypen der Strandwälle, Salzwiesen, größere Röhrichtzonen, die Teichanlagen Wallnaus sowie derzeit noch als Ackerflächen genutzte Randzonen bei Sulsdorf und Püttsee.
EntwicklungszielZur Verbesserung der Entwicklungsmöglichkeiten und Erweiterung küstentypischer Lebensräume sind die vorhandenen Schutzgebiete mit entsprechenden Entwicklungs- bzw. Pufferzonen auszustatten und zu verbinden.
MaßnahmenWiederherstellung weitgehend natürlicher Wasserstandsverhältnisse; Aufgabe der Ackernutzung.
Nr. 282 Niederungsgebiet bei Albertsdorf
Bestand Jahreszeitlich wechselnde, größere Überschwemmungsbereiche auf Niedermoorbildungen, die am Rande im Grundmoränenbereich in kleinstrukturreiche Biotopbestände („Weidelandschaft“) mit Kleingewässern und alten Weißdorngebüschen übergehen. Ehemals intensiver genutzte Flächen in diesem Bereich werden seit längerem nicht mehr bewirtschaftet.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung des aufgrund der nicht mehr unterhaltenen Entwässerungseinrichtungen entstandenen Gebietes mit feuchten bis nassen, kleinstrukturreichen Offenbiotopen einschließlich zu entwickelnder Pufferzonen.
MaßnahmenDauerhafte Sicherung des derzeitigen Zustandes.
Nr. 283 Südostspitze Fehmarns, Staber Huk
BestandSteilküste und landseitig angrenzende Gebiete mit kleinflächig noch vorhandenen Trockenrasen und dem einzigen größeren Wald Fehmarns (Staber Holz). Das Gebiet ist auch aus geologischer Sicht von landesweiter Bedeutung (anstehende tertiäre Tarras-Schollen bei Katharinenhof). Die direkt angrenzende landwirtschaftliche Nutzung (vorwiegend Ackerbau) führt zu erheblichen Beeinträchtigungen der Steilküsten. Da auch die Erholungsangebote auf den schmalen, aus Naturschutzsicht äußerst wertvollen Bereich beschränkt sind, besteht ein erhebliches Gefährdungspotenzial.
EntwicklungszielDie für Fehmarn ehemals typischen Magerrasenbestände mit zahlreichen seltenen Arten haben im intensiv genutzten Inneren der Insel keine Überlebenschance. Hier im Randbereich der Küste sollen sich im Zusammenhang mit den noch vorhandenen Restbeständen größere strukturreiche Magerrasen und andere charakteristische Biotoptypen der Steilküsten entwickeln, die darüber hinaus auch die Attraktivität des Gebietes für die Erholung erhöhten. Bei ausreichender Größe des Gesamtgebietes wäre auch die Ausdehnung der Rest-Wäldchen durch Eigenentwicklung wünschenswert.
MaßnahmenZurücknahme der Ackernutzung vom Rand der Steilküste.
Nordoldenburg und Oldenburger Graben
Nr. 284 Küstengebiet Großenbrode
BestandAbgesehen von randlichen Beeinträchtigung durch die ausgebaute B 207 und eine kleinere Ferienanlage unterliegt dieser Küstenabschnitt noch weitgehend der natürlichen Küstendynamik. Kleinere, sich immer wieder verlagernde Strandwallbereiche mit jungen Salzwiesen-Lebensgemeinschaften wechseln mit Moränenzügen ab, die vorwiegend ackerbaulich genutzt werden und in Steilküsten auslaufen. Eindrucksvolle Großsteingräber prägen dieses Gebiet in besonderer Weise.
EntwicklungszielErhaltung der natürlichen Küstendynamik; Entwicklung derzeit noch vorhandener Ackerflächen zu Magergrasfluren unter besonderer Berücksichtigung der Kulturdenkmäler. Längerfristiges Ziel ist die Wiederanbindung der südlich und östlich angrenzenden Strandwall- bzw. Niederungsgebiete, die in den 60er Jahren durch den Ausbau der Bundesstraße abgetrennt wurden (beispielsweise durch geeignete Straßenkonstruktionen im Rahmen des geplanten vierspurigen Ausbaues).
MaßnahmenUmwandlung der Ackerflächen in Grünland.
Nr. 285 Naturschutzgebiet Graswarder bei Heiligenhafen
BestandDas noch weitgehend im Aufbau befindliche Strandwallsystem mit Salzwiesen-, Röhricht-, Trockenrasen- und Strandwallbiotopen ist naturschutzrechtlich als NSG gesichert. Eine Erweiterung der Flächen wäre zwar erforderlich, um dynamische, natürliche Küstenbildungsprozesse zu ermöglichen, ist aber angesichts der intensiven Erholungsnutzung kaum realisierbar.
EntwicklungszielErhaltung der derzeitigen Situation.
Nr. 286 Küstenabschnitt nördlich Johannistal und Eichholz-Niederung
BestandDas Steilküstenufer bei Johannistal mit seinen landesweit bedeutsamen Vorkommen von Kalk-Halbtrockenrasen und den vorgelagerten Geröllstränden ist aufgrund der direkt angrenzenden Ackernutzung gefährdet. Im weiteren Verlauf dieses Küstenabschnittes, im Bereich Heiligenhafen, ist durch die Stilllegung der angrenzenden Ackerflächen bereits eine Entwicklung zu typischen Stauden- und Magergrasfluren eingeleitet. Die angrenzende Eichholz-Niederung umfasst einen flachen, von artenreichen Salzwiesen und Röhrichten umgebenen Strandsee. Die höherliegenden Flächen werden intensiv als Grünland genutzt.
EntwicklungszielDurch Einbeziehung der Eichholz-Niederung, in der sich die komplexen Bildungsprozesse einer Strandwall-Landschaft verfolgen lassen, soll in diesem Küstenabschnitt das gesamte Formenspektrum nacheiszeitlicher Küstenlandschaften mit den charakteristischen naturnahen Biotoptypen gesichert werden. Eine gelegentliche Beweidung soll der Erhaltung bzw. Entwicklung artenreicher halboffener Biotoptypen und der Steigerung der Strukturvielfalt dienen. Die Entwicklung offener Teilflächen sowie von Gebüschformationen bis hin zum Sukzessionswald sind hier auch mit den Belangen einer naturverträglichen Erholung vereinbar. Die weitere Biotopentwicklung der Eichholz-Niederung hängt von der Möglichkeit ab, naturnähere Wasserstandsverhältnisse zu etablieren.
MaßnahmenAufgabe der Ackernutzung aufgrund der akuten Gefährdung der letzten Kalkmagerrasenfluren.
Nr. 287 Putlos und Stauch-Endmoränengebiet bei Wandelwitz
BestandDas im Bereich des Truppenübungsplatzes noch nahezu vollständig erhaltene, charakteristische Biotoptypenspektrum des Naturraumes ist auch aufgrund seiner Großflächigkeit und seiner Artenvorkommen in Schleswig-Holstein einmalig. Aufgrund ähnlicher Standorteigenschaften bestehen auch auf den nordöstlich angrenzenden Ausläufern der Stauchendmoränen hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten zur Schaffung naturraumtypischer, trocken-magerer Biotoptypen, zumal die typischen Arten kleinflächig entlang von Wegrändern und ehemaligen Kiesabbauflächen noch vorkommen.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines ostseeküstentypischen Biotopkomplexes mit ausgedehnten, gebüschreichen Magerrasen im Bereich der geomorphologisch markanten Endmoränenkuppen sowie natürlichen Strand- und Steiluferlebensräumen; in Teilbereichen Entwicklung natürlicher Gebüsch- und Wald-Formationen; Einbindung der noch vorhandenen Magerrasenbestände und deren Schutz vor weiteren Nährstoffeinträgen.
MaßnahmenAufgabe der Ackernutzung am Steiluferrand; Verhinderung weiterer Aufforstungen.
Nr. 288 Weißenhäuser Strand, Wesseker See und Oldenburger Graben westlich Oldenburg
BestandStrandwall und Dünen mit artenreichen Trockenrasen und entwicklungsfähigen Niedermoorflächen sowie der letzte verbliebene See des Oldenburger Grabensystems mit ausgedehnten Röhrichtzonen, Bruchwäldern und strukturreichen Übergangszonen an den Niederungsrändern sind in ihrer komplexen und entstehungsbedingten Zusammengehörigkeit zwar durch Entwässerungsmaßnahmen und Infrastruktureinrichtungen des Fremdenverkehrs gestört, können aber durch Einbeziehung entsprechender Ergänzungsflächen gesichert und weiterentwickelt werden.
EntwicklungszielMöglichst weitgehende Renaturierung des Wasserhaushaltes im Niedermoorbereich; Sicherung der Artenbestände des Strandwall/ Dünenkomplexes und weitgehend eigenständige Entwicklung der höherliegenden Moränenflächen zur Ergänzung des vorhandenen Biotoptypenspektrums.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes; Pflege der Trockenrasen.
Nr. 289 Oldenburger Graben zwischen Oldenburg und Grube
Bestand Teilweise abgetorfte und anschließend ungenutzte Niedermoorbereiche mit Bruchwaldflächen, Röhrichten insbesondere entlang der Vernässungszonen des Oldenburger Grabens, und unterschiedlich intensiv genutztem Grünland; teilweise als Acker genutzte Polderflächen.
EntwicklungszielAufgrund des komplexen Entwässerungssystems mit mehreren Poldern sind die tatsächlichen Renaturierungsmöglichkeiten in diesem Gebiet derzeit nur ansatzweise abzuschätzen. Eine Abgrenzung dieses Schwerpunktbereichs erfolgte im Wesentlichen entlang der NN-Linie. Die bereits jetzt dem Biotopschutz unterliegenden Flächen sind als NSG vorgeschlagen. Hinzu kommen in mittlerweile größerem Umfang Eigentumsflächen der Stiftung Naturschutz. Langfristiges Ziel ist die möglichst naturnahe Entwicklung eines Niedermoorkomplexes mit hohen Wasserständen, zum Teil überstauten Bereichen mit der Entwicklung der entsprechenden Biotoptypen, wie Verlandungsbereichen, Röhrichten und Bruchwald. Inwieweit die aus botanischen Artenschutzgründen wünschenswerte Erhaltung bzw. Entwicklung von artenreichen Nasswiesen möglich sein wird, ist zurzeit noch nicht absehbar.
MaßnahmenAufgrund des Poldersystems ist ggf. ein abschnittsweises Vorgehen zur Anhebung der Wasserstände möglich. Entsprechende Planungen (unter anderem E+E-Vorhaben) laufen bereits seit längerer Zeit.
Nr. 290 Ehemaliger Süssauer See
BestandGeomorphologisch deutlich ausgeprägte Niederungsrinne eines ehemaligen Gletscherzungenbeckens mit kleinstrukturreichem, intensiv genutztem Grünland, das an den Rändern und im Süden von relativ steilen, ackerbaulich genutzten Moränen begrenzt wird.
EntwicklungszielAufgrund des relativ begrenzten Einzugsgebietes besteht bei Aufgabe der Entwässerung die Möglichkeit, den ehemaligen Flachsee als Teil eines komplexen Landschaftsausschnittes einschließlich ungedüngter, teilweise offen gehaltener, strukturreicher Lebensräume auf den mineralischen Randflächen zu entwickeln.
MaßnahmenAufgabe des Schöpfwerkes, Umwandlung der Ackerflächen in Grünland.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Ehemaliger Gruber See
EntwicklungszielEntwicklung naturnaher Biotoptypen auf Niedermoorstandorten; Wiederherstellung des Gruber Sees.
Nördliches Ostholsteinisches Hügelland
Südost-Oldenburg zwischen Lensahn und der Lübecker Bucht
Nr. 291 Dahmer Moor
BestandEin auf dem Strandwall liegender, alter eingewachsener Deich trennt das heute weitgehend als Grünland genutzte Niedermoorgebiet (Küstenmoor), das in seinen Übergangsbereichen zur Moränenlandschaft zum Teil alte extensiv genutzte „Weidelandschaften“ aufweist, vom unmittelbaren Ostsee-Einfluss. Von den intensiven Ackernutzungen der westlich angrenzenden Flächen wird der Grünlandbereich zunehmend beeinträchtigt.
EntwicklungszielAufgrund der Kleinflächigkeit des Gebietes und der noch vergleichsweise hohen Naturnähe bestehen gute Renaturierungsmöglichkeiten für die Niedermoorbereiche. Durch Ausdehnung der vorhandenen strukturreichen Weideflächen auf den Mineralböden sollen ostseeküstentypische Komplexlandschaften entwickelt werden, die gleichzeitig die Attraktivität des Gebiets für die Erholung steigerten.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes; Schaffung von Pufferzonen; Vermeidung von Deichneubauten.
Nr. 292 Klostersee-Niederung
BestandDer durch Strandwallbildung dem dauernden Einfluss der Ostsee entzogene ehemalige Klostersee und die benachbarten Flächen des Rittbruchs werden heute aufgrund der Entwässerungsmaßnahmen weitgehend als Grünland, teilweise auch als Acker genutzt. Außerhalb des inneren Entwässerungsringes liegen jedoch noch artenreiche Restbestände naturnaher Biotope, die zum Teil noch deutlichen Brackwassereinfluss zeigen. Die Strandwall- und Dünenbereiche, die zum Teil Heidevegetation aufweisen und Standort mehrerer Arten der Roten Liste sind, unterliegen in weiten Bereichen allerdings einer starken Erholungsnutzung.
EntwicklungszielInwieweit das aus Naturschutzsicht wünschenswerte Ziel der Renaturierung des Gesamtkomplexes über Wasserstandsanhebung und Lenkung der Erholungsnutzung tatsächlich möglich sein wird, kann zum Teil nicht abgeschätzt werden. Eine Renaturierung des entwässerten Niedermoorkomplexes, die aufgrund der Moorsackung auch zur Schaffung größerer offener Wasserflächen führen könnte, würde die im östlichen Abschnitt eingeleitete, extensivere Landbewirtschaftung längerfristig mit dem Ziel der Renaturierung des Gesamtraumes mit Dünen, Salzwiesen, Röhrichten und Bruchwäldern im Übergang zu eschengeprägten Waldformationen unterstützen. Der Umfang der möglichen Renaturierungsvorhaben wird nicht zuletzt von den Planungen zum Deichneubau in diesem Raum abhängen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes.
Nr. 293 Niederungsgebiet östlich Pelzerhaken
BestandDie vor dem mit alten Buchen bestandenen ehemaligen Kliff abgelagerten Sände und Strandwälle, werden heute von mehr oder weniger intensiv genutztem Grünland eingenommen, das aber aufgrund seiner kleinparzellierten Nutzung eine hohe Strukturvielfalt aufweist und gute Renaturierungsmöglichkeiten bietet.
EntwicklungszielEntwicklung einer kleinstrukturreichen, halboffenen Weidelandschaft.
MaßnahmenEntwicklung einer Pufferzone oberhalb des Steilhangs, der derzeit als Acker genutzt wird.
Nr. 628 Guttauer Gehege
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Informationen zu dem FFH-Gebiet 1732-321 „Guttauer Gehege“.
Moränenlandschaften des Bungsberges bis zum Gömnitzer Berg
Nr. 294 Endmoränengebiet am Pes-Berg
BestandGeomorphologisch markantes Endmoränengebiet mit kleinflächig wechselndem Standortmosaik. Das Gebiet umfasst Niedermoorbereiche mit Grünlandnutzung, Bruchwaldkomplexe, Kleingewässer mit Verlandungszonen und kleinflächige Buchenaltbestände auf steilen Moränenkuppen, zum Teil umgeben von Grünland auf mineralischen Standorten.
EntwicklungszielEntwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes, der als halboffene Weidelandschaft auch fließende Übergänge zu weitgehend ungenutzten, nassen Biotopen in den Niederungsbereichen umfassen soll. Erhaltung der Buchenaltholzbestände auf den landschaftsprägenden Kuppen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes in Teilbereichen.
Nr. 295 Löhrsdorfer Holz und Oberlauf der Kremper Au
BestandDas Quellgebiet der Kremper Au und die umgebenden Wälder wurden vor allem wegen ihrer Großflächigkeit und der vergleichsweise geringen Nadelholzanteile als NSG vorgeschlagen. Der Schwerpunktbereich wurde um die westlich angrenzenden Grünlandbereiche erweitert, um eine weitere Sanierung des Wasserhaushaltes in diesem Bereich zu ermöglichen. Ausgedehnte Moränenbuchenwälder, kleinflächig eingestreute Bruch- und Eschen-Wälder, einzelne Kleingewässer, vor allem aber das weitgehend unbeeinflusste Fließgewässersystem sind hier von besonderer Bedeutung.
EntwicklungszielZwar unterscheidet sich das Waldgebiet aufgrund jahrzehntelanger, gleichartiger Bewirtschaftung positiv von den meisten übrigen Wäldern des Raumes, aus Naturschutzsicht sollte es jedoch zumindest in Teilbereichen in ungenutzte Waldformationen mit entsprechend hohem Anteil an Alt- und Totholz überführt werden.
MaßnahmenAufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung in Teilbereichen.
Nr. 296 Bungsberg und Oberlauf der Schwentine
Bestand Das Quellgebiet der Schwentine bietet mit seinen stark geneigten, zum Teil noch als Grünland genutzten Randflächen, in enger Verzahnung zu kleinflächigen Schluchtwaldkomplexen, Buchenwaldbeständen, kleinflächigen Brüchen und Bruchwaldbereichen ein vielfältiges Standortmosaik, das bei Ausdehnung auch auf die stark geneigten Hangflächen des eigentlichen Bungsberges eine landesweite Besonderheit darstellt.
EntwicklungszielRenaturierung des Bachsystems, insbesondere der Quellbereiche sowie Entwicklung standorttypischer natürlicher Waldbestände; Entwicklung teilweise offener, beweideter magerer Grasfluren in den Hangbereichen, um weitere Boden- und Nährstoffeinträge in den Schwentineoberlauf zu verhindern und die Biotoptypenvielfalt für zahlreiche Arten der halboffenen bis offenen Landschaft zu fördern. Die besondere Landschaftsstruktur bliebe damit auch für den Erholungssuchenden erlebbar.
Nr. 297 Kasseedorfer Teiche und Umgebung
BestandIm Randbereich des hier zum Teil durch Kiesabbau veränderten Rinnensanders blieben am Ende der größten Gefällestrecke der Schwentine Niedermoorbereiche und Teiche mit ihren Sumpf-, Bruch- und Röhrichtflächen erhalten. Aufgrund kleinflächig wechselnder Standortverhältnisse vom Niedermoor bis zum nährstoffarmen Sandboden bestehen gute Entwicklungschancen für die Schaffung eines vielfältigen und artenreichen, komplexen Landschaftsausschnittes.
EntwicklungszielRenaturierung des Niedermoorbereichs sowie des Schwentinelaufs durch Anhebung der Wasserstände und Aufgabe der Entwässerung; natürliche Entwicklung der Waldbestände und Entwicklung von Magergrasfluren durch geeignete Pflegemaßnahmen.
MaßnahmenAufgabe der Binnenentwässerung; Entwicklung einer halboffenen Weidelandschaft.
Nr. 298 Griebeler See und Umgebung
BestandDer im Bereich des nährstoffarmen Rinnensanders liegende kleine See mit breiten Verlandungszonen im Südwesten und steil abfallenden Hängen im Norden weist auf kleinem Raum vielfältige Biotoptypen mit zum Teil seltenen Arten auf. Bruchwälder und entwicklungsfähiges Grünland ergänzen das Biotoptypenspektrum.
EntwicklungszielErhaltung eines für diesen Landschaftsraum typischen Sees; naturnahe Entwicklung der Umgebungsflächen.
MaßnahmenAufgabe der randlichen Grünlandnutzung zur Vermeidung von Nährstoffeinträgen in den See und ggf. Ausdehnung der artenreichen Biotopbestände durch geeignete Pflegemaßnahmen.
Nr. 299 Redingsdorfer See und Umgebung
BestandDas am Westrand des Endmoränenzuges zwischen Neustädter Bucht und Redingsdorf liegende Seebecken weist heute nur noch eine kleine offene Wasserfläche auf, die von breiten Verlandungszonen mit Röhrichten und Weidengebüschen umgeben ist. Die nordwestlich angrenzenden Niedermoorkomplexe, vorwiegend mit Schwarzerlen- und Birkenbruchwald bestanden, werden durch die vergleichsweise intensive Grünlandnutzung sowie Ackernutzung auf den unmittelbar angrenzenden, steilen Hangflächen stark beeinträchtigt.
EntwicklungszielIn Zusammenhang mit den sich nach Westen fortsetzenden, stark geneigten und kleinstrukturreichen Moränenhängen bestehen gute Möglichkeiten für die Schaffung eines vielfältigen naturraumtypischen Landschaftsausschnittes sowie für eine ungestörte Entwicklung der gut abgrenzbaren Niederungsbereiche; in Teilbereichen Offenhaltung der Moränenhänge.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes und Entwicklung von Pufferzonen zur Reduzierung der Boden- und Nährstoffeinträge.
Nr. 300 Neustädter Binnenwasser
BestandDas von Stauchendmoränen umgebene und zunächst als Schmelzwasserstausee vorgebildete Becken bekam mit dem Wasserspiegelanstieg der Ostsee schließlich Kontakt zum Salzwasser, so dass salzwasserbeeinflusste Biotoptypen sowohl auf Niedermoor als auch auf Moränenböden entstanden. Eine enge Verzahnung von salzwasser- und süßwassergeprägten Biotoptypen sowie höheren Moränenflächen (zum Beispiel der Burgberg mit seinen besonderen Waldformationen) mit zahlreichen seltenen und gefährdeten Pflanzenarten, begründet die besondere Bedeutung dieses Gebiets.
EntwicklungszielErhaltung der naturnahen und teilweise pflegebedürftigen Biotoptypen sowie Renaturierung derzeit nutzungsbeeinflusster Randflächen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes und Nutzungsaufgabe in den noch als Acker bzw. Intensivgrünland genutzten Bereichen nördlich des Burgberges bis zur Autobahn. Pflegemaßnahmen zur Erhaltung der wärmeliebenden Säume und artenreichen Salzwiesen.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Kükelühner Mühlenau - Farver Au/ Steinbek - Johannisbek - Kremper Au - Lachsbach
EntwicklungszielRenaturierung der Fließgewässersysteme unter anderem zur Förderung der Durchlässigkeit für Fließgewässerorganismen; Nutzungsaufgabe zumindest in den Bachschluchten, Einrichtung von ausreichenden Pufferzonen und im Unterlauf in der Regel eine Renaturierung der ehemaligen Niedermoorkomplexe.
Endmoränenzug des Gömnitzerberges zwischen dem Redingsdorfer See und dem Neustädter Binnenwasser
EntwicklungszielDurch Aufgabe noch vorhandener Ackernutzung, Pflege der teilweise extensiv genutzten Grünlandflächen und Ausdehnung der kleinflächigen Wäldchen mit wärmeliebenden Säumen sowie Erhaltung kleinflächiger Magergrasfluren auf landschaftsbestimmenden Hügelgräbern, bestehen im Gebiet gute Renaturierungsmöglichkeiten; Sonderstandorte wie abflusslose Senken und Quellbereiche sollten in das Gebiet mit einbezogen werden.
Landschaft nördlich Malente
Nr 629 Dannauer See (überwiegend Kreis Plön)
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Informatioen zu FFH-Gebiet 1729-391 „Dannauer See und Hohensasel und Umgebung“.
Nr. 256 Wohlkampsteich (überwiegend Kreis Plön)
BestandKleiner Teich mit breitem Verlandungsgürtel und angrenzenden, zum Teil bewaldeten Moränenkuppen; bedeutende Amphibienvorkommen
EntwicklungszielErhaltung des Teichs und Entwicklung der angrenzenden Moränenlandschaft zu ungedüngten offenen bzw. halboffenen Lebensräumen.
MaßnahmenWiederherstellung des natürlichen Bodenwasserhaushalts; Aufgabe der forstwirtschaftlichen Nutzung zumindest in Teilen der Waldflächen.
Nr. 270 Seen des mittleren Schwentinesystems und Umgebung (im Kreis Stormarn Dieksee und Kellersee)
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 1828-392.
Nr. 268 Grebiner See, Schluensee und Schmarkau
BestandSchmarkau: Deutlich ausgeprägter, teilweise von kleinen Seen eingenommener Talzug mit extensiv genutztem Feuchtgrünland, Sümpfen, Röhrichten, Hochstaudenfluren, Bruchwäldern und dem Uferbereich des Behler Sees; randlich Übergänge zu derzeit vorwiegend ackerbaulich genutzten, sandigen Hangflächen; hohe Dichte an unterschiedlichen naturnahen Kleinstrukturen; Grebiner See und Schluensee - siehe Informationen zu FFH-Gebiet 1828-302.
EntwicklungszielSchmarkau: Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes und Entwicklung eines vielfältigen naturraumtypischen Biotopkomplexes im Talraum und an den Talrändern; Nutzungsaufgabe an den Hängen zur Entwicklung einer halboffenen Weidelandschaft; Grebiner See und Schluensee siehe Informationen zu FFH-Gebiet 1828-302.
MaßnahmenAufgabe des Schöpfwerkes in der Schmarkauniederung; Grebiner See und Schluensee siehe Informationen zu FFH-Gebiet 1828-302.
Nr. 301 Sieversdorfer Au und Randbereiche
BestandDer weitgehend als Grünland genutzte Niederungsbereich der Au wird im Norden durch steile Hangflächen begrenzt, die im Osten in Waldformationen auf grundwassernahen Standorten übergehen. Im Süden schließen sich besonders entwicklungsfähige, ärmere sandige Kuppen und Hangflächen an, die allerdings zum Teil bereits abgebaut worden sind.
EntwicklungszielSchaffung einer auch für die Naherholung geeigneten Komplexlandschaft mit standortgemäßen naturnahen Biotoptypen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Niedermoorbereich; Renaturierung der Sieversdorfer Au (Oberlauf der Malenter Au).
Nr. 302 Tal der Malenter Au
BestandReichstrukturierter und mit naturnahen Verlandungsbereichen um den Subkrogsee ausgestatteter, geomorphologisch markanter Talraum.
EntwicklungszielSchaffung einer weitgehend offenen Auenlandschaft mit fließenden Übergängen von den wassergeprägten Niederungsflächen zu den trockeneren Talrändern.
MaßnahmenRenaturierung der Malenter Au; Aufgabe der Ackernutzung zur Vermeidung von Nährstoffeinträgen.
Nr. 303 Benzer See und Umgebung
BestandZwischen Beckenablagerungen und ausgeprägten Endmoränenzügen entstandene, vielfältige Moränen- und Niederungslandschaft mit zwei kleineren Seen, Bruchwäldchen und Extensiv-Grünlandbereichen, die im Süden in mineralische Hänge, die vorwiegend als Grünland genutzt werden, übergehen.
EntwicklungszielAufgrund der guten Abgrenzbarkeit des Gebiets bestehen gute Renaturierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zur Schaffung eines komplexen, naturraumtypischen Landschaftsausschnittes mit naturnahen Biotoptypen halboffener Landschaften.
MaßnahmenWiederherstellung weitgehend natürlicher Wasserstandsverhältnisse; Vermeidung weiterer Aufforstungen; Renaturierung der Quellbereiche; Förderung von Stauden-Eschenwald auf den Niederungsflächen des ehemaligen Eisstausees mit Übergängen zum Eichen-Hainbuchenwald.
Nr. 304 Seen und Waldgebiet zwischen Sielbeck und Sagau
BestandMehrere Seen unterschiedlicher Genese und Ausstattung, teilweise von Moränensteilhängen, aber auch größeren Bruchwald- und Verlandungszonen umgeben, die fließend in strukturreiche Flächen mit unterschiedlicher Nutzungsintensität übergehen. Hinzu kommen mehrere Quellbereiche, Kleingewässer, Bachschluchten und ausgedehnte Waldkomplexe, die allerdings stärker forstwirtschaftlich überprägt sind. Der Nordrand ist zum Teil durch größere Auskiesungsbereiche beeinträchtigt.
EntwicklungszielErhaltung eines Wald-Seenkomplexes einschl. naturnaher Biotoptypen in den Randbereichen.
MaßnahmenRenaturierung der nutzungsgeprägten Waldbereiche; Anhebung der Wasserstände und Renaturierung der Quellbereiche in den Niederungsabschnitten.
Nr. 305 Sibbersdorfer See und Umgebung
Bestand Obwohl teilweise bis an den Uferrand von intensiv genutzten Flächen umgeben, ist der von der Schwentine durchflossene Sibbersdorfer See, einschl. der umgebenden Niedermoore und Moränenhänge, als charakteristischer Ausschnitt im Mittellauf des Schwentine-System zur Entwicklung naturnaher Biotope besonders geeignet. Am Nordrand vorhandene, noch intakte Verlandungszonen, kleinflächige Quellbereiche und teilweise noch extensiv genutzte Grünlandflächen (im Westen) kennzeichnen das Gebiet.
EntwicklungszielEntwicklung eines für den Mittellauf der Schwentine typischen Niederungsbiotopkomplexes.
MaßnahmenRücknahme der Nutzungen von den Seeuferflächen; Wiederanhebung des Wasserspiegels.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Schwentine bei Steendorf, bei Eutin und in Malente
EntwicklungszielRenaturierung des Gewässerlaufes und der Umgebungsflächen.
Südliches Ostholsteinisches Hügelland
Einzugsgebiet der Trave und des Plöner Sees
Nr. 306 Ostufer des Plöner Sees mit Bischofssee, Vierer See und Heidensee (teils Kreis Plön)
BestandBesonders vielfältiger Landschaftsausschnitt mit naturnahen Seen, Verlandungszonen, Erlenbruchwäldern, vergleichsweise extensiv genutzten Grünlandlebensräumen und Wäldern, die überwiegend von Laubgehölzen geprägt sind.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vielfältigen naturnahen Biotopkomplexes mit naturnahen Seen und Uferbereichen typischer Zonation; Entwicklung ungedüngter Grünlandlebensräume und Entwicklung naturnaher, teils ungenutzter standortheimischer Laubwälder.
MaßnahmenAufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung in den Uferzonen; extensive Nutzung des Grünlandes; ungestörte Entwicklung in Teilen der Waldbestände.
Nr. 132 Kembser See und Thranbruch (teils Kreis Segeberg)
BestandKleiner See mit typisch ausgebildeter Verlandungszone (im Westteil), umgeben von teilweise extensiv genutztem Grünland und im Südosten angrenzenden, großflächigen Weidengebüschen. Kerngebiet der Thranbruch-Niederung. Nach Westen schließt eine schmale, von Grünland eingenommene Bachniederung an. An den hier ansteigenden Hängen finden sich Laubgehölze und Laubwälder.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines vielfältigen Biotopkomplexes bestehend aus dem Kembser See mit großflächigen Verlandungsbereichen, extensiv genutzten nassen Grünlandlebensräumen, Sukzessionsflächen sowie einem naturnahen Fließgewässer.
MaßnahmenVerringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; Biotoppflegemaßnahmen im Grünlandbereich; Nutzungsaufgabe in Teilbereichen; Verringerung der Binnenentwässerung; Fließgewässerrenaturierung.
Nr. 307 Niederung der Katzburg nördlich Glasau (teils Kreis SE)
BestandGut abgrenzbarer, noch mit größeren extensiv genutzten Grünlandbereichen und einem charakteristischen Burghügel erhaltener Niederungsbereich der Glasau, der im Norden in ein stark kuppiges Moränengelände übergeht.
EntwicklungszielRenaturierung des Niedermoorkomplexes und Entwicklung einer halboffenen Weidelandschaft unter besonderer Berücksichtigung des vorhandenen Kulturdenkmals.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Niederungsbereich.
Nr.134 Heidmoor-Niederung und Umgebung (großteils Kreis Segeberg)
BestandGroßflächige Niederung am Rande der Trave mit größeren Moorflächen und ausgedehnten extensiv genutzten Grünländereien (vor allem im Bereich des NSG „Heidmoor”). Im höher gelegenen Westteil finden sich einige Laubwälder, die von intensiv genutztem Grünland umgeben sind. Im Osten verläuft die stark begradigte Trave. Hier wird das zum Ahrensböker Endmoränengebiet deutlich ansteigende Gelände von Grünland, Äckern und einem kleineren Nadel-Laub-Mischwald eingenommen, an dessen Südrand ein naturnaher Bach verläuft.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung eines besonders vielfältigen Abschnittes der Traveniederung mit naturnahen Fließgewässern, Hochmoor- und Niedermoorlebensräumen, großflächigen Sukzessionsbereichen und extensiv genutzten, feuchten bis nassen Grünländereien sowie naturnahen Wäldern in den Randlagen.
MaßnahmenWeitere Verringerung der landwirtschaftlichen Nutzungsintensität; naturnahe Waldwirtschaft; Aufgabe der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung in Teilbereichen; Renaturierung der Trave; Wiederherstellung eines weitgehend natürlichen Wasserregimes im Gesamtgebiet.
Nr. 630 Wälder im Ahrensböker Endmoränengebiet
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Informationen zu FFH-Gebiet 1929-391.
Verbundachse von überregionaler Bedeutung
Trave oberhalb Groß Rönnau und Garbeker Au
EntwicklungszielAls Verbundachse von überregionaler Bedeutung wurden die Niederungsbereiche der Trave bei Gnissau gekennzeichnet (siehe Trave oberhalb Groß Rönnau und Garbeker Au). Die Achse setzt sich auf Segeberger Gebiet bis zum Wardersee fort. Hauptziel ist hier die Renaturierung des Niedermoorkomplexes.
Schwartau-Einzugsgebiet und Lübecker Bucht
Nr. 616 Buchenwälder Dodau
Bestand/ Entwicklungsziel/ MaßnahmenSiehe Informatioen zu FFH-Gebiet 1829-304 „Buchenwälder Dodau“.
Nr. 308 Barkauer See und Umgebung
Bestand Das sich im Gebiet des Barkauer Sees breit öffnende Tal der Schwartau wird hier von Moränensteilhängen begrenzt, in die mehrere Bachschluchten tief eingeschnitten sind. Der Niederungsbereich wird von ausgedehnten artenreichen Grünlandflächen, Röhrichten, Großseggenrieden und Verlandungszonen des Sees geprägt. Hinzu kommen Weiden- und Erlenbrüche, Quellen und kleinflächige Trockenbereiche.
EntwicklungszielEntwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes im Schwartausystem. Neben der Renaturierung des Niedermoorkomplexes und der Reduzierung der Nährstoffeinträge, die zu extrem schneller Verlandung des Sees führen, umfasst die Zielsetzung die Schaffung eines ungenutzten, teilweise durch Pflege offen gehaltenen Talraumes mit naturnaher Entwicklung der mineralischen Hangflächen.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes im Niederungsbereich; Nutzungsaufgabe an den Talrändern.
Nr. 309 Middelburger See und Umgebung
BestandAufgrund der Vorkommen seltener Arten einer der bedeutendsten Seen des Kreises; insbesondere die Verlandungszonen weisen zahlreiche Arten der Roten Liste auf; hinzu kommen kleinere Röhricht- und Bruchwaldbestände sowie die ehemaligen Toteissenken des Peper Sees, Kohlborns und Achter Sees, die von stark hängigen Ackerflächen auf sandigen Böden umgeben sind.
EntwicklungszielSicherung der artenreichen Biotopbestände durch Aufgabe der Ackernutzung in der Umgebung; Entwicklung nährstoffarmer, kalkreicher Lebensräume zur Ergänzung des Biotoptypenspektrums.
MaßnahmenAufgabe der Ackernutzung; Umwandlung der Äcker in teilweise offene, nährstoffarme Weideflächen; Lenkung der Fremdenverkehrsnutzung und des Kiesabbaus.
Nr. 310 Woltersteich und Süseler Moor
BestandNach Aufgabe der Torfnutzung haben sich größere Teile des ehemaligen Hochmoores heute zu Birken- und Erlenbruchwäldern bzw. im nördlichen Teil zu artenreichen Feuchtwiesen, Verlandungsgesellschaften und Röhrichten entwickelt. Zum höher gelegenen Rand hin grenzen intensiver genutzte Grünlandflächen (zum Teil bereits auch Ackerflächen) an. Im Süden wird die Niedermoorrinne vom Woltersteich eingenommen, der von breiten Röhrichtzonen und Erlenbruchwald umgeben ist.
EntwicklungszielRenaturierung des Moorkomplexes und Schaffung von ungenutzten Pufferzonen zur Sicherung und Entwicklung nährstoffarmer Bestände.
MaßnahmenNutzungsaufgabe in den Randbereichen zur Sicherung der naturnahen Entwicklung der Kerngebiete; Gewährleistung eines hohen Wasserstandes.
Nr. 311 Süseler See und Umgebung
BestandDer weniger stark von Bebauung beeinträchtigte Teil der Pönitzer Seen-Kette bietet noch relativ gute Möglichkeiten zur Erhaltung und Entwicklung eines naturraumtypischen Landschaftsausschnittes mit charakteristischer Biotopabfolge. Neben dem von einem nahezu durchgehenden Röhrichtgürtel umgebenen Ostteil des Süselers Sees und angrenzenden, zum Teil extensiv genutzten Grünlandflächen, gehört auch die aus einem ehemaligen Hudewald entstandene, von kleinen Bruchwaldsenken und offenen Wasserflächen durchzogene Waldfläche des Steinberges hinzu. Als Kulturdenkmal ist der Burgwall am Seerand besonders zu berücksichtigen.
EntwicklungszielNutzungsaufgabe im Bereich der Wald- und Hangflächen sowie Schaffung von Pufferzonen am See zur Reduzierung der Nährstoffeinträge; naturnahe Entwicklung des Rinnensystems.
MaßnahmenRücknahme der Ackernutzung von den Seeuferflächen; Anhebung der Wasserstände in den Niederungen.
Nr. 312 Landschaft an der Wohldbek
BestandFür den Naturraum charakteristischer Bestand kleinflächiger naturnaher Waldparzellen in leicht bewegter, kleinstrukturreicher Landschaft; angrenzend tief eingeschnittenes, extensiv beweidetes Bachtal mit frei mäandrierendem Bach.
EntwicklungszielUngestörte Entwicklung der Wäldchen und des Bachtales sowie Entwicklung teilweise offener gras- und blütenreicher Übergangszonen; Ausdehnung der Waldparzellen durch natürliche Entwicklung.
Nr. 313 Curauer Moor
BestandDer ehemalige Toteissee, der in der Nacheiszeit teilweise von Hochmoor, im Wesentlichen aber von Niedermoor mit ausgeprägten Quellhügeln eingenommen wurde, ist von zum Teil ackerbaulich genutzten, mineralischen Hängen umgeben. Durch Entwässerungsmaßnahmen und Sohlvertiefung der Curau konnten die Moorflächen abgetorft und in intensiv nutzbares Grünland umgewandelt werden. Es finden sich jedoch noch charakteristische Quellhügel, Weiden- und Erlenbruchwaldflächen sowie Reste extensiv genutzten Grünlandes.
EntwicklungszielEntwicklung eines komplexen Landschaftsausschnittes mit einer Abfolge standorttypischer Biotoptypen vom regenerierenden Niedermoor bis zu Wald- und Offenlandbiotopen auf Mineralböden.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes; Aufgabe der Ackernutzung in den Randbereichen.
Nr. 314 Schwartautal zwischen Hobbersdorf und Bad Schwartau
BestandTeilweise von Extensiv-Grünland eingenommene Talniederung mit mäandrierendem Gewässer und angrenzenden, zum Teil steil ausgebildeten, im Wesentlichen beweideten Hängen auf nährstoffarmem sandigem Substrat. Tief eingeschnittene Bachschluchten, teils mit Stauden-Eschenwald, gliedern das Gebiet. Einbezogen ist ein größerer Bereich östlich Groß Parin auf nährstoffarmem, teils stark bewegtem Gelände (Ausläufer der Pariner Endmoränen), der aufgrund seiner besonderen Lage am Rande des Lübecker Beckens und der vorhandenen restlichen Artenbestände sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten für die Bildung artenreicher Weidelandschaften im Übergang zum Auensystem der Schwartau besitzt.
EntwicklungszielErhaltung bzw. Entwicklung von naturnahen und natürlichen Biotoptypen eines eiszeitlichen Tunneltales; Verbesserung des Naherholungsangebotes durch Vergrößerung des Anteiles naturnaher Flächen.
MaßnahmenVermeidung von Nutzungsintensivierung im Grünlandbereich; Vermeidung weiterer Aufforstungen auf den Hangflächen.
Nr. 315 Ruppersdorfer (Ratekauer) See
Bestand Vermoorte, flach überstaute Niedermoorsenke mit umgebendem, teilweise noch intensiv genutztem Grünland.
EntwicklungszielNatürliche Entwicklung des Flachsees und Reduzierung Biotop beeinträchtigender randlicher Nährstoffeinträge.
MaßnahmenVerminderung der Nutzungsintensität im Bereich der umgebenden Grünlandflächen.
Nr. 316 Sielbecktal
BestandStrukturreicher Landschaftsausschnitt des nördlichen Lübecker Beckens mit extensiv genutzten Grünlandflächen, Kleingewässern, Bruchwaldparzellen, kleinflächigen Trockenrasen und Heideresten zum Teil. auf ehemaligen Abbauflächen.
EntwicklungszielSchaffung eines strukturreichen, aber weitgehend offenen Landschaftsausschnittes der vom Endmoränenbogen (Geotop) bis zur Beckenniederung des Sielbecktales reicht; Entwicklung naturnaher Biotoptypen, insbesondere von Magerrasen und lichtem Heidewald; Renaturierung des Niedermoores.
MaßnahmenAnhebung des Wasserstandes; Aushagerung der Flächen.
Nr. 317 Warnsdorfer Moor
BestandKleinerer Niedermoorkomplex am Rande der ehemaligen Hemmelsdorfer Förde mit Weiden- und Erlenbruchwald sowie extensiv genutzten Grünlandflächen, die randlich durch Ackernutzung beeinträchtigt werden. Das Gebiet ist als eine der wenigen naturnahen Restflächen zwischen dem Hemmelsdorfer See und der Traveförde erhalten geblieben.
EntwicklungszielErhaltung der Strukturvielfalt.
MaßnahmenNiedermoorrenaturierung.
Nr. 318 Nordteil des Hemmelsdorfer Sees
BestandVon Röhrichten, Hochstaudenfluren, Bruchwald, Erlen-Eschenwald und Feuchtgrünlandflächen geprägter und durch die Aalbeek in die Ostsee entwässerter Nordteil des Hemmelsdorfer Sees. Im Südosten schließen sich markante, wenn auch relativ niedrige alte Kliffs der ehemaligen Fördeküste an.
EntwicklungszielErhaltung und Entwicklung möglichst naturnaher, standorttypischer Biotope. Ungestörte Entwicklung der Pufferzonen, insbesondere im Bereich der Seeufer und Hangkanten. Dieses gilt auch für den zweiten Schwerpunktbereich am Hemmelsdorfer See, das Mündungsgebiet der Thuraubek bis zur Möweninsel
MaßnahmenNutzungsaufgabe im Bereich der Pufferzonen; Anhebung des Wasserstandes in der Thuraubek-Niederung.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Schwartautal einschließlich Quellgebiete bei Thürk und Braak
EntwicklungszielRenaturierung der Fließgewässer sowie Entwicklung von naturnahen Auenkomplexen, Niedermoor-Quellbereichen und ergänzenden strukturreichen, halboffenen Landschaftsausschnitten.
Tal der Curauer Au
EntwicklungszielRenaturierung des Fließgewässers und Entwicklung von naturnahen Auenkomplexen, Niedermoor-Quellbereichen und ergänzenden strukturreichen, halboffenen Landschaftsausschnitten.
Schwartauwiesen nördlich Lübeck
EntwicklungszielErhaltung von artenreichem nassem Grünland.
Hansestadt Lübeck
Nr. 440 Blankenseeniederung und Wulfsdorfer Heide
BestandBesonders komplexer Landschaftsausschnitt mit hohem Biotopflächenanteil und großer Biotopvielfalt im Bereich nährstoffarmer, weichseleiszeitlicher Sanderflächen. Das Gebiet umfasst den vergleichsweise nährstoffarmen Blankensee, seine von Birken-Moorwald eingenommene Verlandungszone und das steile Südufer. Der Nordteil wird vom Übungsplatz des Bundesgrenzschutzes „Wulfsdorfer Heide“ eingenommen, der von ausgedehnten Magerrasen und Heiden, Binnendünen, feuchten und nassen Senken, kleineren Wäldern und einem Bereich mit hoher Knickdichte geprägt ist.
EntwicklungszielErhaltung eines von besonderer Nährstoffarmut geprägten, vielfältigen Biotopkomplexes.
Nr. 80 Krummesser Moor (siehe auch Kreis Herzogtum Lauenburg)
BestandGroßer, weitgehend unzerschnittener Niedermoorkomplex auf Beckenton, umgeben von mageren, teils offenen, teils aufgeforsteten Sandflächen; größere Flächenanteile werden nur noch extensiv genutzt. Der Wasserstand ist noch vergleichsweise hoch.
EntwicklungszielKreisübergreifende Entwicklung des Gesamtgebietes mit Anhebung des Wasserstandes zur Wiederherstellung weitgehend natürlicher Standortverhältnisse; Erhaltung des weitgehend offenen Landschaftsbildes mit Übergängen zu geschlossenen bzw. halboffenen Strukturen auf den angrenzenden Sanderflächen. Das Moor wird durch den Niemarker Landgraben entwässert, für den Renaturierungsmaßnahmen auf Lübecker Stadtgebiet geplant sind.
Nr. 441 Schellbruch inklusive Lustholz, Teerhofinsel, Schwartauwiesen
Bestand Verschiedene Niederungs- und Feuchtgebiete am brackwasserbeeinflussten Unterlauf der Trave. Teerhofinsel: Ehemalige Travehalbinsel mit kleinräumigem Mosaik unterschiedlicher Lebensräume (Schilfröhrichte, Hochstaudenfluren, Wälder, Gebüsche, Sukzessionsflächen und Trockenrasen). Schwartauwiesen: Teilentwässerte Feuchtwiesen mit Altarmen und Teichen sowie einer frühslawischen Ringwallanlage (Alt Lübeck) im Mündungsbereich der Schwartau; Gesamtgebiet durch Verkehrstrassen sowie Eindeichung und Begradigung der Schwartau stark überformt. Schellbruch: Einzigartige Lagunenlandschaft mit verschiedenen naturnahen marinen und limnischen Gewässertypen sowie aperiodisch wechselnden Wasserständen; ausgedehnte Brack- und Süßwasserröhrichte; im Südwesten in eine von der Medebeck durchflossene Auenlandschaft mit feuchten Wiesen, angrenzenden Brüchen und Laubwäldern übergehend. Die zum Teil erheblich anthropogen überformten Restflächen der ehemals großflächig naturnahen Traveniederung bilden im Zusammenhang mit weiteren naturnahen Arealen des Traveästuars ein für Wasser- und Watvögel regional und überregional bedeutendes Feuchtgebiet.
EntwicklungszielErhaltung einer von wechselnden Wasserständen geprägten Niederungslandschaft.
MaßnahmenWiedervernässung im Bereich der Schwartauwiesen und extensive Feuchtgrünlandnutzung.
Nr. 442 Dummersdorfer Ufer
BestandEinzigartige Steilküstenlandschaft am westlichen Traveufer ; abwechslungsreicher Biotopkomplex mit zahlreichen südexponierten, überwiegend trocken-warm geprägten Lebensräumen wie Trockenrasen, Hangniederwäldern, ruderalen Gras- und Hochstaudenfluren; daneben auch Hangsickerquellen, Erlenbrüche und Strandzonen mit Spülsäumen und Röhrichten; als Grenzraum subkontinental und ozeanisch verbreiteter Tier- und Pflanzenarten von biogeographisch herausragender Bedeutung.
EntwicklungszielErhaltung eines von besonderen klimatischen Bedingungen geprägten, vielfältigen Biotopkomplexes.
Nr. 319 Pöppendorfer Moor
BestandTeilweise noch extensiv genutztes Niedermoor in einem kleinstrukturreichen Landschaftsausschnitt; randlich Oszüge (Geotop) mit lichten, trockenen Kiefernwäldchen und Magergrasfluren sowie dem slawischen Ringwall als prägendem Element.
EntwicklungszielDurch Renaturierung des Niedermoorkörpers und geeignete Flächenpflege der Umgebung wird die Wiederherstellung eines dem archäologischen Denkmal angemessenen Landschaftsausschnittes angestrebt.
MaßnahmenWasserstandsanhebung im Niedermoorbereich.
Nr. 443 Untertrave mit Priwall, Dassower See, Pötenitzer Wiek und angrenzenden Wieken
BestandDurch Nehrungshaken abgetrenntes Ästuarsystem innerhalb einer eiszeitlichen Fördebucht. Das Gebiet umfasst ausgedehnte haffartige Wasserflächen unterschiedlicher Salinität mit unverbauten Uferbereichen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und den durch Sandaufspülungen erheblich überformten, aus naturkundlicher und geomorphologischer Sicht aber bedeutenden Priwall. Aufgrund kleinräumig wechselnder Standortverhältnisse mit nährstoff- und kolloidarmen Böden und der besonderen klimatischen Bedingungen ist der Priwall Lebensraum zahlreicher gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Die Wasserflächen bilden in Zusammenhang mit dem gesamten Untertraveraum und der Lübecker Bucht ein international bedeutendes Rastgebiet für ziehende Wasservögel und sind Schnittpunkt zweier Vogelzugstraßen.
EntwicklungszielErhaltung einer unverbauten Ästuarlandschaft mit ausgedehnten ungestörten Uferzonen und Wasserflächen.
MaßnahmenLenkung der Erholungsnutzung.
Nr. 444 Standortübungsplatz Wüstenei
BestandKomplexer Landschaftsausschnitt mit ausgedehnten Grünland- und Waldflächen im Bereich weichseleiszeitlicher Grundmoräne, die im Norden in die von vielen Entwässerungsgräben durchzogene Niederung eines Nebenarmes der Heilsau übergeht. Der Biotopbestand umfasst ungedüngtes mesophiles Grünland, im Niederungsbereich Feuchtgrünland sowie kleinflächige Nasswiesen und Seggenriede, Nadel- und Laubmischwald sowie viele struktur- und artenreiche Kleingewässer; hohe Knickdichte.
EntwicklungszielErhaltung des derzeitigen Zustandes.
Nr. 81 Wakenitz (teilweise im Kreis Herzogtum Lauenburg)
BestandTalraum der im Unterlauf seenartig aufgestauten Wakenitz mit gut ausgebildeten Bruchwäldern, z.T. extensiv genutzten bzw. seit längerem ungenutzten Niedermoorflächen (die ausgedehnteren Flächen finden sich auf dem Gebiet des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Kammerbruch); im Norden, zum Teil auf Lübecker Gebiet, grenzen nährstoffarme Sandböden, zum Teil Binnendünen an. Die Lebensgemeinschaften der Heiden und Trockenrasen sind, soweit das Gebiet nicht aufgeforstet wurde, noch vorhanden.
EntwicklungszielErhaltung des Talraumes mit seiner Vielfalt an unterschiedlichen naturnahen Lebensräumen
MaßnahmenDurch entsprechende Maßnahmen sind Nutzungseinflüsse der angrenzenden landwirtschaftlichen Bodennutzung zurückzudrängen; die Biotopvielfalt der Grünlandflächen und angrenzenden Hangpartien ist zu erhalten; Lenkung der Erholungsnutzung erforderlich.
Verbundachsen von überregionaler Bedeutung
Kanaltal zwischen Lübeck und Berkentin
EntwicklungszielDurch den Kanalbau stark überformter Talraum der ehemaligen Stecknitz (Schmelzwasserrinnental) mit angrenzenden Seitentälern. Typisch sind extensiv genutzte, kleinflächige, zum Teil verbrachte/ verbuschte Feuchtwiesen, Niedermoore und Teiche im Talgrund sowie naturnahe Laubwaldparzellen und Trockenrasen auf den Hangkanten; oberhalb der Hangkante zumeist Ackernutzung. Ziel: Erhaltung der kleinparzellierten und kleinstrukturreichen Landschaft.
Travetal zwischen Bad Oldesloe und Lübeck
EntwicklungszielBreiter Talraum der begradigten, teilweise kanalisierten Trave mit Altarmen und angrenzenden bewaldeten Bachschluchten; im Mündungsbereich des Elbe-Lübeck-Kanals brachliegende Feuchtwiesen, ansonsten überwiegt entwässertes, artenarmes Feuchtgrünland. Ziel: Entwicklung eines naturnahen Talraumes mit ungedüngten, nicht entwässerten Feuchtwiesen in der Niederung bzw. auch Entwicklung von Auwald; Übergänge zwischen halboffenen und geschlossen bewaldeten Lebensräumen im Bereich der Hangflächen. Teilweise Rückbau der Uferbefestigungen, Öffnung der Altarme.
Herrenburger Landgraben
EntwicklungszielRelativ ungestörtes Nebental der Wakenitz an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern mit Ufergehölzen, Bruchwäldern, Hochstaudenrieden, Feuchtwiesenbrachen und abgetorften Niedermooren (Deepenmoor, Wesloer Moor, Speckmoor); angrenzend forstlich genutzte Laub/ Nadelmischwälder; im Bereich des Speckmoores Kleingartensiedlung. Ziel: Steigerung der Naturnähe. Entfernung der Kleingartensiedlung im Bereich des Speckmoores und Nutzungsaufgabe in den angrenzenden Forsten.
Niemarker Landgraben
EntwicklungszielEntwässerte Niederung des begradigten Niemarker Landgrabens; im Unterlauf naturnahe Ufer mit Bachröhrichten. Ziel: Wiederherstellung eines naturnahen Talraumes; Wiederherstellung weitgehend natürlicher Wasserstand-/ Abflussverhältnisse.

1.12. Kulturlandschaften

1.12.1. Geschichtlicher Abriss

Die historischen Kulturlandschaften Schleswig-Holsteins können am besten über die naturräumliche Gliederung des Landes verstanden werden. Dieses sind von Osten nach Westen das Jungmoränengebiet des Östlichen Hügellandes, die Sanderebene der Vorgeest, die Altmoränenlandschaft der Hohen Geest, die Marschen und das Watt des Küstenholozäns einschließlich der Elbmarschen. Diese geologisch-topographische Struktur bildet Basis und Hintergrund der menschlichen Siedlungstätigkeit seit der Zeit der Neandertaler vor dem Hintergrund der klimatischen und der sich daraus ergebenden naturräumlichen Veränderungen. Sie bildet aber auch das Grundgerüst unserer histori

schen Kulturlandschaften, deren Entstehung hier kurz vorgestellt werden soll.

In der Elster-Kaltzeit vor 400.000 bis 325.000 Jahren war Schleswig-Holstein vollständig von Gletschern bedeckt. Es erfolgt die Anlage des glazialen Untergrundes mit teilweise tief eingeschnittenen Rinnen. In der Holstein-Warmzeit vor 325.000 bis 310.000 Jahren sind die tiefer liegenden Teile des Landes vom Meer bedeckt. In der Saale-Kaltzeit vor 310.000 bis 128.000 ist das Land mehrfach vollständig von Eis bedeckt. Der Meeresspiegel liegt tiefer als heute. In der Eem-Warmzeit vor 128.000 bis 115.000 Jahren sind Teile Schleswig-Holsteins erneut vom Meer bedeckt. Hier geben Paläoböden Aufschluss über die Umweltbedingungen zur Zeit des Neandertalers. Die Weichsel-Kaltzeit vor 115.000 bis 11.500 Jahren beinhaltet neben den Kälteeinbrüchen auch Erwärmungsphasen. Im Spätglazial kommt es zur Entfaltung von Eiszeitjägerkulturen, namentlich der Hamburger und der Ahrensburger Kultur. Zu dieser Zeit war das heutige Nordseebecken eine Tiefebene mit eiszeitlicher Tundrenlandschaft. Im Ostseebecken bestand der Baltische Eisstausee. Im Übergang zum Holozän, der geologischen Jetzt-Zeit, kommt es ab 14.500 vor heute zu einer Schwankungen unterliegenden Klimaerwärmung. Zunächst entsteht eine Steppen-Tundra-Vegetation. In der sich daran anschließenden Wärmephase (Allerød) entwickelt sich zeitlich befristet eine erste Waldvegetation, deren Ausbreitung in der sich anschließenden Kältephase (Jüngere Dryas) zum Erliegen kommt, bevor vor rund 11.500 Jahren unsere heutige Warmzeit, das Holozän einsetzt.

Im Holozän entstehen unsere Marschen, Moore und Auen sowie die Nord- und Ostsee in ihrer heutigen Form. Mit dem Abtauen der Eispanzer kommt es im Bereich der Nordsee zu einem Meeresspiegelanstieg, der im dritten Jahrtausend vor Christi die Altmoränenlandschaft der Hohen Geest sowie die damit verbundenen Niederungsgebiete erreicht. Im Bereich der heutigen Ostsee entsteht mit dem Yoldia-Meer die Ur-Ostsee, die in Mittelschweden eine schmale Verbindung zur Nordsee hatte. Diese Verbindung wird durch die isostatische Hebung Skandinaviens unterbrochen und ab rund 10.000 vor Christi entsteht der Ancylus-See. Im Bereich der heutigen Ostseeküste ist in dieser Zeit mit einer sich stark wandelnden, aus vielen kleinen Inseln und Meeresarmen bestehenden Landschaft zu rechnen. Die damaligen Wildbeutergesellschaften müssen sich immer wieder an die sich entwickelnden unterschiedlichen Waldtypen sowie entstehenden marinen Habitate anpassen. Ende des 5. Jahrhunderts vor Christi kommt es zu einem neuen Trend. Jäger, Fischer und Sammler werden langsam zu Bauern und Hirten. Dieser Prozess, der auch als „neolithische Revolution“ bezeichnet wird, wird zu dem, unsere Landschaft bis heute prägenden Faktor. Von der Jungsteinzeit an nahm der Einfluss des Menschen über die Bronze- und Eisenzeit zu. Gegen Ende der sich daran anschließenden Völkerwanderungszeit kommt es zu einem Bevölkerungsrückgang und das Gebiet des heutigen Schleswig-Holsteins war kaum besiedelt. Es kommt zu einer Ausdehnung des Waldes, bevor sich im Mittelalter die Siedlungsgebiete erneut ausdehnen und die Wälder zurückdrängen. Die Diversität an Landschaftsformen und die Biodiversität nimmt durch die mittelalterliche Landwirtschaft zu. Mit der neuzeitlichen Landwirtschaft und den hiermit verbundenen Innovationen wird unsere Landschaft mit einer nie zuvor dagewesenen Intensität durch den Menschen verändert. Den derzeitigen Schlusspunkt bildet der Ausbau der Erneuerbaren Energien, deren Einfluss auf unserer historischen Kulturlandschaften noch nicht absehbar ist.