Planungs­dokumente: Entwurf Landschaftsrahmenplan für den Planungsraum III - Online-Beteiligungsverfahren

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Inhaltsverzeichnis

Band 1

4.3. Monitoring

Im Rahmen eines naturschutzfachlichen Monitorings sollen durch eine dauerhafte Beobachtung Veränderungen erfasst werden, die sich aus angestrebten Erhaltungs- und Entwicklungszielen ergeben oder von Vorhaben (Projekten, Planungen) ausgehen. Hierzu gehören auch kontinuierliche Veränderungen der natürlichen Umwelt.

Im Bereich des Natur- und Artenschutzes, des Gewässerschutzes (einschließlich Grundwasser) sowie des Klima- und Bodenschutzes wird diesen Zielvorstellungen in unterschiedlichen Monitoringvorhaben nachgegangen. Diese werden in den Erläuterungen, Kapitel 6: Monitoring näher beschreiben (siehe Kapitel 2.1.3: Klima und Klimawandel sowie Kapitel 4.2.4: Natura 2000). Sie stellen eine wichtige Planungsgrundlage dar.

5. Naturschutzfachliche Hinweise und Empfehlungen

Das Landschaftsprogramm 1999 gibt grundsätzliche Hinweise und Empfehlungen hinsichtlich der verschiedenen Nutzungsansprüche an Natur und Landschaft.

Sie gelten sinngemäß für den Planungsraum. Darüber hinaus werden für einzelne Nutzungstypen nachfolgend weitere naturschutzfachliche Empfehlungen gegeben.

5.1. Siedlung und Verkehr

Siedlung

Die Begrenzung der Flächeninanspruchnahme, insbesondere für Siedlungs- und Verkehrszwecke, stellt eines der wichtigsten Handlungsfelder auf dem Weg zu einer nachhaltigen und umweltgerechten Entwicklung dar. Aus diesem Grund sind gemeindliche Planungen und überörtliche Planungskonzepte auf einen sparsamen Umgang mit den Bodenflächen (§ 1 Absatz 5 BNatSchG) auszurichten. Das Eingriffsvermeidungs- und –minimierungsgebot ist hierbei prioritär zu verfolgen.

Orientiert am Nachhaltigkeitsziel der Bundesregierung, den Flächenverbrauch von derzeit noch 61,5 Hektar pro Tag auf 30 Hektar pro Tag bis zum Jahr 2030 zu reduzieren (in Schleswig-Holstein von derzeit 2,7 Hektar auf 1,3 Hektar pro Tag), soll sich die bauliche Entwicklung im Planungsraum vorrangig auf die Innenentwicklung und –verdichtung, die Revitalisierung von Baulandbrachen, die Umnutzung vorhandener Gebäude und die Sanierung flächenbeanspruchender Siedlungsquartiere konzentrieren. Im Rahmen der Kompensationserfordernisse sollten Möglichkeiten der Entsiegelung gleichermaßen genutzt werden.

Der interkommunalen Zusammenarbeit bei der Ausweisung neuer Bauflächen und dem Aufbau eines kommunalen Flächenmanagements kommt hier besondere Bedeutung zu.

Unabhängig hiervon ist eine Begrenzung der baulichen Entwicklung durch Einhaltung angemessener, im Rahmen von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Einzelfall festzulegender Abstände besonders dort notwendig, wo

  • Schutzgebiete und gesetzlich geschützte Biotope nach den Naturschutzgesetzen des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein,
  • Gebiete mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems,
  • Gebiete mit besonderer Eignung für den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung,
  • Gebiete oberflächennaher Rohstoffe,
  • Geotope,
  • Wald,
  • Gewässer sowie
  • Grünzäsuren und Grünverbindungen

angrenzen. Zerschneidungen von Landschaftsräumen sowie eine Verinselung von Lebensräumen sind zu vermeiden.

Darüber hinaus soll sich die Art der baulichen Entwicklung nicht beeinträchtigend auf das Landschaftsbild auswirken (zum Beispiel Verfestigung und Erweiterung von Splittersiedlungen, bandartige Entwicklung; Landschaftsbild als Belang in der Bauleitplanung - §1 Absatz 6 Nummer 5 BauGB). So bilden sich im Planungsraum beispielsweise die Marsch/ Geest - Ränder naturräumlich und in der Siedlungsstruktur sehr markant in der Landschaft ab und sind für weite Teile der Landschaft an der Westküste und dem Unterelberaum dementsprechend charakteristisch. Die naturraumgebundenen Bebauungsränder sollen hier nicht übersprungen werden.

Das grundsätzliche Recht der Gemeinden, sich in angemessener Form weiterzuentwickeln bleibt unberührt.

An dem Grundsatz, die bauliche Entwicklung auf die Siedlungsschwerpunkte zu konzentrieren, ist auch künftig festzuhalten. Räume außerhalb dieser Schwerpunkte sollen als ökologische Ausgleichsräume gesichert und entwickelt werden.

Eine großräumige landschaftliche Untergliederung der Siedlungsgebiete ist durch die Ausweisung von zusammenhängenden regionalen Grünverbindungen sicherzustellen. Diese stellen großräumige Freiflächensysteme im Siedlungsraum dar, denen neben der siedlungsraumgliedernden Funktion besondere Bedeutung für die Naherholungsnutzung, den Biotop- und Artenschutz sowie dem Klimaschutz und der Klimafolgenanpassung zukommt.

Weiterhin sollen Grünzäsuren als Freiräume zwischen Siedlungsflächen dazu dienen, optisch sichtbar das Zusammenwachsen von Baukomplexen zu verhindern. Dabei sollen sich die Grünzäsuren an landschaftlichen Leitelementen orientieren.

Grünzäsuren und regionalen Grünverbindungen sind insbesondere in folgenden Räumen vorzusehen:

  • innerhalb der Stadt- und Umlandbereiche der Mittelzentren Heide, Brunsbüttel und Itzehoe sowie den Schwerpunkträumen für Tourismus und Erholung an der Nordsee,
  • innerhalb der Siedlungsachsen im Ordnungsraum um Hamburg und
  • der Siedlungsachsen im Ordnungsraum um Lübeck sowie
  • dem Ordnungsraum für Fremdenverkehr und Erholung entlang der Ostseeküste.

Aus naturschutzfachlicher Sicht erfüllen darüber hinaus folgende Gebiete die Voraussetzungen für Grünzäsuren oder Grünverbindungen innerhalb der Kreisgebiete:

Kreis Dithmarschen

  • Süderholmer/ Ostroher Moor,
  • Nord-Ostsee-Kanal,
  • Brake-Niederung,
  • Eider-Niederung,
  • Gieselau-Niederung.

Kreis Steinburg

  • Störniederung bei Itzehoe und Kellinghusen,
  • Moore vor der Geestkante,
  • bewaldete Endmoräne Itzehoe und Kellinghusen,
  • Rantzau-Tal.

Kreis Pinneberg

  • Talraum der Krückau innerhalb der Stadtgrenze Elmshorn,
  • Pinnautal; Uetersen-Pinneberg-Wulfsmühle,
  • Düpenautal; Rellingen-Schenefeld-Bredenmoor,
  • Talraum der Mühlenau/ Rugenwedelsau; Rellingen-Ellerbek-Ohe,
  • Bilsbektal; Mündung in die Pinnau bei Prisdorf bis A 23,
  • Talraum der Wedeler-Au von der Elbe bis zu Stadtgrenze Hamburg,
  • Uferbereiche der Krückau im Bereich der Stadt Barmstedt.

Im Pinneberger Raum kommt der Erhaltung zusammenhängender Baumschulgebiete als Kulturlandschaft eine besondere Bedeutung zu. Einer Zersiedelung dieser Kulturlandschaft ist entgegenzuwirken.

Kreis Segeberg

  • Norderstedt; Ochsenzoll-Glasmoor-Tangstedter Forst – Oberalsterniederung,
  • Norderstedt; Hopfenweg/ Poppenbüttel-Wittmoor-Tangstedter Forst -Oberalsterniederung,
  • Norderstedt; Friedrichsgabe - Staatsforst Rantzau; Syltkuhlen-Rugenwedelsau,
  • Norderstedt; Moorbek-Niederung von Buckhörn bis Heidberg,
  • Alsteral; Landesgrenze zu Hamburg bis Gut Stegen,
  • Travetal; Högersdorf bis Groß Rönnau,
  • Bad Bramstedt; Bramau von Hitzhusen bis Bad Bramstedt, Hudau und Osterau,

Kreis Stormarn

  • Ahrensburg; Bredenbeker Teich-Stellmoor-Großhansdorf,
  • Ahrensburg/ Ammersbek, Hoisbüttel-Talraum der Ammersbek-Bünningstedt-Schloß Ahrensburg-Großhansdorf,
  • Trave; Großwesenberg bis Lübeck Moisling,
  • Bad Oldesloe; Poggensee bis Trave/ Bad Oldesloe Krankenhaus,
  • Bad Oldesloe; Altstadt bis Sehmsdorf,
  • Bestetal; Mündung Barnitz bis Bad Oldesloe/ Altstadt,
  • Talraum der Glinder Au von der A 24 Hamburg – Berlin, bis zur Hamburger Stadtgrenze,
  • Glinde; Freiraum südlich des Ortsteiles Wiesenfeld bis zum Billetal bei Bergedorf,
  • Billetal; Landesgrenze zu Hamburg bis Aumühle.

Kreis Herzogtum Lauenburg

  • Unteres Billetal von der Einmündung Schwarze Au bis zur Stadtgrenze Hamburg.

Hansestadt Lübeck

  • Traveniederung ab der östlicher Stadtgrenze über die Stadtmitte bis zur Travemündung mit Ausnahme der Hafenbereiche,
  • Verlauf des Elbe - Lübeck - Kanals mit Uferweg,
  • Verlauf der Wakenitz,
  • Stadtpark und historische Friedhofsanlagen,
  • Niederung des Niemarker Landgrabens,
  • Speckmoorniederung und Müllermoor einschließlich Mühlenteich,
  • Siemser Tannen und Mühlenbachtal,
  • Herrengarten.

Kreis Ostholstein

  • Niederungsbereich des Oldenburger Grabens,
  • Talraum der Schwentine zwischen Eutin und Malente,
  • Talraum der Schwartau zwischen Ratekau und der Einmündung in die Trave,
  • vorhandene Grünzäsuren zwischen den Kurorten der Neustädter Bucht: Pelzerhaken, Neustadt, Sierksdorf, Haffkrug, Scharbeutz, Timmendorfer Strand,
  • noch verbliebene Grünzäsuren zwischen den in Teilbereichen bereits bandartig angesiedelten Campingplätzen (Klosterseeniederung zwischen Lenster Strand und Kellenhusen, Niederungsflächen des Nördlichen Binnensees zwischen fünf Campingplätzen, Sahrensdorfer Binnensee zwischen Burgtiefe und Meeschendorf, die verbliebenen Grünzäsuren zwischen den bestehenden Campingplätzen vom Großenbroder Binnenhafen bis zur Dahmer Schleuse).

Die regionalen Grünverbindungen und Grünzäsuren sollen das Stadtklima verbessern, Bereiche unterschiedlicher Nutzungen optisch voneinander abgrenzen und der Erholung dienen. Sie überlagern sich besonders im Bereich der Fluss- und Bachtäler und ihrer Niederungen sowie der Wälder zum großen Teil mit den Gebieten mit besonderer Eignung zum Aufbau eines Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems und den Gebieten mit besonderer Eignung für den Klimaschutz und die Klimaanpassung. Die Ansprüche des Arten-, Biotop- und Klimaschutzes sind hier in besonderem Maße zu berücksichtigen.

Die genaue Abgrenzung erfolgt in der örtlichen Planung. Dabei sind die innerörtlichen Grünverbindungen mit einzubeziehen. Die Grünverbindungen und Grünzäsuren sind von baulichen Entwicklungen freizuhalten. Bei Verkehrsbauten, die die Grünverbindungen und Grünzäsuren kreuzen, ist darauf zu achten, dass die Funktionen der Grünverbindungen und Grünzäsuren nicht beeinträchtigt werden.

Im siedlungsnahen Raum der Städte und sonstigen zentralen Orte sollen unter dem Aspekt der verbesserten Vernetzung von Siedlung und Landschaft sowie der Verkehrsvermeidung Naherholungsräume geschaffen und planerisch gesichert werden. Hierbei ist eine Verbindung der innerörtlichen Grünsysteme und –strukturen mit denen der freien Landschaft anzustreben. Im Rahmen der örtlichen Planung ist zudem zu prüfen, inwieweit hierbei ein naturverträglicher Zugang erholungssuchender Menschen im Sinne des Naturerlebens auch in geschützten Landschaftsteilen ermöglicht werden kann.

Die Grünverbindungen und Grünzäsuren sollten in der Regionalplanung z. B. bei der Abgrenzung von regionalen Grünzügen berücksichtigt werden.

Im Auftrage des Umweltministeriums wurde bereits 2002/ 2003 für die Wirtschaftsförderungsgesellschaften in Schleswig-Holstein das Beratungskonzept „Nachhaltige Gewerbeansiedlung und umweltgerechter Gewerbebau“ erstellt. Dieses integrative Konzept gibt den Wirtschaftsförderungsgesellschaften und den Kommunen praxisorientierte Hilfestellung bei der Gewerbegebietsplanung und der Ansiedlung von Betrieben. Es verbindet ökologische und ökonomische Zielsetzungen gleichrangig und verfolgt darüber hinaus das Ziel, durch eine integrative Planung auch zu einer Standort- und Arbeitsplatzsicherung beizutragen.

Verkehr

Bei der Planung von Verkehrswegen sind Räume mit geringer Fragmentierung, Zersiedelung und Zerschneidung unter Beachtung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege in § 1 Absatz 5 BNatSchG zu sichern und ökologisch aufzuwerten. Ferner ist für zerschnittene Räume in der örtlichen Landschaftsplanung und in überörtlichen Konzepten auf eine Wiederherstellung von Lebensraumverbindungen und Migrationswegen hinzuwirken. Insbesondere die großräumig unzerschnittenen Landschaften sollen, sofern möglich, von weiteren, größeren verkehrlichen Infrastruktureinrichtungen freigehalten werden (siehe Kapitel 2.2.1: Siedlung und Verkehr, unzerschnittene verkehrsarme Räume (UZVR)).

Eine konkrete Auseinandersetzung mit den einzelnen Vorhaben erfolgt im Landschaftsrahmenplan nicht. Hierfür sind die straßenrechtlichen Verfahren mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung maßgeblich. Zu berücksichtigen sind die im Landschaftsprogramm 1999 und in den Landschaftsrahmenplänen dargelegten grundsätzlichen naturschutzfachlichen Hinweise und Empfehlungen.

Eine nachrichtliche zeichnerische Darstellung des regionalen Schienen- und Straßennetzes erfolgt in den Regionalplänen, auf die an dieser Stelle verwiesen wird.

Im Planungsraum sind für den Bundesverkehrswegeplan 2030 (2016) für die Bundesfernstraßen und das Schienennetz nachfolgende Vorhaben vorgesehen:

Straßen

Kreis Steinburg

  • Fortführung der A 20 von Bad Segeberg bis zur A 7 und A 23 und weiter mit einer Querung der Elbe nordwestlich von Hamburg,
  • B 206, Nordumgehung Itzehoe,
  • B 431, Ortsumgehung Glückstadt.

Darüber hinaus ist im Kreis Steinburg der dreistreifge Ausbau der B 5 zwischen Itzehoe und Wilster-West vorgesehen.

Kreis Pinneberg

  • Neubau der A 20 (einschließlich Elbquerung),
  • A 23, sechsstreifiger Ausbau Anschlussstelle Tornesch – Anschlussstelle Eidelstedt,
  • B 431, Ortsumgehung Wedel.

Kreis Segeberg

  • Neubau der A 20.

Kreis Stormarn

  • A 1, Autobahnkreuz Hamburg-Ost - Horster Dreieck,
  • A 21, vierstreifiger Ausbau der B 404 zwischen Autobahnkreuz Bargteheide und A 24.

Darüber hinaus ist im Kreis Stormarn der Bau der L 89 Ortsumgehung Hammoor vorgesehen

Kreis Herzogtum Lauenburg

  • A 21, vierstreifiger Ausbau zwischen A 24 und Geesthacht mit Elbquerung,
  • B 5, Ortsumgehung Lauenburg-Nord
  • B 5, Ortsumgehung Geesthacht,
  • B 208, Ortsumgehung Ratzeburg,
  • B 209, Ortsumgehung Lauenburg-Ost,
  • B 209, Ortsumgehung Schwarzenbek.

Kreis Ostholstein

  • B 207, Bau einer Fehmarnsundquerung,
  • B 207, vierstreifiger Ausbau Heiligenhafen-Ost - Puttgarden.

Darüber hinaus befindet sich folgendes im Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark vereinbartes Projekt in der Planung, das in den kommenden Jahren realisiert werden soll:

  • Feste Fehmarnbeltquerung.

Schienennetz

Kreise Dithmarschen und Steinburg

  • Ausbaustrecke Itzehoe – Westerland, Elektrifizierung und durchgehender zweigleisiger Ausbau (zum Teil Bundesverkehrswegeplan),
  • Ausbaustrecke Wilster - Brunsbüttel, Erneuerung Bahnanlagen im Bahnhof Brunsbüttel, Blockverdichtung, weiterer kapazitativer Ausbau, gegebenenfalls Elektrifizierung (zum Teil Bundesverkehrswegeplan),
  • Reaktivierung Wrist - Kellinghusen.

Kreis Pinneberg

  • Ausbaustrecke Hamburg-Elmshorn „S 4 West“, 3. Gleis zwischen Pinneberg und Elmshorn (Strecke 1220) sowie 4. Bahnsteiggleis einschließlich Bahnsteig und dessen Anbindung im Bahnhof Elmshorn (zum Teil Bundesverkehrswegeplan),
  • Reaktivierung Uetersen – Tornesch (Landesweiter Nahverkehrsplan).

Kreis Segeberg/ Kreis Stormarn

  • Ausbaustrecke Neumünster – Bad Oldesloe, Elektrifizierung der eingleisigen Strecke 1043 und Ausbau der Stationen Rickling und Wakendorf (Landesweiter Nahverkehrsplan),
  • Ausbaustrecke AKN Linie A 1 von Hamburg Eidelstedt bis nach Kaltenkirchen („S 21“), Elektrifizierung und durchgehende Zweigleisigkeit (gemeinsam mit Freie und Hansestadt Hamburg in Planung),
  • Verlängerung der S Bahn „S 21“ von Kaltenkirchen bis nach Neumünster (siehe auch Planungsraum II, Landesweiter Nahverkehrsplan).

Kreis Stormarn

  • Ausbaustrecke Hamburg-Lübeck „S 4 Ost“, Neubau zweigleisige, elektrifizierte Strecke parallel zur Strecke 1120 bis Ahrensburg (gemeinsam mit Freie und Hansestadt Hamburg in Planung).

Kreis Herzogtum Lauenburg

  • Ausbaustrecke Lübeck - Lüneburg, Stufenweiser Ausbau: Elektrifizierung, Überwerfungsbauwerk Büchen, 2. Gleis (siehe auch Planungsraum III Abschnitt 2 – Lübeck, Bundesverkehrswegeplan),
  • Reaktivierung Hamburg-Bergedorf bis Nettelnburg-Geesthacht (Landesweiter Nahverkehrsplan).

Hansestadt Lübeck/ Kreis Ostholstein

  • Ausbaustrecke Lübeck-Schwerin, zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung,
  • Ausbaustrecke Hamburg-Lübeck „S 4 Ost“, Neubau zweigleisige, elektrifizierte Strecke parallel zur Strecke 1120 bis Ahrensburg (gemeinsam mit Freie und Hansestadt Hamburg in Planung).
  • Ausbaustrecke Kiel – Lübeck, Elektrifizierung der in zwei vorausgegangenen Baustufen ertüchtigten eingleisigen Strecke Kiel – Lübeck (siehe auch Planungsraum II, zum Teil in Planung),
  • Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung, zweigleisiger Ausbau/ Neubau und Elektrifizierung der Strecke Abzweigung Bad Schwartau bis zum Beginn der Festen Fehmarnbeltquerung gemäß Ergebnis des Raumordnungsverfahrens (Bundesverkehrswegeplan),
  • Ausbaustrecke Lübeck - Lüneburg, Stufenweiser Ausbau: Elektrifizierung, Überwerfungsbauwerk Büchen, 2. Gleis (siehe auch Planungsraum II, Bundesverkehrswegeplan).

Die Landesregierung hat sich für eine feste Verbindung über den Fehmarnbelt ausgesprochen. Gleichzeitig ist dabei die Notwendigkeit hervorgehoben worden, im weiteren Verfahren vertiefte und detaillierte Untersuchungen für die Hinterlandanbindung durchzuführen.